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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2025

Tiefe Einblicke in die Familienleben

Coast Road
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Alan Murrin hat mit "Coast Road" einen Roman geschaffen der vielfältige Einblicke in irische Familie gibt. Insbesondere lernen wir die Familien Anfang der 1990er in der irischen Coast Road kennen. ...

Alan Murrin hat mit "Coast Road" einen Roman geschaffen der vielfältige Einblicke in irische Familie gibt. Insbesondere lernen wir die Familien Anfang der 1990er in der irischen Coast Road kennen. Die Hauptrollen spielen dabei Izzy und Colette.
Colette hat ihren Mann verlassen und nach einer Auszeit in Dublin zieht sie wieder zurück nach Ardglas in ein kleines Cottage mit Blick aufs Meer. Doch dies führt zu viele Klatsch und Tratsch im Ort und viele ziehen über sie her. Dennoch versucht sie sich ihren Lebensunterhalt mit Schreibkursen zu verdienen.

Auch Izzy lebt unweit von Colette in einer Beziehung, in der sie aber nicht mehr glücklich ist, oder auch nie war. Zu Colette bekommt sie eine Beziehung während des Schreibkurses.

Im gesamten Roman schlüpft man in die Leben der einzelnen Personen und erlebt so einiges was in einem Dorf untereinander geschieht. Der Ort ist sehr katholisch und so nimmt auch der Pfarrer eine Rolle in diesem Roman ein. In dieser Zeit Anfang der 90er gibt es erste Versuche ein Gesetz zum Recht auf Scheidung zu verabschieden, was es unglaublicherweise zu diesem Zeitpunkt noch nicht gab.

Das Buch geht sehr in die Einzelheiten der Personen und Beziehungen. Man sollte auch nicht über die Seiten hinweglesen, dann werden wichtige Einzelheiten verpasst. Ein Buch zum langsam lesen
Mir hat es gefallen einen Einblick in die 90er der irischen Frauen zu erhalten.

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Veröffentlicht am 17.01.2025

Sehr persönlich

Barfuß in Tetas Garten
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Auch wenn ich die Moderatorin Aline Abboud nicht aus den Tagesthemen kenne hat der Text auf dem Cover mich neugierig gemacht. Aline ist eigentlich eine Tochter eines Libanesen und in Ostberlin geboren. ...

Auch wenn ich die Moderatorin Aline Abboud nicht aus den Tagesthemen kenne hat der Text auf dem Cover mich neugierig gemacht. Aline ist eigentlich eine Tochter eines Libanesen und in Ostberlin geboren. Dennoch hat sie natürlich Verbindungen in den Libanon durch ihre Familie. 1991 ist sie das erste Mal im Libanon. Sie berichtet wie unbekümmert die Menschen dort mit den Kindern umgehen. Im Gegensatz dazu erlebt sie hier eine Welt die gefühlt auf Schritt und Tritt von Erwachsenen geplant ist und wenig ungestörte Zeit verbracht wird. Das Buch erzählt von vielen Erlebnissen bei ihrer Verwandtschaft und vor allem bei ihrer Oma Teta im Libanon. Sehr persönliches wird erzählt. Es ist eine Art Biographie, doch wirkt es oft auch wie ein Auszug aus einem Tagebuch. So lernt man den Libanon, statt aus den Nachrichten auch mal aus einer anderen Sicht kennen. Aline berichtet ebenso von ihren Erlebnissen in Deutschland.

Der Schreibstil ist locker und man kann das Buch gut und schnell lesen. Das Buch nimmt beschreibt zu einem Großteil die Kindheit und Jugend von Aline. Die Zeit als Moderatorin nimmt nur einen geringen Teil ein.

Sehr lesenswert für Fans Von Aline Abboud und auch für alle die an fremden Ländern und Kulturen interessiert sind.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Winterliche Spannung

Die Schanze
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Auch wenn dies der erste Thriller von Lars Menz ist, hat er mich direkt gepackt. Da ist noch viel Potenzial für weitere Thriller. Der Beginn des Buches beginnt sehr grausam und stark. Doch dann bekommt ...

Auch wenn dies der erste Thriller von Lars Menz ist, hat er mich direkt gepackt. Da ist noch viel Potenzial für weitere Thriller. Der Beginn des Buches beginnt sehr grausam und stark. Doch dann bekommt man zum Glück etwas Gelegenheit zum Durchatmen. Eine der Protagonistinnen ist Ellen. Ellen ist Ärztin und ist in ihre Heimat zurückgekehrt um eine Hausarztpraxis zu übernehmen. Dabei trifft sie immer wieder auf alte Bekannte die bei ihr einige Erinnerungen wecken. Außerdem gibt es da noch Ellens Schwester zu der das Verhältnis sehr schwierig ist. Da sie aber zu Beginn der erste Anlaufpunkt in der alten Heimat ist, reißen die beiden sich zusammen. Doch dann passiert wieder etwas in diesem beschaulichen Örtchen. Doch wie hängen diese Personen alle zusammen? Nach und nach fügt sich alles..
Menz hat einen tollen Thriller geschaffen den man nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich freue mich auf weitere

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Fantasy-Thriller?

Racheritual
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"Racheritual" ist mein erstes Buch von Ethan Cross. Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen gebraucht habe um in den Thriller reinzukommen. Ethan Cross hat anscheinend eine ganz eigene Schreibweise ...

"Racheritual" ist mein erstes Buch von Ethan Cross. Ich muss zugeben, dass ich ein bisschen gebraucht habe um in den Thriller reinzukommen. Ethan Cross hat anscheinend eine ganz eigene Schreibweise die ich von bisherigen Autoren noch nicht kannte.

Racheritual ist der Auftakt einer neuen Reihe. In dieser Reihe spielt Baxter Kincaid die größte Rolle. Gemeinsam mit seinem Ermittlungspartner Terry begibt er sich auf die Fersen von Modi und Magni deren Vater einen großen Wikinger Clan leitet und aus seinem "Glauben" heraus einige Menschen opfert. Der Ravenkiller ist so sehr von seinem heidnisch-religiösen Clan überzeugt, dass er selbst auf seine Kinder Modi und Magni keine Rücksicht nimmt.

Die Story des Wikinger Clans ist sehr detailliert beschrieben, so dass man teilweise das Gefühl hat einen Fantasy-Roman vor sich zu haben. Daher ist es mir etwas schwer gefallen diesen fantastischen Bereich und die Ermittlungs- und Verfolgungsarbeit überein zu bringen.

Ab spätestens der Hälfte des Buches wurde es aber spannender und die Längen fielen weg und ich konnte mit fiebern.

Alles in allem ein gelungener Thriller mit einem besonderen Schreibstil.

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Veröffentlicht am 03.01.2025

Wo ist das Leben lebenswert?

Der Morgen nach dem Regen
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Von s.a.m.

Zunächst muss ich sagen, dass ich nur per Zufall auf dieses Buch gestoßen bin. Weder das Cover noch der Text haben mich direkt angesprochen. Ich habe es dennoch lesen wollen, da ich gemerkt ...

Von s.a.m.

Zunächst muss ich sagen, dass ich nur per Zufall auf dieses Buch gestoßen bin. Weder das Cover noch der Text haben mich direkt angesprochen. Ich habe es dennoch lesen wollen, da ich gemerkt habe, dass das Buch in der Nähe meiner Heimat spielt. Und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut. Elsa lebt in Den Haag und arbeitet am internationalen Gerichtshof. Ihre Mutter Johanna ist vor kurzem aus New York nach Sankt Goar an den Rhein gezogen. Was für unterschiedliche Welten. Die beiden haben leider keine gute Beziehung zueinander, da Johanna sich früher wenig um Elsa gekümmert hat. Johanna war bei internationalen Hilfsorganisationen weltweit im Einsatz und konnte sich nur schwer um die kleine Elsa kümmern. Durch ein Schicksalsschlag werden die beiden in Sankt Goar wieder zusammengeführt.

So unterschiedlich beide Welten zunächst scheinen, so ähnlich sind die beiden sich dann doch.
Die Autorin Melanie Levensohn erzählt geschickt und mit sehr viel Gefühl und Emotionen abwechselnd aus der Sicht von Johanna und Elsa. Dabei bleibt auch die Vergangenheit der beiden nicht außen vor. Nach und nach wird die Lebensgeschichte der beiden zu einer gemeinsamen.

Ebenso muss man an einigen Stellen selbst innehalten und sein eigenes Leben reflektieren. An vielen Stellen gibt das Buch Impulse zum eigenen überdenken verschiedener Lebenssituationen wie z.B. Wo lebe ich am besten?

Ich konnte das Buch kaum weglegen! Ich bin froh zufällig auf dieses Buch gestoßen zu sein! Sehr zu empfehlen!

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