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Veröffentlicht am 07.11.2025

Kleiner Einstieg in ein großes Thema

Durchblick Künstliche Intelligenz
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INHALT und STRUKTUR

Das kompakte KOSMOS-Buch „Künstliche Intelligenz“ von Brian Clegg bietet dem Leser einen ersten Einsteig in das brandaktuelle Thema KI - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Die Reihe ...

INHALT und STRUKTUR

Das kompakte KOSMOS-Buch „Künstliche Intelligenz“ von Brian Clegg bietet dem Leser einen ersten Einsteig in das brandaktuelle Thema KI - nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Die Reihe DURCHBLICK soll laut Verlag „komplexe Themen verständlich und spannend machen“ und einem einen qualitativ guten Überblick geben.

Wer sich tiefer in das Thema einlesen möchte, kann auf zahlreiche andere Werke zurückgreifen, die den Markt derzeit geradezu überfluten.

Auf 160 Seiten bietet das vorliegende Buch in 8 Kapiteln kurze und prägnante Antworten auf über 50 teils grundlegende, teils provokative Fragen rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI - im Englischen AI).
Wer sich bereits mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wird vielleicht nicht viel Neues entdecken, aber ein bisschen mehr Struktur in sein Wissen bekommen.

Jedes Kapitel beginnt neben einer zweiseitigen Einleitung mit Grafiken, die die Themenschwerpunkte und Schlagwörter miteinander in Beziehung setzen. Für jede Frage ist eine Doppelseite vorgesehen, wobei die rechte Seite die Antwort in Kurzform noch mal auf den Punkt bringt.


MEINE MEINUNG

Das Buch ist schon aufgrund seiner auffälligen Farbgestaltung des Covers in Neonrot ein Eyecatcher. Wenn man kurz reinblättert, sieht man, dass es sehr bunt gestaltet ist und viele Bilder und Grafiken sowie Texte mit fett hervorgehobenen Wörtern enthält. Ich liebe derart strukturierte Bücher, die sich auf das Wesentliche beschränken. Weniger ist mehr!

Das Thema ist im stetigen Wandel und sehr komplex. Auch wenn man schon Erfahrungen mit ChatGPT, Siri & Co. gemacht hat, so bleiben Fragen offen: Wo soll das alles hinführen? Was erwartet uns in der nahen und fernen Zukunft? Welche Rolle wird der Mensch spielen?

Ich finde, dass die brennendsten Fragen in dem Buch ausreichend detailliert beantwortet wurden und man nach dem Lesen ein klareres Bild hat, was KI eigentlich ist, wozu sie in der Lage ist und wo die Grenzen sind.


FAZIT

Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt für alle, die einen Überblick haben und in das Thema einsteigen möchten, ohne sich darin zu verlieren!

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2024

Ein absoluter Pageturner

Der 1. Patient
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ZUM BUCH

ALLGEMEINES

„Der 1. Patient“ von Florian Schwiecker und Prof. Dr. Michael Tsokos ist der vierte Band in der Reihe der Justizkrimis mit den Berliner Ermittlern Rocco Eberhardt (Strafverteidiger) ...

ZUM BUCH

ALLGEMEINES

„Der 1. Patient“ von Florian Schwiecker und Prof. Dr. Michael Tsokos ist der vierte Band in der Reihe der Justizkrimis mit den Berliner Ermittlern Rocco Eberhardt (Strafverteidiger) und Justus Jarmer (Rechtsmediziner).

Das Cover ist schon deshalb ein Hingucker, weil einem das Autorenduo und der rote Titel quasi entgegenspringen. Dazu noch ein Bild von einem Mediziner in rotem Kittel vor einem Wagen mit Bildschirm und allerlei technischen Geräten, was einem schon einen zusätzlichen Hinweis zum Thema gibt.

Das Buch hat 340 Seiten und besteht aus 3 Teilen mit ingesamt 78 Kapiteln.


INHALT

Es geht in diesem Fall um Sasha Müller, eine renommierte Gefäßchirurgin in einer Berliner Klinik, die der fahrlässigen Tötung beschuldigt wird, nachdem bei einer Routine-OP ein 50jähriger Mann noch auf ihrem OP-Tisch verstirbt. Zunächst klingt das sehr unspektakulär, wäre da nicht die Künstliche Intelligenz, die auch mitmischt. Sasha Müller ist nämliche eine Vorreiterin und setzt schon seit mehreren Jahren erfolgreich KI-Systeme zur Unterstützung bei OPs in ihrer Klinik ein. Damit steht sie schon eine Weile unter medialem Beschuss, hat jedoch ihre Position immer wieder souverän verteidigen können - bis zum Tod ihres Patienten. Nun steht sie wieder im Rampenlicht und die Fronten teilen sich in zwei Lager, die beide auf sie eindreschen und ihr die volle Verantwortung für den Todesfall zuschreiben…was steckt dahinter und kann Eberhardt sie da rausboxen?


MEINE MEINUNG

Ich fand Titel und Thema als solches schon sehr spannend und die Leseprobe hat mich bereits auf den ersten Seiten überzeugt.
Ich liebe kurze Kapitel und Sinnabschnitte zum Verdauen und Nachdenken und und (nicht nur) in dieser Hinsicht war das Buch perfekt.
Den Hauptteil macht die Gerichtsverhandlung aus, was das Genre „Justizkrimi“ ja auch nahe legt.

Künstliche Intelligenz und ihr Einsatz sind ein riesengroßes und brandaktuelles Thema. Ich bin da sehr zwiegespalten und sehe nicht nur die Vorteile, auch wenn diese unbestreitbar vorhanden sind. Ich verwehre mich ja auch nicht der technischen Unterstützung im Alltag. Aber bei der Sprachsteuerung und selbst fahrenden Fahrzeugen hört es bei mir auf. Ich möchte auch noch Eigenverantwortung und Autonomie behalten und nicht alles abgeben. Aber genau diese Sichtweisen wurden in dem Buch sehr klar formuliert, ohne Wertung, was ich besonders gut fand. Es ist und bleibt die Frage der Verantwortung und Schuld, wenn die Systeme Fehler machen. Und genau diese wird in dem Roman von allen Seiten beleuchtet. Dazu wurde sehr gut recherchiert, wie ich finde.

Die Wendungen in der Geschichte sind unerwartet und überraschend. Sie halten den Spannungsbogen jedoch sehr hoch und machen einen Pageturner aus der Lektüre.

Ich bin wirklich begeistert und habe das Buch in kurzer Zeit geradezu verschlungen. Ich wüsste nicht, was man vom Handlungsstrang her besser machen könnte bei diesem Thema.

Daher gebe ich volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 14.08.2023

Enttäuschend...

Wo die Liebe dich findet
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INHALT

In „Wo die Liebe dich findet“ von Katy Turner geht es um die junge Tierärztin Holly, die sich total freut, ihre neue Stelle an einer modernen Tierklinik in Ascot anzutreten, dann jedoch für ein ...

INHALT

In „Wo die Liebe dich findet“ von Katy Turner geht es um die junge Tierärztin Holly, die sich total freut, ihre neue Stelle an einer modernen Tierklinik in Ascot anzutreten, dann jedoch für ein Jahr in ein kleines Dorf in den schottischen Highlands versetzt wird, um Erfahrungen mit großen Farmtieren zu sammeln. Holly ist durch ihre chaotische Mutter ein gebranntes Kind, was die Liebe anbelangt. Sie will sich erst finanziell absichern und beruflich auf festem Boden stehen, bevor sie sich einen Partner sucht. Schottlands idyllische Landschaft direkt am Meer sowie die teils sehr eigenen, aber alle netten und offenen Dorfbewohner, die sie herzlich in ihre Runde aufnehmen, lassen Hollys Herz nicht kalt. Und dann kommt da auch noch einer, der es schafft, ihre mühsam errichteten Schutzwalle um ihr Herz zu überwinden…kann das gegen ihren Willen gut gehen?


FORM, STIL UND ALLGEMEINES

Das Cover ist verspielt und farblich nett gestaltet – nicht unbedingt ein Eyecatcher, aber durchaus ansprechend.

Der Schreibstil ist flüssig und versetzt einen schnell in die traumhafte Idylle der schottischen Highlands. Die Textgröße und der Zeilenabstand sind sehr angenehm zum Lesen. Die Kapitellänge ist im Großen und Ganzen überschaubar kurz. Die Charaktere sind klar umrissen und werden nacheinander eingeführt - man verliert also nicht den Überblick.

Leider sind recht viele Druck- und Übersetzungsfehler vorhanden – so viele, dass ich es hier leider erwähnen muss. Man kann zwar aus dem Zusammenhang schließen und es schnell korrigieren, bleibt jedoch daran hängen im Lesefluss.


MEINE MEINUNG

Die Leseprobe hat mich sofort überzeugt – sowohl inhaltlich als auch formal.

Leider war das dann beim Lesen des ganzen Buches nicht so. Es wurde immer schwächer und vieles zog sich unnötig in die Länge und am Ende wurde kurzer Prozess gemacht und das Happy End für alle erzwungen, zu dem man auch anders und vor allem bequemer und glaubwürdiger hätte kommen können.
Dabei hatte das Buch so viel Potential!
Der Plot schon alleine, aber eben auch die Kulisse und die Charaktere…da hätte man so viel draus machen können!
Ich bin echt enttäuscht von dem Buch. Ich musste mich bei den letzten Kapiteln zwingen, es nicht wegzulegen, weil es so vorhersehbar war – und unrealistisch.

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Veröffentlicht am 28.03.2023

Ein gelungener Appetizer zum Thema Griechische Mythologie

Mythen und Sagen der Griechen
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Es gibt unzählige Bücher über die griechische Mythologie. Die meisten sind sehr trocken und harte Koste, andere sind sehr vereinfacht und explizit für Kinder geschrieben worden.
Das vorliegende Buch von ...

Es gibt unzählige Bücher über die griechische Mythologie. Die meisten sind sehr trocken und harte Koste, andere sind sehr vereinfacht und explizit für Kinder geschrieben worden.
Das vorliegende Buch von Sylvia Seelert schließt genau diese Lücke und ist sehr schön illustriert. Mit nicht mal 200 Seiten ist es kein Wälzer – eben klein und fein, und für den Einstieg in das Thema hervorragend geeignet.

Schon das blaue Cover ist ein Hingucker. Dieser Stil zieht sich durch das ganze Buch, welches Steckbriefe und Stammbäume beinhaltet, damit man nicht die Orientierung verliert.

Die Sprache ist gut verständlich und der Schreibstil locker. Vorab erfährt man etwas über die geschichtlichen Hintergründe und die Begrifflichkeit.

Das Buch liest sich auch für Laien sehr flüssig und ist unterhaltsam. Allerdings muss man sich beim Lesen schon ziemlich konzentrieren, weil man sonst durcheinander kommt mit den vielen Namen und Geschlechtern. Nicht alle Götter finden sich in den Übersichten wieder, daher bietet es sich an, sich beim Lesen Notizen zu machen.

Die einzelnen Göttergeschichten sind von der Länge überschaubar und setzen ganz am Anfang an, nämlich mit der Entstehung der Welt vor der Bevölkerung der Erde mit Menschen. Die Auswahl der Geschichten ist wirklich gut gelungen. Bekannt und neu wechseln sich ab.


Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen. Es bietet einem auf jeden Fall genug Grundwissen und einen gelungenen Einstieg in die Materie und es mach Appetit auf mehr!

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Veröffentlicht am 03.03.2023

Leider enttäuschend

The Love Test – Versuch’s noch mal mit Liebe
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„The Love Test - Versuch’s noch mal mit Liebe“ ist der Debütroman von Jenny L. Howe.

ZUM INHALT
Es geht um die 23jährige Allison Avery, die nach ihrem Abschluss an der Brown University in Maine nun ...

„The Love Test - Versuch’s noch mal mit Liebe“ ist der Debütroman von Jenny L. Howe.

ZUM INHALT
Es geht um die 23jährige Allison Avery, die nach ihrem Abschluss an der Brown University in Maine nun ihr literaturwissenschaftliches Promotionsstudium an der Claymore University in Providence/Rhode Island antritt und dort ihrem Ex Colin Benjamin begegnet, der ihr damals auf der Brown nicht nur das Herz gebrochen, sondern auch noch den begehrten Rising Star Award vor der Nase weggeschnappt hat. Nun befinden sie sich zwar auf einem höheren Niveau ihrer Laufbahn, aber emotional in einer ähnlichen Situation. Können Sie es diesmal, weil älter und weiser, besser meistern? Und was ist mit der einstigen Liebe?

MEINE MEINUNG
Ich bin ziemlich enttäuscht, muss ich leider zugeben. Vor allem das letzte Drittel fand ich sehr gewollt und geschönt.
Die Geschichte hatte sehr viel Potential und dieses wurde bei weitem nicht genutzt.
Auch hatte ich so meine Schwierigkeiten mit der mittelalterlichen englischen Literatur, so dass ich dem Schlagabtausch nicht uneingeschränkt folgen konnte.
Es gab neben dem Hauptstrang auf der Uni mit Colin auch noch einen privaten familiären Nebenstrang. Hier gab es für mich einige nicht nachvollziehbare Situationen, vor allem am Ende. Ohne jetzt inhaltlich ins Detail zu gehen und zu spoilern, fand ich den Nebenstrang nervig. Vielleicht weil ich mich aktuell in einer ähnlichen Situation befinde.
Aber auch in Beziehung auf Colin war einiges fragwürdig. Ich bin bei zweiten und noch mehr dritten Chancen und deren Erfolg sehr skeptisch. Das ist selten wirklich dauerhaft ein Happy End, weil die alten Wunden schnell wieder aufreißen.

Immerhin hat mich der Schreibstil bei Laune gehalten und durchhalten lassen bis zum Schluss. Aber mehr als 2,5 Sterne kann ich leider nicht geben.

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