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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2019

Auch der fünfte Teil überzeugt vollkommen

Der Totschläger (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 5)
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Bei den Thrillern von Chris Carter frage ich mich immer wieder, wie eigentlich der deutsche Titel entschieden wird. „Der Totschläger“ führt meiner Meinung nach etwas in die Irre und dies ist nicht der ...

Bei den Thrillern von Chris Carter frage ich mich immer wieder, wie eigentlich der deutsche Titel entschieden wird. „Der Totschläger“ führt meiner Meinung nach etwas in die Irre und dies ist nicht der erste Titel der Hunter-Garcia-Reihe, bei dem es mir ging. Aber dieser Umstand tut der Spannung absolut keinen Abbruch! Die Story hinter „Der Totschläger“ beeinhaltet einen neuen Fall für die Detectives Robert Hunter und Carlos Garcia. Hunter erhält einen Telefonanruf, in dem er angehalten wird, sich eine bestimmte Seite im Internet anzusehen. Kaum ist sie geladen, erfasst Hunter das Grauen: Er sieht, wie ein Mann in einem Glaskasten gefesselt auf einem Stuhl sitzt und ausgerechnet er soll entscheiden, wie der Mann sterben soll. Zwei Möglichkeiten werden ihm zur Wahl gestellt: Entweder ertrinken oder verbrennen. Meint der Anrufer diesen Wahnsinn wirklich ernst?

Chris Carter hat es mal wieder geschafft, mich zu packen und nicht mehr loszulassen. Ich habe an diesem Buch immer gelesen, wenn es nur irgendwie möglich war, denn ich konnte es kaum erwarten, endlich zu erfahren, wie es weiter geht. Ich liebe Carters Schreibstil: Seinen Sarkasmus, der immer wieder aufblitzt, die kurzen Kapitel, die meist in einem genialen Cliffhanger enden und sein Talent, die Spannung wirklich immer weiter nach oben zu drehen! Ich habe schon einige Thriller von verschiedensten Autoren gelesen, aber meiner Meinung nach übertrifft diese Reihe alles. Er verknüpft in seinen Büchern absolut gekonnt die facettenreichsten Charaktere mit undurchschaubaren Handlungsweisen und zieht den Leser vollkommen in den Bann. Ich glaube, ich hatte noch nie so schnell Thriller durch wie die von Chris Carter und jedes Mal finde ich es schade, wenn wieder ein Fall zu Ende geht. Zum einen kann man kaum erwarten zu erfahren, was hinter allem steckt und gleichzeitig fällt es schwer, sich wieder von Robert Hunter und seinem Kollegen Carlos Garcia zu verabschieden. Wieder einmal ließ mich ein Band der Serie atemlos die Seiten umblättern und ich danke Chris Carter erneut für mega spannende Stunden. Für jeden Thrillerfan ist die Bekanntschaft mit Hunter ein absolutes Muss und ich freue mich schon sehr, ihn bei seinem sechsten Fall begleiten zu dürfen. Dieser heißt „Die stille Bestie“ und ich bin schon sehr gespannt!

Veröffentlicht am 02.01.2019

Mal ein anderer Kunstliebhaber

Totenkünstler (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 4)
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Ich liebe die Thriller von Chris Carter. Für mich ist dieser Autor einer der besten Thrillerautoren. Deshalb musste ich natürlich auch „Der Totenkünstler“, den vierten Band der Hunter-Garcia-Reihe lesen. ...

Ich liebe die Thriller von Chris Carter. Für mich ist dieser Autor einer der besten Thrillerautoren. Deshalb musste ich natürlich auch „Der Totenkünstler“, den vierten Band der Hunter-Garcia-Reihe lesen. Beim letzten Band „Der Knochenbrecher“ hatte ich mich sehr über den Titel gewundert, denn davon war im Buch nichts zu spüren. Doch hier trifft der Titel wie die Faust auf’s Auge, der Leser begegnet einem Kunstliebhaber der anderen Art. Doch um was geht es genau? Ein Killer tötet Gesetzesvertreter, zerstückelt die Leichen und gestaltet aus ihren Körpern sehr fragwürdige Kunstwerke. Klar, dass Detective Robert Hunter und sein Partner Carlos Garcia mit dem Fall betraut werden. Aber um die Ermittlungen noch zu optimieren, bekommen die beiden von der Bezirksstaatsanwaltschaft Alice an die Seite gestellt. Zuerst waren die Detectives nicht gerade begeistert, Alice entpuppt sich aber schnell als sehr wertvoll.

Wie bei den Vorgängern hat mich der Fall sofort total gefesselt! Ich frage mich oft, woher Chris Carter seine Ideen nimmt, es ist einfach unglaublich, dass er immer wieder Begebenheiten auf Papier bringt, die noch nie zuvor da gewesen sind. Sehr interessant fand ich diesmal auch Alice, die dem Ermittlerduo zur Seite gestellt wurde. Mit ihr hat Carter einen interessanten Charakter mit ins Spiel gebracht und ich bin sehr gespannt, ob sie auch zukünftig auftauchen wird. Ebenso fand ich gut umgesetzt, wie psychologische Aspekte mit in die Geschichte eingeflochten wurden. Hier kommt glasklar zum Vorschein, was Chris Carter beruflich gemacht hat, bevor ihm mit seinen Büchern der absolute Durchbruch gelang. Was ich an Chris Carters Büchern auch sehr mag, sind seine kurzen und knackigen Kapitel, die meist mit genialen Cliffhangern enden. Das macht wirklich süchtig, denn das verstärkt nur noch, dass man sich nicht mehr losreißen kann.

Fazit:
Wieder ein starker Thriller mit nicht vorhersehbarem Ende. Hab ich schon mal erwähnt, dass ich die Thriller von Chris Carter liebe?

Veröffentlicht am 30.12.2018

Wieder ein genialer Thriller, auch wenn der Titel nicht gerade Programm ist

Der Knochenbrecher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 3)
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„Der Knochenbrecher“ ist der dritte Band der Hunter-Garcia-Reihe und nachdem ich von den ersten beiden Bänden über die charismatischen Ermittler schon verschlungen habe, kam ich natürlich nicht am Knochenbrecher ...

„Der Knochenbrecher“ ist der dritte Band der Hunter-Garcia-Reihe und nachdem ich von den ersten beiden Bänden über die charismatischen Ermittler schon verschlungen habe, kam ich natürlich nicht am Knochenbrecher vorbei.

Doch mit was werden die Detectives Robert Hunter und Carlos Garcia diesmal konfrontiert? Ein kaltblütiger Serienkiller geht in L. A. um. Er entführt seine Opfer, jedoch peinigt er sie nicht in dem Sinn, wie die meisten seiner „Kollegen“. Nein, er krümmt ihnen kein Haar, dennoch ist die Art, auf die sie sterben, an Grausamkeit kaum zu überbieten. Aber was treibt ihn zu seinen Taten? Er weicht den „üblichen Mustern“ ab und nur Hunter und Garcia können ihm an Intelligenz und Genialität das Wasser reichen. Aber gelingt es ihnen auch, ihn zu stoppen?

Mein Eindruck vom Buch:

Ohne spoilern zu wollen... der Titel ist in diesem Werk nicht gerade Programm. Ich habe erfolglos darauf gewartet, dass Knochen gebrochen werden Nein, aber im Ernst, ich hatte mich wirklich gewundert, warum dieses Buch ausgerechnet diesen Titel bekam. Nichtsdestotrotz hat der mega sympathische Autor Chris Carter hier wieder ein Meisterwerk geschaffen und schon die ersten Zeilen haben ich komplett gefesselt und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es ist schon eine Weile her, seit ich „Der Vollstrecker“ gelesen hatte, umso mehr habe ich mich gefreut, wieder Hunter und Garcia zu begegnen. In letzter Zeit war ich desöfteren von Thrillern enttäuscht, zu oft hatte ich das Gefühl, das Gelesene wäre schon in anderen Thrillern da gewesen. Nicht so hier! Im Gegenteil... ich habe mich desöfteren gefragt, wie man auf derartige Ideen kommt und woher Chris Carter diese „Eingebungen“ hat. Er schafft es immer wieder, Pageturner zu schreiben und durch die kurzen und knackigen Kapitel, die meist mit einem Cliffhanger enden, bringt er einen dazu, zig mal „nur noch ein Kapitelchen“ zu lesen. Diesmal bekommt Hunter Hilfe von der Privatdetektivin Whitney Myers, die wie das LAPD ebenso hinter dem Mörder her ist. Sehr interessant fand ich auch, ein bißchen mehr von Hunters Vergangenheit zu erfahren und ich hoffe sehr, dass dies in den nächsten Bänden noch intensiviert wird.

Fazit:

Mit einem Wort: GENIAL! Ich liebe die Thriller aus der Feder von Chris Carter und ich finde es immer wieder faszinierend, wie dieser Autor es schafft, einen schon mit den ersten Zeilen in den Bann zu ziehen. Ich freu mich sehr auf „Totenkünstler“, dem vierten Band der Hunter-Garcia-Reihe!

Veröffentlicht am 28.12.2018

Bisher der schwächste Band der "Pakt der Dunkelheit"-Reihe

Kinder des Judas
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„Kinder des Judas“ ist der dritte Band der „Pakt der Dunkelheit“ aus der Feder von Markus Heitz. Nachdem ich die ersten beiden Bände „Ritus“ und „Sanctum“ regelrecht verschlungen habe, musste ich dieses ...

„Kinder des Judas“ ist der dritte Band der „Pakt der Dunkelheit“ aus der Feder von Markus Heitz. Nachdem ich die ersten beiden Bände „Ritus“ und „Sanctum“ regelrecht verschlungen habe, musste ich dieses Buch natürlich auch lesen. Anders wie in den Vorgängern geht es allerdings hier nicht um Werwesen, sondern um Vampire. Der Leser lernt Sia kennen, sie wandelt schon seit Jahrhunderten unter der Menschheit und versuchte, als Forscherin den Menschen Gutes zu tun. Doch das ist als Kind des Judas wahrlich nicht einfach...

Mein Eindruck vom Buch:

Mit Sia begegnet der Leser einem interessanten Charakter, allerdings ganz anders als Eric von Kastell, der in den ersten beiden Bänden die Hauptrolle spielt. Ich weiß nicht genau, woran es lag, aber zu Sia konnte ich bei weitem nicht so eine starke Bindung aufbauen wie zu Eric. Das Buch ist wieder toll geschrieben, dennoch konnte mich die Story nicht so ganz packen. Wahrscheinlich ist mein „Fehler“, dass ich immer versuche, mich mit den Charakteren zu identifizieren. Sia war mir nie sonderlich sympathisch und das hat das Nachfühlen dann natürlich schwierig gemacht. Sehr interessant fand ich jedoch, dass Markus Heitz wahre Begebenheiten in die Geschichte eingeflochten hat. Dies hat er auch bei den beiden ersten Bänden und gibt dem ganzen nochmal eine ganz andere Note. Es gab ein paar Protagonisten, über die ich sehr gerne noch mehr erfahren hätte, vielleicht hätte mich das Buch dadurch dann doch noch in den Bann ziehen können, aber wer weiß, wen man noch alles trifft? Der „Pakt der Dunkelheit“ umfasst drei weitere Werke und vielleicht können die mich dann wieder mehr fesseln.

Fazit:
Ein solider Fantasy-Roman, nicht schlecht, aber meiner Meinung nach nicht herausragend. Mein nächstes Werk von Markus Heitz wird „Blutportale“ werden, der vierte Band der Reihe und ich bin gespannt, wem ich dort begegne.

Veröffentlicht am 18.12.2018

Zuviel des Guten

Winterzauber in Manhattan
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Jedes Jahr im Advent lese ich einen Weihnachtsroman und dieses Jahr fiel mir „Winterzauber in Manhattan“ von Mandy Baggot in die Hände. Der Klappentext hat mich total angesprochen und ich war sehr gespannt ...

Jedes Jahr im Advent lese ich einen Weihnachtsroman und dieses Jahr fiel mir „Winterzauber in Manhattan“ von Mandy Baggot in die Hände. Der Klappentext hat mich total angesprochen und ich war sehr gespannt darauf, was die Engländerin Hayley mit ihrer Tochter Angel in New York erleben werden. Angel hat den Herzenswunsch, ihren leiblichen Vater kennenzulernen und Hayley tut alles dafür, ihr diesen Traum wahr zu machen. Auf der Suche nach dem damaligen One Night Stand stolpert sie immer wieder über Oliver, Milliardär, Weihnachtsmuffel und dazu auch noch der Chef ihres Bruders Dean. Hayley hat alle Hände voll zu tun, dennoch lässt ihr Oliver keine Ruhe… doch was verbirgt er?

Meine Meinung zum Buch:
Ich gestehe: Ich mag Kitsch. Vorallem zu Weihnachten. Diese Geschichte erschien mir perfekt für den Advent und anfangs war ich wirklich neugierig, wie sich Hayley durch Manhatten schlägt. Ich hatte sofort Sympathien für sie und Mandy Baggot hat mit ihr ein wunderbares menschliches Wesen mit allerlei Stärken und Schwächen geschaffen. In der Wahlheimat ihres Bruders Dean trifft sie dann auf Oliver, der irgendetwas zu verbergen scheint, obwohl er doch offensichtlich alles hat, was man sich nur wünschen kann: Geld, Macht und Erfolg beim anderen Geschlecht. Zu Oliver konnte ich auch sofort eine Verbindung aufbauen, da er ebenso wie Hayley facettenreich und interessant gezeichnet ist. Dennoch: So ab der Mitte des Buches wurde es mir dann viel zu vorhersehbar und ich hätte nie gedacht, dass man so viele Klischees in einer Geschichte unterbringen kann. Und der Schluß konnte leider auch mit keiner Überraschung aufwarten.

Fazit:
Ich hätte mir ein bißchen mehr Spannung gewünscht! Die Geschichte war mir zu „Hollywood-Like“, zu klischeebehaftet und letztendlich einfach zu oberflächlich. Schade! Mandy Baggot hat einige Weihnachtsromane geschrieben, ich denke aber nicht, dass diese den Weg in mein Bücherreagal finden werden.