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Veröffentlicht am 12.08.2024

Die Entstehungsgeschichte der Lindenterrasse

Die Lindenterrasse
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Nienstedten bei Hamburg 1790
Maria, ein sehr schöne Frau, sie ist verheiratet mit dem Zuckerbäcker Paridom, gemeinsam haben sie 5 Kinder. Sie leben in einen schönen Haus, mit einem atemberaubenden Blick ...

Nienstedten bei Hamburg 1790
Maria, ein sehr schöne Frau, sie ist verheiratet mit dem Zuckerbäcker Paridom, gemeinsam haben sie 5 Kinder. Sie leben in einen schönen Haus, mit einem atemberaubenden Blick auf die Elbe. Paridom ist begeistert von der Seefahrt. Eine Fregatte läuft ein, Paridom möchte diese mit Saluteschüssen begrüßen. Leider explodierte das Pulver zu früh, was er mit seinem Leben bezahlte. Maria hatte es schwer, die Bäckerei verschuldet, sie wusste nicht mehr wie es weiter gehen sollte. Es gibt Interessenten für das Grundstück, doch Maria ist bestrebt, das Erbe ihres Mannes zu erhalten. Sie bekommt ein ungewöhnliches Angebot. Der reiche Kaufmann Joachim Graf bietet ihr ein Darlehen an, möchte aber dafür eine Gegenleistung. Der Graf möchte die Dame seines Herzens bezaubern. Zu sich nach Hause kann er sie nicht einladen, also soll das Treffen auf Marias Terrasse stattfinden. Maria lässt sich darauf ein. Die Vorkehrungen des geplanten Festes laufen an . Hier lernt Maria, Daniel Louis Jaques kennen, er ist der Landschaftsgärtner des Grafen. Er ist beauftragt sich um die Bepflanzung zu kümmern, aber dabei bleibt es nicht, er unterstützt Maria, wo es nur geht. Das Fest läuft nach Plan, aber kurz danach gerät die Geliebte des Grafen in Gefahr. Die Ereignisse überschlagen sich. Wird das alles ein gutes Ende nehmen?

Die Autorin nimmt uns mit an den Elbstrand, in der Nähe von Hamburg Altona. Die Orte des Geschehens werden authentisch beschrieben, man hat direkt ein Bild vor Augen. Der Schreibstil ist flüssig, die Seiten fließen nur so dahin. Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet und vielschichtig gezeichnet. In die Gedanken und Gefühle kann man sich sehr gut hineinversetzen. Die Spannung ist von Anfang an gegeben, steigert sich aber nochmals zum Ende hin rasant. Das Cover passend gewählt zum Inhalt, farblich schön gedeckt gehalten, nicht zu kitschig.

Insgesamt ist: "Die Lindenterrasse", ein sehr gut gelungener historischer Roman, den man sehr gerne weiter empfehlen kann. Mir persönlich hat dieser Roman sehr schöne Lesestunden beschert. Gegebenheiten die es in der damaligen Zeit gegeben hat, wurden sehr gut beschrieben. Das Happy End, eigentlich schon zu schön um wahr zu sein. Aber wir dürfen alle mal träumen. Übrigens gibt es dann im Anhang noch ein paar leckere Rezepte, die man gerne mal ausprobieren kann.



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Veröffentlicht am 09.08.2024

Eine Liebeserklärung, ganz anderer Art

Wir treffen uns im nächsten Kapitel
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Erin wird zu der Gedenkfeier ihrer besten Freundin Bonny eingeladen. Aber ihre Firma gibt ihr kein keinen freien Tag. sie ist frustriert, in ihrem Job eh schon überfordert. Jetzt reicht es, kurzerhand ...

Erin wird zu der Gedenkfeier ihrer besten Freundin Bonny eingeladen. Aber ihre Firma gibt ihr kein keinen freien Tag. sie ist frustriert, in ihrem Job eh schon überfordert. Jetzt reicht es, kurzerhand kündigt sie. Zuhause angekommen, spricht sie mit Bonny, die aus ihrer Fantasy nie verschwand, sie gibt ihr Kraft. An diesem Tag war sie sogar bereit, ihr Chaos zuhause in den Griff zu bekommen, Da gab es noch so viele Kartons, die nach ihrem Einzug hier, nie ausgeräumt wurden. Es waren alles Dinge, die sie zum eigentlichen Leben nicht wirklich benötigte. Darunter waren viele Bücher, die sie sicherlich nicht noch einmal lesen würde. In der Stadt gab es viele Bücherschränke, wo auch noch andere Menschen, von diesen Büchern profitieren könnten. Sie packte einige Bücher zusammen und brachte sie dorthin. Nach der Gedenkfeier für ihre verstorbene Freundin, bemerkte sie, das Ihr Lieblingsbuch nicht mehr da war. Wie ein Blitz fuhr es ihr durch den Kopf, sie hat es aus Versehen mit in den Bücherschrank gestellt. Aber dieses Buch war sehr wichtig für sie. Würde es noch da sein? Schnell musste sie dort hin und zum Glück, es war noch da. Als sie darin blätterte, stellte sie fest, das auch ein anderer Leser, hier Notizen vermerkt hat. Diese wäre für sie sehr interessant und es kam ein reger Austausch zustande. Wenn sie gewusst hätte, we der unbekannte Schreiber ist, hätte sie es sicherlich nicht zugelassen.

Die Autorin spricht hier ein sehr interessantes Thema an. Es geht um Aufarbeitung des Verlustes einer geliebten Person, ebenso auch um Mobbing und dessen Folgen. Zum weiteren auch die Liebe zur Literatur. Der Schreibstil ist fließend. Der Autorin gelingt es meisterhaft, Gedanken und Gefühle der Protagonisten darzustellen. Die Spannung, ehr gleichbleibend, wird zum Ende hin aber nochmals gesteigert.

Meiner Meinung nach, ein sehr gelungener Roman, den man sehr gerne weiter empfehlen kann. Aufarbeitung ist wichtig im Leben und hier zeigt uns die Autorin, einen wunderbaren Weg.

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Veröffentlicht am 07.08.2024

Selbstfindung

Luna
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Luna lebt in Mailand, sie ist Künstlerin. Nach Jahren kehrt sie nach Neapel zurück ,wo sie aufgewachsen ist. Sie muss sich um ihren Vater kümmern. Er ist schwer krank, ein Gehirntumor wurde diagnostiziert, ...

Luna lebt in Mailand, sie ist Künstlerin. Nach Jahren kehrt sie nach Neapel zurück ,wo sie aufgewachsen ist. Sie muss sich um ihren Vater kümmern. Er ist schwer krank, ein Gehirntumor wurde diagnostiziert, er liegt im Krankenhaus. Ihre Mutter war nicht bereit zu ihm zu fahren. Schon vor vielen Jahren hatten sie sich getrennt und das Verhältnis zwischen ihnen war zerrüttet. Eigentlich wollte Luna in einem Hotel absteigen, entschloss sich dann aber doch, in der noblen Wohnung ihres Vaters zu bleiben. Hier werden Erinnerungen an früher wach. In ihrer Kindheit war nicht alles toll, aber es gab auch positive Seiten. Sie entdeckt die schone Landschaft mit dem Meer und den Vesuv, wieder neu für sich. Luna besucht ihren Vater sehr oft im Krankenhaus, anfangs ist er ihr sehr fremd. Er erholt sich nur langsam. Luna nutzt die Zeit in Neapel, sie trifft sich oft mit ihrer Cousine und mit Freundinnen, das muntert sie auf. Wird Luna ihre Vergangenheit aufarbeiten?

Die Autorin nimmt uns mit nach Neapel. Die Orte der Handlung werden sehr schön beschrieben, so das man direkt ein Bild vor Augen hat. Das italienische Flair ist spürbar. Die Spannung wird langsam aufgebaut, man muss immer unbedingt weiterlesen, da man die Hintergründe erfahren möchte. Die Protagonisten werden lebendig dargestellt und sind vielschichtig gezeichnet. Das Cover passend zum Inhalt. Im Hintergrund der Vesuv, den Luna immer malen wollte.

Dieses Buch kann ich gerne weiter empfehlen. Gerade Leser die keine langatmigen Romane lieben, sind hier bestens aufgehoben. Kurz und knapp, aber Aussagekräftig.

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Veröffentlicht am 02.08.2024

Ein Café, als neues Zuhause

Café Hawelka
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1968 Wien
Das Café Hawelka ist über Grenzen hinaus bekannt. Hier treffen sich nicht nur Maler, Literaten und Schauspieler, sondern auch Studenten und die Reichen und Mächtigen. Für Jutta und ihre Mutter ...

1968 Wien
Das Café Hawelka ist über Grenzen hinaus bekannt. Hier treffen sich nicht nur Maler, Literaten und Schauspieler, sondern auch Studenten und die Reichen und Mächtigen. Für Jutta und ihre Mutter Elsa ist dieses Café wie ein zweites Zuhause. Jutta studiert Jura, sie möchte einmal Richterin werden. Nebenbei arbeitet sie als Sekretärin in einer Anwaltskanzlei. Sie lernt Bodo kennen und verliebt sich in ihn. Bei einem Abendessen mit den Eltern beidseits, kommt es zu Unstimmigkeiten. Jutta äußerte ihre Meinung, den sie mag diese Ungerechtigkeiten die im 2. Weltkrieg abgelaufen nicht. Bodos Eltern, haben da sicherlich auch eine dunkle Vergangenheit. Nach diesem Treffen distanziert sich Bodo, warum auch immer. Die Beziehung droht zu zerbrechen.
Die ganze Geschichte wird in zwei Ebenen erzählt.
Wien 1939-1945
Elsa muss ihre kleine Schwester Fritzi großziehen, die Mutter kurz nach der Geburt gestorben, ein Bruder der psychisch auffällig ist und in derAbteilung Heilpädagogische Kinderpsychatrie landet, ein Vater der das alles nur schlecht verarbeiten kann. Er entscheidet sich in den Krieg zu ziehen, da er als Polizist ein gutes Angebot erhielt und somit finanziell gut für die Kinder sorgen konnte. Kurz vor Kriegsende verschwindet Fritzi, nach einem Aufenthalt im Luftschutzbunker. Die halbe Stadt ist zerbombt, selbst das Haus in dem sie lebten. Jutta war verzweifelt. Wo sollte sie jetzt anfangen zu suchen? Sie lernt auf der Suche nach Fritzi, Josephine Hawelka kennen, die sie vorerst bei sich aufnimmt, bei ihr schöpft sie Kraft. Die Hawelkas möchten so schnell wie möglich ihr Café wieder eröffnen, dieser Weg ist steinig, Elsa arbeitet tatkräftig mit. In dieser Zeit bietet das Café Hawelka für sie ein neues Zuhause.

Die Autorin nimmt uns mit nach Wien. Die Orte der Handlung, werden in den zwei Ebenen sehr gut beschrieben. Gerade in die Ebene der Nachkriegszeit und des Wiederaufbaus, so das man direkt ein Bild vor Augen hat. Kriegsverbrechen von damals werden auf beiden Ebenen sehr gut beschrieben und eindringlich erläutert. Der Schreibstil ist fließend, auch den Dialogen kann man sehr gut folgen. Die Protagonisten, vielschichtig gezeichnet. Jutta und Elsa Weden hier besonders hervorgehoben, gerade bei den beiden, kann man sich sehr gut in die Gedanken und Gefühle hineinversetzen.

Insgesamt ist "Café Hawelka", ein tiefgreifender historischer Roman, den ich sehr gerne weiter empfehle. Ich selber, habe dieses Buch an einem Tag gelesen, da ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Hier denke ich mal, besonders gut geeignet, für Leser die sich mit unserer Geschichte auseinandersetzen. Das Happy End ist hier natürlich sehr positiv, ich denke vielen Menschen war das nicht vergönnt. Wäre aber schön wenn es für viele so ausgegangen wäre.

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Mord mit Spielfiguren

Und tot bist du (Thriller)
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Tabea Kurz ist Streifenpolizistin. Auf ihrem privaten Handy wird sie von einem Täter angerufen. Er hat ein persönliches Geschenk für sie. Er nennt sie Tabsi, das macht sie stutzig, denn so nennt sie nur ...

Tabea Kurz ist Streifenpolizistin. Auf ihrem privaten Handy wird sie von einem Täter angerufen. Er hat ein persönliches Geschenk für sie. Er nennt sie Tabsi, das macht sie stutzig, denn so nennt sie nur ihre Schwester und Mutter.
Eine junge Frau wurde von einer Brücke aus, auf die Bahngleise geworfen, der ganze Körper mit blauer Farbe angemalt, am Fuß ein Zettel, Runde eins. Welche Bedeutung könnte das haben?
Der Kriminalist Frank Schünemann wird mit diesem Fall beauftragt. Am Anfang nicht begeistert mit fremden wie Tabea zusammenzuarbeiten, änderte sich dies aber sehr schnell. Tabea war schließlich die Person mit der, der Täter Kontakt haben wollte. Als dann auch noch eine weitere Tote aufgefunden wurde, diesmal mit grüner Farbe angemalt und ein Zettel mit der Beschriftung, zweite Runde, kommen Fragen auf. Was hatte das alles zu bedeuten?

Gunnar Schwarz überzeugt auch in diesem Thriller wieder einmal mit seinem Schreibstil, fließend und leicht verständlich, selbst die Dialoge. Dieser Thriller ist spannend und fesselnd zugleich.

Von mir eine klare Leseempfehlung, das war bei mir jetzt schon das dritte Werk von ihm, alle überzeugend und man kann sich jetzt schon auf sein nächstes Werk freuen, das ich sicherlich auch wieder lesen werde.

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