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Veröffentlicht am 08.07.2019

süße Liebesgeschichte, aber leider zu glatte Charaktere

Easy Love - Ein Pitch für die Liebe
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Ich kannte bisher noch kein Buch der Autorin und der Klappentext versprach eine süße und romantische Liebesgeschichte - das bekommt der Leser auch geboten.

Trotzdem fällt es mir schwer, hier eine Rezension ...

Ich kannte bisher noch kein Buch der Autorin und der Klappentext versprach eine süße und romantische Liebesgeschichte - das bekommt der Leser auch geboten.

Trotzdem fällt es mir schwer, hier eine Rezension abzugeben, denn obwohl die Geschichte zuckersüß und romantisch ist, fehlte mir etwas. Die Handlung entwickelt sich viel zu rasch weiter, mir fehlte das gegenseitige Kennenlernen: die beiden treffen sich, zack, verknallt und die große Liebe. Das ging viel zu schnell und ich konnte mich dadurch leider nicht in die beiden hineinversetzen, und es hat alles auch nicht allzu realistisch gemacht.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Gabby und Rhys erzählt, ein Erzählstil, der mir sehr gut gefällt, weil er ermöglicht, dass man sich in die Gedanken und Gefühle der Protagonisten hineinversetzen kann. Auch der Schreibstil ist angenehm flüssig und ich habe das Buch rasch ausgelesen.

Aber: Mir waren beide zu perfekt, sie haben keine Fehler gemacht, da gab es keinen Streit, und wenn doch eine Unstimmigkeit war, dann wurde sie sofort wieder beigelegt, ohne, dass es tiefer ging.

Das Buch ist Teil 2 einer Serie, aber in sich abgeschlossen. Bei Buchserien gibt es immer kleine Anspielungen auf den oder die Vorbände, was mich an sich auch nicht stört. Hier aber gab es so viele dieser Anspielungen, dass es mich sehr wohl gestört hat, das kam mir so vor wie "ich weiß etwas, was du nicht weißt" Es wird nicht mal kurz nebenbei erklärt, wie die Nebencharaktere zu Gabby und Rhys stehen. Sie sind da, aber als Leser erfährt man sehr wenig von ihnen, sodass ich mir mit den verschiedenen Namen manchmal schwer getan habe, sie zuzuordnen.

Und - mich hat diese besondere Betonung auf der Liebe Gabbys zu ihrem Sohn gestört. Sie war niemals sauer auf ihn, hat immer betont, wie sehr sie ihn liebt, war mir - egal, wie er sich benommen hat - viel zu verständnisvoll. Umgekehrt gilt das auch für ihren Sobn. Sorry, aber welcher 7jährige macht niemals Blödsinn und versteht immer, warum er dies oder das nicht tun soll? Ich kenne keinen.

Fazit: "Easy Love - ein Pitch für die Liebe" ist eine süße, romantische Liebesgeschichte, die mir von der Handlung her sehr gut gefallen hat. Leider konnten mich die Protagonisten nicht wirklich von sich überzeugen - sie blieben zu glatt, zu perfekt, ohne Tiefe. Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.

Veröffentlicht am 01.07.2019

hätte etwas mehr Tiefe haben können, aber trotzdem gut

Dirty English - Verboten Heiß
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Im Prolog zu Beginn erfährt der Leser, was Elizabeth passiert ist. Trotz der Tatsache, dass man dies nun weiß, war die Geschichte an sich, die sich zwei Jahre später fortsetzt, zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Der ...

Im Prolog zu Beginn erfährt der Leser, was Elizabeth passiert ist. Trotz der Tatsache, dass man dies nun weiß, war die Geschichte an sich, die sich zwei Jahre später fortsetzt, zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Der Schreibstil ist locker-leicht und ich konnte mich gut und schnell einlesen. Die Handlung wird abwechselnd aus Declans und Elizabeths Sicht erzählt.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen - aber: es ging alles viel zu schnell. Manchmal wechselten Szenen recht rasch, sodass ich das Gefühl hatte, etwas verpasst zu haben. Ich hätte gern noch mehr Einblick in die Gedanken der beiden erhalten. Vor allem gegen Ende wirkte es dann total überhastet und wurde zu schnell aufgelöst.

Die erotischen Szenen fand ich jetzt nicht unbedingt so prickelnd, aber sie waren nicht zu zahlreich und das wiederum hat mir gut gefallen.

Die Charaktere selbst fand ich gut und auch nicht zu zahlreich. Neben Elizabeth, die ich sehr sympathisch fand, gibt es da noch die Zwillinge Declan und Dax, dessen Geschichte übrigens in Band 2 erzählt wird. Die Männer könnten unterschiedlicher nicht sein, aber man hat trotzdem zu jeder Zeit die enge Bindung zwischen ihnen spüren können.

Auch Elizabeths Freunde wurden gut eingebaut und im gesamten haben die Nebenprotagonisten sehr gut zur Gesamthandlung gepasst.

Fazit: "Dirty English - verboten heiß" ist eine Liebesgeschichte, die sexy und erotisch von einem jungen Paar erzählt, das erst seinen Weg finden muss. Die Handlung verläuft sehr rasch, hier hätte ich mir gern ein wenig mehr Tiefe gewünscht. Trotzdem konnte mich das Buch in seiner Gesamtheit gut unterhalten.

Veröffentlicht am 30.06.2019

gut, aber es zieht sich etwas

Eine Lady riskiert alles
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Ich kannte bisher noch kein Buch der Autorin, aber hin und wieder lese ich gerne mal Romane aus früheren Zeiten - dieser hier spielt in der Regency-Zeit.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, und die Handlung ...

Ich kannte bisher noch kein Buch der Autorin, aber hin und wieder lese ich gerne mal Romane aus früheren Zeiten - dieser hier spielt in der Regency-Zeit.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, und die Handlung wird aus beider Sicht erzählt und ermöglicht es somit sehr gut, sich in beider Gedanken und Gefühle hineinzuversetzen.

Ich mochte beide Protagonisten sehr. Roscoe bleibt anfangs eher undurchsichtig, und erst mit der Zeit lernt man die Hintergründe kennen, warum er nicht sein Leben als Adeliger weiterlebt.

Miranda wiederum mochte ich sehr, weil sie sich trotz aller Zwänge, die ihr als unverheiratete Frau auferlegt sind, nicht unterkriegen lässt, und eine junge selbständige und unabhängige Frau ist. Nicht nur einmal musste ich schmunzeln, wenn sie sich mit Roscoe anlegt und es am Ende tatsächlich geschafft hat, dass sie ihren Willen erhält.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war die Tatsache, dass das Leben der höheren Gesellschaft sehr bildhaft beschrieben wurde, aber auch das Leben derjenigen, die nicht dem Adelsstand angehören. Dies alles macht einem als Leser erst bewusst, wie wenig Rechte Frauen damals hatten, und wie sehr sie sich an den Mann anpassen mussten.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich langsam, was sie auch realistischer machte, und die erotischen Szenen waren eher verhalten und geschmackvoll beschrieben.

Auch die Nebencharaktere wurden sehr gut in die Handlung eingepasst und runden die Geschichte somit ab.

Leider hat das Buch trotz der Tatsache, dass die Geschichte selbst sehr gut geschrieben ist, auch einige Längen, weshalb ich auch einen Stern Abzug gebe.

Fazit: "Eine Lady riskiert alles" ist ein Liebesroman aus der Regency-Zeit, der mich mit gut ausgearbeiteten Charakteren und einer schönen Liebesgeschichte überzeugen konnte. Lediglich die Tatsache, dass sie einige Längen hat, hat das Lesevergnügen ein wenig geschmälert.

Veröffentlicht am 27.06.2019

fantasievoller Serienstart

Als die Bücher flüstern lernten (Die Geschichtenspringer 1)
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Ich liebe Geschichten, bei denen die Protagonisten in Büchern und Geschichten verschwinden, und deshalb war auch sehr gespannt auf dieses Buch.

Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil und wirft ...

Ich liebe Geschichten, bei denen die Protagonisten in Büchern und Geschichten verschwinden, und deshalb war auch sehr gespannt auf dieses Buch.

Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil und wirft den Leser nach einem kurzen Prolog ohne viel Vorinformationen mitten ins Geschehen. Im Verlauf der Geschichte präsentiert sie uns dann ein Puzzleteilchen nach dem anderen, und so blieb die Handlung bis zum Schluss spannend.

Die Geschichte wird aus Hopes Sicht erzählt. Obwohl ich ihr Verhalten angesichts ihrer schwierigen Kindheit nachvollziehen konnte, war sie mir trotzdem manchmal ein wenig zu biestig und anstrengend.

Sam hingegen mochte ich von Anfang an sehr - er ist zwar ein wenig nerdig, aber seine Anspielungen auf Filme und Serien, seinen Sarkasmus und Witz, fand ich einfach herrlich. Abgesehen davon bietet er Hope perfekt die Stirn und lässt sich von ihr nicht unterbuttern.

Auf jeden Fall konnte mich die Geschichte in ihren Bann ziehen - sie ist unheimlich fantasievoll, und die Autorin scheut sich nicht, den Leser von einem Buchcharakter zum nächsten zu jagen und die Tafelrunde von König Artus munter mit anderen Geschichten zu mischen. So entsteht eine Geschichte, die keinen Moment langweilig wird und die immer wieder unvorhersehbare Twists entwickelt.

Sehr gut hat mir auch die Vermischung von Realität mit Buch-Schauplätzen gefallen.

Ein wenig bekritteln muss ich allerdings noch die Sprache - die Geschichte spielt in England, und da passen meiner Meinung nach typisch deutsche Ausdrücke wie "Klamotten" oder "da kannst du nichts für" nicht unbedingt - dies allerdings nur am Rand bemerkt, und war auch nicht so zahlreich, dass es wirklich gestört hätte.

Fazit: "Als die Bücher flüstern lernten" ist ein wunderbares, fantasievolles Buch über ein junges Mädchen, das von der Realität in Buchschauplätze wechseln kann. Es hat mir wirklich Spaß gemacht zu raten, welches Buch wohl als nächstes in die Geschichte eingewoben wird, und die Handlung selbst war spannend und konnte mich gut unterhalten. Ich vergebe gern eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 24.06.2019

im Gegensatz zu Band 1 von Beginn an überzeugend

Idol - Gib mir dein Herz
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Nachdem mich Band 1 der Serie "gib mir die Welt" nicht zu 100 % überzeugen konnte, war ich nun gespannt auf die Geschichte von Gabriel Scott, dem Manager der Band, der mich bereits im Vorband neugierig ...

Nachdem mich Band 1 der Serie "gib mir die Welt" nicht zu 100 % überzeugen konnte, war ich nun gespannt auf die Geschichte von Gabriel Scott, dem Manager der Band, der mich bereits im Vorband neugierig auf sich gemacht hat. Ich kann vorab sagen, dass ich diesmal nicht enttäuscht wurde.

Wir lesen hier über Gabriel, den immer korrekten und nicht aus der Ruhe zu bringenden, Manager der Band Kill John. Er erhält - entgegen seiner Reservierung - auf einem Langstreckenflug die quirlige Sophie als Sitznachbarin, die ihn nicht nur während des Flugs an seine Grenzen bringt.

Die Handlung wird abwechselnd aus beider Sicht erzählt - diesen Erzählstil liebe ich besonders, weil man sich damit sehr gut in die Charaktere versetzen kann.

Ich mochte beide sehr gern. Sophie ist quirlig, immer guter Laune, und auch wenn dies zum Teil eine Fassade ist und ihr wahres Ich verbirgt, so ist sie doch unheimlich warmherzig und liebenswert.

Gabriel hingegen ist der typische Engländer - immer korrekt, streng und nicht aus der Ruhe zu bringen, und eine Tasse Tee löst seiner Ansicht nach alle Probleme. Trotzdem mochte ich ihn im Laufe der Geschichte immer mehr - denn seine Unnahbarkeit ist ebenso ein Schutzpanzer wie Sophies Fröhlichkeit.

Die Handlung konnte mich sehr für sich einnehmen, die Protagonisten sind authentisch und lebensecht beschrieben, was sie liebenswert macht und das Gefühl gibt, sie als Freunde zu haben.

Die Nebencharaktere sind diesmal die Mitglieder der Band, und natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit Killian und Liberty Bell.

In diesem zweiten Band wurden die Nebencharaktere viel mehr eingebunden wie im ersten, und sie haben mich allesamt sehr neugierig auf ihre Geschichte gemacht (besonders Jax, den ich im ersten Teil schon sehr mochte, und der in Band 3 Hauptdarsteller sein wird.)

Der Erotikanteil ist auch hier größer, aber im Gegensatz zu Band 1 weniger und hat mich von daher auch nicht so sehr gestört - noch weniger hätte mir noch besser gefallen

Fazit: "Idol - gib mir dein Herz" konnte mich im Gegensatz zu Band 1 der Serie von Beginn an überzeugen mit lebensechten Protagonisten und einer Handlung, die mich für sich einnehmen konnte. Nun bin ich sehr gespannt auf Band 3 der Serie.