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Veröffentlicht am 14.04.2025

Die Beleuchtung von Mutter-Tochter Beziehungen

Die Summe unserer Teile
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In der Geschichte geht es um drei Generationen von Frauen. Großmutter, Mutter und Tochter. Diese Beziehungen werden jedoch nicht nur in diese eine Richtung beleuchtet, sondern auch in die jeweils ...

In der Geschichte geht es um drei Generationen von Frauen. Großmutter, Mutter und Tochter. Diese Beziehungen werden jedoch nicht nur in diese eine Richtung beleuchtet, sondern auch in die jeweils andere und gerade, dass war das spannende und besondere an diesem Roman.
Es war unheimlich interessant zu lesen, wie Handlungen und Entscheidungen von der Mutter, jeweils bei der Tochter ankamen und was dies für deren jeweilige weitere Leben bedeutete. Es ist wirklich erstaunlich wie unterschiedlich Dinge von unterschiedlichen Personen interpretiert oder empfunden werden können und wie sehr sich der Blickwinkel darauf ändert, umso mehr man über die Geschichte einer Person erfährt. Das wurde in diesem Buch gut beleuchtet.
Der Roman ließ sich auch schnell und recht flüssig lesen. Die Metaphern waren für meinen Geschmack jedoch oftmals etwas gezwungen und sperrig, jedoch war die Rahmenhandlung rund um die Beziehungserzählung eher nebensächlich, weshalb mir das Buch auch trotzdem gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

tolle Fortsetzung

Low
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Mir hatte der erste Teil des Graphic Novels "Starman" schon sehr gut gefallen und auch die Fortsetzung "Low" hat mich nicht enttäuscht. Ich denke auch, dass es hilfreich ist, den ersten Teil gelesen zu ...

Mir hatte der erste Teil des Graphic Novels "Starman" schon sehr gut gefallen und auch die Fortsetzung "Low" hat mich nicht enttäuscht. Ich denke auch, dass es hilfreich ist, den ersten Teil gelesen zu haben, um die besondere Erzählsicht zu verstehen.
Die Geschichte des großen Musikers David Bowie wird weiter erzählt und diesmal geht es um seine Zeit in Berlin. Sein Freund Iggy Pop ist zu dieser Zeit ständig an seiner Seite.
Visuell ist Low, wie erwartet, gelungen. Die Farben spiegeln die Emotionen der Personen wider und auch die Stimmung der Umgebung lebt von der unterschiedlichen Kolorierung. Jede unterschiedliche Phase bekommt ein anderes Farbschema.
Es war sehr spannend mehr über diese Zeit in Bowies Leben zu erfahren und auch als deutschsprachige Person lustig zu lesen, wie der Gastherr immer Deutsch mit David spricht.
Schade, dass die Reihe mit diesem Band endet.

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Veröffentlicht am 04.06.2024

gelungene Fortsetzung

Windstärke 17
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Caroline Wahl hat mich wieder überzeugt!

Schon mit "22 Bahnen" konnte mich die Autorin begeistern und auch der Folgeroman "Windstärke 17" hat das mindestens genauso gut geschafft. Zunächst wusste ich ...

Caroline Wahl hat mich wieder überzeugt!

Schon mit "22 Bahnen" konnte mich die Autorin begeistern und auch der Folgeroman "Windstärke 17" hat das mindestens genauso gut geschafft. Zunächst wusste ich gar nicht, dass es sich um eine Fortsetzung handelt und wollte nur lesen, was die Autorin nun geschrieben hat, doch als ich herausfand dass es diesmal um Ida gehen würde, die jüngere Schwester aus "22 Bahnen" habe ich das Buch sofort in die Hand genommen und in einem durchgelesen.
Es hat die Geschichte für mich perfekt abgerundet, da in "Windstärke 17" sowohl die Geschichte von Ida und Tilda weiter erzählt wird, als auch Idas Geschichte Raum bekommt. Den Leserinnen wird Einblick gewährt in das Gefühlsleben von Ida, nicht nur in der Gegenwart sonder auch in der Vergangenheit, wie sie das Leben mit der alkoholkranken Mutter erlebt hat.

Wie auch schon im ersten Roman hat mich wieder die Erzählstimme der Autorin in den Bann gezogen. Mir gefällt ihre schonungslose und ehrliche Stimme, die sie den Protagonist
innen verleiht. Sie dürfen auch die unschönen Gedanken denken und die boshaften Gedanken auch aussprechen. Der Roman ist echt, die Gefühle sind es auch.

Ich hoffe es wird noch mehr Romane dieser Art von Caroline Wahl geben.

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Veröffentlicht am 15.05.2024

Eine herausragende Wissenschaftlerin, die nie die Anerkennung bekommen hat, die sie verdient hat: Dr. Rosalind Franklin

Das verborgene Genie
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Ich lese sehr gerne die Romanereihe von Marie Benedict in der es um starke Frauen geht, die im Schatten der Männer standen. Die Frau, um die es in diesem Teil der Reihe geht, Dr. Rosalind hat mich besonders ...

Ich lese sehr gerne die Romanereihe von Marie Benedict in der es um starke Frauen geht, die im Schatten der Männer standen. Die Frau, um die es in diesem Teil der Reihe geht, Dr. Rosalind hat mich besonders interessiert. Obwohl ich eine naturwissenschaftliche Ausbildung habe, dachte auch ich, dass zwei Männer die DNA entschlüsselt haben. Dieses Buch, die geschichte von Dr. Franklin hat mich an so vielen Stellen so unglaublich wütend gemacht! Am liebsten hätte ich Crick, Watson und vor allem Wilkins des öfteren gerne selbst angebrüllt. Nicht nur auf menschlicher Ebene und aus der Sicht einer Frau sondern auch auf beruflicher Ebene wurde Rosalind einfach unfair behandelt. Dass diese Geschichte so passieren konnte und die Männer auch noch den Nobelpreis für ihre Arbeit erhalten haben, ist einfach nur erschreckend und traurig. Immerhin musste sie durch ihren leider viel zu frühen Tod nicht mehr mit ansehen, wie die beiden diesen entgegen nahmen, ich denke jedoch sie ist ihnen vermutlich vor lauter Zorn an diesem Tag als Geist erschienen.
Punkteabzug gibt es von mir allerdings leider für den stark klischeebehafteten Schreibstil der Autorin oder der Übersetzerin in diesem Roman. Ich habe sprachlich schon besser von der Autorin bzw. deren Übersetzerin gelesen.
Alles in allem jedoch ein gutes, wichtiges und empfehlenswertes Buch für mich, das mich informiert hat, emotional gemacht hat und mich zu sehr viel Zusatzrecherche angeregt hat. Und als Bonus ganz viel Wissenschaft oben drauf.
Alles was ein Buch für mich braucht. Ich hoffe durch Romane dieser Art wird es in Zukunft nicht mehr nötig sein die Geschichte immer wieder auf Herstories auszubessern, sondern dass die Geschichten gleich richtig erzählt werden und alle Menschen die Annerkennung bekommen, die ihnen zusteht.

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Veröffentlicht am 14.03.2024

Spannender Roman, der zum Nachdenken anregt

Yellowface
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Dieser Roman war spannend, wie schon länger keiner, ich wollte stets weiter lesen und wissen was denn wohl als nächstes passieren wird. Ich fand das Konzept extrem spannend das Innenleben einer Protagonistin ...

Dieser Roman war spannend, wie schon länger keiner, ich wollte stets weiter lesen und wissen was denn wohl als nächstes passieren wird. Ich fand das Konzept extrem spannend das Innenleben einer Protagonistin mit zu verfolgen, die nicht sympathisch auf mich wirkt und noch weniger vertrauenswürdig. Auch sprachlich hatte ich mir von diesem Roman etwas ganz anderes erwartet, fand den Stil aber sehr passend gewählt und flüssig zu lesen. Die Autorin liefert sehr spannende, wenn auch ernüchternde Einsicht in das Verlagswesen und Leben einer Autorin.
Yellowface regt sehr viel zum Nachdenken an, da auch sehr viele Themen auf sehr kontroverse Weise angesprochen werden: Rassismus, Social Media, Cancel Culture, vor allem aber ist es ein Roman über Moralvorstellungen.
Die Auswirkungen, die Erfolg und soziales Ansehen auf Menschen haben können wird sehr eindrücklich geschildert. Es ist durchaus ein Roman, der dauerhaft Eindruck hinterlassen wird, schon alleine durch seine einzigartige Erzählweise. Einen Stern Abzug gibt es für mich für das verwirrende Ende und auch da mich die Geschichte einfach nicht vollends begeistern konnte.
Ich habe das Buch aber sehr gerne und mit vielen Emotionen gelesen und bin froh, dem Hype gefolgt zu sein (wer auch immer entschieden hat, dieses Buch zu einem zu machen).

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