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Veröffentlicht am 26.05.2026

Wer bist du ohne das Leben auf der Bühne?

She’s a Star!
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Ein Nichts. Doch das würde unsere Hauptfigur, Jessamyn, sich niemals selbst eingestehen.

Ihr Leben ist die Bühne und das obwohl sie bisher keinen einzigen Erfolg vor zu weisen hat. ihr großer Auftritt ...

Ein Nichts. Doch das würde unsere Hauptfigur, Jessamyn, sich niemals selbst eingestehen.

Ihr Leben ist die Bühne und das obwohl sie bisher keinen einzigen Erfolg vor zu weisen hat. ihr großer Auftritt lässt noch immer auf sich warten doch weil sie dieser Wahrheit nicht ins Auge schauen möchte, gaslighted sie sich selbst in den eigenen mentalen Abgrund.

Für den Leser wird sie sofort zu einer unmöglich unverschämten Antiheldin, der man wirklich nichts Gutes wünscht. Dementsprechend liest sich der Roman eher wie eine selbstzerstörerische Bombe, dei deren Explosion man als Zuschauende Person nicht beiseite sehen kann.

Der Schreibstil befeuert diese Lebenshaltung von Jessamyn mit einer Vielzahl an mehrdeutigen Ausdrücken und Gedankengängen, die oft total aus der Luft gegriffen sind und Jess dabei helfen, sich weiter in ihre ach so verzwickte Situation rein zu steigern. So artet das ganze Schritt für Schritt in ein Extrem aus.

Was mir gegen Ende etwas gefehlt hat, ist zu sehen, wie Jess nun den verdienten Schlag ins Gesicht bekommt und dementsprechend reagiert.
Würde sie aufwachen? Endlich sehen was vor sich geht?

Für mich hat sie auf keinen Fall noch eine Chance verdient, das möchte ich gar nicht behaupten- mir wäre nur wichtig gewesen zu sehen, inwiefern oder ob überhaupt sie die Ereignisse gegen Ende versteht oder verarbeitet und wie viele Eindrücke und Perspektiven Meredith Hambrock noch in diesen Fiebertraum hätte einweben können.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Auf eine merkwürdige Weise wie Rhabarberkuchen- von Manchen vergöttert, von Manchen gehasst!

Summer Romance
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Und generell eher von älteren Leuten geliebt- baut das Ganze auf einen locker, luftig, leichten Rührteig auf. Mit sehr viel Humor wird versucht, ernste Themen wie Trauerbewältigung und Selbstfindung zu ...

Und generell eher von älteren Leuten geliebt- baut das Ganze auf einen locker, luftig, leichten Rührteig auf. Mit sehr viel Humor wird versucht, ernste Themen wie Trauerbewältigung und Selbstfindung zu meistern. Dass unsere Hauptfiguren- Ali- sich hier von ihrer verstorbenen Mutter begleitet fühlt, ist zunächst ein süßes Gimmick, diktiert aber leider schon bald Alis komplettes Leben und ihre Entscheidungen, egal wie unverständlich diese für den Leser sind.

Als hätte man den Rhabarber nicht gut genug gewaschen- beim Essen knirscht es im Mund- sind viele Gedankengänge der Figuren nämlich der sprachlichen Gestaltung zum Opfer gefallen. Der Schreibstil transportiert zwar eine Vielzahl an Gefühlen und Eindrücken, verliert aber stellenweise die eigentliche Richtung eines Absatzes oder Gedankens und nimmt der charakterlichen Entwicklung unserer Figuren somit jegliche Transparenz.

Die Creme- die die Säure des Rhabarber im Zaum hält und den Kuchen stabilisiert und versüßt, sind die Nebenfiguren. Sie weisen viele verschiedenen Nuancen und Tiefe auf, wobei vorallem Greer positiv heraussticht. Sie hat absolut mein Herz und ihre Einfühlsamkeit scheint die der anderen Personen, in einer Form von Butter-Zucker-Streußeln, zu bündeln.

Ethan, unser Love-Interest, stellt diesbezüglich eher den nicht richtig temperierten Ofen dar, der dem Kuchen auch die letzte Möglichkeit nimmt, schön aufzubacken. Sein Verhalten wechselt von kindlichem Naschen des ungebackenen Teigs zu Verärgerung, wenn der Kuchen leicht verbrannt ist und bleibt für mich so ein einziges großes Fragezeichen.

Was für mich bleibt, ist ein Teller voller Krümel, was für Manche ein gelungenes Kaffekränzchen war, ist für mich im Kern ein Rhabarberkuchen, der noch zu heiß aus der Springform geholt wurde und so, beim Anschnitt schließlich verlaufen ist.

Ich mag Rhabarberkuchen, diese Geschichte hat mir aber leider nur so halb das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Schade!

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Leider in etwa genauso flach wie ein Gourmet-Suppenteller!

Keeping it casual
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Inhaltlich verspricht „keeping it casual“ ein melancholisch-dramatischer Roman zu sein, der dem Leser die Grenzen der Menschlichkeit schmackhaft machen will.

Die Hauptfigur, Max, ist ein richtiger Pechvogel, ...

Inhaltlich verspricht „keeping it casual“ ein melancholisch-dramatischer Roman zu sein, der dem Leser die Grenzen der Menschlichkeit schmackhaft machen will.

Die Hauptfigur, Max, ist ein richtiger Pechvogel, ihre langjährige Beziehung hängt am seidenen Faden, sie leidet unter einem Gehirntumor und ist einfach mit ihrer Gesamtsituation überfordert. Das lässt sie sich zu Beginn allerdings kaum anmerken, sie geht erstaunlich reflektiert an ihre Probleme heran, zerbröselt dann charakterlich aber wie geröstete Brot-Croutons.

Ihre Krisen sind ungemein detailliert beschrieben, der Schreibstil und die Leistung der Übersetzerin sind hier also deutlich hervorzuheben!

Die vielen Details bieten dann aber auch Raum für Lücken im Handlungsverlauf, die das Buch in seiner Qualität etwas verschlechtern und Maxine zu unverständlichen und impulsiven Entscheidungen verleiten.

Mir persönlich hat hier stellenweise deutlich ein roter Faden gefehlt, anstatt diesem wurden aber leider immer mehr lose Handlungsansätze eingeworden, die teilweise sogar bis zum Ende unbeantwortet blieben.

Wo im Buch noch 1-2 lustige Gimmicks gefunden werden konnten, war ich schlussendlich trotzdem von dem glorifizierten Fleisch- und Alkoholkonsum absolut nicht überzeugt!

Schade, leider kein Buch für mich!

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Veröffentlicht am 18.02.2026

eine Entscheidung, drei Namen- die Konsequenzen unendlich groß

Die Namen
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Florence Knapp zeigt uns in drei verschiedenen Geschichten, wie einschneidend eine banale Namensgebung für das Schicksal einer Person und ihr Umfeld sein kann.
Sie fordert den Leser dazu heraus, sich ...

Florence Knapp zeigt uns in drei verschiedenen Geschichten, wie einschneidend eine banale Namensgebung für das Schicksal einer Person und ihr Umfeld sein kann.
Sie fordert den Leser dazu heraus, sich durch die Konsequenzen des Namens zu winden und gestaltet dies auf eine herausragende Art und Weise.
Mit inneren Monologen und Bildern kann sie die Emotionen der Figuren auf den Leser übertragen und erschafft so eine unglaublich strapazierende Geschichte, geprägt von häuslicher Gewalt und damit verbundenen Traumata, die die verletzlichen Figuren untrennbar miteinander verbinden.

Die Autorin schafft es, Parallelen und Cameos zwischen den individuellen Entscheidungen aufzubauen und ermöglicht so, drei verschiedene Blickwinkel auf eine ähnliche Interaktion.
Es entstehen verschiedene Familiendynamiken und Beziehungen von toxisch zu liebenswert, die eine ganze Bandbreite an Gefühlen im Leser wecken und final in einer subtilen Hommage an jede Mutter enden.

Drei verschiedene Wege des Umgangs werden so von Entscheidung zu Entscheidung immer verschiedener und lassen gegen Ende eine große Spekulation im Raum stehen: beeinflusst ein Name eine Person in ihrem tiefsten Inneren oder nur die Wahrnehmung anderer, durch die die Person in eine Schublade gesteckt wird?


Die Definition von „Dragpath“ in einem unglaublich ausgeklügelten Debütroman!

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Verfolgt von Kälte und Dunkelheit kämpft ein kleiner Stern gegen das Ende der Welt

Der Weg des ewigen Winters
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Dieser kleine Stern ist Halla, eine Waise die, von einem schelmischen Lautenspieler begleitet, vor dem Bösen der Welt flieht und mit allerlei Leuten und Konsequenzen konfrontiert wird.
Auf ihrer Reise ...

Dieser kleine Stern ist Halla, eine Waise die, von einem schelmischen Lautenspieler begleitet, vor dem Bösen der Welt flieht und mit allerlei Leuten und Konsequenzen konfrontiert wird.
Auf ihrer Reise offenbaren sich die Gefahren, die seit sieben Jahren die Welt regieren und die ein oder andere brenzlige Situation bringt unsere tapferen Protagonisten, trotz der Eiseskälte, ins Schwitzen.

Dieser Reihenauftakt führt uns, wie üblich natürlich nicht zu einer komplett abgeschlossenen Handlung, insgesamt halte ich die Geschichte aber trotzdem für sehr gelungen.
Inhaltlich fliehen wir aus einer scheinbar aussichtslosen Situation, in der durch ein paar ungewöhnliche Helferlein eine witzige und komfortable Situation entsteht, in der sich viele spannende Gruppendynamiken und Entwicklungen einzelner Figuren heraus kristallisieren.

Meiner Meinung nach, ist die stilistische Umsetzung sehr gelungen, durch das ganze Buch hinweg begleitet uns ein extrem ausführlicher und bildlicher Schreibstil, der gewissen mythischen Situationen eine spezielle goriness entlocken kann und den Leser wirklich durchgängig beschäftigt, in dem die Spannung oben gehalten wird und sich subtil immer wieder neue Bedrohungen offenbaren.

So sind die 450 Seiten auch extrem schnell an mir vorbeigezogen und nun heißt es für mich gespannt auf den zweiten Teil warten, der hoffentlich keine 7 Jahre auf sich warten lassen wird. ^^

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