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Veröffentlicht am 22.02.2025

Spannende Idee mit schwacher Umsetzung

Blood Moon Rising. Kampf um die Krone (Blood Moon Rising 1)
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Worum geht’s?
Dass Melinoé eine Mondkämpferin ist, verstößt so ziemlich gegen jedes Gesetz, das es auf Islá Lûna gibt, denn eigentlich sollten nur weibliche Mitglieder der Königsfamilie in der Lage dazu ...

Worum geht’s?
Dass Melinoé eine Mondkämpferin ist, verstößt so ziemlich gegen jedes Gesetz, das es auf Islá Lûna gibt, denn eigentlich sollten nur weibliche Mitglieder der Königsfamilie in der Lage dazu sein, Magie zu wirken, was Melinoé zur Staatsfeindin Nummer eins macht. Um ihr Leben zu schützen, soll sie den Kronprinzen töten – ohne allerdings zu ahnen, welche Gefühle dieser in ihr auslösen kann.


Meine Meinung
Die Idee zu dieser Geschichte fand ich auf jeden Fall unglaublich spannend, denn auch wenn Magie in letzter Zeit eigentlich nicht zu meinen favorisierten Tropes gehört, klang das Konzept des Blutmondes doch zu interessant für mich, um das Buch links liegen zu lassen.

Mit dem Einstieg hatte ich dann aber leider schon ein wenig zu kämpfen, auch wenn ich den Schreibstil an sich sehr angenehm und durchaus flüssig zu lesen fand. Hinsichtlich des Worldbuildings hätte ich mir durchaus noch die ein oder andere Erläuterung gewünscht, denn trotz der teils sehr ausufernden Kapitel hatte ich manchmal das Gefühl, nur eher schleppend voran zu kommen und dabei kaum etwas neues oder spannendes erfahren zu haben.

In Bezug auf den Spannungsbogen war ich ehrlich gesagt auch ein wenig überrumpelt, wie schnell die Gewalt ausgeartet ist und dabei zeitweise auch wirklich überhand genommen hat. Brutalität als Stilmittel sehe ich ohnehin schon eher kritisch, in diesem Fall hatte ich aber den Eindruck, dass dieser Einsatz vor allem Entsetzen hervorrufen sollte und weder einen übergeordneten Sinn hatte, noch als Stilmittel fungieren sollte.

Auch mit den Figuren bin ich ehrlich gesagt nicht so wirklich warm geworden, was meiner Meinung nach vor allem an den extrem langen Kapiteln und den eher schleppenden Beschreibungen lag. Die Gespräche zwischen den Protagonisten kamen zwar definitiv nicht zu kurz, der Funken wollte bei mir aber leider irgendwie nicht so wirklich überspringen. Vom Konzept her fand ich die Konstellation der beiden aber durchaus interessant, da hier zumindest eine solide Erklärung für den Trope Enemies to Lovers geliefert wird und ich daher immerhin auf rein logischer Ebene eine gewisse Authentizität wahrgenommen habe. Hätte das dann auch für die Beziehung zwischen den beiden gegolten, wäre ich sicherlich etwas begeisterter von diesem Buch gewesen, so musste ich mich aber leider eher ein wenig bis zum Ende durchkämpfen.

Trotz meiner Probleme mit der Geschichte fand ich die Idee an sich allerdings unglaublich spannend und habe Potenzial gesehen, was mich durchaus optimistisch stimmt. Die Autorin werde ich auf jeden Fall im Blick behalten, diese Reihe war für mich aber leider eher ein Fehlgriff, weshalb ich Band zwei eher nicht auf meine Leseliste setzen werde.


Fazit
Auch wenn die Idee der Geschichte an sich wirklich spannend klang, hat mich die Umsetzung leider eher nicht überzeugen können. Figuren und Spannungsbogen hatten dabei definitiv Potenzial, welches in meinen Augen dann aber nicht zur Gänze ausgeschöpft wurde und meinem Lesespaß daher trotz aller Bemühungen einfach nicht zuträglich war.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2025

Fantasyabenteuer mit kleinen Schwächen

Tyger
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Worum geht’s?
Adam lebt mit seiner Familie in einem alternativen London, dessen Trennung zwischen Ober- und Unterschicht einen deutlichen Schnitt durch die Gesellschaft zieht. Nur mühsam kann sich die ...

Worum geht’s?
Adam lebt mit seiner Familie in einem alternativen London, dessen Trennung zwischen Ober- und Unterschicht einen deutlichen Schnitt durch die Gesellschaft zieht. Nur mühsam kann sich die Familie über Wasser halten, auch wenn Adam als Botenjunge Tag für Tag sein Leben aufs Spiel setzt. Als er dabei in Gefahr gerät, kommt ihm im letzten Moment ein mysteriöses Wesen zur Hilfe – und bringt Adam dazu, die Welt retten zu wollen.


Meine Meinung
Bei diesem Buch war ich zunächst wirklich überzeugt davon, dass mir die Geschichte bis zum Schluss gefallen würde, da ich zu Beginn sehr leicht in die Handlung hineingekommen bin, den Schreibstil sehr angenehm zu lesen fand und definitiv mehr über das Leben im alternativen London dieser Geschichte wissen wollte.

Meine Begeisterung hat dann aber leider nicht ganz so lange angehalten, da mein Lesefluss nach dem ersten Drittel der Geschichte langsam aber sicher immer mehr ins Stocken kam. Darüber hinaus hatte ich das Gefühl, dass das eigentlich sehr spannende Worldbuilding ab einem gewissen Punkt nicht weiter ausgearbeitet wurde, was ich ebenfalls schade fand. Besonders deutlich wurde das für mich in der starken schwarz-weiß Charakterisierung (in Hinblick auf die Illustrationen ist das wortwörtlich zu verstehen) der Figuren und der Gesellschaft in diesem Buch allgemein, was man meiner Meinung nach insgesamt wesentlich nuancierter hätte darstellen können.

Der Spannungsbogen hat mir beim Lesen trotzdem ziemlich gut gefallen, da die vielen Ereignisse und die schnelle Abfolge neuer Gefahren durchaus keine Langeweile haben aufkommen lassen. Das hohe Erzähltempo hat zeitweise aber trotzdem ein wenig hektisch auf mich gewirkt, was der Tiefe der Geschichte definitiv nicht zuträglich war und Themen, die eigentlich zum Nachdenken anregen sollen zwar in den Raum geworfen, dabei allerdings keine tiefergehende Auseinandersetzung erlaubt hat.

Auch die Entwicklung des Protagonisten fand ich etwas zu hektisch abgehandelt, was ich angesichts seiner Rolle als Erzähler gleich doppelt so schade fand. Obwohl es sowohl innere Monologe, als auch Dialoge zwischen den Protagonisten gab, hatte ich am Ende noch immer nicht das Gefühl, Adam besonders gut zu kennen oder mich mit ihm identifizieren zu können. In meiner Jugend hätte das meine Lesemotivation sicherlich deutlich geschwächt, was ich bei den wichtigen Botschaften, die dieses Buch trotzdem transportieren kann wirklich ausgesprochen schade finde.


Fazit
Die Idee dieser Geschichte und die mystischen Elemente der Handlung fand ich grundsätzlich spannend, die Umsetzung war für meinen Geschmack dann aber doch ein wenig zu oberflächlich gehalten. Nichtsdestotrotz sind die Botschaften dieser Geschichte aber in jedem Fall wertvoll, weshalb ich den Grundgedanken des Buches definitiv wertschätzen möchte.

Dafür vergebe ich dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2025

Eine lang erwartete Rückkehr

Skogland 3. Skogland brennt
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Worum geht’s?
Auch wenn Skogland eigentlich zu einer Demokratie werden soll, ist die Trennung zwischen Norden und Süden noch immer greifbar. Das Land wird von Anschlägen erschüttert und der Hass zwischen ...

Worum geht’s?
Auch wenn Skogland eigentlich zu einer Demokratie werden soll, ist die Trennung zwischen Norden und Süden noch immer greifbar. Das Land wird von Anschlägen erschüttert und der Hass zwischen Nord und Süd nimmt stetig zu, weshalb Jarven, Ylva und Joas ein Sommercamp zur Verständigung der Jugend Skoglands veranstalten wollen. Als dann jedoch plötzlich Joas verschwindet, ist die Aufregung groß – und da ahnt noch niemand, auf welche Katastrophe die Teilnehmer des Sommercamps zusteuern.


Meine Meinung
Die Bücher von Kirsten Boie habe ich schon als Kind und Jugendliche gerne gelesen, von daher war ich wirklich gespannt darauf, wie mir diese Fortsetzung nun einige Jahre später gefallen würde. Da dieser dritte Teil der Reihe auch unabhängig von den ersten beiden lesbar sein sollte, habe ich diesmal auf einen Reread verzichtet – und habe das nicht bereut.

Was mir an dieser Geschichte besonders gefallen hat, war der hochaktuelle Bezug zur gegenwärtigen weltpolitischen und gesellschaftlichen Situation, was das Buch definitiv zu einer wichtigen Lektüre macht. Die Zielgruppe bei 15 Jahren anzusetzen finde ich dabei durchaus passend, da man in diesem Alter definitiv alt genug ist um gesellschaftliche Probleme zu verstehen und zu analysieren und dabei gleichzeitig mit einer spannenden Geschichte noch immer eine altersgerechte Heranführung präsentiert zu bekommen. Ich selbst bin zwar mittlerweile keine 15 mehr, beim Lesen habe ich mich aber trotzdem nicht gelangweilt.

Da es nun wirklich schon einige Jahre her ist, dass ich die Bücher der Skogland-Reihe gelesen habe, hätte ich mir tatsächlich eine kleine Einführung gewünscht, die die Gegebenheiten und das Worldbuilding etwas näher erklärt hätte. Es gab zwar immer wieder Anspielungen auf Band eins und zwei, gerade wenn man erst bei diesem Buch in die Reihe einsteigt kann ich mir allerdings vorstellen, dass das eher ablenkend oder irritierend statt aufschlussreich wirken könnte.

Abgesehen davon fand ich die Handlung an sich aber trotzdem spannend zu verfolgen, auch wenn ich einen Moment gebraucht habe um mich in der Geschichte zu orientieren. Angesichts der realen Parallelen zum Utøya – Attentat von 2011 hätte ich es aber tatsächlich besser gefunden, etwas weniger Themen in diesem Buch anzureißen und sich stattdessen auf eine etwas mehrdimensionalere Ausarbeitung der Charaktere und einen logisch fundierten Handlungsbogen zu konzentrieren, da man meiner Meinung nach so definitiv ein wenig mehr Tiefe hätte generieren können.


Fazit
Nach so lange Zeit eine Fortsetzung zu einer Buchreihe zu bekommen, war definitiv eine sehr nette Überraschung. Etwas mehr Tiefe und dafür nicht ganz so viele lediglich angerissene Aspekte hätte ich dabei zwar durchaus wünschenswert gefunden, aber auch so fand ich es sehr spannend, die Protagonisten zu begleiten und mich wieder in die Welt von Skogland entführen zu lassen.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2025

Ein neues zuckersüßes Leseabenteuer

Idefix und die Unbeugsamen - Zoff auf dem Forum
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Worum geht’s?
Für Idefix und seine Freunde ist der Kampf gegen die Römer noch immer nicht vorbei. Wie könnte er das auch sein, wo die Unbeugsamen nicht nur die teuflischen Pläne von Monalisa vereiteln ...

Worum geht’s?
Für Idefix und seine Freunde ist der Kampf gegen die Römer noch immer nicht vorbei. Wie könnte er das auch sein, wo die Unbeugsamen nicht nur die teuflischen Pläne von Monalisa vereiteln müssen, sondern auch untereinander mit Unstimmigkeiten und Streit zu kämpfen haben. Die Gruppe um Idefix wird auf eine harte Probe gestellt – aber sie wären nicht die Unbeugsamen, wenn sie nicht auch Streitereien gemeinsam als Freunde überstehen würden.


Meine Meinung
Da Asterix, Obelix und der kleine Idefix auch ein fester Bestandteil meiner Kindheit waren, bin ich jetzt umso glücklicher, dass dieses Universum mit der Serie über den flauschigen Vierbeiner am Leben gehalten wird.

Beim gemeinsamen Lesen und Durchblättern der Geschichte kommt bei uns zuhause noch immer keine Langeweile auf, auch wenn man natürlich nach einigen Büchern der Reihe das Muster der Geschichte schon kennt, bevor man überhaupt angefangen hat zu lesen. Nichtsdestotrotz macht es noch immer Spaß, die Freunde mit den wirklich witzigen Namen bei ihren Abenteuern und dem Kampf gegen die Vorherrschaft der Römer zu begleiten.

Was ich bei dieser Geschichte besonders gelungen fand, war der mehr oder weniger subtile Fokus auf die Themen Streit und Versöhnung. Dass eine gute Freundschaft auch Unstimmigkeiten und Streit aushält und man sich schlussendlich (fast) immer vertragen kann, halte ich für eine wirklich wichtige Botschaft, und da es insbesondere für Kinder manchmal schwer sein kann, mit Konflikten umzugehen, finde ich es immer super, wenn ein altersgerechtes Buch genau diese Botschaft verarbeitet und in die Geschichte einbinden kann.


Fazit
Auch nach fünf Bänden macht die Reihe beim Lesen noch immer viel Spaß, völlig unabhängig davon, ob man alleine oder gemeinsam liest. Für Leseanfänger finde ich die Reihe daher wirklich geeignet, da man zwar problemlos gemeinsam in ein neues Abenteuer eintauchen kann, gleichzeitig aber auch mit wenig Übung schon Erfolgserlebnisse beim Selbstlesen hat.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2025

Nette Idee mit eher schwacher Umsetzung

Koch mich! Bergstraße - Mit dem Lieblingsrezept von Ingrid Noll - Kochbuch
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Meine Meinung
Auch wenn ich zugegebenermaßen keine Expertin für südhessische oder nordbadische Küche bin, fand ich die Idee zu diesem Kochbuch auf jeden Fall ziemlich interessant. Die Kombination aus Rezepten ...

Meine Meinung
Auch wenn ich zugegebenermaßen keine Expertin für südhessische oder nordbadische Küche bin, fand ich die Idee zu diesem Kochbuch auf jeden Fall ziemlich interessant. Die Kombination aus Rezepten und Lokalbezug hat mich dabei definitiv neugierig gemacht, da ich mir das Konzept an sich durchaus auch für andere Regionen hätte anschauen wollen, um ein wenig mehr Abwechslung in meine Küche zu bringen.

So richtig überzeugen konnte mich dieses Kochbuch dann allerdings nicht, was für mich einfach vor allem an der Ansammlung vieler Kleinigkeiten lag, die meinen Gesamteindruck schlussendlich gedrückt haben.

Was Anekdoten und Bilder aus der Region angeht, hat das Buch auf jeden Fall meine Erwartungen erfüllt. Man erfährt einiges über die lokalen Besonderheiten, gewinnt Impressionen der Region (auch wenn diese in schwarz-weiß gehalten sind) und hat darüber hinaus die Möglichkeit, die Rezepte individuell zu bewerten bzw. nach Belieben eigene Rezepte und Notizen festzuhalten. Als Konzept hat mir das an sich gut gefallen, da man das Kochbuch so nicht nur zum stumpfen Kochen benutzen kann.

In Hinblick auf die Rezepte war ich dann aber ganz ehrlich eher enttäuscht, da man als Leser in diesem Punkt nicht nur vollkommen auf Bilder verzichten muss, sondern auch bei den Erklärungen zu den jeweiligen Lokalbezügen nicht immer abgeholt wird. Die ein oder andere Geschichte zu den Gerichten fand ich schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen, und auch unter den Namen konnte ich mir nicht immer etwas vorstellen. Mit einigen Bildern hätte ich das Gesamtkonzept vielleicht ein wenig besser gefunden, so hatte ich aber das Gefühl, beim Lesen und Nachkochen immer ein Stück weit raten zu müssen, was mir die kulinarische Reise ehrlich gesagt etwas vermiest hat.


Fazit
Die Idee zu diesem Kochbuch fand ich auf jeden Fall interessant, die Umsetzung hat meine Erwartungen aber ehrlich gesagt nicht erfüllen können. Statt einem Malen-nach-Zahlen hätte ich mir definitiv eher ein paar Bilder der fertigen Gerichte zur Orientierung gewünscht, da ich so ganz ehrlich lieber in den Urlaub fahren würde, um die lokale Küche zu entdecken und eher nicht noch einmal zu diesem Kochbuch greifen würde.

Dafür gibt es noch knappe drei Bücherstapel von mir.