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Veröffentlicht am 07.02.2025

Niedliche Idee mit eher schwacher Umsetzung

Moody
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Worum geht’s?
Eigentlich ist Wren in ihrem Job als Masseurin ziemlich glücklich. Als sie dann jedoch gleich bei ihrem ersten Auftrag bei Dax Moody die Blamage ihres Lebens hinlegt, ist sie sich sicher, ...

Worum geht’s?
Eigentlich ist Wren in ihrem Job als Masseurin ziemlich glücklich. Als sie dann jedoch gleich bei ihrem ersten Auftrag bei Dax Moody die Blamage ihres Lebens hinlegt, ist sie sich sicher, dass sie ihn auf keinen Fall noch einmal wiedersehen wird. Umso größer ist ihre Überraschung, als auf einmal der nächste Auftrag aus seinem Haus bei ihre landet – denn Dax hat seine ganz eigenen Motive, aus denen er Wren unbedingt wiedersehen muss.


Meine Meinung
Auch wenn ich die Idee einer found family ja ganz niedlich fand, die Umsetzung war, wie für das Genre meistens üblich, leider eher ein wenig flach und zu hektisch entwickelt.

Beide Protagonisten fand ich nur sehr wenig tiefgreifend entwickelt, auch wenn es wirklich genügend Traumata gab, mit denen man deutlich vielschichtigere Figuren hätte entwickeln können. Natürlich geht es zwischendurch immer wieder extrem heiß her zwischen den beiden, aber weder ihre Beziehung, noch ihre Konflikte fand ich logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Dazu kam dann noch der extreme Cut im Handlungsbogen, dessen Potenzial vor allem in Hinblick auf die Emotionen der Figuren kaum ausgenutzt wurde und daher zumindest bei mir eher Fragezeichen hinterlassen hat.

Darüber hinaus fand ich sehr schade, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, die Emotionen und Wünsche der Charaktere nur erzählt zu bekommen. Da ich Penelope Ward eigentlich immer gerne gelesen habe ist mir hier besonders aufgefallen, dass ich eben vor allem die Beziehungen der Figuren nicht greifen konnte und zwar gelesen habe, wer was für wen empfindet, das aber teilweise einfach nicht nachvollziehen konnte und mir eher wie ein Zuschauer auf dem Abstellgleis vorkam. Ein netter Zeitvertreib war das irgendwie zwar trotzdem, von dieser Autorin bin ich aber eigentlich wesentlich bessere Geschichten gewöhnt.


Fazit
Als nettes Buch für zwischendurch kann diese Geschichte auf jeden Fall fungieren, wer allerdings auf der Suche nach authentisch entwickelten Beziehungen, nachvollziehbaren Gefühlen oder viel Tiefgang ist, sollte sich eher nach einer anderen Lektüre umsehen.

Dafür vergebe ich knappe dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2025

Eine spannende Idee mit verschenktem Potenzial

Anna O.
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Worum geht’s?
Dr. Benedict Prince steht vor dem spannendsten Fall seiner Karriere, als er mit der Betreuung der Komapatientin Anna Ogilvy beauftragt wird. Anna befindet sich seit vier Jahren in einem komatösen ...

Worum geht’s?
Dr. Benedict Prince steht vor dem spannendsten Fall seiner Karriere, als er mit der Betreuung der Komapatientin Anna Ogilvy beauftragt wird. Anna befindet sich seit vier Jahren in einem komatösen Zustand, seit genau der Nacht, in der sie blutüberströmt neben zwei Leichen gefunden wurde. Als Hauptverdächtige in diesem Mordfall wäre ihre Aussage von extremer Wichtigkeit, doch abgesehen von Benedict glaubt niemand daran, dass Anna aufwachen könnte – und dass sie vielleicht doch nicht die einzige Verdächtige ist, wie Polizei und Öffentlichkeit so gerne glauben wollen.


Meine Meinung
Als ich den Klappentext zum ersten Mal gelesen habe, war ich mir selbst als eingefleischter Krimi- und Thrillerfan nicht ganz sicher, was ich von diesem Buch eigentlich halten soll. Die Idee und insbesondere das Schlafthema fand ich aber trotzdem sehr spannend, weshalb die Geschichte dann doch recht schnell auf meiner Wunschliste gelandet ist.

Das Hörbuch an sich hat mir dann auch recht gut gefallen, ich bin schnell in die Handlung reingekommen und hatte beim Zuhören keine Probleme damit, der Geschichte zu folgen. Was ich dann allerdings bei aller Spannung durchaus ein wenig schade fand, war die Oberflächlichkeit, mit der die Geschichte erzählt wurde. Obwohl die Zeitspanne eigentlich recht lang ist, hatte ich nicht das Gefühl, die Figuren wirklich kennenzulernen, da es immer wieder relativ große Sprünge gab, deren Inhalt allerdings völlig unerwähnt geblieben ist.

Insbesondere während der Rückblenden wurde meiner Meinung nach viel Potenzial verschenkt, da ja eigentlich genau diese das wirklich Spannende an der Geschichte waren. Trotz der kurzen Episoden aus der Tatnacht konnte sich der Spannungsbogen in meinen Augen aber einfach nicht konstant auf einem hohen Niveau halten, was für mich beim Zuhören leider eine ziemliche Berg-und-Tal-Fahrt ergeben hat.

Was ich schlussendlich dann allerdings richtig seltsam fand, war die Auflösung der Geschichte. Einerseits ist es ja eigentlich ein ziemlich gutes Zeichen, wenn man als Leser bzw. Hörer erst zum Schluss darauf kommt, wer denn nun tatsächlich ein Antagonist, ein Täter oder ein Lügner ist. In diesem Fall kam mir die Auflösung aber sehr an den Haaren herbeigezogen vor, zumal die Figur vorher eigentlich keine Rolle für die Geschichte gespielt hat und daher bei mir den Eindruck erweckt hat, als wäre diese schlussendliche Wendung aus der Not heraus geboren worden und nicht das Ergebnis eines sorgfältig ausgearbeiteten Spannungsbogens.


Fazit
Ich persönlich fand die Geschichte an sich durchaus spannend erzählt und hatte beim Zuhören definitiv keine Langeweile. Die Auflösung kam mir dann aber fast schon absurd vor, was sicherlich nicht der Fall gewesen wäre, wenn die Antagonistenfigur nicht praktisch aus dem Nichts heraus als Antagonist offenbart worden wäre.

Dafür gibt es knappe drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2025

Ein etwas zu abruptes Ende

VIEWS
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Worum geht’s?
BKA-Kommissarin Yasira Saad hat es in ihrem aktuellen Fall nicht nur mit dem spurlosen Verschwinden einer 16-Jährigen zu tun, sondern auch mit einem Video, das zeigt, wie das Mädchen Opfer ...

Worum geht’s?
BKA-Kommissarin Yasira Saad hat es in ihrem aktuellen Fall nicht nur mit dem spurlosen Verschwinden einer 16-Jährigen zu tun, sondern auch mit einem Video, das zeigt, wie das Mädchen Opfer einer Gewalttat wird. Der Aufschrei in der Bevölkerung ist groß, es kommt zu Demonstrationen, Ausschreitungen und insbesondere rechte Bewegungen verzeichnen einen unglaublichen Zulauf – Grund genug für Yasira, alle Kraft in die Ermittlungen zu stecken, um nicht nur den Fall aufzuklären, sondern auch eine gesellschaftliche Eskalation zu verhindern.


Meine Meinung
Gerade in Zeiten von KI und Fake-News ist dieses Buch hochaktuell, auch wenn damit sicherlich nicht jeder Lesegeschmack getroffen wird. Nichtsdestotrotz fand ich die Geschichte aber von Anfang an unglaublich spannend, was für mich persönlich eben gerade daran lag, dass ich mir den Aufschrei, der auf so ein Szenario erfolgt wäre in der Realität sehr gut vorstellen konnte.

Da ich die Geschichte als Hörbuch gehört habe, hatte ich den Vorteil, dass ich mir um Lesefluss oder -tempo keine Gedanken machen musste. Bei Marc-Uwe Kling mache ich mir da zwar ohnehin seltenst Sorgen drum, nichtsdestotrotz fand ich das hohe Erzähltempo sehr angenehm zu verfolgen und dem Spannungsbogen darüber hinaus auch sehr zuträglich.

Gleichermaßen erschreckend wie auch spannend zu verfolgen fand ich die wirklich zutreffende Darstellung unserer heutigen Gesellschaft. Dass neben der eigentlichen Ermittlungsarbeit natürlich auch gesellschaftliche Problematiken thematisiert werden würden, war mir eigentlich schon nach dem Lesen des Klappentextes klar, ein wenig überrascht war ich dann beim Hören allerdings schon, wie authentisch das Szenario beschrieben war und wie gut ich mir vorstellen konnte, dass sich eine Situation wie diese theoretisch auch am nächsten Tag tatsächlich abspielen könnte.

Mein einziger Kritikpunkt an dieser Geschichte bezieht sich daher tatsächlich auf das Ende, das für meinen Geschmack einfach viel zu abrupt daher kam und definitiv keine zufriedenstellende Auflösung geboten hat. Die gesamte Schlussszene hat auf mich dabei schon sehr an den Haaren herbei gezogen gewirkt, was mit einem anderen Ende als diesem fade to black eventuell weniger enttäuschend auf mich gewirkt hätte, als das hier dann leider tatsächlich der Fall war.


Fazit
Auch wenn ich die Geschichte wirklich spannend fand, hat mich das plötzliche und leider ziemlich offene Ende eher enttäuscht. Die Idee und die Umsetzung an sich waren aber trotzdem so gut, dass ich das Hörbuch innerhalb kürzester Zeit beenden konnte, was mich im Nachhinein eben umso unzufriedener angesichts der unbefriedigenden Auflösung zurück lässt.

Dafür gibt es dennoch knappe vier Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2025

Ein Rundumschlag der modernen Verhütung

So geht Verhütung heute
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Meine Meinung
Mir ging es tatsächlich vor dem Lesen dieses Buches ähnlich wie der Autorin – in der Schule wurden sowohl das Thema Verhütung, als auch der weibliche Zyklus nur angeschnitten, und obwohl ...

Meine Meinung
Mir ging es tatsächlich vor dem Lesen dieses Buches ähnlich wie der Autorin – in der Schule wurden sowohl das Thema Verhütung, als auch der weibliche Zyklus nur angeschnitten, und obwohl beides seit dem in gewisser Weise zum eigenen Alltag gehört, wusste ich persönlich nicht besonders viel über die Abläufe in meinem eigenen Körper und habe sie einfach als gegeben hingenommen.

Gut gemacht fand ich an diesem Buch daher, dass auf sehr anschauliche und mitunter auch wirklich humorvolle Weise ein kompletter Rundumschlag vorgenommen wurde, der trotz der relativen Kürze des Buches sehr informativ war. Eine kurze Geschichte der Verhütung findet dabei ebenso Platz wie eine Darstellung des weiblichen Zyklus, einer Vorstellung aller möglichen Verhütungsmethoden samt Checklisten zu Sicherheit, Kosten und Anwendung und einem Ausblick auf mögliche Verhütungsmethoden, die in der Zukunft relevant werden können.

Das Buch an sich richtet sich dabei nicht nur an Frauen, was ich sehr gelungen fand, da die Autorin selbst auch immer wieder auf Eigenverantwortung aller Beteiligten hinweist und dabei vor allem eine informierte Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt. Insbesondere in Zeiten von überprüfungsnotwendigen Informationsflüssen ist dieses Buch nicht nur für eine jüngere bzw. jugendliche Zielgruppe sehr praktisch, da wissenschaftlich fundiert, sondern auch für ein Publikum geeignet, welches sich seit der Schulzeit bzw. im Nachgang an die Wahl einer Methode vielleicht nie wieder besonders mit dem Thema Verhütung auseinandergesetzt hat.


Fazit
Unabhängig von Alter, Geschlecht oder Identität bietet dieses Buch eine komprimierten, aber trotzdem informativen Abriss zu den Themen Verhütung und Zyklus, der mit Tabus und Mythen aufräumt und dabei sehr kurzweilig zu lesen ist. Da auch heute noch unglaublich viele Fehlinformationen zu diesen Themen kursieren kann ich dieses Buch daher nur jedem ans Herz legen, auch – oder vielleicht auch gerade dann – wenn man der Meinung ist, schon alles über Verhütung zu wissen.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel.

Veröffentlicht am 05.02.2025

Eisiges Setting mit wenig Ermittlungsarbeit

Die Schanze
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Worum geht’s?
Für Ellen sollte die Rückkehr in ihren Heimatort eigentlich ein dringend benötigter Neuanfang werden. Kaum dort angekommen, wird aber schon ein grausam erhängter Toter gefunden – der erste ...

Worum geht’s?
Für Ellen sollte die Rückkehr in ihren Heimatort eigentlich ein dringend benötigter Neuanfang werden. Kaum dort angekommen, wird aber schon ein grausam erhängter Toter gefunden – der erste einer Reihe, an dessen Tod ausgerechnet auch Ellen ein Interesse gehabt hätte.


Meine Meinung
Obwohl mein neues Lesejahr eigentlich mit einer ziemlichen Flaute gestartet ist und ich einige Bücher bloß angefangen und dann wieder zur Seite gelegt habe, musste diese Geschichte trotzdem bei mir einziehen. Besonders hohe Erwartungen hatte ich dabei allerdings zunächst nicht, denn der Klappentext hat leider nur wenig aussagekräftig auf mich gewirkt.

Was mich dann allerdings überraschend schnell in einen sehr ordentlichen Lesefluss gebracht hat, waren tatsächlich die kurzen Kapitel und das hohe Erzähltempo, was definitiv das richtige Mittel gegen meine Leseflaute war. Obwohl es durchaus Kapitel gab, in denen eigentlich nichts wirklich handlungsrelevantes passiert ist, habe ich mich beim Lesen nicht gelangweilt. Viel interessanter war für mich in solchen Momenten nämlich die Frage, was eigentlich das große Geheimnis um Ellens Vergangenheit ist und wann es eventuell eine neue Leiche gibt.

Mit Ellen als Protagonistin habe ich mich dann ehrlich gesagt ein bisschen schwer getan, was vor allem daran lag, dass man über die fragmentarischen Erinnerungen an die Ereignisse in ihrer Jugend und ihre Angst angesichts der aktuellen Situation hinaus eigentlich kaum etwas über sie erfährt. Erst nach und nach kann man sich denken, was in der Nacht ihres Abiballs geschehen ist und hat durchaus Mitleid mit ihre, wirklich nahbar kam sie mir aber bis zum Ende des Buches leider nicht vor.

Ein wenig seltsam fand ich darüber hinaus auch, dass in den Mordfällen scheinbar so gar nicht richtig ermittelt wurde. Bei so viel Vertuschung, Korruption und Vetternwirtschaft wie in diesem Dorf herrscht war es an sich zwar nicht besonders überraschend, dass die Polizei als Ansprechperson nicht in Frage kam, aber dass die Protagonistin so vollkommen unbehelligt im Alleingang agieren konnte, fand ich trotz aller Spannung ein wenig unglaubwürdig.


Fazit
Auch wenn mich am Aufbau der Geschichte und der Gestaltung der Figuren definitiv nicht alles überzeugt hat, habe ich das Buch an sich gerne gelesen. Die kurzen Kapitel waren dabei definitiv ein großer Pluspunkt für mich, da ich trotz meiner Leseflaute problemlos bis zum Ende gekommen bin und nicht darüber nachgedacht habe, die Geschichte abzubrechen.

Dafür gibt es dreieinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere