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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2021

Nicht der beste Teil

Der Knochengarten
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Nach der Lektüre des 11. Falls für Jordan/Hill bin ich doch sehr zwiegespalten. Konnte man in den Vorgängern davon ausgehen, dass die Beiden sich bei der Ermittlung wunderbar ergänzten sind sie diesmal ...

Nach der Lektüre des 11. Falls für Jordan/Hill bin ich doch sehr zwiegespalten. Konnte man in den Vorgängern davon ausgehen, dass die Beiden sich bei der Ermittlung wunderbar ergänzten sind sie diesmal aus bekannten Fakten außen vor. Und damit beginnt meiner Meinung nach auch das Dilemma. Das restliche Team ist zwar bestrebt das beste aus der Situation zu machen und den Täter zu finden, aber es läuft alles nicht wirklich rund. Und die privaten Probleme von Jordan und Hill wurden für meinen Geschmack zu intensiv erzählt, so dass der eigentliche Krimiplot irgendwie zur Nebensache wurde. Ich hatte beim Lesen das Gefühl alles wurde seitenlang erklärt und von rechts auf links gedreht nur der eigentlich zu bearbeitende Fall nicht. Selbst die schrecklichen Zustände im Kloster bekamen in ihrer Erklärung nicht genug Raum hinsichtlich der ganzen persönlichen Probleme von Jordan und Hill. Ich muss leider sagen, dass mir dieser Teil der Serie nicht gefallen hat, aus dem Kriminalfall hätte die Autorin mehr machen können. Dass sie es besser kann zeigen ja die Vorgängerbände. Bleibt zu hoffen, dass sie sich im nächsten Teil wieder steigern kann. Für Fans der Serie durchaus zu empfehlen, schon um zu erfahren wie es Jordan und Hill ergeht. Letztlich von mir für dieses Buch gut gemeinte 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.03.2021

Gelungene Fortsetzung

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest (Die Henkerstochter-Saga 8)
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Mit diesem Buch schickt Oliver Pötzsch die Henkerstochter Magdalena mit samt Familie bereits zum 8. Mal auf Verbrecherjagd. Wie schon in den Vorgängern ist auch dieses Buch sehr umfangreich. So wird das ...

Mit diesem Buch schickt Oliver Pötzsch die Henkerstochter Magdalena mit samt Familie bereits zum 8. Mal auf Verbrecherjagd. Wie schon in den Vorgängern ist auch dieses Buch sehr umfangreich. So wird das Geschehen in drei Handlungssträngen erzählt: Jakob Kuisl, Tochter Magdalena und ihr Mann Simon reisen nach Kaufbeuren, wo etwas Sonderbares vor sich geht, glaubt man dem dortigen Scharfrichter, Paul bleibt in Schongau und deckt hier Ungeheuerliches auf und Peter verschlägt es mit einer Depesche auf dem Weg nach Kaufbeuren in ein Pestdorf. Erneut gelingt es dem Autor aus historisch Belegtem und Fiktivem einen fesselnden und auch informativen historischen (Kriminal-)Roman vorzulegen. Die Weiterentwicklungen der einzelnen Familienmitglieder der Familie Kuisl sind vielfältig und spannend zu verfolgen. Wie die Kinder Magdalenas, Peter und Paul, letztlich zur Aufklärung des Pestfluchs beitragen, ist nachvollziehbar und überzeugend erzählt. Auch die historischen Begebenheiten und Persönlichkeiten passen wieder einmal super in die erdachte Handlung und runden somit diesen HistoRoman wunderbar ab. Der Schreib- und Erzählstil ist gewohnt leicht und flüssig zu lesen. Es war für mich erneut ein Vergnügen der Henkersfamilie gefolgt zu sein und vergebe deshalb auch 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.03.2021

Spannende Fortsetzung

Das Ritual des Wassers
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„Das Ritual des Wassers“ ist der 2. Teil der Kraken-Trilogie von Eva Garcia Saenz. Auch dieser Teil wird wieder über zwei Zeitebenen hinweg erzählt. Doch diesmal wird es für Kraken sehr persönlich, wird ...

„Das Ritual des Wassers“ ist der 2. Teil der Kraken-Trilogie von Eva Garcia Saenz. Auch dieser Teil wird wieder über zwei Zeitebenen hinweg erzählt. Doch diesmal wird es für Kraken sehr persönlich, wird doch seine erste Liebe ermordet und auch weitere Tote weisen eine Verbindung zu ihm auf. Die Autorin beschreibt dieses Beziehungsgeflecht sehr intensiv und springt dabei immer wieder zwischen Krakens Vergangenheit in Kantabrien von 1992, als er und seine Freunde die jetzt Tote Annabel kennenlernten, und dem Heute mit seinen Ermittlungen hin und her. Dadurch wird Spannung aufgebaut und kann auch bis zum Schluss gehalten werden. Wie schon im ersten Teil treten wieder neben seinem Team und seiner Chefin sein Bruder und der stets mit den richtigen Ratschlägen und Lebensweisheiten dienende Großvater auf. Der Thriller weist überraschende Wendungen auf und man bekommt auch noch sehr interessante Fakten über die Historie des Baskenlandes und einiger keltischer Opferrituale nähergebracht. Mir hat auch dieser zweiter Teil sehr gut gefallen. Man kann den Thriller durchaus als eigenständiges Buch lesen. Aber durch die privaten und beruflichen Konstellationen empfehle ich den ersten Band zu kennen – das erhöht schon den Lesegenuss.

Veröffentlicht am 21.03.2021

Tolles Debüt

Die Stille des Todes
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„Die Stille des Todes“ ist der 1. Teil der Kraken-Trilogie von Eva Garcia Saenz. Kraken, oder offiziell Inspector Ayala, ermittelt hier gemeinsam mit seiner Kollegin Inspectora Gauna zum ersten Mal. Die ...

„Die Stille des Todes“ ist der 1. Teil der Kraken-Trilogie von Eva Garcia Saenz. Kraken, oder offiziell Inspector Ayala, ermittelt hier gemeinsam mit seiner Kollegin Inspectora Gauna zum ersten Mal. Die Handlung wird von zwei Zeitebenen aus erzählt – dem Jetzt, in dem Kraken und sein Team die Morde aufklären muss, und der Vergangenheit in den 1970er Jahren, in denen ähnliche Morde schon mal verübt wurden. Sehr atmosphärisch dicht versteht es die Autorin diese beiden Stränge zu verbinden. Und das sie ihre Heimat sehr gut kennt, spürt man in jeder Beschreibung des Setting, egal ob die heutigen Orte beschrieben wurden oder Historisches seinen Eingang in diesen Thriller gefunden hat. Die Autorin hat einen sehr eingängigen und lebendigen Schreibstil. Und hat man sich erst einmal mit den spanischen Namen und Ortsbezeichnungen angefreundet liest sich das Buch in einem Rutsch. Die einzelnen Charaktere sind vielschichtig und haben ihre kleinen Macken, was sie sehr sympathisch und echt erscheinen lassen. Die Spannung kann die Autorin bis zum fulminanten Schluss halten, wobei für mich der Täter schon eine Überraschung war. Alles in allem ein sehr gelungenes Thriller-Debüt, mit einer sehr fesselnden Handlung, einem interessanten Setting und komplex beschriebene Charakteren. Ein Thriller den ich absolut empfehlen kann.

Veröffentlicht am 21.03.2021

Episches Werk

Meine geniale Freundin - Das Hörspiel
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Dieses Buch ist der 1. Teil der Neapolitanischen Saga, einem zeitgenössischen realistischen Romanzyklus. Die Ich-Erzählerin Elena berichtet über ihr Heranwachsen in Neapel, in der bittere Armut und familiäre ...

Dieses Buch ist der 1. Teil der Neapolitanischen Saga, einem zeitgenössischen realistischen Romanzyklus. Die Ich-Erzählerin Elena berichtet über ihr Heranwachsen in Neapel, in der bittere Armut und familiäre Gewalt die Norm sind. Während Elena die Chance hat ihrem Leben dort durch Bildung zu entkommen, bleibt ihrer Freundin nur die Aussicht im Schuhgeschäft des Vaters zu arbeiten.
Das Buch gibt dem Leser einen Einblick in die Verhältnisse der einfachen Leute in der Zeit der 1950er bis 1960er Jahre in Neapel am Bild der beiden heranwachsenden Mädchen. Die kurzen Kapitel aber auch der sehr angenehm zu lesende Schreib- und Erzählstil sorgten dafür, dass ich in Null Komma Nichts das Buch schon wieder beendet hatte. Die einzelnen Figuren aber auch die beschriebenen Lebensbedingungen wirkten auf mich sehr authentisch. Der Roman ist im besten Sinne des Wortes episch und doch ruhig und persönlich in seinem Umfang. Am Ende gibt es einen Cliffhanger, der mich schon jetzt nach Teil 2 fiebern lässt. Mir hat das Buch schöne Lesestunden bereitet. Ich empfehle es gern weiter und vergebe 4 von 5 Sterne.