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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.04.2025

Epische High Fantasy?

Eislotus. Wasser findet seinen Weg
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Die Buchbeschreibung empfand ich als interessant und sehr vielversprechend hinsichtlich Magie und Fantasie. Jetzt nach Beenden des Buches bin ich allerdings zwiegespalten. Einerseits liest sich die ...




Die Buchbeschreibung empfand ich als interessant und sehr vielversprechend hinsichtlich Magie und Fantasie. Jetzt nach Beenden des Buches bin ich allerdings zwiegespalten. Einerseits liest sich die Geschichte angenehm und leicht, aber tödliche Wettkämpfe, politische Intrigen und Elementar-Magie, Begriffe mit denen das Buch beworben wird, sind in diesem Buch noch nicht wirklich die Hauptthemen. Im Vordergrund stehen die Elementgesandten, die sich in der Akademie einfinden und die dem Leser bei einigen Aktionen nähergebracht werden. Im Mittelpunkt steht hier Nara, über deren bisheriges Leben der Leser zu Beginn einiges erfährt und die im weiteren Verlauf der Dreh- und Angelpunkt der Handlung ist. Sehe ich mal vom mit einem fiesen Cliffhanger versehenen Ende ab, gab es leider keine mitreißenden, atemberaubenden Szenen, die ich mir laut dem Klappentext erhofft hatte. Auch die einzelnen Charaktere konnten mich noch nicht wirklich überzeugen. Selbst Nara blieb für mich eher blass und die anderen waren Statisten um Nara in Szene zu setzen.

Fazit: Die Geschichte fließt wie ein steter Strom, aber ohne Stromschnellen oder Wasserfälle dahin, hier hätte ich mir wenigsten stellenweise mehr Tempo und Action gewünscht. „Eislotus“ ist ein Buch, dem Spannungsmomente und die angepriesene epische High Fantasy fehlen und dessen Finale erst im nächsten Band erzählt wird.


Veröffentlicht am 25.04.2025

Sehr unterhaltsamer HistoKrimi

Der Tote in der Crown Row
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Mit „Der Tote in der Crown Row“ beginnt eine neue Serie die im London des Jahres 1901 angesiedelt ist und einen unkonventionellen Ermittler hat.

Kronanwalt Sir Gabriel Ward ist ein ruhiger, unverheirateter ...




Mit „Der Tote in der Crown Row“ beginnt eine neue Serie die im London des Jahres 1901 angesiedelt ist und einen unkonventionellen Ermittler hat.

Kronanwalt Sir Gabriel Ward ist ein ruhiger, unverheirateter und weltfremder Charakter, der voll in seiner Arbeit aufgeht. Als er eines Morgens den toten Lordoberrichter findet, wird er zum eigenen Leidwesen auch noch mit den Voruntersuchungen beauftragt, bevor die Polizei die heiligen Hallen der Justiz, den Tempel-Bezirk, betreten darf. In Begleitung von Constable Wright macht sich Gabriel nur widerwillig an die Arbeit, denn das Leben jenseits der Tempelmauern ist für ihn voller Fallstricke und Geheimnisse. Parallel dazu hat er aber auch noch einen Fall zu bearbeiten, bei dem sein anwaltliches Wissen gefragt ist. Es geht um die Urheberschaft des äußerst beliebten Kinderbuchs „Millie, Die Temple-Kirchenmaus“.

Dieser erste Fall von Sir Gabriel Ward ist also letztlich ein Fall von Mäusen und Mord – so auch der englische Originaltitel – der wie ich finde viel aussagekräftiger ist, als der deutsche Titel. Aber sei es drum. Die Mischung aus Mordermittlungen, Untersuchungen um die Maus Millie, den Geheimnissen, die Ward aufdeckt, der Atmosphäre des Lebens in diesem abgeschotteten Temple-Bezirk zu Beginn des 20. Jh. und die unerwarteten Wendungen, ergeben einen unterhaltsamen historischen Kriminalroman, der es Wert ist gelesen zu werden.


Veröffentlicht am 13.04.2025

Teils zu weit schweifend erzählt

Mord auf dem Golfplatz
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Nach einem doch recht zähen Beginn, entfaltet sich die Handlung. Durch viele Wendungen und falsche Fährten ist es für den mitratender Leser gar nicht so einfach dem Täter auf die Spur zu kommen. Aber ...




Nach einem doch recht zähen Beginn, entfaltet sich die Handlung. Durch viele Wendungen und falsche Fährten ist es für den mitratender Leser gar nicht so einfach dem Täter auf die Spur zu kommen. Aber da ist man nicht allein, denn der hier erzählende Hastings fehlt auch jeglicher Durchblick. Doch zum Glück hat er ja Herkules Poirot in seiner Nähe, der ihm im richtigen Moment die entscheidenden Hinweise liefert.

Ich muss leider gestehen, dass mir das teils kopflose Agieren Hastings' ein ums andere Mal etwas zu viel war. Poirot hätte auch schon eher einschreiten können, um so manche Fehleinschätzung seitens Hastings' zu korrigieren und die Ermittlungen somit voranzutreiben. Trotz der kleinen Kritikpunkte war „Mord auf dem Golfplatz“ aber immer noch ein unterhaltsamer und raffiniert erdachter Krimi. Ich empfehle ihn gern weiter und vergebe 3 von 5 Sternen.


Veröffentlicht am 13.04.2025

Verzwickt und fesselnd

Das Haus an der Düne
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Wie schon fast Standard bei Agatha Christie, muss auch in diesem Krimi der Mörder bzw. die Mörderin in einer vorgegebenen Gruppe an einem abgeschiedenen Ort – hier im Haus an der Düne - gefunden werden. ...




Wie schon fast Standard bei Agatha Christie, muss auch in diesem Krimi der Mörder bzw. die Mörderin in einer vorgegebenen Gruppe an einem abgeschiedenen Ort – hier im Haus an der Düne - gefunden werden. Was ein heiteres Mörderfinden für den Leser hätte sein können entpuppt sich nach und nach als beschwerliches Unterfangen. Nicht zuletzt deshalb weil Hastings mal wieder sich sicher wähnt auf der richtigen Spur zu sein, und Poirot ihn darin noch bestärkt nur um wenig später seine Geistesblitze zum Besten zu geben.

Wer sich an diesem doch extrem aufgeblasenen Verhalten Poirots nicht stört bekommt einen verzwickten, fesselnden und zum Mitraten geeigneten Krimi serviert, der zu unterhalten vermag. Mir hat er nicht in allen Belangen so gut gefallen wie einige seiner Vorgänger, deshalb diesmal nur 3 von 5 Sternen.


Veröffentlicht am 13.04.2025

Schön verworren und undurchsichtig

Mord im Pfarrhaus
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In St. Mary Mead ist ein Mord geschehen. Der nicht sehr beliebte Colonel Protheroe wird ermordet im Pfarrhaus gefunden. Genügend mögliche Täter scheint es ja zu geben, nur haben die mit der Aufklärung ...




In St. Mary Mead ist ein Mord geschehen. Der nicht sehr beliebte Colonel Protheroe wird ermordet im Pfarrhaus gefunden. Genügend mögliche Täter scheint es ja zu geben, nur haben die mit der Aufklärung beauftragten Polizisten nicht den nötigen Durchblick. Zum Glück gibt es Jane Marple, die mit ihrem scharfen Verstand und ihre Weitsicht den Überblick behält und nach gezieltem Nachfragen, Beobachten und Zuhören dem Täter auf die Spur kommt.

Der erste Fall für Miss Marple ist eine wunderbare Geschichte, die den Leser mit dem Heimatort der Hauptprotagonistin und einer Vielzahl unterschiedlichster Charaktere vertraut macht. Der Krimi selbst ist schön kompliziert und verwirrend erzählt und durch einige falsche Spuren bleibt die Auflösung lange offen.

Wer sich kriminalistisch in die „gut alte Zeit“ versetzen lassen möchte, dem empfehle ich diesen Roman gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.