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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2025

Nicht der stärkste Teil der Reihe

Der Tote mit dem Silberzeichen
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Ich habe alle Teile der Reihe als Hörbücher gehört. Diese Romane sind als Hörbücher herausfordernd, nicht nur was die Länge angeht, sondern vor allem auch die Komplexität der verschiedenen Handlungsstränge. ...

Ich habe alle Teile der Reihe als Hörbücher gehört. Diese Romane sind als Hörbücher herausfordernd, nicht nur was die Länge angeht, sondern vor allem auch die Komplexität der verschiedenen Handlungsstränge. Diesmal war es ähnlich, Strike und Robin haben wieder einige Fälle zu bearbeiten, dazu kommt, dass der Hauptfall sich also besonders verstrickt herausstellt. Ihre neue Auftraggeberin möchte, dass sie die Identität eines Toten in einem Silbergeschäft herausfinden. Das komplizierte ist, dass die Polizei ihn bereits identifiziert hat und gar nicht glücklich ist, das Strike den Fall wieder aufrollt.
Es wird dann noch komplizierter, als immer mehr Menschen als Identität für den Toden in Frage kommen. Dementsprechend haben Strike und Robin mit immer mehr verschwunden Personen und ihrer Geschichte zu tun. Dadurch gibt es dichtes Handlungsgeflecht, was als Hörbuch für mich sehr schwer war. Die verschiedenen Namen, ohne sie vor mir zu sehen, waren schwer zu behalten und sie richtig zuzuordnen. Irgendwann wurde es mir zu ausschweifend und der Fall hat mich nicht mehr emotional wirklich gepackt.
Die Geschichte zwischen Strike und Robin bekam in diesem Teil nochmal wirklich viel Raum. Das war einerseits gut, anderseits nervte mich dieses hin und her am Ende etwas. Es wirkte immer mehr künstlich in die Länge gezogen, damit es erst im letzten Buch zum großen Abschluss kommt.
Trotz der Längen, die dieser Teil noch mehr hatte als die Vorgängerbände, liebe ich die Romanreihe trotzdem sehr. Dietmar Wunder ist ein wunderbarer Hörbuchsprecher, dem ich auch nach 30h immer noch gerne zuhöre. Dazu kommt, dass die Romane atmosphärisch dicht sind und mich emotional packen. Die Charaktere Strike und Robin habe ich liebgewonnen, vor allem da sie detailliert und realistisch beschrieben sind. Sie sind nicht perfekt und das macht sie sympathisch.
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Teil und hoffe die Krimihandlung wird nicht ganz so verschachtelt.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Spannende Idee, Umsetzung nicht gelungen

Das Lied der Tiefe
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Der Plot ist vielversprechend. Eine junge Frau, gefangen bei einem bösartigen König. Gezwungen zu blutigen Ritualen, erfährt dass sie eine Sirene ist. Ein Volk, welches ihr König erbarmungslos jagt und ...

Der Plot ist vielversprechend. Eine junge Frau, gefangen bei einem bösartigen König. Gezwungen zu blutigen Ritualen, erfährt dass sie eine Sirene ist. Ein Volk, welches ihr König erbarmungslos jagt und tötet. Gerettet von einem guten König, der natürlich auch noch gut aussieht und sich mit einem Blutschwur an sie bindet. Das verspricht Dramatik und heiße Liebesgeflüster.
Leider hat mich das Buch trotz einiger interessanten Ideen so gar nicht gepackt. Ich hatte das Gefühl, dass die to Do Liste für eine spannende Romantasy abgearbeitet wurde, ohne wirklich an einer Ausgestaltung zu arbeiten. Schon das Worldbuilding kam meiner Meinung viel zu kurz. Die Welt der verschiedenen Königreiche, die Magie, die magischen Wesen und auch ihre Götterwelt wurde kaum intensiv behandelt. Das gleiche bei den Charakteren. Die Nebencharaktere bleiben völlig eindimensional. Mehr Raum erhalten Imogen und Theo als Protagonisten, aber ihre Gedanken und Verhalten blieben für mich nicht nachvollziehbar. Ich hatte immer das Gefühl, ich habe aus Versehen ein paar Seiten überblättert, da sich ihre Beziehung immer so schnell änderte. Deshalb sind sie mir nie nahe gewesen und ich konnte ihrer Geschichte nicht mitfiebern.
Es geschieht viel im Roman, aber für mich gab es keine wirkliche Entwicklung oder ein Aufbau einer Geschichte. Ich habe das Gefühl, die Autorin hat viele interessante Ideen, die sie in einem Roman unterbringen möchte, aber es fehlt einfach die Verbindungen dazwischen, dazu dann noch eine romantische Beziehung, die mich einfach nur nervte in ihrem hin und her.
Wirklich schade, denn die Geschichte der Sirenen mit Flügeln und ihrer Ambivalenz zwischen Gut und Böse, ist wirklich spannend. Aber dieser Roman bekommt keine Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Ungewöhnliche Welt mit philosophischem Tiefgang

Die Spur der Vertrauten
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Die Autorin habe ich durch ihre Spiegelreisenden Reihe kennengelernt und war damals sehr von ihrem Worldbuilding beeindruckt. Und auch diesem erschafft wieder eine ganz besondere eigene Welt. Hier steht ...

Die Autorin habe ich durch ihre Spiegelreisenden Reihe kennengelernt und war damals sehr von ihrem Worldbuilding beeindruckt. Und auch diesem erschafft wieder eine ganz besondere eigene Welt. Hier steht das „Wir“ über dem „Ich“. Die Menschen besitzen Instinkte, die sie im Dienst des Allgemeinwohls einsetzen. So gibt es den Instinkt des Reparierens, d.h. immer, wenn die Person etwas Mechanisches sieht, was kaputt ist, muss sie es reparieren, ob sie möchte oder nicht. Dementsprechend kontrollieren die Instinkte das Leben jedes einzelnen.
Durch diese Thematik gewinnt der Roman eine philosophische Tiefe. Was bedeutet Selbstbestimmung, wenn man nur nach einem Instinkt handelt? Diese Frage habe ich mir beim Lesen die ganze Zeit gestellt. Es ist ein anspruchsvolles Jugendbuch, nicht allein wegen der philosophischen Tiefe, sondern auch die Erzählweise ist anspruchsvoll, viel wird zwischen den Zeilen erklärt. Ich habe sehr lange gebraucht, um überhaupt in den Roman einzusteigen. Es gibt verschiedene Handlungsstränge und die Welt wird eher nebenbei beschrieben. Auch die Protagonisten sind keine sofort sympathischen Charaktere, sie haben eine Menge Ecken und Kanten. Erst am Ende waren sie mir nahe.
Auch wenn der Roman an vielen Stellen Längen hat, war das beim Ende das Gegenteil, das kam schnell und plötzlich. Da hätte ich mir schon etwas mehr gewünscht. Ich könnte mir sogar einen zweiten Teil vorstellen, der dann vielleicht auch mehr erklärt. Denn ich möchte mehr über diese Welt erfahren.
Für mich persönlich ist es ein mutiger Roman, der nicht auf der sonstigen Dystopiewelle mitsurft. Er verlangt etwas vom Leser: Aufmerksamkeit, Geduld und Bereitschaft, sich auf eine fremde, zugleich faszinierende Gesellschaft einzulassen. Wer das tut, wird belohnt, durch eine eigenwillige Atmosphäre, durch Figuren, die nicht einfach sind, und durch eine Geschichte, die einen nicht sofort loslässt. Nicht jede Frage wird beantwortet, aber genau das kann die Stärke sein, weil sie Räume lässt für Nachdenken. Ich würde das Buch empfehlen vor allem jenen, die Lust haben auf eine Dystopie mit Tiefgang, weniger auf reine Action oder Liebesgeschichte.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Sehr konstruiert, aber unterhaltsam

HEN NA IE - Das seltsame Haus
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„Das seltsame Haus“ beginnt mit einer ungewöhnlichen Ausgangslage: Ein Autor, spezialisiert auf Okkultes, wird gebeten, den Grundriss eines Hauses zu begutachten. Auf den ersten Blick wirkt der Grundriss ...

„Das seltsame Haus“ beginnt mit einer ungewöhnlichen Ausgangslage: Ein Autor, spezialisiert auf Okkultes, wird gebeten, den Grundriss eines Hauses zu begutachten. Auf den ersten Blick wirkt der Grundriss normal, erst nach und nach wird deutlich, dass er auch Geheimnisse aufzeigt, verborgen hinter Mauern. Gemeinsam mit einem Architektenfreund beginnt er, anhand von Skizzen, Grundrissen und Dokumenten die dunkle Geschichte des Hauses zu ergründen. Nur anhand des Grundriss erspinnen die beiden Männer eine Geschichte, die schrecklich, abstrus und auch konstruiert.

Dennoch ist es spannend, wie sich anhand dieser einfachen Skizzen eine Geschichte entspinnt, die im zweiten Teil des Romans noch tiefer geht, indem eine Person dazu kommt, die Hintergründe zu dem Grundriss berichten kann. Ich fand die Hintergründe sehr interessant und hätte mir gerne mehr Information und Tiefe gewünscht. Es fiel zum Teil schwer dem ganzen zu folgen, da es eine Vielzahl von Personen involviert sind. Das Buch las sich dennoch sehr leicht, da es hauptsächlich in Dialogform geschrieben ist. Es gibt klassische ausführliche Beschreibungen von Emotionen oder Handlungsorten. Mehrmals wird der Leser aufgefordert, mitzuraten, eigene Schlüsse zu ziehen und zwischen den Zeilen zu lesen.

Insgesamt hat mir besonders der erste Teil des Buches gefallen, wo sich die Geschichte langsam entfaltet und ich als Leserin gut miträtseln konnte. Der zweite Teil wurde mir immer konstruierter und ich konnte den Rückschlüssen kaum noch folgen. Dennoch ist es für mich ein spannender, ungewöhnlicher und interessanter Krimi. Der sich auch aus der typischen Krimiwelt abhebt. Er liest sich schnell, da er auch nicht sehr umfangreich ist. Eine interessante Abwechslung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Ein schönes Spaßbuch für Potterfans

Der große magische Haus-Test. Das inoffizielle Harry Potter Testbuch
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Der Topp Verlag hat ein schönes Buch für Harry Potterfans herausgebracht: „Der große magische Haus-Test“. Dieses Buch im Hardcover beinhaltet viele sogenannte Psychotests, die entscheiden, welches Hogwartshaus ...

Der Topp Verlag hat ein schönes Buch für Harry Potterfans herausgebracht: „Der große magische Haus-Test“. Dieses Buch im Hardcover beinhaltet viele sogenannte Psychotests, die entscheiden, welches Hogwartshaus zu dir passt, welcher Zauberstab, Flugbesen oder Patronus du hast und vieles andere.
Die Fragen sind einfach und nicht wirklich mit großem psychologischem Hintergrund. Ähnlich wie in Zeitschriften. Aber es macht dennoch Spaß, die Tests auszufüllen, gerade wenn man es vielleicht zusammen mit Freunden macht. Die Illustrationen sind sehr gut gelungen. Jede Seite ist individuell, dadurch gibt es viel zu entdecken. Am Ende kann man die die Ergebnisse der Test in einem Steckbrief ausfüllen, was mir besonders gut gefallen hat.
Sehr persönlich wird das Buch auch dadurch, dass die Autorinnen am Ende ihren eigenen Steckbrief abgedruckt haben. Diese persönliche Note mag ich sehr und es zeigt, dass Buch haben wirklich Potterfans gestaltet.
Insgesamt ein schönes Buch für Potterfans, die keine tiefgründigen Psychotests erwarten, sondern einfach Spaß an einfachen Fragen und lustigen Antworten haben. Ich würde das Buch eher für ein jüngeres Publikum empfehlen, obwohl es mir auch Freude gemacht. Das Format ist handlich, ein wenig größer als A5 und durch den Hardcover Einband wirkt es wertig und ist ein schönes Geschenk.

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