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Veröffentlicht am 03.02.2017

Schachnovelle

Schachnovelle
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Schachnovelle ist eine Novelle von Stefan Zweig.

Dr. B wird von der Gestapo festgesetzt. Das Einzige, wa sihm in einem kahlen Raum zur Beschäftigung verbleibt ist ein Buch über bekannte Schachpartien. ...

Schachnovelle ist eine Novelle von Stefan Zweig.

Dr. B wird von der Gestapo festgesetzt. Das Einzige, wa sihm in einem kahlen Raum zur Beschäftigung verbleibt ist ein Buch über bekannte Schachpartien. Dr. B steigert sich in Partien gegen sich selbst hiein, die nur in seinem Kopf stattfinden, und rutscht damit immer mehr in den psychischen Abgrund...

Auf wenigen Seiten gelingt es Zweig, ein ungewöhnliches Psychogramm zu erstellen, das den Leser mitreißt und verstört zurücklässt. Mit Absicht hält er Distanz zu seiner Figur, der er keinen richtigen Namen gibt. Die Erzählung ist leicht zu lesen, dennoch strengt es an. Schwere Kost.

Veröffentlicht am 03.02.2017

Bahnwärter Thiel

Bahnwärter Thiel. Studienausgabe
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Bahnwärter Thiel ist eine novellistische Studie von Gerhart Hauptmann.

Bahnwärter Thiel sucht sich nach dem Tod seiner gleibeten ersten Frau eine zweite. Diese jedoch unterdrückt ihn und misshandelt seinen ...

Bahnwärter Thiel ist eine novellistische Studie von Gerhart Hauptmann.

Bahnwärter Thiel sucht sich nach dem Tod seiner gleibeten ersten Frau eine zweite. Diese jedoch unterdrückt ihn und misshandelt seinen Sohn aus der ersten Ehe. Thiel ist unfähig, sich ihrer zu erwehren, steigert sich aber immer mehr in den Wahn hinein, und als wegen ihrer Unachtsamkeit sein Sohn stirbt, wird er zum Mörder...

Realitätsnah und schonungslos erzählt Hauptmann die psychische Entwicklung von Bahnwärter Thiel. Seine weiteren Figuren sind nicht sehr individuell, sondern haben ihren bestimmten Platz in der Erzählung. Trotz der recht sachlichen Sprache gelingt ein dramatisches Bild, wie aus Trauer Wahnsinn wird. Der Wahn über seine verstorbene erste Frau hätte aber ein bisschen besser dargestellt werden können.

Veröffentlicht am 03.02.2017

Jane Eyre

Jane Eyre
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Jane Eyre ist ein Eintelroman von Charlotte Bronte.

Die junge Jane lebt im Waisenhaus, wo sie vom Leiter drangsaliert wird, wo es nur geht. Sobald sie alt genug ist, entflieht sie dieser Hölle und sucht ...

Jane Eyre ist ein Eintelroman von Charlotte Bronte.

Die junge Jane lebt im Waisenhaus, wo sie vom Leiter drangsaliert wird, wo es nur geht. Sobald sie alt genug ist, entflieht sie dieser Hölle und sucht eine Anstellung als Hauslehrerin, die sie bei dem düsteren und geheimnisvollen Mr Rochester findet. Sie fühlt sich trotz aller Konventionen zu ihm hingezogen, was auch erwidert wird. Doch dann geschieht ein schreckliches Unglück...

Der Autorin gelingt mit dem Roman ein fesselndes Portrait einer starken jungen Frau, die sich in der von Männern dominierten Welt behaupten will. Die Charaktere sind lebendig und liebevoll gezeichnet. Die Sprache ist trotz des Alters gut verständlich und lässt sich flüssig lesen. Ab und zu gibt es ein paar kleine Längen, doch darüber sieht man gerne hinweg. Ein schönes Buch.

Veröffentlicht am 03.02.2017

Sinuhe der Ägypter

Sinuhe der Ägypter
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Sinuhe der Ägypter ist ein Einzelroman von Mika Waltari.

Sinuhe schildert in diesem Roman seine Lebensgeschichte. Seine Kindheit bei den Zieheltern, seine Freundschaft zu Echnaton, sein getriebenes Leben ...

Sinuhe der Ägypter ist ein Einzelroman von Mika Waltari.

Sinuhe schildert in diesem Roman seine Lebensgeschichte. Seine Kindheit bei den Zieheltern, seine Freundschaft zu Echnaton, sein getriebenes Leben ohne Frieden, wo es ihn doch immer nur in seine Heimatstadt Theben zurückzieht...

Das Buch ist vom Stil her typisch für einen finnischen Autoren, zumindest nach meinen Erfahrungswerten. Sehr schwermütig, nur ab und an von ein wenig Ironie durchsetzt und mit Verbitterung garniert, wird hier eine recht düstere Lebensgeschichte ertählt. Nichtsdestotrotz und obwohl sein Gejammer nie aufhört, verliert Sinuhe nie die Hoffnung ganz. Man kann sich gut in ihn reinfühlen, auch wenn man sich nicht wirklich mit ihm identifizieren kann. Das Buch ist mit seinen über 1000 Seiten sehr dick und hat leider entsprechende Längen, die das Ganze noch etwas getragener, aber auch langatmiger machen. Dennoch gelingt Waltari ein interessantes geschichtliches Sittenbild des alten Ägypten zur Zeit der Reformation von Echnaton. Keine leichte Kost, aber durchaus lesenswert.

Veröffentlicht am 03.02.2017

Die Pharaonin

Die Pharaonin
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Die Pharaonin ist ein Einzelroman von Philipp Vandenberg.

Der Roman handelt von Hatschepsut, die nach dem Tod ihres Mannes zur mächtigsten Frau Ägyptens avanciert. Sie liebt den Steinmetz Senenmut, der ...

Die Pharaonin ist ein Einzelroman von Philipp Vandenberg.

Der Roman handelt von Hatschepsut, die nach dem Tod ihres Mannes zur mächtigsten Frau Ägyptens avanciert. Sie liebt den Steinmetz Senenmut, der sein eLiebe zu ihr in Denkmälern ausdrückt.
Von Ehrgeiz zerfressen, versucht Hatschepsut, ihr männlichen Vorgänger in allen Belangen zu übertreffen, gerade nach dem Trauma, selbst keinen männlichen Nachfolger gebären zu können. Dabei zerstört sie rücksichtslos auch die Beziehung zu ihrem Geliebten und macht sich angreifbar für ihre Feinde...

Das Buch ist schwere Kost, da es unbarmherzig Gewalt zeigt, etwas zu übertrieben direkt und häufig. Sprachlich ist der hirstorische Roman gut umgesetzt, dem Genre entsprechend konsequent altertümlich. Das Portrait von Hatschepsut zeigt ihren interessanten Charakter und lässt die Geschichte um sie lebendig werden. Aber leider eben sehr anstrengend zu lesen.