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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2021

Packend, fesselnd, schockierend

Gefrorenes Herz
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Da ich von dem Autorenduo Line Holm und Stine Bolther noch nichts gelesen hatte, war ich erst einmal skeptisch, ob mir der Schreib- und Erzählstil zusagen würde. Der Klappentext las sich ja sehr spannend ...

Da ich von dem Autorenduo Line Holm und Stine Bolther noch nichts gelesen hatte, war ich erst einmal skeptisch, ob mir der Schreib- und Erzählstil zusagen würde. Der Klappentext las sich ja sehr spannend und auch ein wenig mysteriös, deshalb wollte ich den Krimi schon gern lesen. Also nichts wie los sagte ich mir und muss gestehen, ich war nach einigen Seiten total gefangen. Meine Skepsis zu Beginn war also vollkommen unnötig.
Sowohl die Krimihandlung als auch die Hauptprotagonisten sind meisterhaft ausgearbeitet und lassen einen nicht mehr los. Die Geschichte, die zu dem zu ermittelndes Mord führte, hat einen realen Hintergrund und ist sehr gut recherchiert und eingebunden. Auch dass die Ermittler Mikael Dirk und Frederik Dahlin sowie die Polizeihistorikerin Maria Just so ihre Ecken und Kanten und privaten Probleme haben, und somit auch viel Potenzial für hoffentlich weitere Bände bieten, hat mir sehr gut gefallen. Die Ermittlungen selbst sind für die drei keine einfache Angelegenheit, versuchen doch zu viele staatliche und andere Stellen diese zu torpedieren. Denn durch den Mord könnte ein unrühmliches Kapitel dänischer Geschichte wieder ans Tageslicht kommen, was bestimmte Kreise gern verhindern würden.
Fazit: Das Zusammenspiel aus tatsächlicher Begebenheit mit fiktivem Krimigeschehen und Charakteren ist hier sehr gut gelungen. Auch der Schreibstil und die eindringliche Erzählweise machen den Kriminalroman zu einem echten Leseerlebnis. Ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen und vergebe volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.12.2021

Düster und spannend

Die mörderische Poesie des Monsieur Ducasse
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Britta Habekost versetzt ihre Leserschaft mit diesem HistoKrimi in das Paris der 1920er Jahre. Die Hauptprotagonistin ist hier auf der Suche nach ihre verschwundenen Schwester und gerät dabei nicht nur ...

Britta Habekost versetzt ihre Leserschaft mit diesem HistoKrimi in das Paris der 1920er Jahre. Die Hauptprotagonistin ist hier auf der Suche nach ihre verschwundenen Schwester und gerät dabei nicht nur in ein sich entwickelndes Künstlermilieu, das der Surrealisten, sondern kommt auch einem Serientäter gefährlich nahe.
Den Kriminalfall im Umfeld der Surrealisten anzusiedeln ist ein ungewöhnlicher aber auch sehr interessanter Ansatz. Denn während der Nachforschungen kommen so einst real existierende Vertreter dieser Kunstrichtung zu Worten und Taten. Schon allein diese historischen Persönlichkeiten und ihre hier erwähnte Kunst geben dem Roman einen nicht alltäglichen Rahmen. Kann es möglich sein, dass der Mörder vielleicht in den Reihen dieser skurrilen Typen zu suchen/finden ist?
Die lebensecht charakterisierten fiktiven Figuren agieren wunderbar mit den hier namhaften Vertretern der Surrealisten-Szene und es ergibt sich ein spannender, düsterer und wortgewaltiger HistoKrimi den ich hiermit sehr gern weiterempfehle.

Veröffentlicht am 30.12.2021

Pia und ihr Traum vom Ehemann...

Ein Vampir kommt selten allein
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...kann er endlich wahr werden? Auf einer Europatour soll es endlich so weit sein - der richtige (Ehe)Mann soll gefunden werden. Aber das ist leichter gesagt als getan, gibt es doch plötzlich zwei - und ...

...kann er endlich wahr werden? Auf einer Europatour soll es endlich so weit sein - der richtige (Ehe)Mann soll gefunden werden. Aber das ist leichter gesagt als getan, gibt es doch plötzlich zwei - und was für welche...

Der Schreib- und Erzählstil ist leicht und recht modern. Auch der erotische Aspekt kommt natürlich nicht zu kurz. Ich hatte schon Spaß beim Lesen, doch so richtig mitgerissen hat mich die Geschichte nicht wirklich. Wer aber einen eher humorigen als düsteren Vampir-Romance-Roman sucht, sollte es mal mit diesem Buch probieren. Ich vergebe für diesen Teil der Dark Ones Reihe 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.12.2021

Ein Porträt

Was wir scheinen
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In stetem Hin und Her zwischen Gegenwart und Vergangenheit erfährt der Leser vieles über das Leben, die Werke, die Freundschaften und Lieben der Hannah Arendt, aber auch über die Orte wie New York, Köln, ...

In stetem Hin und Her zwischen Gegenwart und Vergangenheit erfährt der Leser vieles über das Leben, die Werke, die Freundschaften und Lieben der Hannah Arendt, aber auch über die Orte wie New York, Köln, Jerusalem, Zürich oder Rom, in denen sie gelebt und gearbeitet hat. So entsteht das Abbild einer Frau, das jedoch laut der Autorin keine Biographie ist. Aber durch das geschickte Verflechten von Tatsächlichem und Fiktivem wird eine kluge, mit offenen Augen durch die Welt gehende, in sich ruhende, einfühlsame aber auch dichterisch veranlagte Hannah Arendt vor dem Auge des Lesers lebendig.
Mir hat es eine Hannah Arendt nähergebracht, die mir so noch nicht bekannt war. Ich möchte das Buch hiermit gern weiterempfehlen und vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.12.2021

Prag und seine berühmte Brücke...

Die Brücke der Ewigkeit
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...stehen im Mittelpunkt dieses mit rund 600 Seiten sehr umfangreichen HistoRomans von Wolf Hector.
Otlin, hat als Kind mit seiner Mutter die Zerstörung der Brücke durch eine Flut nur knapp überlebt und ...

...stehen im Mittelpunkt dieses mit rund 600 Seiten sehr umfangreichen HistoRomans von Wolf Hector.
Otlin, hat als Kind mit seiner Mutter die Zerstörung der Brücke durch eine Flut nur knapp überlebt und schwor einst, eine neue Brücke über die Moldau zu bauen. Doch der Schwur ist alles andere als leicht einzuhalten, gibt es doch einen weiteren Mitstreiter, der ebenfalls Ruhm und Ehre durch den Bau erlangen will.
Der Autor entwirft nun eine Welt des 14. Jahrhunderts, die von Intrigen, Hass, Liebe aber auch Armut und Reichtum erzählt und den Leser dank seiner bildlichen und mitreißenden Sprach- und Erzählweise mitten in die Geschichte hineinzieht. Dabei verbindet er Fiktives und Historisches sehr fließend und es entwickelt sich eine Geschichte die sich leicht und locker lesen lässt. Und damit man beim Lesen die Zeitverläufe, die vielen Charaktere und Fachbegriffe zuordnen bzw. auch verstehen kann, sind sowohl ein Namensregister, eine Zeittafel als auch ein Glossar im Buch enthalten.
Fazit: Der Bau der weltberühmten Brücke über die Moldau bei Prag ist ein gut recherchierter, kurzweiliger und gut zu lesender HistoRoman, der mir gut gefallen hat. Ich spreche hier gern eine Leseempfehlung aus und bewerte den Roman mit aufgerundeten 4 von 5 Sternen.