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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.05.2024

Für Groß und Klein

Theseus und der Entotaurus
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"Theseus und der Entotaurus" ist ein wundervolles Kinderbuch, dass die griechische Mythologie auf kindgerechte Art und Weise näherbringt. Es erzählt von den Abenteuern des jungen Helden Theseus, der sich ...

"Theseus und der Entotaurus" ist ein wundervolles Kinderbuch, dass die griechische Mythologie auf kindgerechte Art und Weise näherbringt. Es erzählt von den Abenteuern des jungen Helden Theseus, der sich auf eine spannende Reise begibt, um das geheimnisvolle und mächtige Wesen namens Entotaurus zu finden und zu zähmen. Dies ist eine Anspielung auf die griechische Saga um den Minotaurus. Buch ist für Kinder ab 4 Jahren empfohlen, allerdings finde ich die Geschichte und die Wortwahl sehr anspruchsvoll und eher für ältere Kinder geeignet. Bekannte Figuren aus Entenhausen nehmen die Hauprollen ein. Vor allem besticht das Buch durch die zahlreichen und detailgetreuen Illustrationen, die oft über die ganze Seite verlaufen, sodass es immer was Neues zu entdecken gibt.

Insgesamt eine spannende und liebevoll gestaltete Geschichte für Groß und Klein.

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Solide, aber habe mehr erwartet

Leuchtfeuer
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Das farbenfrohe Cover des Buches vermittelt den Eindruck eines fröhlichen und lebhaften Werkes, doch die Geschichte, die sich dahinter verbirgt, ist überraschend ruhig und sicherlich kein Page Turner. ...

Das farbenfrohe Cover des Buches vermittelt den Eindruck eines fröhlichen und lebhaften Werkes, doch die Geschichte, die sich dahinter verbirgt, ist überraschend ruhig und sicherlich kein Page Turner.

Leider bleibt die Darstellung der Charaktere ziemlich oberflächlich und es fehlt teilweise an Tiefe. Im Klappentext heißt es: "Zwei Familien. Eine Nacht. Eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändert.". Doch leider kommt die Auseinandersetzung mit dieser Nacht und der getroffenen Entscheidung viel zu kurz und es werden eher viele unterschiedliche Themen von Alzheimer über Alkoholsucht angerissen. Daher hatte ich leider etwas ganz anderes von der Geschichte erwartet. Auch durch die vielen Zeitsprünge war es teilweise schwierig der Geschichte zu folgen.

Der Schreibstil ist angenehm und das Buch lässt sich dadurch schnell weglesen. Auch wenn es traurige Passagen gab, konnte es mich emotional leider nicht berühren und wird mir nachhaltig nicht im Gedächtnis bleiben. Insgesamt eine nette Geschichte für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 10.09.2023

Tiefgründiger als erwartet

Cleopatra und Frankenstein
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An einem Silvesterabend in New York treffen Cleo und Frank aufeinander und verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Sechs Monate später findet die Hochzeit statt gefolgt von einer Ehe voller Höhen und ...

An einem Silvesterabend in New York treffen Cleo und Frank aufeinander und verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Sechs Monate später findet die Hochzeit statt gefolgt von einer Ehe voller Höhen und Tiefen.

Tatsächlich hatte ich erwartet, dass wir Cleo und Frank zunächst durch ihre Kennenlernphase begleiten, doch es gibt einen Zeitsprung und man landet direkt bei der Hochzeit, was ich etwas schade fand. Es handelt sich hier auch um keine klassische Liebesromanze, denn die Stimmung in dem Roman ist alles andere als kitschig, fast schon düster. Drogenkonsum, Depressionen, Alkoholkonsum und toxische Beziehungen stehen hier im Mittelpunkt. Die Geschichte entwickelt eine ganz eigene Dynamik und man verfällt in eine Sogwirkung, was den Roman zu einem Pageturner macht.

Insgesamt ein Buch voller Überraschungen auf das man sich einlassen muss. Man wird belohnt mit einem wunderschönen Schreibstil voller Vergleiche und Poetik.

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Veröffentlicht am 29.08.2023

Jahreshighlight

Die Einladung
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Es ist Sommer in den Hamptons. Wir begleiten die 22-jährige Alex - eine junge Frau, die vorgibt jemand zu sein, die sie nicht ist. Zum Inhalt möchte ich gar nicht viel verraten, denn es macht umso mehr ...

Es ist Sommer in den Hamptons. Wir begleiten die 22-jährige Alex - eine junge Frau, die vorgibt jemand zu sein, die sie nicht ist. Zum Inhalt möchte ich gar nicht viel verraten, denn es macht umso mehr Spaß blind in die Geschichte einzutauchen. Die Seiten fliegen nur so dahin, was auch an Emma Clines großartigem Schreibstil liegt. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird auf eine interessante und bisher selten gelesene Weise thematisiert.

Alex ist eine unzuverlässige Erzählerin und man weiß als Leser nicht hundertprozentig ob sie die Wahrheit sagt. Sie ist eine Antiheldin und Lebenskünstlerin. Auch wenn sie keine typische Sympathieträgerin ist, machte dies sie umso sympathischer für mich.

Dies war mein erstes Buch von Emma Cline und es wird mit Sicherheit nicht mein letztes bleiben. Ich hoffe sie schreibt noch mehr grandiose Geschichten. Für mich eine unglaublich intensive Sommerlektüre mit großartiger Sogwirkung!

Der deutsche Titel würde leider unglücklich gewählt, denn der englische Originaltitel „The Guest“ passt sehr viel besser. Nichtsdestotrotz ein Jahreshighlight für mich.

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Veröffentlicht am 01.01.2023

Harte Kost

Nachtschwärmerin
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Dieses Buch ist keine leichte Kost. Die 17-jährige Kiara muss ihre Familie ernähren und kämpft dabei ums überleben. Alles scheint ausweglos und so bleibt nur noch der Weg in die Prostitution. Die Geschichte ...

Dieses Buch ist keine leichte Kost. Die 17-jährige Kiara muss ihre Familie ernähren und kämpft dabei ums überleben. Alles scheint ausweglos und so bleibt nur noch der Weg in die Prostitution. Die Geschichte thematisiert viele aktuelle Themen wie Rassismus, Diskriminierung, Armut und zeigt dabei die Missstände unserer Gesellschaft auf. Denn auch heute noch haben weiße Männer in Uniform eine privilegierte Stellung.

Insgesamt werden vielen wichtige Themen aufgeworfen, aber leider konnte mich die Geschichte nicht vollends packen. Der Schreibstil ist sehr nüchtern und transportiert nur schwer die Emotionen. Dadurch fällt der Zugang zur Protagonistin und den anderen Charakteren schwer. Zudem sind auch einige Längen vorhanden, sodass ich das Buch ziemlich oft weggelegt habe und es nur schleppend beenden konnte.

Somit konnte mich der Debüt Roman von Leila Mottley leider nicht vollends überzeugen. Nichtsdestotrotz ist es eine tolle Leistung von einer gerade mal 20-jährigen Autorin einem gesellschaftskritischen Roman mit einer wichtigen und aktuellen Message zu verfassen. Hut ab!

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