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Veröffentlicht am 19.11.2024

Schöne Bilder, weniger Information

Tiefsee-Monster
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Bei diesem Buch ist schon allein das Cover ein echter Hingucker. Der Anglerfisch wurde mit kräftigen Farben und spitzen Zähnen gut als Tiefseemonster dargestellt. Die Illustrationen im Buch sind auch ein ...

Bei diesem Buch ist schon allein das Cover ein echter Hingucker. Der Anglerfisch wurde mit kräftigen Farben und spitzen Zähnen gut als Tiefseemonster dargestellt. Die Illustrationen im Buch sind auch ein echtes Highlight. Dabei steht sicherlich nicht immer Authentizität im Vordergrund, sondern die interessante Gestaltung des jeweiligen „Monster“. Das Buch ist nach Tiefe aufgebaut, d.h. man blättert sich immer tiefer ins Meer. Es werden immer kurz besondere Lebewesen in der jeweiligen Tiefe beschrieben.
Die Informationen sind kurzgehalten und liefern nur einen kurzen Überblick über das jeweilige Meerestier. Es ist eher ein Bilderbuch.
Einen großen Kritikpunkt erhält der Verlag von mir, dass sie sich null Gedanken gemacht haben, was Barrierefreiheit der Leserlichkeit der Texte angeht. Wie man dunkle Schriftfarbe auf dunklen Hintergrund drucken kann, ist mir ein absolutes Rätsel. Ich denke jeder Illustrator/Grafiker kennt das Thema Kontrastfarben und Lesefreundlichkeit. Schade, dass ein so großer Verlag darauf nicht achtet.
Insgesamt ist es ein schönes Buch, welches eher durch seine farbenfrohen Illustrationen auffällt, als ein größerer Informationsgehalt. Ich wurde aber durch dieses Buch neugierig gemacht und habe jetzt noch mehr Lust bekommen, mehr zu erfahren über die Tiefen des Meeres und seiner ungewöhnlichen Bewohner.

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Veröffentlicht am 18.10.2024

Modernes Buch zu einer historischen Persönlichkeit

Clara
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Auch wenn mir Clara Wieck oder besser Clara Schumann schon länger bekannt war, wusste ich leider sehr wenig über sie. Im Musikunterricht haben wir nur über ihren Mann gesprochen und sie nur im Nebensatz ...

Auch wenn mir Clara Wieck oder besser Clara Schumann schon länger bekannt war, wusste ich leider sehr wenig über sie. Im Musikunterricht haben wir nur über ihren Mann gesprochen und sie nur im Nebensatz abgehandelt. Warum nur? Immerhin hat sie es damals auf den Hundertmark Schein geschafft.
Dieses Buch ist eine Biographie und kein Roman, dennoch liest es sich wie ein Roman, es spannend, abwechslungsreich und ich mir Claras Welt ganz gut vorstellen. Clara wird sehr facettenreich beschrieben, ihre Kindheit, Heirat, als Mutter, aber im Vordergrund bleibt sie als Künstlerin. Auch wenn die Autorin immer wieder in der Zeitlinie hin und her springt, gelingt ihr ein roter Faden der dem Leben von Clara folgt.
In dieser Biographie wird immer wieder gezeigt, wie besonders Claras Leben war und welche herausragende Persönlichkeit sie bis ins hohe Alter war. Auch die Liebe zu Schumann findet ihren Platz, aber sie wird nicht als reine Romantik verklärt, sondern zeigt wie sehr diese Verbindung ihre Karriere zum Teil sehr eingeschränkt hat.
Es wird auch nicht verhehlt, dass Clara als Mutter zum Teil völlig versagt hat, obwohl es auch im Fokus der damaligen Zeit gezeigt wird. Die verschiedenen Facetten von Clara fand ich sehr interessant und glaube auch, dass mir die Biographie ein sehr gutes Bild der Frau Clara gegeben hat. Außerdem lernte ich einiges zur Kulturszene der damaligen Zeit.
Insgesamt kann ich dieses Buch nur empfehlen. Es liest sich sehr gut. Durch Einbeziehung der zahlreichen Briefe der Eheleute und Weggefährten gibt die Autorin ein sehr realistisches Bild der damaligen Künstlerwelt, eine männerdominierte Welt, bei der Clara eine Ausnahmeerscheinung war.

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Veröffentlicht am 02.10.2024

Sprachlich wunderschönes Märchen

A Song to Drown Rivers
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Bei diesem Buch ist schon allein das Cover ein kleines Kunstwerk, auch ohne Schutzumschlag eine Augenweite. Angesprochen hat mich bei diesem Fantasyroman vor allem, dass es auf eine chinesische Legende ...

Bei diesem Buch ist schon allein das Cover ein kleines Kunstwerk, auch ohne Schutzumschlag eine Augenweite. Angesprochen hat mich bei diesem Fantasyroman vor allem, dass es auf eine chinesische Legende zurückgeht und dementsprechend auch mal einen für mich anderen Kulturkreis umfasst.
Protagonistin ist Xishi, ein wunderschönes Mädchen, welches mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf lebt. Sie ist so schön, dass sie sich oft mit einem Tuch bedeckt, weil die Eltern Angst haben, dass zu viele Männer sie möchten. Eines Tages kommt ein Abgesandter des Königs ins Dorf, er sucht 2 junge Frauen, die beim gegnerischen König spionieren. Xishi und ihre Freundin werden ausgewählt und ausgebildet. Es geht alles gut Xishi wird die neue Konkubine des Königs.
In sehr poetische Sprache wird aus der Sicht Xishi die Geschichte erzählt. Sehr gekonnt erlebt man den Zwiespalt von Xishi. Einerseits ihren sehr persönlichen Hass auf das Nachbarkönigreich, anderseits kommt sie dem König immer näher. Es ist ein ruhiger Roman, der gleichzeitig sehr gut Spannung aufbauen kann. Ich fieberte mit Xishi sehr mit und hatte mir ihr Angst entdeckt zu werden.
Mich hat der Roman sehr gut unterhalten und in eine ganz andere Welt entführt. Das Ende war überraschend und gleichzeitig auch etwas verwirrend für mich. Mir wurde es da etwas zu mystisch. Auch wenn der Roman hauptsächlich nur im Königshaus spielt, erfährt man doch einiges über die frühe chinesische Kultur. Es ist also eine gute Mischung zwischen Fantasy und Historie.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Wunderschönes und lehrreiches Kinderbuch

Earhart
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Meine Familie und ich kennen bereits einige Vorgängerbände über die abenteuerlustigen Mäuse, weshalb wir uns schon sehr auf diesen Band gefreut haben. Dies ist nun bereits der fünfte Band und der erste ...

Meine Familie und ich kennen bereits einige Vorgängerbände über die abenteuerlustigen Mäuse, weshalb wir uns schon sehr auf diesen Band gefreut haben. Dies ist nun bereits der fünfte Band und der erste Band, der einer Frau gewidmet ist.
Die Idee wichtige historische Ereignisse aus der Sicht einer Maus zu erzählen gefällt mir sehr gut. Meine Tochter ist seit dem ersten Band auch sehr begeistert. Zum einen von der Aufmachung des Buches. Der große Hardcoverband wirkt sehr wertig. Dazu die gedeckten Farben und etwas vergilbten Eindruck. Es sticht eindeutig heraus im Kinderbuchregal.
Neben der ungewöhnlichen Idee sind für mich die Illustrationen ein absolutes Highlight. Es sind kleine Gemälde, die sehr detailverliebt sind. Deshalb eignet sich das Buch, auch sehr gut zum Vorlesen, denn während des Lesens gibt es für das Kind viel zu entdecken in den Bildern und es blättert nicht ungeduldig weiter.
Die Charaktere werden liebevoll beschrieben. Der Autor schafft es sehr gut die historische Persönlichkeit von Earhart in das Mäuseabenteuer miteinzubinden. So macht es Freude Kindern Geschichte näher zu bringen.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Spannende Geschichte, aber ausbaufähig

Totenmoor - Ich sehe dich
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Der Roman ist der erste Band einer neuen Reihe mit den Protagonisten Kriminalkommissarin Emma Claasen und dem Rechtsmediziner Kai Plathe. Der Roman spielt in Hamburg und Umgebung. Der Roman startet mit ...

Der Roman ist der erste Band einer neuen Reihe mit den Protagonisten Kriminalkommissarin Emma Claasen und dem Rechtsmediziner Kai Plathe. Der Roman spielt in Hamburg und Umgebung. Der Roman startet mit dem Fund zweier Moorleichen, da diese nicht mit Ötzi zu vergleichen sind, sondern nur ca. 20 Jahre im Moor liegen und auch nicht von allein dorthin gelangt sind, ist es ein Fall für die Mordkommission.
Emma Claasen kommt bei diesem Fall nur schwer voran, vor allem da die Spuren schon älter sind und auch weil es zu mysteriösen Mordfällen in und um Hamburg kommt, die sie auf Trab halten. Kai Plathe steht ihr kompetent zur Seite. Neben den Mordfällen spielt auch das Privatleben der zwei Protagonisten eine Rolle. Vor allem Plathe hat mit einer kriselnden Ehe und beginnenden Gefühlen für seine Kollegin zu kämpfen. Auch Emmas hat einiges an privates Gepäck zu tragen.
Die Geschichte um die Moorleichen und die Rachemorde ist an sich ganz gut gelungen. Zu Beginn wird auch immer wieder aus Sicht der Täter und späteren Opfer erzählt, dass lässt das abrupt nach, ich weiß nicht warum. Denn der Perspektivwechsel hat es für mich interessanter gemacht. Das Geplänkel zwischen Plathe und Claasen fand ich persönlich jetzt nicht so spannend. Emma blieb, was ihren Charakter betrifft eher im Hintergrund. Sie ist eigentlich eine Führungsperson, was für mich aber überhaupt nicht deutlich wurde. Ihre Kommunikation innerhalb des Kommissariats wirkte wenig professionell. Plathe wird als der perfekte Rechtsmediziner beschrieben, der deshalb auch keine Zeit hat sich mit den Problemchen seiner Frau auseinanderzusetzen.
Sprachlich fand ich den Roman sehr einfach. Einfache Sätze, viele Wortwiederholungen. Es ist ein Krimi, ich erwarte keine hochgestochene Sprache, aber hier war es mir doch etwas zu einfach gestrickt. Als Leserin fühlte ich mich weder beim Lesen, noch beim Miträtseln herausgefordert. Es ist ein einfacher Krimi mit einer Protagonistin, die für mich auch wenig Tiefe hat. Für mich hätte man aus der Geschichte sicher mehr machen können.

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