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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2017

Der einzige Bewohner auf dem Mars

Der Marsianer
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Normalerweise ist Science Fiction nicht ganz mein Genre, aber nachdem mir dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt wurde, habe ich mich daran gewagt. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht Ganz ...

Normalerweise ist Science Fiction nicht ganz mein Genre, aber nachdem mir dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt wurde, habe ich mich daran gewagt. Und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht Ganz im Gegenteil!

Doch um was geht es hier? Gut, ich glaub, der Titel verrät ja schon, dass eine Person auf dem Mars strandet. Dieser Mensch heißt Mark Watney und er hat sich die Mars-Mission ganz anders vorgestellt, als er mit der Crew auf dem Planeten landete. Bei einem Sandsturm wurde sein Anzug beschädigt und nachdem seine Kollegen sich sicher waren, dass er es unmöglich überlebt haben konnte, brachen sie die Mission ab und starteten den Rückweg zur Erde. Doch Mark hat sehr wohl die Katastrophe überstanden und fand sich nach seiner Ohnmacht ganz alleine auf dem roten Planeten wieder und muss sich der Frage stellen: Wie kann er überleben, bis die nächste Mission auf dem Mars landen wird...

Die Story beginnt mit den Tagebucheinträgen von Mark und er hat einen unglaublichen Humor! Ich musste während dem Lesen öfter laut auflachen, was mir verwirrte Blicke meiner Family einbrachte. Es ist sehr amüsant und kurzweilig geschrieben und als Leser sympathisiert man sofort mit Mark. Der Autor schafft es wirklich, die Story richtig spannend zu gestalten und ich habe den nächsten Kapiteln schon immer richtiggehend entgegengefiebert. Meiner Meinung nach eine Meisterleistung, denn die Geschichte hört sich ja erstmal nicht gerade fesselnd an. Nach einigen Tagebucheinträgen lernt der Leser dann auch das "Bodenpersonal" kennen, das schockiert, aber natürlich auch überglücklich heraus findet, dass Mark doch noch am Leben ist und beginnt, Pläne für seine Rettung zu schmieden. Doch genauso wichtig ist es, mit Mark in Kontakt treten zu können. Wird es wirklich gelingen, Mark lebend wieder auf die Erde zurück zu holen?

Fazit:
Von mir gibt es für dieses Buch definitiv für jede Leseratte eine absolute Empfehlung! Ich habe jede einzelne Zeile genossen und fand es schade, als das Buch zu Ende war und ich somit Mark nicht mehr folgen konnte. Und auch für jeden, der diesem Genre nicht so sehr zugewandt ist, kann ich nur ans Herz legen, es zu versuchen. Viel Spaß!

Veröffentlicht am 15.12.2017

Was würdest du tun?

AchtNacht
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Als Fitzek-Fan musste ich dieses Buch natürlich lesen und hab' es regelrecht verschlungen! Doch um was geht es überhaupt in diesem Thriller des Bestseller-Autors?

Sebastian Fitzek greift hier ein sehr ...

Als Fitzek-Fan musste ich dieses Buch natürlich lesen und hab' es regelrecht verschlungen! Doch um was geht es überhaupt in diesem Thriller des Bestseller-Autors?

Sebastian Fitzek greift hier ein sehr interessantes und spannendes Thema auf. Der Protagonist Ben, gerade an einem Tiefpunkt in seinem Leben, wird ausgelost. Normalerweise freut man sich, wenn man irgendwo ausgelost wird, jedoch nicht hier, denn mit dieser "Lotterie" wird etwas unglaubliches ausgelöst: Bis um 08:08 Uhr des folgenden Tages ist man vogelfrei! Was bedeutet, dass jeder Ben töten darf und nicht dafür belangt wird. Mehr noch: Der, dem der Mord gelingt, bekommt 10 Millionen dafür! Für Ben beginnt ein absoluter Albtraum und er ist nicht der Einzige, auf den es die Jäger abgesehen haben...

Wieder einmal stellt Fitzek unter Beweis, dass er ein absolutes Händchen für brisante Fälle hat und auch dieses Buch ist ein Psychothriller par excellenz. Was geschieht, wenn jeder wirklich töten darf, ohne dafür bestraft zu werden? Ist der Mensch von Grund auf Böse und durch diese Möglichkeit wird diese dunkle Seite freigesetzt? Oder gibt es doch eine Moral, die tiefer geht und einen schützt, Dinge zu tun, die gegen das Grundgesetz verstoßen? Diese Fragen werden perfekt in dieser Geschichte behandelt. Ben wird sehr authentisch dargestellt und ich habe ihn richtiggehend ins Herz geschlossen. Seine Angst, seine Panik und seine Verwirrung ist richtiggehend greifbar und auch seine Liebe zu seiner Tochter Jule ist in jeder Zeile spürbar. Fitzek schafft es, denn Spannungsbogen immer und immer wieder höher zu setzen und es fiel mir wirklich schwer, das Buch auch mal zwischendurch zur Seite zu legen. Ich war begeistert von der Thematik und von der Story! Jedoch gibt es ein Sternchen Abzug, da für mich der Schluß zwar nicht vorhersehbar, jedoch nicht ganz stimmig war.

Fazit:
Für jeden Fan von Sebastian Fitzek ist natürlich auch dieses Buch ein absolutes MUSS Ich habe wieder einmal mitgefiebert, mitgelitten und gehofft und bin dankbar für mega spannende Stunden!

Veröffentlicht am 22.11.2017

Auch der dritte Teil ist ein Meisterwerk!

Eragon - Die Weisheit des Feuers
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Nachdem ich die ersten zwei Bände schon gehört hatte, musste natürlich auch das dritte Werk der Eragon-Reihe her. Ich habe mich sehr auf die Fortsetzung gefreut und war sofort wieder in der Welt der Drachenreiter ...

Nachdem ich die ersten zwei Bände schon gehört hatte, musste natürlich auch das dritte Werk der Eragon-Reihe her. Ich habe mich sehr auf die Fortsetzung gefreut und war sofort wieder in der Welt der Drachenreiter gefangen. Am Liebsten hätte ich das Hörbuch an einem Stück durchgehört.
Doch um was geht es in diesem Band? Das ist gar nicht leicht zusammen zu fassen, denn auf diesen Seiten passiert unglaublich viel. Eragon ist endlich wieder mit seinem Cousin Roran vereint und gemeinsam machen sie sich auf den Weg, um Rorans Verlobte Katrine aus den Fängen der Ra´zac zu befreien. Doch das ist nur der Anfang… Eragon und sein Drache Saphira begeben sich auf eine abenteuerliche Reise und werden mit Gefahren konfrontiert, mit denen sie nie gerechnet hatten.

Mein Eindruck:
Andreas Fröhlich ist für mich DER Sprecher schlechthin! Und auch in diesem Teil erzählt er uns mit einer unglaublichen Stimmvielfalt die Geschichte Eragons. Ich liebe es, ihm zuzuhören! Die Geschichte nimmt gleich von Beginn an Fahrt auf und es fällt wirklich schwer, Pause zu machen. Ich habe enorm mitgebangt, als es um Katrinas Rettung ging und auch bei den Schlachten habe ich total mitgezittert. Was mir im Vergleich zu den vorigen Bänden aufgefallen ist: Die Schlachten scheinen vom Autor in diesem Band brutaler dargestellt zu werden und auch die eine oder andere gruselige Szene lässt sich finden. Für mich war das absolut passend und mich haben diese Erzählungen komplett gefesselt, jedoch wüsste ich nicht, ob ich dieses Werk meiner 10jährigen Nichte empfehlen würde. Manches ist doch ziemlich heftig und ich denke, bevor ich es ihr weitergebe, warte ich noch ein paar Jährchen. Die Charaktere sind wieder authentisch gezeichnet, Eragon und Saphira hatte ich ja schon in den ersten Bänden ins Herz geschlossen und nun kamen auch Oromis und Glaedr dazu. Aria kam meiner Meinung nach in diesem Band etwas zu kurz, aber ich hoffe, das ändert sich im Finale wieder. Es hat mich sehr gefreut, dass Eragon und Roran endlich wieder vereint wurden, wenn auch nicht für lange. Und damit komme ich an meinen einzigen Kritikpunkt. Ich kann gar nicht so richtig den Finger auf den Grund legen, aber Roran hat in diesem Werk einige Sympathiepunkte verloren. Und die Kapitel, in denen er begleitet wurde, haben mich nicht so sehr gepackt, wie die Abschnitte, in denen es um Eragon und Saphira ging. Ich habe mich öfters ertappt, dass ich in den Roran-Kapitel gedanklich abgeschweift bin und einfach hoffte, dass bald wieder Eragon auftaucht. Deshalb gibt’s ein Sternchen Abzug. Dennoch bin ich wieder begeistert und der Leser/Hörer wird während der Story einige Male mit unvorhersehbaren Wendungen überrascht. Der Schluß ist einfach ein absoluter Cliffhanger und man kann schon erahnen, dass es ein grandioses Finale im letzten Band geben wird.

Fazit:
Ich liebe diese Geschichte! Auch, wenn mich Rorans Anteil in diesem Band nicht so begeistert hat wie in den ersten zwei Büchern, bin ich der absoluten Meinung, dass diese Reihe ein Meisterwerk ist und freue mich sehr auf das Finale! Für alle Fantasy-Fans definitiv ein Muss!

Veröffentlicht am 19.11.2017

Sie kann es einfach :)

Der Ruf des Kuckucks
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Mittlerweile ist ja schon längst bekannt, dass sich hinter dem Autor Robert Galbraith die "Mutter" von Harry Potter verbirgt. J. K. Rowling wollte nicht nur für den Zauberschüler anerkannt und geschätzt ...

Mittlerweile ist ja schon längst bekannt, dass sich hinter dem Autor Robert Galbraith die "Mutter" von Harry Potter verbirgt. J. K. Rowling wollte nicht nur für den Zauberschüler anerkannt und geschätzt werden, nein, sie wollte auch beweisen, dass sie auch das Talent bestitzt, in anderen Genres Fuß zu fassen. So wurde der Autor Robert Galbraith geboren.

Doch um was geht es in dem ersten Band der Krimi-Reihe? Der Detektiv Cormoran Strike lebt mehr schlecht als recht von seinem Job. Mehr noch, gerade scheint er von einer totalen Pechsträhne verfolgt zu sein. Er hat nur einen einzigen Fall und so wie es scheint, ist er jetzt endgültig von seiner Freundin getrennt, mit der es seit Jahren ein einziges auf und ab gibt. Da schneit Robin in sein Leben... geschickt von einer Zeitarbeitsfirma. Sie ist seine neue Sekretärin und weder Robin noch Cormoran sind im ersten Moment begeistert voneinander. Doch da taucht ein neuer Klient auf, der nicht glauben kann, dass seine Schwester, das bekannte Model Lula Landry, Selbstmord begangen hat. Aus Mangel an Alternativen nimmt Strike den Fall an... und ahnt anfangs nicht, in welch Verstrickungen er sich begibt. Nur gut, dass ihm Robin zur Seite steht...

Mein Eindruck vom Buch:
Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt! Manch einer wird sich fragen, warum die Buchwelt einen weiteren, auf den ersten Blick, total kaputten Ermittler braucht. Und auch ich war skeptisch, denn erstmal meint man, es wäre alles schon mal da gewesen. Doch J. K. Rowling beweist auch hier von ihrem unverwechselbarem Können, dass sie es einfach drauf hat, Leser zu fesseln, ganz egal, um welches Genres es sich handelt. Ich konnte sofort eine Verbindung zu Strike aufbauen, ebenso zu Robin und war begeistert, wie J. K. Rowling den beiden Leben eingehaucht hat. Auch in den Lesepausen musste ich desöfteren an die beiden denken und fragte mich, wie es wohl weitergehen wird. Der Spannungsbogen blieb konstant ganz weit oben und ich hatte bis zum Schluß keine Ahnung, was wirklich geschehen sein konnte. Und genau das macht einen guten Krimi für mich aus.

Fazit:
Im Moment gibt es zwei weitere Bände, die von Cormoran und Robin erzählen und ich freu mich sehr darauf! Nicht nur auf die Fälle, die bestimmt auch wieder mega spannend sind, sondern auch auf das, was in den Privatleben der beiden passieren wird. Für jeden Krimi-Fan eine absolute Leseempfehlung, ebenso für alle Potter-Fans, die sich vielleicht auch mal an ein anderes Genre versuchen möchten. Denn für mich ist eines klar: J. K. Rowling ist eine der besten Autoren der heutigen Zeit!

Veröffentlicht am 09.11.2017

Der Autor sollte bei seinen Schäfchen bleiben ;-)

Spectrum
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Nachdem ich riesiger Fan der Shepherd-Reihe bin, musste ich Spectrum natürlich unbedingt lesen. Auch wenn es sich hierbei um keinen Teil dieser Reihe handelt. Nein, in Spectrum geht es um August Burke, ...

Nachdem ich riesiger Fan der Shepherd-Reihe bin, musste ich Spectrum natürlich unbedingt lesen. Auch wenn es sich hierbei um keinen Teil dieser Reihe handelt. Nein, in Spectrum geht es um August Burke, ein Genie, das durch und durch anders ist als die „normale“ Bevölkerung. Er kann Zeichen und Zusammenhänge erkennen, die anderen komplett verborgen bleiben und als es zu einem Überfall mit Geiselnahme in einer Bank kommt, zieht das FBI Burke auf seine Seite und er beginnt, die Spur der Täter zu verfolgen…

Mein Eindruck vom Buch:
Leider hat es einige Zeit gedauert, bis ich so richtig ins Buch gefunden habe. Vielleicht hatte ich auch einfach durch die Shepherd-Reihe eine zu hohe Erwartung. Die Protagonisten konnten mich erstmal überhaupt nicht erreichen. Burke ist im Grunde gut gezeichnet und Cross hat es wirklich verstanden, auch seine Emotionen authentisch darzustellen. Dennoch hat mir etwas gefehlt. Der Klappentext bezieht sich darauf, dass Burke mit Carter die Ermittlungen aufnimmt, allerdings empfand ich im Buch eher Nic als „Partner“ von Burke. Nachdem ich ungefähr mit der Hälfte des Buches durch war, wurde der Charakter Nic der Grund, warum ich das Buch mich doch noch einigermaßen fesseln konnte und im letzten Viertel entpuppte sich dieses Werk überraschenderweise zum Pageturner. Im Grunde mag ich Cross‘ Schreibstil und ich fand es klasse, dass er uns Einblicke in die Ermittlung, aber auch in die Gefühlswelt der Täter und der Geiseln ermöglicht hat. Dennoch kam für mich die Spannung viel zu spät auf. Ich weiß nicht, ob noch weitere Bände mit Burke geplant sind, der Schluß lässt es vermuten. Allerdings bin ich mir unsicher, ob ich einen weiteren Teil lesen würde. Im Moment denke ich, dass ich mich dann eher wieder an die Shepherd-Reihe halte.

Fazit:
In meinen Augen ist Spectrum kein schlechter Thriller, jedoch auch kein wirklich guter. Wer die Shepherd-Reihe gelesen und gemocht hat, wird wohl eher enttäuscht von diesem Werk sein. Für alle, die vorher noch nichts von Cross gelesen haben, mag Spectrum ein guter Einstieg in seine Werke sein, dennoch ist es meiner Meinung nach kein großer Verlust, Spectrum nicht gelesen zu haben.