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Veröffentlicht am 02.03.2026

moralische Grauzonen, die zum Denken anregen

Limerence
1

Poppy schlägt sich als Stipendiatin an der renommierten Lionswood Prep mit ihren reichen und unbeschwerten Mitschülern durch. Im Gegensatz zu den anderen ist sie nicht Hauptattraktion einer jeden Party ...

Poppy schlägt sich als Stipendiatin an der renommierten Lionswood Prep mit ihren reichen und unbeschwerten Mitschülern durch. Im Gegensatz zu den anderen ist sie nicht Hauptattraktion einer jeden Party - ganz im Gegenteil, die meisten kennen nicht einmal ihren Namen. Während sie also ihre Zeit damit verbringt, heimlich ein bisschen Drama über die Leute aufzuschnappen, sich arrangieren muss, welches Essen sie ausfallen lässt, um sich weiterhin das Nötigste leisten zu können, muss sie zudem ständig aufpassen, dass ihre Noten nicht noch schlechter werden und sie ihr Stipendium verliert.
Adrian hingegen ist der unwiderstehlich attraktive Liebling von so ziemlich jedem. Was ihm in dieser Hinsicht nur zugute kommt ist, dass seine Familie eine der reichsten und einflussreichsten der Welt ist. Er verbringt also seine Tage damit, den überaus netten Jungen zu spielen, viel zu viel Geld a das Elite-Internat zu spenden und Lob und Preis seiner Mitmenschen einzusammeln. Man könnte manchmal sogar annehmen, er wäre ein Gott, den alle anhimmeln, um ein Stückchen seiner Göttlichkeit zu erhaschen.
Doch so unterschiedlich die beiden auch hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen Situation sein mögen, sie teilen sich eine verbindende Gemeinsamkeit - eine Dunkelheit, die beide vernichten könnte.
Bereits von Anfang an tauchen folgende Fragen auf, dessen Abgründe tiefer sind als gedacht: Wer hat Mickey getötet und warum? Wie hat Poppy ein Stipendium bekommen, obwohl ihre Noten nicht ausgezeichnet sind? Welche unentdeckten Geheimnisse gibt es noch?

Als eigentliche Fantasy-Leserin wollte ich einmal etwas Neues ausprobieren und ja, was soll ich sagen, die Geschichte hat mich vollkommen mitgerissen. Gleich zu Beginn habe ich mich in den humorvollen Schreibstil aus Poppys Sicht verliebt und musste deswegen nicht selten Lachen. Was mich aber vollkommen überrascht hat, war, dass mir die Charaktere viel zu gut gefielen, obwohl sie viele morale Grauzonen überschreiten. Bei beiden wird im Verlauf der Geschichte deutlicher, warum sie sind wie sie sind bzw. warum sie tun, was sie tun und das macht die beiden unglaublich menschlich und nachvollziehbar. Also das beste Maß an omg ich kann das voll nachvollziehen :’-( und omg das sollten sie nicht machen . Aber so richtig schlimm wird es mit Adrian… sagen wir so, es fühlt sich oft verboten an, ihn auch selbst attraktiv und anziehend zu finden, obwohl man weiß, was er getan hat und zu was er fähig ist. Da hinterfragt man oft auch die eigene Moral.
Ansonsten zur Geschichte selber fand ich sie wirklich spannend, es gab viele Stellen, wo ich lachen musste, dann wieder welche, wo ich am liebsten keinen Mucks von mir gegeben hätte. Alles in allem konnte ich das Buch kaum weglegen, weil ich immer neugierig war, was mich wohl auf der nächsten Seite erwartet und welche neuen Geheimnisse aufgedeckt werden. Ich freue mich auf einen weiteren Band

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