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Veröffentlicht am 02.01.2024

Hochspannender Reihenauftakt

Blutzahl
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Worum geht’s?
Halb Norwegen ist in heller Aufregung, als die Leichtathletin Sonja Nordstrøm ausgerechnet zur Veröffentlichung ihrer Biographie spurlos verschwindet. Als kurz darauf eine Leiche in ihrer ...

Worum geht’s?
Halb Norwegen ist in heller Aufregung, als die Leichtathletin Sonja Nordstrøm ausgerechnet zur Veröffentlichung ihrer Biographie spurlos verschwindet. Als kurz darauf eine Leiche in ihrer Ferienhütte gefunden wird, rechnet man bereits mit dem Schlimmsten – aber als dann weitere Leichen auftauchen muss Ermittler Alexander Blix bald einsehen, dass er einem Täter mit einem grausamen Plan auf der Spur ist, der ihm immer zwei Schritte voraus zu sein scheint.


Meine Meinung
Nordische Thriller lese ich schon seit jeher unglaublich gerne, und auch dieses Buch hat mir mal wieder bewiesen, warum ich damit absolut richtig liege. Den Autor kannte ich zwar bis dato noch nicht, nach dieser Geschichte bin ich aber nicht nur auf die weiteren Teile der Reihe, sondern auch auf seine übrigen Bücher gespannt.

Die Geschichte an sich fand ich von Anfang an sehr spannend konstruiert und definitiv nicht langweilig erzählt. Interessanterweise habe ich mit keiner der Wendungen gerechnet, was mich nach so vielen Jahren in diesem Genre extrem positiv überrascht und dazu gebracht hat, das Buch gar nicht mehr aus der Hand zu legen.

Ein wenig schade fand ich allerdings schon, dass die eigentliche Ermittlungsarbeit ein wenig in den Hintergrund gerückt ist. Bei einem Reihenauftakt und dieser besonderen Figurenkonstellation ist die Hintergrundgeschichte natürlich ebenfalls spannend, da der eigentliche Fall in meinen Augen aber nicht weniger interessant war, hätte ich mir etwas mehr Gleichgewicht gewünscht.

Die Figurenkonstellation aus Ermittler und Journalistin als Protagonisten war für mich in der Form tatsächlich Neuland, da ich wenn überhaupt bisher nur Bücher mit selbstständig ermittelnden Journalisten gelesen habe. Obwohl ich es nicht ganz realistisch fand, wie sehr Blix Emma in die Ermittlungen mit einbeziehen konnte mochte ich die beiden und ihre unterschiedlichen Vorgehensweisen sehr gerne, was definitiv ein gutes Zeichen für die weiteren Bände der Reihe ist.

Was mich am Ende dann allerdings wirklich verwundert hat, war die Überführung des Täters. Sowohl Blix als auch Emma hätten ihn eigentlich erkennen können, Emma eventuell aufgrund ihres beruflichen Umfeldes, Blix aber auf jeden Fall aufgrund der Tatsache, dass sich die beiden eigentlich schon mal über den Weg gelaufen sind. Ganz rund hat sich das für mich zwar nicht angefühlt, da der Schluss aber im Vergleich zum Rest der Handlung nur einen so kleinen Teil des Buches ausgemacht hat, konnte ich da recht schnell drüber hinwegsehen.


Fazit
Fans nordischer Thriller werden an diesem Buch sicherlich genauso viel Freude haben wie ich, vor allem, wenn man nach neuen Ansätzen und frischen Ideen sucht, die trotzdem keine völlig abgedrehte Geschichte zur Folge haben. Über die kleineren Unstimmigkeiten konnte ich dabei ganz gut hinwegsehen, weshalb ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung der Reihe bin.

Von mir gibt es dafür viereinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2023

Selbstleseabenteuer für Superhelden-Fans

DC Superhelden: Batman im Kampf für Gerechtigkeit
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Meine Meinung
Ich selber bin zwar eigentlich eher Marvel-Fan, das DC-Universum hat aber nichtsdestotrotz ein paar Geschichten und Figuren, an denen man einfach nicht vorbei kommt.

Die Beschreibung „zum ...

Meine Meinung
Ich selber bin zwar eigentlich eher Marvel-Fan, das DC-Universum hat aber nichtsdestotrotz ein paar Geschichten und Figuren, an denen man einfach nicht vorbei kommt.

Die Beschreibung „zum fortgeschrittenen Selbstlesen“ passt auf jeden Fall sehr gut, da man kleinen Leseratten bei einigen Formulierungen und Zusammenhängen zwar noch unterstützend zur Seite stehen muss, die Geschichten an sich aber auch für Leseanfänger zu verstehen sind.

Inhaltlich hat mir sehr gut gefallen, das mit dem Thema Umweltschutz auch einige aktuelle Bezüge hergestellt wurden, die aber sowohl zum Konzept passen, als auch die Superheldengeschichte unterstützen, weshalb ich die Kritik, die mehrfach an dieser Kombination geäußert wurde wirklich nicht verstehen kann.

Lediglich bei den Illustrationen wäre etwas mehr Farbe wünschenswert gewesen, insbesondere weil ich die Schwarz-Weiß-Gestaltung für ein Kinderbuch etwas zu trist finde. Beim Lesen kann man sich so zwar wirklich komplett auf den Text konzentrieren, eine etwas ansprechendere Gestaltung hätte die Kinder in meinen Augen aber auch nicht überfordert.


Fazit
Wer kleine Superhelden-Fans in seinem Umfeld hat, dem kann ich dieses Buch definitiv ans Herz legen. Sowohl beim Vorlesen, als auch beim Selbstlesen kommt hier keine Langeweile auf, was lediglich durch ein paar mehr und vor allem farbige Illustrationen noch ein bisschen besser für mich funktioniert hätte.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2023

Eine absurde Verfolgungsjagd

606
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Worum geht’s?
Eigentlich sollte es ein ganz normaler Nachmittag im Hochsicherheitsgefängnis Pronghorn werden, denn das jährliche Softballspiel zwischen Wärtern und Insassen steht an. Anstatt eines normalen ...

Worum geht’s?
Eigentlich sollte es ein ganz normaler Nachmittag im Hochsicherheitsgefängnis Pronghorn werden, denn das jährliche Softballspiel zwischen Wärtern und Insassen steht an. Anstatt eines normalen Spiels kommt es jedoch zu einem Massenausbruch, der alle 606 Häftlinge auf freien Fuß setzt – und nicht nur den Bundesstaat Nevada in helle Aufregung versetzt.


Meine Meinung
Candice Fox habe ich bisher immer gerne gelesen, auch wenn ich dabei häufig ganz ordentliche Startschwierigkeiten mit ihren Geschichten und den Protagonisten hatte. Auch bei diesem Buch klang der Klappentext total spannend, mit dem Handlungsbogen und den Figuren musste ich mich aber auch erst einmal anfreunden.

Gut gefallen hat mir, dass sich nicht mit unnötig langen Einführungen aufgehalten wurde und es hier direkt zur Sache geht. Der Massenausbruch und die sich daran anschließende Verfolgungsjagd erinnert zwar ziemlich an die Serie Prison Break, da ich aber auch die sehr gerne gesehen habe, hat mir die Umsetzung an sich sehr gut gefallen.

Meine Schwierigkeiten hatte ich lediglich mit den Figuren, die ich in ihrer Masse vor allem zu Beginn eine ganze Weile nicht richtig zuordnen konnte. Vor allem bei den Häftlingen konnte ich nicht so wirklich auseinanderhalten, wer für welches Verbrechen einsaß und inwieweit sie für die Handlung noch einmal relevant werden würden, auch wenn einige Charaktere später noch einmal aufgetaucht sind. Diese kurzen Episoden kamen mir auch nicht immer zielführend vor, was das ein oder andere Kapitel in meinen Augen irgendwie nicht besonders sinnvoll gemacht hat.

Was ich außerdem nicht ganz überzeugend fand, waren die Plottwists, die eigentlich Spannung hätten erzeugen sollen, auf mich aber irgendwie ein wenig zu bemüht gewirkt haben. Charaktere, die sich auf einmal als verräterisch herausgestellt haben oder Anschläge, die verübt werden sollten waren zwar an sich interessant zu verfolgen, ich habe aber weder mit John, noch mit Celine besonders mitgefiebert und dementsprechend kamen mir die Wendungen teils ein wenig arg konstruiert vor, was Candice Fox in anderen Büchern schon einmal besser gelöst hat.


Fazit
Auch wenn die Konstruktion der Geschichte in meinen Augen nicht ganz so elegant war, wie sie es hätte sein können, hat mir das Buch an sich Spaß beim Lesen gemacht. Candice Fox ist definitiv eine Autorin, die sehr spezielle Geschichten schreibt, wenn man aber über den etwas gewöhnungsbedürftigen Start hinauskommt, lohnt sich das Buch auf jeden Fall.

Von mir gibt es dafür knappe vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2023

Nicht mein Fall

Cult Classic
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Worum geht’s?
Eigentlich könnte die New Yorkerin Lola mehr als nur zufrieden mit ihrem Leben sein, denn sie ist frisch verlobt und im Begriff, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Als sie dann jedoch immer ...

Worum geht’s?
Eigentlich könnte die New Yorkerin Lola mehr als nur zufrieden mit ihrem Leben sein, denn sie ist frisch verlobt und im Begriff, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Als sie dann jedoch immer wieder und scheinbar zufällig auf ihre Expartner trifft, werden in ihr Zweifel wach – und ihre eigentlich so perfekt wirkende Zukunftsversion bekommt Risse, die immer schneller zu wachsen scheinen.


Meine Meinung
Eigentlich hat der Klappentext ja noch sehr vielversprechend geklungen, was meine Erwartungen definitiv in die Höhe geschraubt hat. Leider konnte mich die Umsetzung irgendwie so gar nicht begeistern, was das Buch leider zu keinem besonderen Lesevergnügen für mich gemacht hat.

Protagonistin Lola hat mich leider von Beginn an nicht so richtig angesprochen, dafür war sie mir irgendwie zu unentschlossen und zu versucht unangepasst. Ihre Figur konnte ich daher leider nicht so wirklich als authentisch wahrnehmen, was es mir schwer gemacht hat, Interesse für ihre Geschichte aufzubringen.

Auch der Handlungsbogen konnte mich nicht wirklich ansprechen, was vor allem an den eher unglaubwürdigen Zufällen und den eingestreuten esoterischen Einflüssen lag. Meinen Geschmack hat das einfach überhaupt nicht getroffen, was das Buch zwar nicht per se zu einem schlechten Werk macht, mir den Lesespaß aber spätestens in dieser Hinsicht kaputt gemacht hat. Mich bis zum Ende durch zu quälen hat mir dann leider auch nicht die erhoffte Klarheit bezüglich des Sinns dieser Geschichte gebracht, was mir leider im Nachhinein so ein wenig den Eindruck vermittelt, als habe man hier ein polarisierendes Buch mit entsprechender Resonanz schaffen wollen, was für mich aber leider einfach nicht funktioniert hat.


Fazit
Für mich war diese Geschichte leider absolut nicht die richtige Wahl, was vor allem an meinen zu hohen Erwartungen und der überhaupt nicht zu meinen Lesevorlieben passenden Umsetzung lag. Die Ausgangslage war sicherlich interessant, in meinen Augen hat das Buch aber leider etwas zu sehr und daher eher vergeblich literarisch wertvoll wirken wollen, um tatsächlich überzeugen zu können.

Von mir gibt es dafür knappe zwei Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2023

Muss man nicht gelesen haben - oder doch?

Muss ich das gelesen haben?
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Meine Meinung
Es dürfte kaum jemanden kennen, der das Phänomen nicht kennt: Sobald im Deutschunterricht die Lektürevorschläge besprochen werden, geht das allgemeine Stöhnen los. Ich selber war nie ein ...

Meine Meinung
Es dürfte kaum jemanden kennen, der das Phänomen nicht kennt: Sobald im Deutschunterricht die Lektürevorschläge besprochen werden, geht das allgemeine Stöhnen los. Ich selber war nie ein besonders großer Fan von Schullektüren, und das obwohl ich ganz offensichtlich gerne lese und mich mehr oder weniger regelmäßig dazu durchringe, auch mal über meinen literarischen Tellerrand hinweg zu schauen.

Was mir an diesem Buch daher wirklich gut gefallen hat, war vor allem das Konzept. Dass man während der eigenen Schulzeit keinerlei Einfluss darauf hat, was im Unterricht gelesen wird ist je nach persönlichem Interesse schon frustrierend genug und in Hinblick auf unser veraltetes Schulsystem keine große Überraschung. Die Autorin geht in diesem Buch genau auf diesen Umstand ein und zeigt auf, wie Veränderungen angestoßen bzw. welche Bücher neben denen des klassischen Kanons gelesen werden können, um den literarischen Horizont zu erweitern.

Neben der umfangreichen Recherche, die ganz offensichtlich in dieses Buch geflossen ist, und den konkreten Leseempfehlungen hat mir außerdem besonders gut gefallen, dass die Autorin bei ihrer Forderung nach einem Umdenken keine absoluten Ideen verfolgt. Die Erweiterung des aktuell bestehenden Kanons bedeutet ja nicht, dass alle anderen Bücher ab jetzt nicht mehr gelesen werden dürfen. Es gibt Rezensionen, die es so klingen lassen als würde die Forderung lauten, Goethes gesammelte Werke zu verbrennen – was absoluter Quatsch ist und den intersektionellen Ansatz dieses Buches komplett verkennt.

Der Schreibstil mag sicherlich nicht jedermanns Fall sein, denn man merkt sehr deutlich, dass eine jugendliche Zielgruppe angesprochen werden soll. Auch wenn ich nicht viel älter bin, hat die Ausdrucksweise manchmal ein wenig befremdlich auf mich gewirkt – was aber in Ordnung ist, denn wichtiger war für mich der Inhalt, den ich ausgesprochen gelungen finde und daher jedem empfehlen würde, der sich wie ich nie so wirklich mit den ganz großen Klassikern anfreunden konnte und trotzdem begeisterter Lesewurm ist.


Fazit
Auch wenn der Stil nicht ganz mein Fall war, fand ich persönlich die Botschaft dieses Buches umso wichtiger. Der Aufwand, der in den Schreibprozess eingeflossen ist, ist deutlich zu erkennen, und ich bin definitiv dankbar für die Anregungen, die meine Leseliste für die Zukunft deutlich erweitert haben.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.