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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2018

Macht Hunger auf mehr

halb zehn - das Frühstückskochbuch
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Ich liebe zwei Dinge besonders – Kochbücher und Frühstück. Deshalb war ich natürlich sehr gespannt auf dieses Buch, das beide Dinge vereint. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ...

Ich liebe zwei Dinge besonders – Kochbücher und Frühstück. Deshalb war ich natürlich sehr gespannt auf dieses Buch, das beide Dinge vereint. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist hochwertig aufgemacht, liegt gut in der Hand. Auffallend sind vor allem die schönen und großformatigen Foodfotografien, die großzügig im gesamten Buch verteilt sind und einem auf der Stelle das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Von den Kategorien her ist an jeden gedacht. Man findet Grundrezepte, Brot und Brötchen sowie weiteres Gebäck, Hefeschnecken, Muffins, Sandwiches, Toasts, Eierspeisen, Pancakes und Waffeln, Müsli, Porridge, Gerichte mit Obst, Aufstriche, Marmeladen, Soßen und Dips, Getränke und vieles mehr. Ob süß oder herzhaft, gesund oder Soulfood – hier wird jeder fündig. Ich habe schon einige Rezepte aus dem Buch nachgemacht und sie waren immer ein Genuss. Klare Empfehlung!

Veröffentlicht am 21.05.2018

Ein weiterer Ratgeber

Goodbye Beziehungsstress
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Elena-Katharina Sohn kennt sich mit Beziehungen aus, da kann man sicher sein. Mit viel Wissen aus Psychologie, Coaching und Praxiserfahrung hat sie diesen Ratgeber zusammengestellt.
Das Buch ist in drei ...

Elena-Katharina Sohn kennt sich mit Beziehungen aus, da kann man sicher sein. Mit viel Wissen aus Psychologie, Coaching und Praxiserfahrung hat sie diesen Ratgeber zusammengestellt.
Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil erfahren wir, wie wir unserem Beziehungsglück selbst im Weg stehen und welche Irrtümer dabei aufkommen können. In Teil zwei erfahren wir, was glückliche Beziehungen ausmacht und im dritten Teil bekommen wir eine Anleitung an die Hand, wie man zusammen glücklich ist.
Der erste Teil war sehr informativ und hat einige Erkenntnisse geliefert, was ich von den beiden anderen Teilen leider nicht sagen kann. Hier hat man wenig Neues erfahren, die Übungen und Beispiele habe ich als ein bisschen künstlich empfunden.
Positiv ist der Schreibstil der Autorin hervorzuheben, sie schreibt sehr nah am Leser und scheint aufrecht daran interessiert, einem „die Hand zu reichen“ und zu helfen.
Trotzdem habe ich mir alles in allem mehr erhofft, an einigen Stellen ist mir Sohn zu oberflächlich geblieben.

Veröffentlicht am 21.05.2018

Ein berührendes und mutiges Buch

Summ, wenn du das Lied nicht kennst
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Zunächst fällt mir die ansprechende Haptik und Optik des Buches auf, der Einband ist liebevoll und aufwendig gestaltet mit erhabenen Prägungen und einem Leinenrücken.

Die Geschichte spielt in den 70er ...

Zunächst fällt mir die ansprechende Haptik und Optik des Buches auf, der Einband ist liebevoll und aufwendig gestaltet mit erhabenen Prägungen und einem Leinenrücken.

Die Geschichte spielt in den 70er Jahren in Südafrika, zur Zeit der Apartheid, in der farbige Menschen massiv benachteiligt und unterdrückt werden und Rassentrennung sowie fehlende Grundrechte und Bildung an der Tagesordnung stehen.

Die Geschichte dreht sich um Beauty und Robin. Zwei Hauptfiguren, denen man unmittelbar sehr nah kommt, die einen mitreißen, anrühren und die man nicht so schnell vergisst. In einem Township der schwarzen Bevölkerung in Johannesburg beginnt sich ein Widerstand zu formieren, die schwarzen Schüler klagen die Einführung von Afrikaans als Unterrichtssprache an. Die schwarze Lehrerin Beauty reist daraufhin nach Soweto, um ihre Tochter, die beim Onkel lebt, nach Hause zu holen. Nomsa allerdings scheint verschwunden zu sein. Das weiße neunjährige Mädchen Robin lebt in einem Minenarbeiterstadtteil von Johannisburg und verliert ihre Eltern, die durch den Aufstand ums Leben kommen. Sie soll bei ihrer Tante aufwachsen, ist bei ihr allerdings nicht gerade willkommen. Und so kommen Robin und ihre neue Kinderfrau Beauty, die in Johannisburg ihre Tochter sucht, zusammen.

Die beiden starken Charaktere, so unterschiedlich sie auch sind, geben sich einander sehr viel und die Entwicklung der beiden ist sehr schön zu lesen. Die Geschichte ist so spannend, einfühlsam und berührend erzählt und auch den kleinen Funken Humor findet man in den Zeilen. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, auch wenn es ein bisschen zu schnell zu Ende ging.

Veröffentlicht am 21.05.2018

Dieser Mann hat Stil

Lass uns über Style reden
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Michael Michalsky ist mittlerweile sehr präsent im TV und deshalb vielen Menschen ein Begriff. Eins dürfte dabei für die meisten klar sein – dieser Mann hat Stil. Doch der bezieht sich nicht nur auf die ...

Michael Michalsky ist mittlerweile sehr präsent im TV und deshalb vielen Menschen ein Begriff. Eins dürfte dabei für die meisten klar sein – dieser Mann hat Stil. Doch der bezieht sich nicht nur auf die Mode, zu einem Leben mit Stil gehören auch viele andere Bereiche – Persönlichkeit, Haltung, Einstellung, Kommunikation, Essen, Wohnen, das Liebesleben...
Ich muss zugeben, dass ich zunächst skeptisch war. Michalsky versteht es aber, dass Thema mit überraschender Tiefe, Humor und einem großen Unterhaltungswert anzugehen. Sympathisch und interessant ist es, dass immer wieder Erzählungen aus dem Leben des Designers ihren Weg in das Buch finden. Ohne erhobenen Zeigefinder ruft Michalsky zu Gelassenheit, aber auch einem reflektierten und bewussten Blick auf das eigene Leben auf. Besonders sympathisch war mir die Betonung von Vielfalt und Toleranz (Widmung des Buches: „Auf die Toleranz!“).
Unterhaltsam, interessant, aber auch keine ganz so neuen Erkenntnisse, stellenweise mutet das Buch mehr als Autobiographie an. Trotzdem würde ich das Buch weiterempfehlen für jeden, der sich für die Modewelt interessiert, Michalsky sympathisch findet und kurzweilige Unterhaltung sucht.

Veröffentlicht am 21.05.2018

Zwei Frauen, ein Sommer und große Veränderungen

Die Schönheit der Nacht
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Die Verhaltensbiologin Claire und ihr Mann führen ein scheinbar perfektes Leben, doch Claire ist rastlos, unruhig – sie hat das Gefühl nur zu funktionieren und sehnt sich danach, zu leben. Den Sommerurlaub ...

Die Verhaltensbiologin Claire und ihr Mann führen ein scheinbar perfektes Leben, doch Claire ist rastlos, unruhig – sie hat das Gefühl nur zu funktionieren und sehnt sich danach, zu leben. Den Sommerurlaub verbringen die beiden in ihrem Ferienhaus in der Bretagne mit ihrem gemeinsamen Sohn und dessen Freundin Julie. Die beiden ungleichen Frauen, beide auf der Suche nach Leidenschaft und Leben, kommen einander näher und entdecken neue Facetten auf der Suche nach ihrem neuen Selbst.
Das Buch ist durchaus anspruchsvoll und nicht ganz so einfach zu lesen. Der melancholisch-poetische Schreibstil der Autorin ist durchaus ansprechend, man kommt aber nicht ganz so einfach in einen Lesefluss. Ich musste ab und zu innehalten und einige Passagen nochmals lesen und überdenken. Trotzdem weiß ich die Sprachgewalt von Nina George sehr zu schätzen, ein wirkliches Talent, das einem nicht so oft in die Hände fällt. Zu nennen ist an dieser Stelle auch die wirklich gelungene und wunderschöne Beschreibung der Landschaft in der Bretagne sowie der französischen Lebensart. Die perfekte Kulisse, vor deren Hintergrund die Entwicklung der Figuren stattfinden.
Man muss sich auf dieses Buch wirklich einlassen, offen sein, dann ist die Entwicklung der Personen wirklich inspirierend und gibt schöne Denkanstöße. Insgesamt habe ich dieses Buch gerne gelesen, auch wenn ich es immer mal wieder eine Zeit aus der Hand legen musste und dann etwas gebraucht habe, um wieder reinzufinden.