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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2019

Doggerland

Doggerland. Fehltritt (Ein Doggerland-Krimi 1)
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Maria Adolfsson ist eine neue Autorin. Doggerland Fehltritt ihr erster Roman, der auf Deutsch erschienen ist.

Was mir gefallen hat:

- Das Cover ist eigentlich nicht spektakulär, zeigt wie in nordischen ...

Maria Adolfsson ist eine neue Autorin. Doggerland Fehltritt ihr erster Roman, der auf Deutsch erschienen ist.

Was mir gefallen hat:

- Das Cover ist eigentlich nicht spektakulär, zeigt wie in nordischen Krimis gewohnt eine Landschaft. Aber die Farbgestaltung sticht ins Auge. Eine tolle schwarz-weiße Optik mit einem knalligen Titel. Super.

- Die Art, wie die Autorin erzählt, ist gut lesbar und für Freunde des etwas ruhigeren Krimis, der sich Zeit nimmt für die Geschichte.

- Man fühlt sich in einem Land zwischen nordischer Landschaft und englischem Flair. Durch die Schaffung eines imaginären Landes hat die Autorin Freiheiten, die sie auf interessante Art und Weise gestaltet.

- Bis zum Finale weiß der Leser nicht, wer der Täter ist. Es bleiben keine Fragen offen.



Was mir nicht so gefallen hat:

- Es mangelt der Story zeitweise etwas am nötigen Drive, der den erfahrenen Krimileser bei der Stange hält.

- Es hätte gerne ein bisschen mehr Action sein dürfen.

- So richtig warm bin ich mit der Kommissarin noch nicht geworden. Ich kann sie nach diesem ersten Band nicht richtig einschätzen. Auch die Beziehung zu ihrem Chef hätte noch mehr Konflikt-Potential gehabt. Ich hoffe mal darauf im zweiten Teil.

- Die Auflösung war beim Lesen nicht zu erraten und kam sehr überraschend.


Der zweite Doggerland-Band kommt noch in diesem Jahr. Mal schauen, ob die Autorin sich noch steigern kann.



Veröffentlicht am 30.09.2018

Toller zweiter Band

Bluthaus
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„Bluthaus“ ist der zweite Band der Reihe um die junge Polizistin Frida Paulsen und den erfahrenen Haudegen, Kommissar Haverkorn. Frida lebt weiterhin auf dem Hof ihrer Eltern und hat die Erlebnisse im ...

„Bluthaus“ ist der zweite Band der Reihe um die junge Polizistin Frida Paulsen und den erfahrenen Haudegen, Kommissar Haverkorn. Frida lebt weiterhin auf dem Hof ihrer Eltern und hat die Erlebnisse im ersten Teil noch nicht ganz verwunden. Haverkorn erfährt, dass er eine todkranke Tochter hat. Beide sind also angeschlagen als sie in einen neuen Mordfall verwickelt werden, in dem die Hauptverdächtige auch noch eine ehemalige Freundin von Frida ist. Eine große Rolle spielt auch ein altes Reedhaus am Meer, in welchem vor 20 Jahren drei Menschen erschossen wurden. Frida unternimmt auf eigene Faust Nachforschungen und bringt sich damit bald in große Gefahr während Haverkorn versucht seine Tage zwischen Krankenhausbesuchen und Ermittlungen aufzuteilen.

Der Krimi liest sich einfach von Anfang an gut weg. Frida und Haverkorn sind sympathisch und die private Seite der beiden spielt eine große Rolle in der Geschichte, ohne aber die Spannung zu schmälern. Es gelingt Romy Fölck mal wieder aufs Trefflichste, durch Rückblenden in die Vergangenheit und durch eine lebhafte Spurensuche in der Gegenwart die Neugierde des Lesers zu entfachen und anzuheizen und Puzzlestück für Puzzlestück die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dabei hat man zwar schnell Vermutungen und Ahnungen aber bis fast zum Schluss weiß man nicht Alles und die Auflösung ist dann doch überraschend und sehr schlüssig. Dabei gibt es auch wieder einen richtig guten Showdown der nicht nur für Kopfkino gut ist, sondern zum zweiten Mal den Wunsch aufkommen lässt, dass diese tolle Reihe auch verfilmt werden sollte.
Ein toller Krimi mit lebensechten Figuren, einer spannenden Handlung und einem Setting zwischen Elbmarsch und Nordsee.

Ich kann es nur uneingeschränkt empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 05.08.2018

Thriller-Puzzle

Vier.Zwei.Eins.
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Nach der Leseprobe waren meine Erwartungen ziemlich hoch für „vier zwei ein“. Die Erzählweise aus zwei Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erfordert ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und es ist schlau, ...

Nach der Leseprobe waren meine Erwartungen ziemlich hoch für „vier zwei ein“. Die Erzählweise aus zwei Perspektiven und auf zwei Zeitebenen erfordert ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit und es ist schlau, wenn man an der Geschichte dranbleibt. Das fällt aber nicht schwer, da die Spannung kontinuierlich ansteigt.

Kit und Laura werden Zeugen eines Verbrechens und durch Lauras Aussage wird der Täter verurteilt. Aber damit hat sie eine Spirale von Angst und Bedrohung in Gang gesetzt und fünfzehn Jahre später scheint sie eine Frau zu sein, die sich vor den eigenen Schatten fürchtet und auch ihren eigenen Mann damit ansteckt. Oder steckt eine reale Gefahr dahinter? Ist Beth wirklich ein Opfer gewesen oder gibt es noch eine andere Wahrheit, die Kit und Laura übersehen haben?

Ein wirklich spannender Plot, wie ein Puzzle in Szene gesetzt. Man darf mit raten, wird auf falsche Spuren gesetzt, erfährt nach und nach die Wahrheit und ist doch überrascht über das Ende. Sehr unterhaltsam und für mich eine richtige Neuentdeckung.

Veröffentlicht am 20.07.2018

zugreifen und lesen

Der Kreidemann
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„Der Kreidemann“ ist das erste Buch, welches von C.J. Tudor ins Deutsche übersetzt wurde. Es handelt sich um ein Buch, welches sich nicht so hundertprozentig in das Krimi-Genre einordnen lässt. Es gibt ...

„Der Kreidemann“ ist das erste Buch, welches von C.J. Tudor ins Deutsche übersetzt wurde. Es handelt sich um ein Buch, welches sich nicht so hundertprozentig in das Krimi-Genre einordnen lässt. Es gibt natürlich einen toten Jungen, der unter seltsamen Umständen stirbt und der durchaus das Opfer eines Mordkomplotts gewesen sein könnte. Aber es gibt weder einen Kommissar noch sonst einen professionellen Ermittler. Es geht lange auch nicht darum, einen Täter zu finden sondern überhaupt einzuordnen, was mit einer Handvoll Jugendlicher passiert. Wer benutzt ihre geheimen Kreidezeichen für seine eigenen Zwecke? Könnte es tatsächlich Mord sein, als ein Junge ertrunken aufgefunden wird? Um was geht es überhaupt bei all den seltsamen Ereignissen, die die jungen Leute zunehmend beunruhigen.

Mit leichter Hand erzählt die Autorin von einer Gruppe Halbwüchsiger, die gerade zwischen Kindheit und Erwachsensein hängen und eigentlich ganz andere Probleme haben, als Mord und Totschlag. Aber mit dem Auftauchen eines seltsamen Lehrers ziehen Angst und Beklemmung ein und sowohl der Leser als auch der Hauptdarsteller suchen nach Erklärungen. Auf einer zweiten Ebene in der Zukunft verschwindet einer der Freunde scheinbar spurlos und lässt das Grauen der Jugend wieder aufleben. Gibt es Zusammenhänge?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es hat eine starke Sogwirkung und vor allem die Sprache und die Dialoge können überzeugen. Zugreifen und lesen.

Veröffentlicht am 20.07.2018

genretypisch unterhaltsam

Dream Maker - Sehnsucht (The Dream Maker 1)
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Parker Ellis ist der Dream Maker, der Boss einer Agentur, die damit wirbt, dass sie ihre Kundinnen glücklich machen wird, egal, welche Probleme die Ladies so haben. Ein hoher Anspruch, den er und seien ...

Parker Ellis ist der Dream Maker, der Boss einer Agentur, die damit wirbt, dass sie ihre Kundinnen glücklich machen wird, egal, welche Probleme die Ladies so haben. Ein hoher Anspruch, den er und seien zwei Partner da erfüllen müssen und wollen.

Von überall her kommen die Frauen mit ganz unterschiedlichen Wünschen und Sorgen.
Die drei Jungs versuchen mit Professionalität den Frauen finanzielle Vorschläge zu machen, deren Outfit zu optimieren und sie in Liebesdingen zu beraten. Das wird zwangläufig immer mal ziemlich persönlich. Und auch wenn es ihr Plan ist, so können weder die Kerle noch die Kundinnen immer ganz genau trennen, wo das Geschäftsverhältnis aufhört und das Private anfängt.

Die Vorgaben sind unterhaltsam und die Autorin hat einen lockeren Stil in dem sie vor allem Parker gut in Szene setzt. Die Damen sind leider oft etwas dümmlich und blond. Aber es gibt auch einen Lichtblick der zumindest Parker etwas durcheinander bringt.

Nette Schmonzette für zwischendurch. Genretypisch.