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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2026

Arno Strobel hat mich wieder vollständig überzeugt

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Schon nach wenigen Minuten hat mich die Geschichte vollkommen gepackt. Arno Strobel versteht es erneut, von der ersten Szene an Spannung aufzubauen und mich mitten ins Geschehen zu ziehen. Die Medizinstudentin ...

Schon nach wenigen Minuten hat mich die Geschichte vollkommen gepackt. Arno Strobel versteht es erneut, von der ersten Szene an Spannung aufzubauen und mich mitten ins Geschehen zu ziehen. Die Medizinstudentin Luisa Menkhoff, die plötzlich mit einem alten Trauma konfrontiert wird, war für mich eine faszinierende Figur – klug, verletzlich und entschlossen zugleich.
Besonders gut gefallen hat mir, wie Strobel einzelne Handlungsfäden miteinander verwebt. Zwar war ich an einigen Stellen kurz davor, etwas ungeduldig zu werden, weil ich bestimmte Zusammenhänge schon vor den Ermittlern oder Luisa erkannt hatte – trotzdem konnte ich das Hörbuch nicht stoppen. Die Spannung bleibt konstant hoch, und nach und nach setzt sich das Geschehen wie ein Puzzle zu einem klaren, temporeichen Finale zusammen.
Auch der Schauplatz in einer deutschen Großstadt trägt dazu bei, dass die Geschichte authentisch und greifbar wirkt.
Fazit: Arno Strobel hat mich wieder vollständig überzeugt. Ungelöst – Die erste Zeugin ist fesselnd erzählt, atmosphärisch dicht und ein Muss für alle Strobel-Fans, die psychologische Spannung mit realistischem Setting lieben.

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Veröffentlicht am 10.02.2026

Naja...

Nightsky Full Of Promise
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„Nightsky Full Of Promise“ erzählt eine sehr emotionale New-Adult-Geschichte rund um Sydney und Luke, die sich in einer Berliner Sommernacht begegnen, sofort etwas Besonderes spüren und sich ein Jahr später ...

„Nightsky Full Of Promise“ erzählt eine sehr emotionale New-Adult-Geschichte rund um Sydney und Luke, die sich in einer Berliner Sommernacht begegnen, sofort etwas Besonderes spüren und sich ein Jahr später am gleichen Ort wieder treffen wollen. Der Einstieg und die Grundidee mit dem Versprechen und dem Zeitsprung haben für mich definitiv ihren Reiz, die Atmosphäre ist stimmig und die Dynamik zwischen den beiden wirkt anfangs sehr intensiv.

Im weiteren Verlauf hatte ich aber zunehmend Schwierigkeiten mit Sydney. Ich habe mich irgendwann davon getriggert gefühlt, dass sie so selten Klartext redet und Konflikte eher über Schweigen, Ausweichen oder Andeutungen laufen lässt. Das hat es mir schwer gemacht, wirklich mit ihr mitzufühlen, obwohl ich ihre Verletzungen rational verstehen konnte. Dadurch konnte ich das Buch insgesamt nicht so genießen, wie ich es mir nach dem starken Anfang erhofft hatte. Für Leserinnen und Leser, die mit viel emotionalem Hin und Her und unausgesprochenen Gefühlen gut klarkommen, kann die Geschichte aber trotzdem funktionieren – „kann man machen“, für mich persönlich war es jedoch kein Herzensbuch.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Nunja...

Knochenspur
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„Knochenspur“ ist ein entspannter Schweden-Krimi, der mit einer mysteriösen Unglücksgeschichte in Gällivare beginnt: Vor zehn Jahren verschwand die Studentin Anna spurlos an einem Wasserfall, nun bestätigen ...

„Knochenspur“ ist ein entspannter Schweden-Krimi, der mit einer mysteriösen Unglücksgeschichte in Gällivare beginnt: Vor zehn Jahren verschwand die Studentin Anna spurlos an einem Wasserfall, nun bestätigen Knochenfunde ihren Tod – und die Ex-Kommissarin Kristin Thalberg soll die Wahrheit aufdecken.

Die Atmosphäre im verschlafenen Norden Schwedens mit schweigenden Dorfbewohnern und wachsender Bedrohung baut sich langsam auf, was perfekt für gemütliches Lesen passt, bis das Ende einen packt und man unbedingt wissen will, wer dahintersteckt und was wirklich mit Anna passierte.

Leider nervte mich Kristin Thalberg stellenweise: Ihre unschlauen Entscheidungen und Handlungen ließen mich oft denken „Warum tust du das so?“ – das dämpfte die Immersion ein wenig, obwohl der Plot mit Wendungen überzeugt.

Ein solider, fesselnder Krimi zum Abschalten, ideal für kalte Abende, mit starker Spannung am Schluss trotz kleinerer Charakter-Schwächen – empfehlenswert für Fans entspannter Skandinavien-Thriller.

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Veröffentlicht am 30.01.2026

nicht so toll leider

Illusion – A Lie Worth Believing
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Ich bin mit großer Lust und Begeisterung in dieses Buch gestartet. Schon das Cover hat mich neugierig gemacht – normalerweise mag ich keine Menschen auf Buchcovern, aber der moderne Comicstil und das ...



Ich bin mit großer Lust und Begeisterung in dieses Buch gestartet. Schon das Cover hat mich neugierig gemacht – normalerweise mag ich keine Menschen auf Buchcovern, aber der moderne Comicstil und das geheimnisvolle Design passten perfekt zur Grundstimmung der Geschichte.

Die Idee hinter „Illusion – A Lie Worth Believing“ hat mich sofort fasziniert: Magie, Schein und Wahrheit, eingebettet in die glamouröse Welt einer Las-Vegas-Show. Die junge Sängerin Stella erhält die Chance ihres Lebens, Teil der legendären „Show Illusion“ zu werden – doch schnell wird klar, dass hier weit mehr hinter den Kulissen geschieht, als es scheint. Schon früh im Buch klingt der innere Konflikt der Hauptfigur an: „Hier gehörst du hin, wispert eine innere Stimme. Flieh, solange du noch kannst, wispert eine andere.“ (S. 42) – ein Satz, der das Spannungsfeld zwischen Faszination und Gefahr treffend einfängt.

Leider hat die Geschichte für mich nach dem ersten Drittel stark an Spannung verloren. Die ausführlichen Beschreibungen der Illusionsräume waren einerseits detailreich, andererseits so technisch, dass ich mir die Szenen kaum bildlich vorstellen konnte. Auch die komplizierten Investoren- und Besitzverhältnisse der Show nahmen viel Raum ein, ohne dass sie die Handlung wirklich voranbrachten. Dadurch zog sich der Mittelteil spürbar in die Länge.

Obwohl die Handlung und das Grundkonzept viel Potenzial hatten, fehlte mir das emotionale Gleichgewicht: Die Misstrauensmomente im Ensemble wirkten oft zu erklärend, und auch die aufkeimende Beziehung zwischen Stella und Levin blieb oberflächlich. Sowohl die Nebenfiguren – Cam, Richie, Eliza und Rae – als auch einige Plottwists am Ende blieben recht blass und vorhersehbar.

Positiv hervorheben möchte ich den Schreibstil. Janine Ukena hat ein Gespür für besondere Wortbilder und schafft zu Beginn eine düstere, geheimnisvolle Atmosphäre, die wunderbar zur Thematik der Illusion passt. Doch mit der Zeit hatte ich das Gefühl, dass sich die Handlung hinter dieser sprachlichen Intensität verliert – fast, als stünde alles unter einem Schleier aus Worten. Das mag zum Konzept des Buches passen, erschwert aber den Lesefluss.

Insgesamt hat mich „Illusion – A Lie Worth Believing“ trotz seiner interessanten Idee und des atmosphärischen Settings nicht ganz überzeugen können. Mir fehlte der Moment, an dem mich die Geschichte wirklich gepackt hat. Deshalb werde ich den zweiten Teil der Dilogie wohl nicht mehr lesen.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Nach „Nach dem Dinner“ ein weiterer Flop, der nicht im Gedächtnis bleibt.

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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„Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?“ von Emily Rudolf verspricht mit seiner Klappentext-Story einen packenden Thriller: Cecilia, eine mittellose Housesitterin nach dem Tod ihrer Mutter, ...

„Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?“ von Emily Rudolf verspricht mit seiner Klappentext-Story einen packenden Thriller: Cecilia, eine mittellose Housesitterin nach dem Tod ihrer Mutter, landet auf einer einsamen Ostseeinsel in der Villa der einflussreichen Familie Waldner – mit verbotener Anziehung zu Johannes und dunklen Geheimnissen der Besucher.

Die Handlung fühlt sich leider abgedroschen an, bewegt sich im Mittelfeld und wird erst im letzten Viertel spannend – davor banal geschrieben, mit kaum Spannung und langweiligen, blassen Figuren, die verkrampft auf cool getrimmt wirken. Die Sexszenen grenzen ans Lächerliche, trotzdem eine solide Auflösung für zwischendurch, die nicht bereut werden muss.

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