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Veröffentlicht am 08.05.2018

Sind wir nicht alle ein bisschen Mängelexemplar?

Ein halbes Jahr zum Glück
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„Ein halbes Jahr zum Glück“ ist der dritte ins Deutsche übersetzte Roman der Autorin Julie Lawson Timmer. Für mich war es der erste Roman von ihr.

Es geht in dem Buch um die Mittvierzigerin Markie Bryant, ...

„Ein halbes Jahr zum Glück“ ist der dritte ins Deutsche übersetzte Roman der Autorin Julie Lawson Timmer. Für mich war es der erste Roman von ihr.

Es geht in dem Buch um die Mittvierzigerin Markie Bryant, die frisch geschieden von ihrem untreuen Ex-Mann Kyle mit ihrem 14jährigen Sohn Jesse in einen heruntergekommenen Vorort zieht, um den mit der Scheidung einher gehenden sozialen Abstieg zu verdauen, indem sie sich zurückzieht und gehen lässt. Sie hat diese Rechnung allerdings nicht mit ihrer neuen Nachbarin Angeline St. Denis, genannt Mrs. Saint, gemacht, einer übergriffigen alten Dame mit französischem Akzent, die sich in alles einmischt und nicht zuletzt auch Markie zu ihrem Glück zwingen will. Diese will das aber partout nicht zulassen. Kann die alte Frau sie überzeugen?

Das Buch ist nicht das, was es zu sein scheint. Am Ende steht man etwas ratlos da und fragt sich, was man denken und fühlen, wie man die Geschichte einordnen und bewerten soll. In den ersten beiden Dritteln plätschert die Geschichte vor sich hin und wirft unzählige Fragen auf, die zwar im letzten Drittel beantwortet werden, den Leser aber dennoch unzufrieden zurücklassen. Es kommen zahlreiche Themen ins Spiel, die man anhand des Klappentextes nicht unbedingt erwartet hätte, so zum Beispiel der zweite Weltkrieg in Europa und die Judenverfolgung, Jugendkriminalität und Drogenabhängigkeit. Das ist per se nicht schlecht, sprengt aber meines Erachtens den Rahmen der Geschichte. Und den Begriff der „Mängelexemplare“, mit dem Mrs. Saint verlorene Existenzen betitelt, finde ich ziemlich grenzwertig, auch wenn er sich auf banale menschliche Schwächen bezieht und nicht so abwertend, wie es auf den ersten Blick scheint.

Ich habe das Ganze als Nullsummenspiel empfunden. Daher bewerte ich es auch im Mittelfeld.

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Veröffentlicht am 12.03.2018

Fesselnde Erotik im Mafia-Milieu

Cold Princess
1

Allgemeines:
„Cold Princess“ von Vanessa Sangue ist Band 1 eines zweiteiligen Liebesromans, der im Mafia-Milieu von Palermo spielt. Der zweite Band mit dem Titel „Fire Queen“ erscheint Ende Juli 2018. ...

Allgemeines:


„Cold Princess“ von Vanessa Sangue ist Band 1 eines zweiteiligen Liebesromans, der im Mafia-Milieu von Palermo spielt. Der zweite Band mit dem Titel „Fire Queen“ erscheint Ende Juli 2018.

Der Roman ist eher düster und nichts für Zartbesaitete, daher hat die Autorin eine entsprechende Warnung vorangestellt.

Zum Inhalt:


Es geht in diesem Roman um die 26jährige Saphira De Angelis, die unangefochten am Kopf einer der beiden mächtigsten Mafiafamilien der Welt sitzt, seit 11 Jahre zuvor ihre Eltern und ihr kleiner Bruder Pippo bei einem Attentat ums Leben kamen. Als capo der famiglia ist sie bekannt für ihre eiskalte und berechnende Art. Sie hat klare und strikte Regeln, an die sie sich halten muss. Ganz oben steht hierbei, dass sie keine Gefühle zeigen und sich keinerlei Schwäche erlauben darf. Aber auch, dass sie sich niemals verlieben darf und alles töten muss, was eine Bedrohung darstellt, gehört zu ihren Maximen. Mit diesen Vorsätzen hat sie es als Frau geschafft, auf ihrer hohen Position respektiert und anerkannt zu werden.

Aber dann kommt alles anders, als sie denkt, denn es gibt da jemanden in ihrem direkten Umfeld, der sie nicht so kalt lässt, wie sie es gerne hätte, und der ihre Grundsätze ins Schwanken geraten lässt: Der Auftragskiller Madox cerbero Caruso, den sie als Verstärkung ihrer Leibgarde als soldato eingestellt hat.

Was Saphira nicht weiß: Madox ist ein Varga und die Vargas sind die zweite mächtige Mafiafamilie in Palermo, ergo ihr Todfeind.

Meine Meinung:


„Cold Princess“ war mein erstes Buch der Autorin und hat mich auf jeden Fall überzeugt.

Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und deutet die düstere, aber auch sinnliche und verletzliche Stimmung an, die sich durch den Roman zieht.

Das Buch hat Tempo und liest sich sehr flüssig. Die aus mehreren Perspektiven geschriebene Handlung ist durchweg spannend und plausibel aufgebaut. Die sexuellen Szenen zwischen den Protagonisten weichen teilweise vom einvernehmlichen seichten Blümchensex ab, aber wirklich brutal wird es nicht, vor allem nicht vor dem Hintergrund der Warnung vorab.

Besonders gut haben mir als Italia-Fan die eingeflochtenen kursiv gedruckten italienischen Begriffe gefallen, die einen noch mehr nach Palermo und in die Geschichte reingezogen haben.

Das Ende hat mich allerdings ein bisschen stutzig gemacht, weil alles plötzlich so schnell ging und dann abrupt aufhörte. Andererseits will ich jetzt natürlich umso mehr wissen, wie es weiter geht mit Madox und Saphira. Aber es wurde alles etwas zu schnell aufgelöst für meinen Geschmack. Daher ein halber Punkt Abzug.

Fazit:


Das Buch hat mich sofort gefesselt und in seinen Bann gezogen. Ich lese sehr gerne erotische Literatur, die eben keine eintönigen Sexszenen, sondern insgesamt eine gute Story bietet, daher kam ich mit „Cold Princess“ wirklich voll auf meine Kosten. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung!

Vielen Dank an die lesejury und den LYX Verlag für die gelungene Leserunde und nicht zuletzt an Vanessa, die entscheidend dazu beigetragen hat.

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  • Thema
Veröffentlicht am 06.02.2018

Hat nichts mit der Romanserie zu tun!

Sugar & spice and everything nice
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Ich weiß nicht, wie ich auf die Idee kam, dass dieses Büchlein zu der erotischen Serie "Sugar & Spice" gehört. Dort wird ja immer von den köstlichen Sachen berichtet, so dass ich ganz gespannt war, ob ...

Ich weiß nicht, wie ich auf die Idee kam, dass dieses Büchlein zu der erotischen Serie "Sugar & Spice" gehört. Dort wird ja immer von den köstlichen Sachen berichtet, so dass ich ganz gespannt war, ob ich die sagenumwobenen Zimtschnecken dort drin finden würde, da sie ja zu Weihnachten passen.

Das Büchlein ist nett gemacht, keine Frage!

Es stehen eher alltägliche Weihnachtsrezepte drin von Bratapfel, Stollen und Karpfen zum Beispiel (sprich nicht ausschließlich Gebäck).

Um es kurz zu machen, ich war total enttäuscht. Für mich war es weder zum Behalten noch zum Verschenken geeignet.