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Veröffentlicht am 10.01.2022

Deutsch-deutsche Geschichte

Der Palast
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Nach „Das Sacher“ und „Das Adlon“ steht ein weiteres prestigeträchtiges Gebäude im Mittelpunkt eines historischen Romans von Rodica Doehnert.
Der berühmte Friedrichstadt-Palast bildet hier die Kulisse ...

Nach „Das Sacher“ und „Das Adlon“ steht ein weiteres prestigeträchtiges Gebäude im Mittelpunkt eines historischen Romans von Rodica Doehnert.
Der berühmte Friedrichstadt-Palast bildet hier die Kulisse einer Familiensaga der jüngeren deutsch-deutschen Geschichte. Zwei Schwestern, Zwillinge, treffen zufällig in besagtem Palast aufeinander und beschließen, ihrer Familiengeschichte auf den Grund zu gehen. Auch in diesem Roman geben die historischen Fakten rund um die deutsche Teilung und die spätere Wiedervereinigung den Rahmen vor. Unter welchen Bedingungen es zur Trennung der Zwillinge kam und ob/wie sie es schaffen zusammenzukommen, das solltet ihr selbst lesen. Ich kann diesen Roman jedenfalls absolut weiterempfehlen. Denn wie schon in den beiden oben erwähnten HistoRomanen schafft es die Autorin erneut die Historie sehr lebhaft und glaubwürdig zu vermitteln. Der angefügte Stammbaum, ein Glossar und ein Nachwort der Autorin runden diesen sehr gelungenen und unterhaltsamen Roman ab.

Veröffentlicht am 10.01.2022

Geschichte - Spannend und unterhaltsam

Das Sacher
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Von Beginn an ist der Leser mitten drin im Hotel Sacher. So begegnet er zum Beispiel dem Ehepaar Martha und Maximilian Aderhold aus Berlin auf Hochzeitsreise, Prinz und Prinzessin von Traunstein aus Niederösterreich ...

Von Beginn an ist der Leser mitten drin im Hotel Sacher. So begegnet er zum Beispiel dem Ehepaar Martha und Maximilian Aderhold aus Berlin auf Hochzeitsreise, Prinz und Prinzessin von Traunstein aus Niederösterreich aber auch dem elfjähriges Mädchen, welches im Sacher als Putzmädel arbeitet. Im weiteren Verlauf erfährt der Leser, dass sie alle unabwendbar miteinander und dem Sacher verbunden sind.
Die Autorin erzählt nun die jeweiligen Leben dieser Figuren in sich abwechselnden Erzählsträngen und so entsteht ein sehr detailliertes Bild der damaligen Zeit. Denn unterschiedlicher könnten die Lebenssituationen nicht sein, zum einen der Adel mit all seinen Annehmlichkeiten oder das junge Paar, welches sich einigen Repressalien gegenübersieht, das Putzmädel Marie und nicht zu vergessen die Familie Sacher selbst.
Alles in allem ein historischer Roman, der dem Leser durch die fiktiven Umstände der Hotelgäste und Mitarbeiter, die Geschichte des Sacher in einer dem Umbruch geweihten Zeit näherbringt. Aus meiner Sicht eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die auch historische Fakten mit einbezieht und damit dem Roman somit eine Basis gibt. Mir hat der HistoRoman gut gefallen und deshalb empfehle ich ihn auch gern weiter.

Veröffentlicht am 07.01.2022

Ein tolles Debüt

Miracle Creek
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Angie Kim hat mit „Miracle Creek“ einen tollen Thriller geschrieben. Der Leser sitzt faktisch in der 1. Reihe im Gerichtssaal und wird so förmlich in die Geschichte hineingezogen. Er verfolgt die Befragungen ...

Angie Kim hat mit „Miracle Creek“ einen tollen Thriller geschrieben. Der Leser sitzt faktisch in der 1. Reihe im Gerichtssaal und wird so förmlich in die Geschichte hineingezogen. Er verfolgt die Befragungen durch Verteidigung und Staatsanwaltschaft und erhält so immer mehr Einblick in das Geschehene. Zwischendurch gibt es immer wieder Passagen, in denen der tatsächliche Hergang geschildert wird. Dadurch erhält der Leser Einblicke in bestehende Streitigkeiten der Bewohner untereinander und erkennt Widersprüche. Anhand dieser Erzählweise bleibt das Buch von Beginn an spannend. Und man hat ständig die Überlegung wer sagt die Wahrheit, wer hat was und warum getan oder gesagt, worauf läuft die Tat hinaus? Während des Lesen merkt man alsbald, das man keiner Aussage unbesehen glauben kann. Man ist sich nie sicher wer lügt, wer spricht die Wahrheit. Das „Katz-und-Maus-Spiel“ fand ich schon sehr überzeugend gemacht. Dieses brillante Thriller-Debüt über Geheimnisse, Lügen und Intrigen bietet Nervenkitzel bis zum Schluss und ich kann den Thriller weiterempfehlen. Ich vergebe deshalb auch 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.01.2022

Der seltsame Wecker

Die drei ???: und der seltsame Wecker
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In ihrem vierten Fall wollen die drei das Geheimnis um den mysteriösen Wecker aufklären, der plötzlich auf dem Schrottplatz aufgetaucht ist. Wieso, woher, warum sind nur einige Fragen die sich die drei ...

In ihrem vierten Fall wollen die drei das Geheimnis um den mysteriösen Wecker aufklären, der plötzlich auf dem Schrottplatz aufgetaucht ist. Wieso, woher, warum sind nur einige Fragen die sich die drei hier stellen und beginnen mit ihren Nachforschungen, was gar keine so leichte Aufgabe ist, wie sie zu Anfang noch glaubten.
Die drei das sind Justus, Bob und Peter. Unter dem Motto: „Wir übernehmen jeden Fall“ haben sie ein Detektivunternehmen gegründet, deren Markenzeichen die drei ??? sind. Und diese ???, so haben sich die drei überlegt, stehen für das Unbekannte, ungelöste Fälle, mysteriöse Ereignisse, die ermittelt werden wollen.
Dieser neue Teil ist wieder äußerst gelungen. Er hat alles, was eine abenteuerliche Detektivgeschichte ausmacht – Spannung, gruselige Atmosphäre, vielschichtige Rätsel und außerordentlich tolle Charaktere. Und der Schreib- und Erzählstil ist der angedachten Altersgruppe angemessen, nämlich leicht und verständlich zu lesen - also nichts wie ab nach Rocky Beach und mitermittelt.

Veröffentlicht am 30.12.2021

Prag und seine berühmte Brücke...

Die Brücke der Ewigkeit
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...stehen im Mittelpunkt dieses mit rund 600 Seiten sehr umfangreichen HistoRomans von Wolf Hector.
Otlin, hat als Kind mit seiner Mutter die Zerstörung der Brücke durch eine Flut nur knapp überlebt und ...

...stehen im Mittelpunkt dieses mit rund 600 Seiten sehr umfangreichen HistoRomans von Wolf Hector.
Otlin, hat als Kind mit seiner Mutter die Zerstörung der Brücke durch eine Flut nur knapp überlebt und schwor einst, eine neue Brücke über die Moldau zu bauen. Doch der Schwur ist alles andere als leicht einzuhalten, gibt es doch einen weiteren Mitstreiter, der ebenfalls Ruhm und Ehre durch den Bau erlangen will.
Der Autor entwirft nun eine Welt des 14. Jahrhunderts, die von Intrigen, Hass, Liebe aber auch Armut und Reichtum erzählt und den Leser dank seiner bildlichen und mitreißenden Sprach- und Erzählweise mitten in die Geschichte hineinzieht. Dabei verbindet er Fiktives und Historisches sehr fließend und es entwickelt sich eine Geschichte die sich leicht und locker lesen lässt. Und damit man beim Lesen die Zeitverläufe, die vielen Charaktere und Fachbegriffe zuordnen bzw. auch verstehen kann, sind sowohl ein Namensregister, eine Zeittafel als auch ein Glossar im Buch enthalten.
Fazit: Der Bau der weltberühmten Brücke über die Moldau bei Prag ist ein gut recherchierter, kurzweiliger und gut zu lesender HistoRoman, der mir gut gefallen hat. Ich spreche hier gern eine Leseempfehlung aus und bewerte den Roman mit aufgerundeten 4 von 5 Sternen.