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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2018

Nett für zwischendurch

Blonder wird's nicht
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Normalerweise lese ich Thriller und Fantasy, aber nachdem ich dieses Buch geschenkt bekam, musste ich es natürlich lesen. Es war mein erstes Werk von Ellen Berg, die auf einem Bauernhof im Allgäu lebt. ...

Normalerweise lese ich Thriller und Fantasy, aber nachdem ich dieses Buch geschenkt bekam, musste ich es natürlich lesen. Es war mein erstes Werk von Ellen Berg, die auf einem Bauernhof im Allgäu lebt.

Doch um was geht es in „Blonder wird’s nicht“? Der Leser lernt Maja kennen, die knapp 40jährige alleinerziehende Mutter und Inhaberin eines Bio-Friseursalons. Ihr Partner Robin ist ihr nicht gerade eine Stütze und Maja merkt immer mehr, dass ihr pubertierender Sohn Willi extrem in Schwierigkeiten steckt. Und dann taucht auch noch Tante Ruth auf, im Schlepptau Olga, eine super sexy Blondine, die ihr im Salon helfen soll. Und ehe sie sich versieht, findet sich Maja im absoluten Chaos wieder, wo selbst die Mafia ihren Auftritt findet.

Mein Eindruck vom Buch:
Ich mag den Schreibstil von Ellen Berg. Sie schreibt locker, flockig und lässt den Leser einfach über die Seiten fliegen. Dennoch ist die Story leider sowas von Klischees bestickt, dass man kaum noch mehr unterbringen hätte können. Da gibt es den schwulen Kollegen, die russische Sexbombe, das typische Auftreten der Mafia und natürlich auch den überheblichen Herrn von edlem Blut, der Maja aber immer mehr unter die Haut geht. Nicht zu vergessen, die Tante, die stets alles richtet und ihre „Gefolgschaft“ von Stammkunden, die sich immer in ihrem Salon aufhalten. Die Charaktere sind nicht gerade tief gezeichnet und mich hat es immer wieder gewundert, dass Maja sich über Alexanders Verhalten einen Kopf macht, obwohl ihr Sohn gerade in höchster Gefahr schwebt. So manche Gedankengänge und Handlungsweisen konnte ich absolut nicht nachvollziehen, aber das muss der Leser zum Glück auch nicht immer. Dennoch identifiziere ich ich mich gerne mit den Hauptdarstellern, leider wollte das hier so gar nicht gelingen. Erschreckend fand ich, wie überzogen der Show Down war. Das war mir definitiv too much an vorhersehbarer Dramatik.

Fazit:
Für mich war dieses Buch mal nett für zwischendurch, ich werde allerdings die Autorin nicht weiter verfolgen.

Veröffentlicht am 27.07.2018

Ich liebe dieses Buch!

Wie die Stille unter Wasser
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Eines vorneweg: Dies war mein erstes Werk im Genre New Adult, das ich gelesen habe. Normalerweise fühle ich mich im Genre Thriller zuhause, aber ab und an brauche ich auch mal etwas Emotionales und Tiefgehendes ...

Eines vorneweg: Dies war mein erstes Werk im Genre New Adult, das ich gelesen habe. Normalerweise fühle ich mich im Genre Thriller zuhause, aber ab und an brauche ich auch mal etwas Emotionales und Tiefgehendes und nachdem ich den Klappentext interessant fand und andere Rezensionen so voller Begeisterung klangen, habe ich mich entschieden, es auch damit zu versuchen. Und was soll ich sagen? Dieses Buch ist einfach: WOW! Ich habe mich sofort in die Protagonisten Maggie und Brooks verliebt! Ich glaube, ich habe noch in keinem Buch so gefühlvolle, empathische Figuren getroffen wie in diesem Werk von der jungen Autorin Brittainy C. Cherry!

Doch um was geht es eigentlich in „Wie die Stille unter Wasser“? Maggie ist ein fröhliches kleines Mädchen und so wie wohl jedes Mädchen träumt sie von ihrem Prinzen, der sie heiratet. Das soll Brooks sein, der beste Freund ihres Bruders. Doch dann passiert unsagbar schreckliches und die kleine Maggie ist so traumatisiert, dass sie ihre Stimme verliert und sich nicht mehr aus dem Elternhaus traut. Brooks wird nach diesem schicksalhaftem Tag zu ihrem einzigen Freund, ihrem Anker. Und plötzlich sind da noch ganz andere Gefühle als Freundschaft...

Mein Eindruck vom Buch:
Normalerweise brauche ich für so ein Werk höchstens ein bis zwei Tage. Nicht jedoch bei Maggie und Brooks. Ich muss gestehen, ich habe dieses Buch so lange es geht in die Länge gezogen. Zum einen, weil so viele tiefgründige Gedanken und Gefühle Thema waren, über das ich einfach wirklich erstmal nachdenken musste, zum anderen, weil ich Maggie und Brooks viel länger begleiten wollte. Der Leser lernt Maggies und Brooks Gedankenwelt kennen, denn die Geschichte ist aus der Sicht der beiden erzählt und das Buch erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte. Ich habe mit Maggie und Brooks mitgelitten, mitgehofft, mitgefiebert und sie sind mir unglaublich ans Herz gewachsen. Auch die anderen Figuren in der Geschichte wie z. B. Maggies Eltern, ihre Schwester, aber auch Brooks Bandkollegen sind so wunderbar authentisch gezeichnet. Noch nie habe ich mir so sehr gewünscht, ein Buch möge nie enden und es fiel mir richtig schwer, die letzten Kapitel zu lesen.

Fazit:
Die Geschichte von Maggie und Brooks ist definitiv eine der emotionalsten und gefühlvollsten, die ich jemals lesen durfte. Mich hat dieses Buch ganz tief berührt und ich glaube, dies ist mein erstes Buch, das ich unbedingt nochmal lesen muss. Dieses Werk ist etwas ganz besonderes! Danke Brittainy C. Cherry! Die Welt dreht sich, weil dein Herz schlägt!

Veröffentlicht am 11.05.2018

Mein bisheriges Jahreshighlight!

Wie man die Zeit anhält
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Ich bin totaler Fan von Büchern, die von Zeitreisen und ähnlichen Thematiken handeln. Das hat schon seit jeher eine absolute Faszination auf mich ausgeübt. Gut, in "Wie man die Zeit anhält" geht es nicht ...

Ich bin totaler Fan von Büchern, die von Zeitreisen und ähnlichen Thematiken handeln. Das hat schon seit jeher eine absolute Faszination auf mich ausgeübt. Gut, in "Wie man die Zeit anhält" geht es nicht wirklich über Zeitreisen, jedoch spielt Zeit hier auch eine große Rolle, denn Tom Hazard ist kein Mensch mit einer "üblichen" Lebensdauer und als ich den Klappentext las, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Für mich ist Tom dennoch irgendwie ein Zeitreisender, denn er hat so unendlich viele geschichtliche Ereignisse hautnah miterlebt.

Doch um was geht es in der Geschichte genau? Wenn man Tom so sieht, denkt man, ein gutaussehender Mann um die 40 steht vor einem. Doch weit gefehlt, in Wirklichkeit ist er über 400 Jahre alt und man kann sich kaum vorstellen, was er an bedeutend geschichtlichen Ereignissen miterlebt hat. Alle acht Jahre nimmt er eine neue Persönlichkeit an, um nicht entdeckt zu werden. Geliebt hat er nur ein einziges Mal und nachdem dies schmerzhaft endete und er Jahrhunderte gebraucht hat, um einigermaßen damit zurecht zu kommen, wollte er nie wieder lieben. Doch dann begegnet er in London Camille... und seine Welt steht plötzlich auf dem Kopf.

Mein Eindruck vom Buch:

Matt Haig hat hier einen wundervollen Protagonisten erschaffen, Tom Hazard. Der Leser lernt Toms Gedankenwelt kennen, denn die Geschichte ist als Ich-Erzählung aufgebaut und ich habe Tom schon auf den ersten Seiten lieb gewonnen. Aufgeteilt ist das Buch in fünf Teile und man springt zwischen den Zeiten hin und her. Anfangs hatte ich die Befürchtung, dass dies etwas zu Chaos führen könnte und man irgendwann nicht mehr weiß, welche Ereignisse und Personen in welchen Epochen eine Rolle spielen, aber das war absolut kein Problem. Matt Haig versteht es, verschiedene Geschichten, die Tom erlebt hat, fließend zu beschreiben und die Zeitenwechsel so zu konstruieren, dass es dem Leser leicht fällt, gleich wieder einzutauchen.Ich fand es faszinierend, wie der Autor es schafft, Tom so unglaublich viel Charakter, so viel Emotionen einzuflößen und ich habe richtig mit ihm mitgelitten, mich aber auch mit ihm gefreut, gehofft und mitgebangt. Manchmal musste ich mich richtig dran erinnern, dass Tom eine fiktive Figur ist und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Ich musste einfach unbedingt wissen, wie es mit ihm weitergeht und welche Rolle die geheime Organisation genau spielt. Der Schreibstil Haigs hat mich tief berührt... Toms Gedanken und Gefühle regen sehr zum Nachdenken an und ich habe mich nicht nur einmal ertappt, dass ich seine Eindrücke in mein Leben übermittelt habe und mir seine Fragen selbst über mich stellte. Ich habe selten ein Buch gelesen, dass dies so sehr geschafft hat wie dieses.

Fazit:

Für mich ist diese Geschichte etwas ganz Besonderes und mein bisheriges Jahreshighlight! Ich habe jede einzelne Zeile genossen und bin mir sicher, es wird ein Re-read geben. Dies war mein erstes Buch von Matt Haig und seine anderen Werke stehen jetzt auf meiner To-read-list ganz ganz oben. Danke für dieses wundervolle Buch!

Veröffentlicht am 05.04.2018

Ein Roadtrip der ganz besonderen Art

Heart. Beat. Love.
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„Was, echt?“ Das war mein erster Gedanke, als ich hörte, dass James Patterson, von dem ich bisher nur geniale Thriller kannte, dieses Werk verfasst hat. Mir war völlig unbekannt, dass einer meiner Lieblingsautoren ...

„Was, echt?“ Das war mein erster Gedanke, als ich hörte, dass James Patterson, von dem ich bisher nur geniale Thriller kannte, dieses Werk verfasst hat. Mir war völlig unbekannt, dass einer meiner Lieblingsautoren auch ein Jugendbuch geschrieben hat und natürlich musste ich testen, ob er auch in diesem Genre so glänzt wie im Thriller-Bereich und für diesen Test habe ich mir das Hörbuch besorgt.

Doch um was geht es in dieser Story?
Axi ist im Grunde genau die Musterschülerin, wie sie im Buche steht. Sie liest unglaublich viel und die Noten in der Schule sind vorbildhaft. Doch plötzlich bricht sie aus ihrem Muster aus und fragt ihren besten Freund Robinson, ob er sie bei einem Trip quer durch die USA begleitet. Robinson muss nicht lange überlegen und anstatt einfach den Greyhoundbus zu nehmen, klauen sie eine Harley und fahren los. Sie genießen die Freiheit und nehmen alles mit, was geht, dennoch fragt sich Axi immer wieder, ob und wann aus ihrer Freundschaft endlich mehr wird. Doch dann schlägt das Schicksal auf grausame Weise zu und aus ihrem Roadtrip wird die Reise ihres Lebens.

Mein Eindruck vom Hörbuch:
Das Buch wird gelesen von Maximiliane Häcke, die mir bisher unbekannt war. Dennoch mochte ich ihre Stimme auf Anhieb und sie hat die Protagonisten Axi und Robinson unglaublich gefühlvoll synchronisiert. Ich hätte mir keine bessere Stimme wünschen können und somit war ich von den ersten Sekunden an von der Story gefesselt. Das Buch ist gesplittet in zwei Teile. Im ersten Abschnitt begleitet der Leser/Hörer die unbeschwerte Zeit von Axi und Robinson, zwei Teenager, die erstmal so wirken als Millionen andere auch. Sie haben ihre Träume, Hoffnungen, Pläne, aber auch Zweifel und Ängste. Es hat mir großen Spaß gemacht, die beiden auf ihrem Trip zu begleiten. Der Schreibstil von James Patterson lässt wie auch im Thriller-Genre nichts zu wünschen übrig und er schafft es, selbst mit einem Jugendbuch den Leser/Hörer so zu fesseln, dass man unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht. Im zweiten Abschnitt schlägt das Schicksal zu und ich dachte nicht, dass mich dieser Teil noch mehr fesseln könnte, doch genau das geschah. Axi und Robinson sind mir richtig ans Herz gewachsen und ich habe mit den beiden mitgefiebert, mitgelacht, aber auch mitgelitten. Leider war das Buch viel zu schnell zu Ende und ich fand es sehr schade, Axi nicht weiter begleiten zu können.

Fazit:
James Patterson beweist mit dieser rundum gelungener Geschichte, dass er nicht nur Thriller schreiben kann. Darüber hinaus ist Maximiliane Häcke meiner Meinung nach die perfekte Synchronsprecherin für „Heart. Beat. Love“. Dieses Buch ist etwas Besonderes: gefühlvoll, berührend und stimmt einen nachdenklich. Ich kann dieses Hörbuch jedem wärmstens empfehlen, dessen Herz berührt werden möchte.

Veröffentlicht am 04.04.2018

Mittelmäßiger Teil der Cahill Family Reihe

Deadline
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Seit langem habe ich schon nichts mehr von Lisa Jackson gelesen, deshalb wurde es wirklich mal wieder Zeit und meine Wahl fiel auf Deadline: Rache, wem Rache gebührt. In diesem Werk geht es um eine eiskalte ...

Seit langem habe ich schon nichts mehr von Lisa Jackson gelesen, deshalb wurde es wirklich mal wieder Zeit und meine Wahl fiel auf Deadline: Rache, wem Rache gebührt. In diesem Werk geht es um eine eiskalte Mörderin, die sich selbst Elyse nennt. Ihr erstes Opfer ist eine reiche betagte Dame und auch ein Bewohner eines Pflegeheims stirbt durch ihre Hand. Und das morden geht weiter, als nächstes findet eine junge Frau durch Elyse den Tod. Warum mussten diese Menschen sterben? Und ist Elyse am Ende ihres Rachefeldzuges oder sind noch weitere Personen in Gefahr? Eine Jagd der besonderen Art beginnt…

Mein Eindruck vom Buch:
Den Start ins Buch fand ich etwas schleppend. Man ist zwar sofort mitten drin im Geschehen, dennoch hat es mich erstmal nicht gepackt. Für mich waren manche Reaktionen und Gedankengänge der Protagonisten absolut nicht nachvollziehbar und ich habe mich nicht nur einmal gefragt, was für seltsame Prioritäten in den Köpfen der Figuren herrschen. Besonders mit Cissy hatte ich anfangs Probleme… da stirbt ihre Großmutter, das erste Opfer von Elyse, und Cissy macht sich im Grunde nur darüber Gedanken, wie gut ihr Ex aussieht? Sorry, das war für mich absolut nicht nachvollziehbar und erschreckend. Nachdem ich allerdings jedes Buch, das ich anfange, auch zu Ende lese und sich der Schreibstil von Lisa Jackson flüssig lesen lässt, blieb ich am Ball. Wäre mein Vorsatz nicht, ich befürchte, ich hätte das Buch weggelegt. Und meine „Ausdauer“ wurde belohnt. Ab etwa der Mitte hat die Story es dann doch noch geschafft, mich zu fesseln! Es geschahen Wendungen und Erkenntnisse wurden klar, mit denen ich niemals gerechnet hätte! Und als ich dachte, ich wüßte, wer hinter all dem steckt, wurde ich eines besseren belehrt und wieder in eine komplett andere Richtung gelenkt. Genauso, wie es bei einem Thriller sein soll! Auch den Schluß fand ich absolut gelungen und hat mich sehr überrascht! Ebenso überrascht war, als ich sah, dass dieses Werk schon den vierten Band einer Reihe, nämlich der Cahill Family Reihe, darstellt. Während des Lesens kam mir nie der Gedanke, dass es schon Vorgänger geben könnte, somit der beste Beweis, dass sich dieses Buch auch lesen lässt, ohne die Vorgeschichten zu kennen.

Fazit:
Leider wurde die Spannung viel zu spät aufgebaut! Wirklich schade, denn ich bin der Meinung, Lisa Jackson kann es eigentlich besser. Deshalb werde ich diese Reihe nicht weiterverfolgen und auch die Vorgänger nicht lesen.