Mitreißende Idee mit schleppendem Handlungsbogen
Das Dreizehnte KindWorum geht’s?
Als Patentochter des Todes hat Hazel nicht nur die Macht über Leben und Tod, sondern trägt auch die Bürde, eines langen aber einsamen Lebens. Ihre Heilgabe füllt ihren Alltag aus – und bringt ...
Worum geht’s?
Als Patentochter des Todes hat Hazel nicht nur die Macht über Leben und Tod, sondern trägt auch die Bürde, eines langen aber einsamen Lebens. Ihre Heilgabe füllt ihren Alltag aus – und bringt sie in größte Gefahr, als der schwer erkrankte König auf sie aufmerksam wird und sie mitten hinein in einen Strudel aus höfischen Intrigen und Kriegswirren zieht, der ihr Leben vollkommen auf den Kopf stellt.
Meine Meinung
Dieses mehr oder weniger märcheninspirierte Setting war auf jeden Fall ein spannendes Abenteuer, das mich vor allem von der Idee her mitgerissen hat, auch wenn der Handlungsbogen ehrlicherweise nicht ganz so stringent und zielgerichtet war, wie ich mir das eigentlich gewünscht hätte.
Zu Beginn der Geschichte wusste ich ehrlicherweise noch nicht, worauf das Ganze überhaupt hinauslaufen sollte, da Klappentext und tatsächliche Ereignisse nicht so ganz übereingestimmt haben. Die Hinführung zur angekündigten Handlung war dabei zwar grundsätzlich nicht langweilig und auch ziemlich angenehm zu verfolgen, für meinen Geschmack hat dieser Prozess aber leider deutlich zu viel Zeit in Anspruch genommen. Beim Hören habe ich mich so recht lange eher orientierungslos gefühlt, was schlussendlich den Eindruck eines etwas übermäßigen Vorgeplänkels bei mir hinterlassen hat.
Auch die Einführung unwichtiger Figuren hat für mich ehrlicherweise nicht besonders viel Sinn ergeben, da zahlreiche Erwähnungen und Kurzauftritte eigentlich irrelevant für die Geschichte waren und lediglich Masse produziert haben. Darüber hinaus hätte der Handlungsbogen um die mysteriöse Zitterpest eigentlich genug Material geboten, um ein Buch zu füllen, zu diesem Thema wurden die Überlegungen und Behandlungsversuche in meinen Augen dann aber eher knapp gehalten.
Auch hinsichtlich des Worldbuildings hätte ich mir ehrlicherweise noch etwas mehr Details gewünscht, da die Hintergrundgeschichte von Hazel zwar durchaus einiges an Raum eingenommen hat, die Welt in der sie lebt dabei aber leider nicht ganz so viel Aufmerksamkeit bekommen hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Somit bliebt mir schlussendlich nicht besonders viel Klarheit darüber, wie genau diese Welt eigentlich aussieht, auch wenn irgendwo klar war, dass ein gewisser Grad an Inspiration aus einer märchen-ähnlichen Welt stammen könnte.
Insgesamt hat mich das Feeling beim Lesen dieses Buches daher total überzeugen können, die Umsetzung und der Aufbau des Handlungsbogens waren in meinen Augen aber leider nicht ganz so geschickt gewählt, da mich persönlich ein anderer Fokus deutlich mehr interessiert hätte und meinem Spannungsempfinden deutlich zuträglicher gewesen wäre.
Fazit
Die Geschichte an sich hat mir beim Hören wirklich Spaß gemacht, auch wenn ich den Aufbau des Buches ehrlicherweise nicht zu einhundert Prozent gelungen finde. Für die Idee an sich konnte ich mich aber definitiv begeistern, was die Schwächen bei Plot und Logik für mich durchaus etwas ausgeglichen hat.
Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.