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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2025

Langweilig und nichtssagend

Schauplätze der Weltliteratur
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Wer sich von diesem Buch eine einsichtsvolle Vorstellung literarischer Schauplätze und eine fundierte Einbettung in relevante soziale Kontexte erhofft, wird leider enttäuscht. Tatsächlich finde ich die ...

Wer sich von diesem Buch eine einsichtsvolle Vorstellung literarischer Schauplätze und eine fundierte Einbettung in relevante soziale Kontexte erhofft, wird leider enttäuscht. Tatsächlich finde ich die 2–3 Seiten pro Beitrag erstaunlich nichtssagend. Statt tiefere Einblicke zu bieten, wird häufig die Handlung und Ortbeschreibungen der jeweiligen Bücher zusammengefasst. Die Texte wiederholen oft nur, was schon in den Originalwerken zu lesen ist, anstatt interessante Details oder Kontexte zu liefern.

Für Leserinnen, die die vorgestellten Romane noch nicht kennen, mag sich hier und da ein kleines Wissenshäppchen finden, doch wirkliche Entdeckungen oder Einblicke bleiben aus.

Die Auswahl der Bücher ist breit gefächert, auch wenn der englischen Sprachraum im Mittelpunkt steht. Einige Titel waren für mich unerwartet: Zwar sind viele bekannte Autor
innen vertreten, doch es wurden nicht unbedingt die berühmtesten Werke ausgewählt. So wird bei Jane Austen beispielsweise Anne Elliot vorgestellt.

Insgesamt wirkt das Buch, als hätte ein Lehrer seiner Klasse die Aufgabe gestellt, kurze Texte über die Ortsbeschreibungen aus literarischen Werken zu schreiben, und diese Aufsätze wurden dann einfach als Buch veröffentlicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 12.04.2025

Ein schön gestaltetes Buch mit wichtiger Botschaft

Egal, sagt Aal
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Dieses Buch wirkt sehr hochwertig. Der Einband fühlt sich durch die stoffähnliche Textur angenehm an und ist farbenfroh illustriert. Auch die Seiten sind überraschend dick und robust, was es besonders ...

Dieses Buch wirkt sehr hochwertig. Der Einband fühlt sich durch die stoffähnliche Textur angenehm an und ist farbenfroh illustriert. Auch die Seiten sind überraschend dick und robust, was es besonders kinderfreundlich macht.

Der Titel hat sofort das Interesse meines Kindes geweckt, weil es gerade in einer "Ist mir egal" Phase ist.

Die Menge an Text finde ich richtig für die Zielgruppe, und durch den klaren, gut lesbaren Schreibstil sowie die kindgerechte Schrift eignet sich das Buch auch gut zum Selberlesen. Die zentrale Botschaft (dass man beachten sollte, wie sich das eigene Verhalten auf andere auswirkt) ist wichtig und wird auf eine verständliche Weise vermittelt.

Die Szenen in der ersten Hälfte des Buches hätten aber etwas klarer beschrieben sein können. Es ist mir z.B. unklar, ob Aals Verhalten störend war oder nicht, als er an den Forellen vorbeischwimmt. 

Insgesamt aber ein sehr gelungenes Buch, das zum Nachdenken anregt und Kindern auf unterhaltsame Weise ein wichtiges Thema näherbringt.

Veröffentlicht am 04.04.2025

Schöne Geschichte, die sich ein bisschen in die Länge zieht

FC Stinkesocke - Glücksbringer wäscht man nicht
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Die Geschichte dreht sich um Emil, der traurig ist, weil es dieses Jahr nicht genug Spieler gibt, um eine keine D-Jugend-Mannschaft zu bilden. Doch er hat eine Idee und versucht gemeinsam mit seinen Freunden, ...

Die Geschichte dreht sich um Emil, der traurig ist, weil es dieses Jahr nicht genug Spieler gibt, um eine keine D-Jugend-Mannschaft zu bilden. Doch er hat eine Idee und versucht gemeinsam mit seinen Freunden, eine Lösung zu finden. Sie beschließen, eine gemischte Mannschaft aus Jungs und Mädchen zu gründen: der FC Stinkesocke ist geboren! Doch bevor sie richtig loslegen können, müssen sie einige Herausforderungen meistern.

Das Cover ist sehr schön gestaltet. Besonders gut gefallen haben uns die süßen Illustrationen, die die Geschichte wunderbar ergänzen und den Text auflockern. Auch der Schreibstil ist kindgerecht und mitreißend. Mein Sohn konnte der Geschichte gut folgen.

Das Thema Fußball wurde insgesamt sehr gut umgesetzt. Allerdings fanden wir, dass sich die Geschichte anfangs etwas gezogen hat. Besonders in den ersten Kapiteln passiert fußballtechnisch relativ wenig, weshalb mein Kind immer wieder das Interesse verlor und das Buch zur Seite legte. Als die Spiele losgingen, war er aber voll dabei. 

Veröffentlicht am 01.04.2025

Fantasievolle, schräge Geschichte

Super-Dad und die explodierende Kacke
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Dieses Buch hat mir positiv überrascht. Die Geschichte ist humorvoll, chaotisch und schreitet atemlos voran. Der Humor ist absurd und ehrfurchtslos. Die Bildungsministerin, die erst vor kurzem alle Buchstaben ...

Dieses Buch hat mir positiv überrascht. Die Geschichte ist humorvoll, chaotisch und schreitet atemlos voran. Der Humor ist absurd und ehrfurchtslos. Die Bildungsministerin, die erst vor kurzem alle Buchstaben gelernt hatte, wurde von einer Kack-Explosion zum Mond gejagt. Superd-Dad ist Polizist und ermittelt. Dabei wird aber der Fall tatsächlich von ihrer Tochter Oona gelöst. 

Das Buch wird als "Comic-Krimi" bezeichnet, aber es gibt kaum Comic-Elemente. Die Geschichte ist in Grunde als Roman geschrieben. Die Kapitel sind aber sehr kurz und der Text ist spannend und lässt sich schnell lesen. Das Buch ist also perfekt für junge Leser*innen.

Ich muss aber gestehen, dass der Humor vielleicht nicht dem Geschmack von allem entspricht. Wie bereits im Titel erwähnt, spielt Kacke eine wichtige Rolle. Es gibt auch viel Ironie, die nicht immer von Kindern wahrgenommen wird, aber was Kinder doch verstehen werden sie zum Lachen bringen.

Veröffentlicht am 20.03.2025

Spannende Geschichte, aber ich bin zwiegespalten

Andersgasse 7 1: Ein Fall für den fantastischen Flusenwutz
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Diese Detektivgeschichte ist auf jeden Fall spannend und lässt sich gut und schnell lesen. Trotzdem hat sie mir nicht komplett gefallen. Meinetwegen hätte das Buch aufhören können, nachdem Karl den Dieb ...

Diese Detektivgeschichte ist auf jeden Fall spannend und lässt sich gut und schnell lesen. Trotzdem hat sie mir nicht komplett gefallen. Meinetwegen hätte das Buch aufhören können, nachdem Karl den Dieb entdeckt. 

Im Buch geht es um Karl, der mit seiner Tante in der Andersgasse 7 wohnt. Dort wohnen viele andere interessante Figuren: eine Hexe, Herr Blum, der exotischen Pflanzen und Tiere liebt, ein alter Seemann und Herr Müller, der unsichtbar sei. Am Anfang der Geschichte wird Karls Tante von Herrn Aufschwatz, einem Verkäufer für merkwürdige Haushaltsartikel, besucht. Aus Versehen verschüttet Karl eine Schachtel mit Samen von der Allwachspflanze, die schnellstwachsende Pflanze der Welt. Zum Glück werden alle Samen weggeputzt und eine Katastrophe wird abgewendet. Als Karl dann seinen Nachbar Matties, den Seemann, besucht und ihm von seinem Unglück erzählt, bemerkt dieser, dass seine eigenen Allwachsplfanzensamen verschwunden sind. Karl ermittelt und entdeckt den Dieb, doch bevor er die Samen zurückgibt, stibitzt er einen und pflanzt sie. Die erwartete Katastrophe tritt dann ein. 

In der zweiten Hälfte des Buches fand ich den Protagonisten nur ärgerlich. Nachdem zwei Personen ihm gewarnt haben, wie gefährlich die Pflanze ist, beschließt er, dass es eine gute Idee wäre, eine Allwachspflanze zu züchten. Das Verhalten ist halt unerwartet, und ich denke, es wäre besser gewesen, wenn am Anfang des Buches festgestellt wird, dass Karl gerne Streiche spielt oder Quatsch macht.