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Veröffentlicht am 06.10.2025

Alles andere als ein fluffy Liebesroman!!

A Taste of Bitter Secrets
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Wow, nachdem ich das Buch beendet hatte, musste ich erstmal ein paar Minuten aus dem Fenster starren, um meine Gedanken ein wenig sortieren zu können!!!
Ich habe ja vorher noch nie etwas von Anne gelesen ...

Wow, nachdem ich das Buch beendet hatte, musste ich erstmal ein paar Minuten aus dem Fenster starren, um meine Gedanken ein wenig sortieren zu können!!!
Ich habe ja vorher noch nie etwas von Anne gelesen und diese Geschichte konnte mich wirklich packen.

Gwen ist eine so starke Figur, die eine Vorstellung vom Leben hat, sobald sie aber nach Hause kommt, ein Ort der jedem Geborgenheit bringen soll, ist sie total verwundbar und unsicher. Für mich macht sie das umso realer, denn niemand könnte eine solide Fassade aufrecht erhalten wenn man Erlebnisse wie sie verarbeiten musste.

Henry schien für mich anfangs sehr wie ein Klischee und ich hatte ihn schon fast als eine sehr schwache Figur abgetan als er ziemlich zu Beginn der Handlung, bevor es zwischen ihm und Gwen richtig gefunkt hatte, ein paar sexualisierende Kommentare abgelassen hat.
Versteht mich nicht falsch, ich habe für guten spice an den richtigen Stellen viel übrig, für mich waren diese Andeutungen nur einfach an der falschen Stelle platziert und ein Wort wie “Weiber” geht für mich echt gar nicht- auch wenn das alleine etwas aus dem Kontext gegriffen ist, hat es sich für mich nicht erschlossen wieso die Verwendung notwenig war.


Aber auch unser Shadowdaddy entwickelt eine echt starke Persönlichkeit, am meisten hat mich dabei die Szene mit der Beobachtung der Gruppe Jugendlicher zwischen ihm und Gwen abgeholt. Während seiner Beschreibungen habe ich mich wirklich etwas leer gefühlt und konnte Gwens Emotionen sehr nachvollziehen, was einfach mal wieder zeigt wie wenig Unbetroffene über diese schweren Themen wissen, die für andere Realität sind.


Unser kleiner Boss konnte mich auf voller Länge für sich gewinnen, ich möchte gar nicht wissen in was für einem großen emotionalen Loch sie vor der Handlung gesteckt hat, ohne Schwester und Mutter, der plottwist muss sie völlig aus der Bahn geworfen haben.
Ich glaube, in dem Moment hat sie sich gefühlt als wäre ihre Identität und ihre Existenz eine Lüge und ich bin komplett überzeugt, dass man ihr das nicht vorwerfen kann.
Für mich ist sie zweifellos der MVP der Geschichte, sie hatte genau wie Gwen und Henry, dieses Leben nicht verdient.

Nun aber genug über die Figuren und noch ein paar unqualifizierte Kommentare zum Schreibstil:

=> Anne hat mich mit den verschiedenen Präsentationen von Gerichten mehrmals hungrig gemacht
=> Beschreibungen von Emotionen und Gefühlen waren so vielseitig aufgebaut und die Worte immer neu verwendet, sodass es für mich sehr verständnisvoll war
=> neben der Verwendung von “Weiber” wie bereits oben erwähnt, waren mir stellenweise englische Wörter etwas im Weg, ich habe oft nicht verstanden was sie an Mehrwert bringen sollen, es kam mir vor als wären sie eben da, um etwas schwung reinzubrigen, den konnte ich aber gar nicht mitnehmen

Das ist aber auch alles was ich zu kritisieren habe und weil ich mich hier nur auf ein paar Worte beziehe, müsste eigentlich klar sein, wie toll und vielschichtig ich die Handlung fand und wie stark mich der Schreibstil in seinen Bann gezogen hat.

Ich glaube ich kann aus dieser Geschichte nur ein weiteres Mal mitnehmen, dass viel mehr in Menschen steckt, als man von außen sehen kann und man deshalb nie vorschnell urteilen sollte!

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