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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2021

Konnte mich nicht packen

Marionetten
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In „Marionetten“ thematisiert Le Carre den Terrorismus und dessen Bekämpfung. Allerdings gibt es hier nicht wie in anderen Agentenromanen einen Hauptcharakter. Vielmehr treten hier eine Vielzahl von Agenten ...

In „Marionetten“ thematisiert Le Carre den Terrorismus und dessen Bekämpfung. Allerdings gibt es hier nicht wie in anderen Agentenromanen einen Hauptcharakter. Vielmehr treten hier eine Vielzahl von Agenten und Terroristen auf, die der Geschichte den nötigen Schwung verleihen sollen. Doch leider passiert auf den ersten gut 200 Seiten nicht all zu viel. Die handelnden Figuren werden dem Leser nähergebracht, ohne dass wirklich entscheidendes passiert.

Dieser Roman konnte mich leider nicht begeistern. Dafür war mir auch das Finale zu schwammig und einfallslos. Das Buch ist nicht schlecht, aber ich konnte mich einfach nicht mit den arg konstruierten und komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungen und Spionagespielen anfreunden. Ich kann deshalb auch nur 3 von 5 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 29.05.2021

Mehr Roman als Krimi

Schrei nach Stille
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Wer bei „Schrei nach Stille“ auf einen knallharten Krimi hofft, wird eher enttäuscht sein. Denn Ann Chaplet versteht es eine Geschichte zu erzählen, in dem ein Gewaltverbrechen eine Rolle, aber eben keine ...

Wer bei „Schrei nach Stille“ auf einen knallharten Krimi hofft, wird eher enttäuscht sein. Denn Ann Chaplet versteht es eine Geschichte zu erzählen, in dem ein Gewaltverbrechen eine Rolle, aber eben keine Hauptrolle spielt. Und die Auflösung ist dann auch fast nebensächlich.

Erzählt wird in zwei Handlungssträngen, einmal aus Sicht von Paul Bremer und zeitgleich von Giorgio DeLange, Hauptkommissar in Frankfurt. Immer wieder kommen dabei beide Stränge wie zufällig zusammen, nur um im nächsten Augenblick andere Richtungen einzuschlagen. Sowohl die Charakterisierung der Figuren als auch die Beschreibungen der Dorfgemeinschaft haben mir gut gefallen.

Der Schreib- und Erzählstil ist wie immer bei Ann Chaplet eindrücklich und auf den Punkt gebracht. Mir hat der Roman gut gefallen und ich vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.05.2021

Lesenswerte Fortsetzung

Weißer Tod (Ein Annika-Bengtzon-Krimi 9)
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In diesem bereits 9. Band der Annika-Bengtzon-Reihe ist eben diese Annika diesmal anstatt des aktiven eher der passive Part in der Geschichte. Wollte sie anfangs über einen Frauenmord recherchieren und ...

In diesem bereits 9. Band der Annika-Bengtzon-Reihe ist eben diese Annika diesmal anstatt des aktiven eher der passive Part in der Geschichte. Wollte sie anfangs über einen Frauenmord recherchieren und berichten, muss sie nun nachdem ihr Mann in Afrika in Gefangenschaft geraten ist um dessen Freilassung kämpfen.

Die Handlung, die zum einen aus Sicht Annikas und zum anderen aus der ihres Mannes erzählt wird ist eigentlich kein typischer Krimi aber auch kein Thriller. Ich würde ihn als gesellschaftskritischen Roman bezeichnen. Nichtsdestotrotz ist es ein lesenswertes Buch, das gut in die Reihe passt und dem Leser mal eine andere Annika präsentiert.

Mir hat das Buch ganz gut gefallen und ich vergebe dafür 3,5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.05.2021

Guter Durchschnitt

Jagd
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Auch im 10. Band der Annika-Bengtzon-Reihe ist der Autorin wieder ein fesselnder Krimi gelungen. Aus verschiedenen Perspektiven und in mehreren Handlungssträngen erzählt, entfaltet sich ein Geflecht aus ...

Auch im 10. Band der Annika-Bengtzon-Reihe ist der Autorin wieder ein fesselnder Krimi gelungen. Aus verschiedenen Perspektiven und in mehreren Handlungssträngen erzählt, entfaltet sich ein Geflecht aus Skandalen, Gier und Verlogenheit vor dem Leser, dass es nicht leicht macht zu durchschauen. Aber die Autorin hat einen sehr einnehmenden Schreibstil, so dass es ein leichtes ist dem Geschehen zu folgen. Allerdings muss ich sagen haben Kenner der Serie absolute Vorteile. Das ständige hin und her zwischen den handelnden Personen ist schon recht anstrengend, wenn man deren Zusammenspiel (noch) nicht kennt. Auch die Querverweise auf vorangegangene Bücher dieser Reihe dürften für Neueinsteiger das Lesevergnügen nicht gerade verbessern. Für Serienkenner ist aber auch dieser Teil wieder ein gelungener Band, der durchaus seine Reize hat, jedoch an manchen Stellen etwas zu überfrachtet wirkt. Da mir vorherige Bücher dieser Reihe besser gefallen haben vergebe ich für „Jagd“ 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 29.05.2021

Raffiniert und abgründig

Sieben minus eins
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Das ist nun die neue Serie von Arne Dahl, in dem Kriminalinspektor Sam Berger und Molly Blom, Agentin der Sicherheitspolizei Säpo, gemeinsam auf Verbrecherjagd gehen. Beide anfänglich nicht wirklich vom ...

Das ist nun die neue Serie von Arne Dahl, in dem Kriminalinspektor Sam Berger und Molly Blom, Agentin der Sicherheitspolizei Säpo, gemeinsam auf Verbrecherjagd gehen. Beide anfänglich nicht wirklich vom jeweils anderen angetan müssen sie sich als bald zusammenraufen um den Täter zur Strecke bringen zu können. Schon allein dieses Potential an Konflikten bringen Tempo und Aktionen ins Geschehen ohne aber die Tätersuche aus den Augen zu verlieren. Mit viel Atmosphäre beschreibt Arne Dahl nicht nur den Krimiplot auch den Täter charakterisiert er sehr komplex und authentisch.
Mir hat dieser 1. Teil mit den neuen Ermittlern gut gefallen und dank - oder so wird vielleicht manch anderer sagen leider - des Cliffhangers, warte ich jetzt auf Teil 2. Ich vergebe für diesen doch gelungenen Serienstart 4 von 5 Sterne und empfehle ihn auch gern weiter.