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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2022

Thriller als Comic

Millennium
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„Verdammnis“ ist der zweite Band der "Millenium"-Trilogie von Stieg Larsson. Es ist ein spannender, atmosphärisch dichter und mitreißender Thriller, der durch die beiden Hauptprotagonisten getragen wird. ...

„Verdammnis“ ist der zweite Band der "Millenium"-Trilogie von Stieg Larsson. Es ist ein spannender, atmosphärisch dichter und mitreißender Thriller, der durch die beiden Hauptprotagonisten getragen wird. Zum einen ist da Mikael Blomkvist, ein bekannter Enthüllungsjournalist und zum anderen ist da Lisbeth Salander, eine toughe Außenseiterin, der man in Bezug auf den Umgang mit Computer und Internet so leicht nichts vormacht. Beide Protagonisten haben ihre Ecken und Kanten und vor allem eine Vergangenheit, wodurch sie absolut authentisch sind und dem Thriller Glaubwürdigkeit geben. Der Fall selbst führt den Leser in ein Geflecht aus Geheimnissen und dunklen Geschäfte.

Die Umsetzung hier als Comic-Format finde ich echt gewagt aber total gelungen. Auf diese Weise werden auch jüngere interessierte Leser an das Genre herangeführt. Mir hat diese Comic-Adaption sehr gut gefallen und deshalb bewerte ich es mit vollen 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.01.2022

Interessante Hotel-Geschichte

Das Adlon
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In der Geschichte geht es vor allem um die Frauen der Familie Schadt und deren interessante sowie ziemlich beschwerliche Suche ihr Liebe und damit ihr Glück zu finden. So mancher in der Familie bezeichnet ...

In der Geschichte geht es vor allem um die Frauen der Familie Schadt und deren interessante sowie ziemlich beschwerliche Suche ihr Liebe und damit ihr Glück zu finden. So mancher in der Familie bezeichnet eben dieses Streben eher als Fluch und genau den wollen sie brechen. Im Mittelpunkt dieses historischen Romans stehen, abgesehen vom Hotel Adlon natürlich, Großmutter und Enkelin, deren Geschichte gegen alle Widrigkeiten Liebe und Glück zu finden, hier erzählt wird.
Dass natürlich die Historie in solch einem Roman nicht zu kurz kommt liegt naturgemäß auf der Hand. Aber die hier erzählte Familiengeschichte passt gut zu den historischen Fakten und so geben sie hier eben auch den richtigen Rahmen vor. Dank des eingängigen Schreib- und Erzählstils ist man schnell mit dem Adlon, seinen Gästen aber auch der Hotelfamilie verbunden. Ich jedenfalls habe einige schöne Lesestunden hier verbracht und deshalb gibt es von mir auch eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 10.01.2022

Deutsch-deutsche Geschichte

Der Palast
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Nach „Das Sacher“ und „Das Adlon“ steht ein weiteres prestigeträchtiges Gebäude im Mittelpunkt eines historischen Romans von Rodica Doehnert.
Der berühmte Friedrichstadt-Palast bildet hier die Kulisse ...

Nach „Das Sacher“ und „Das Adlon“ steht ein weiteres prestigeträchtiges Gebäude im Mittelpunkt eines historischen Romans von Rodica Doehnert.
Der berühmte Friedrichstadt-Palast bildet hier die Kulisse einer Familiensaga der jüngeren deutsch-deutschen Geschichte. Zwei Schwestern, Zwillinge, treffen zufällig in besagtem Palast aufeinander und beschließen, ihrer Familiengeschichte auf den Grund zu gehen. Auch in diesem Roman geben die historischen Fakten rund um die deutsche Teilung und die spätere Wiedervereinigung den Rahmen vor. Unter welchen Bedingungen es zur Trennung der Zwillinge kam und ob/wie sie es schaffen zusammenzukommen, das solltet ihr selbst lesen. Ich kann diesen Roman jedenfalls absolut weiterempfehlen. Denn wie schon in den beiden oben erwähnten HistoRomanen schafft es die Autorin erneut die Historie sehr lebhaft und glaubwürdig zu vermitteln. Der angefügte Stammbaum, ein Glossar und ein Nachwort der Autorin runden diesen sehr gelungenen und unterhaltsamen Roman ab.

Veröffentlicht am 10.01.2022

Geschichte - Spannend und unterhaltsam

Das Sacher
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Von Beginn an ist der Leser mitten drin im Hotel Sacher. So begegnet er zum Beispiel dem Ehepaar Martha und Maximilian Aderhold aus Berlin auf Hochzeitsreise, Prinz und Prinzessin von Traunstein aus Niederösterreich ...

Von Beginn an ist der Leser mitten drin im Hotel Sacher. So begegnet er zum Beispiel dem Ehepaar Martha und Maximilian Aderhold aus Berlin auf Hochzeitsreise, Prinz und Prinzessin von Traunstein aus Niederösterreich aber auch dem elfjähriges Mädchen, welches im Sacher als Putzmädel arbeitet. Im weiteren Verlauf erfährt der Leser, dass sie alle unabwendbar miteinander und dem Sacher verbunden sind.
Die Autorin erzählt nun die jeweiligen Leben dieser Figuren in sich abwechselnden Erzählsträngen und so entsteht ein sehr detailliertes Bild der damaligen Zeit. Denn unterschiedlicher könnten die Lebenssituationen nicht sein, zum einen der Adel mit all seinen Annehmlichkeiten oder das junge Paar, welches sich einigen Repressalien gegenübersieht, das Putzmädel Marie und nicht zu vergessen die Familie Sacher selbst.
Alles in allem ein historischer Roman, der dem Leser durch die fiktiven Umstände der Hotelgäste und Mitarbeiter, die Geschichte des Sacher in einer dem Umbruch geweihten Zeit näherbringt. Aus meiner Sicht eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die auch historische Fakten mit einbezieht und damit dem Roman somit eine Basis gibt. Mir hat der HistoRoman gut gefallen und deshalb empfehle ich ihn auch gern weiter.

Veröffentlicht am 07.01.2022

Ein tolles Debüt

Miracle Creek
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Angie Kim hat mit „Miracle Creek“ einen tollen Thriller geschrieben. Der Leser sitzt faktisch in der 1. Reihe im Gerichtssaal und wird so förmlich in die Geschichte hineingezogen. Er verfolgt die Befragungen ...

Angie Kim hat mit „Miracle Creek“ einen tollen Thriller geschrieben. Der Leser sitzt faktisch in der 1. Reihe im Gerichtssaal und wird so förmlich in die Geschichte hineingezogen. Er verfolgt die Befragungen durch Verteidigung und Staatsanwaltschaft und erhält so immer mehr Einblick in das Geschehene. Zwischendurch gibt es immer wieder Passagen, in denen der tatsächliche Hergang geschildert wird. Dadurch erhält der Leser Einblicke in bestehende Streitigkeiten der Bewohner untereinander und erkennt Widersprüche. Anhand dieser Erzählweise bleibt das Buch von Beginn an spannend. Und man hat ständig die Überlegung wer sagt die Wahrheit, wer hat was und warum getan oder gesagt, worauf läuft die Tat hinaus? Während des Lesen merkt man alsbald, das man keiner Aussage unbesehen glauben kann. Man ist sich nie sicher wer lügt, wer spricht die Wahrheit. Das „Katz-und-Maus-Spiel“ fand ich schon sehr überzeugend gemacht. Dieses brillante Thriller-Debüt über Geheimnisse, Lügen und Intrigen bietet Nervenkitzel bis zum Schluss und ich kann den Thriller weiterempfehlen. Ich vergebe deshalb auch 5 von 5 Sterne.