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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.12.2020

Dieses Weihnachten wird alles anders

Dezembertage - St. Elwine 6
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Bei diesem Buch handelt es sich um den 6. Band der Reihe um das Örtchen St. Elwine. Es soll zwar von den anderen unabhängig gelesen werden können, doch ich vermute, es ist vorteilhafter, die Vorgänger ...

Bei diesem Buch handelt es sich um den 6. Band der Reihe um das Örtchen St. Elwine. Es soll zwar von den anderen unabhängig gelesen werden können, doch ich vermute, es ist vorteilhafter, die Vorgänger zu kennen und so auch die Geschichten hinter und um die Protagonisten. So bleibt nämlich vieles nur an der Oberfläche und nicht so detailliert wie erhofft an mancher Stelle.
Nichtsdestotrotz sind die Charaktere nicht glatt und perfekt. Jeder hat Ecken und trägt sein Päckchen, was sie alle realistischer erscheinen lässt. Die Geschichte entwickelt sich vorweihnachtlich langsam, und so kommen die Geheimnisse und Verstrickungen nur nach und nach ans Licht.
Das kleine Örtchen St. Elwine mit dem detailliert geschilderten Setting lässt winterliche Gefühle aufkommen, und man fühlt sich mittendrin. Zudem zieht das Thema Quilt, das bereits auf dem Cover erkennbar ist, sich durch das Buch wie ein roter Faden und hält die Story zusammen. Diese driftet zum Ende hin dann doch leider etwas ins Kitschige ab. Sonst ist es aber eine leichte Adventslektüre, die sich angenehm leicht und zügig lesen lässt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.11.2020

Nicht mehr als Grundlagen

Top im Job - Wie Sie leben, arbeiten und Ihr Potenzial entfalten
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Das Buch mit ca. 120 Seiten vermittelt in 10 Kapiteln nichts mehr als Grundlagenwissen. Kurz und knapp werden einige Stellschrauben für beruflichen Erfolg angerissen. Aufgrund der Kürze lässt sich dabei ...

Das Buch mit ca. 120 Seiten vermittelt in 10 Kapiteln nichts mehr als Grundlagenwissen. Kurz und knapp werden einige Stellschrauben für beruflichen Erfolg angerissen. Aufgrund der Kürze lässt sich dabei nicht in die Tiefe gehen.
So mag dieses für Neulinge in diesen Themen vielleicht ein guter Einstieg sein. Für Fortgeschrittene, die bereits andere Ratgeber gelesen haben oder im Berufsleben stehen, ergibt sich nicht wirklich etwas Neues.

Veröffentlicht am 28.11.2020

Zeit- und Geldverschwendung

Zu viel und nie genug
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Auch ich bin dem Reiz erlegen, mit diesem Buch neue Erkenntnisse über den noch-POTUS zu erlangen.
Allerdings schafft es eine promovierte Psychologin nicht, mit objektiven Schilderungen und weniger emotionalen ...

Auch ich bin dem Reiz erlegen, mit diesem Buch neue Erkenntnisse über den noch-POTUS zu erlangen.
Allerdings schafft es eine promovierte Psychologin nicht, mit objektiven Schilderungen und weniger emotionalen Betrachtungen eine psychologische Analyse abzuliefern. So verfehlt das Buch klar den Subtitel "Wie meine Familie den gefährlichsten Mann der Welt erschuf".
Stattdessen liest es sich wie eine Abhandlung über Familienereignisse, in der vor allem ihr Vater den größeren Betrachtungswinkel bekommt. Statt einer sachlichen Analyse des Charakters von Donald Trump, jammert die Autorin sich vielmehr hindurch, dass es ihr Vater so schwer hatte, sie ihn so früh an den Alkohol verloren hat, und sie dann selbst auch mehr oder weniger von der Familie links liegen gelassen wurde. Ab diesem Zeitpunkt, dem Jahr 2000, erfolgen immer größere Zeitsprünge, und die Schilderungen werden weniger detailliert. Der letzte Teil (4.) wirkt dann ganz besonders wie eine Abrechnung, getreu ihrer Aussage "Ich musste Donald zu Fall bringen".
Der Schreibstil ist keinesfalls professionell mit Dopplungen und Redundanzen. Das Buch zieht sich und liest sich äußerst schwer, weswegen ich Mühe hatte, es zu beenden. Dass in einem Buch eines renommierten Verlages noch reichlich Rechtschreibfehler enthalten sind, lässt nur erahnen, wie schnell es auf den Markt musste, um noch rechtzeitig vor der Wahl Kasse zu machen.

Veröffentlicht am 22.11.2020

Unausgegoren

Juno und die Reise zu den Wundern
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Ist dieses Buch nun ein Kinderbuch (Märchen, Fantasie) oder doch eher ein Selbsthilferatgeber?
Es lässt mich nach dem Lesen etwas ratlos zurück.

Juno hat keine einfache Kindheit, wie der Leser in der ...

Ist dieses Buch nun ein Kinderbuch (Märchen, Fantasie) oder doch eher ein Selbsthilferatgeber?
Es lässt mich nach dem Lesen etwas ratlos zurück.

Juno hat keine einfache Kindheit, wie der Leser in der ersten Hälfte des Buches erfährt. So träumt sie sich in ihre eigene Welt, sieht Dinge, die für andere unsichtbar sind, und spricht mit Gegenständen und Tieren.
Dennoch lösen diese fabelhaften Züge in mir nichts aus, da die Schilderungen dazu viel zu kurz ausfallen und nur als Mittel zum Zweck erscheinen.

Durch ein solches Gespräch bricht Juno dann auch endlich zu ihrer Reise zu den Wundern auf (Beginn ab S. 66 von 151...). Diese führt sie durch verschiedene Länder und Städte, für die die Autorin sich Namen wie das "Land der 1001 Gerüche" hat einfallen lassen - eine Weltkarte im Innenumschlag hilft beim Zuordnen. Dort trifft sie Menschen, führt wiederum Gespräche und lernt so auf jeder Station eine neue Lektion.
Allerdings werden die Kapitel gegen Ende immer kürzer, und Junos Erkennen/Lernen wird zunehmend schneller abgehandelt. Das macht sich auch beim Schreibstil in Form kurzer prägnanter Sätze bemerkbar und ermöglicht so keinen ruhigen, der Thematik angemessenen Lesefluss.

Die 10 Lektionen sind am Ende jedes Kapitels sowie nochmals am Buchende in einer Box zusammengefasst. Das erinnert mich eher an einen Selbsthilferatgeber.
Im Gegensatz dazu steht, dass Juno nie gearbeitet hat und sich dennoch eine solche Weltreise leisten kann. Das gibt es dann wohl doch nur im Märchen. Dazu würde auch eher das Ende passen, was dennoch zu diesem Buch nicht recht passen will und zudem überstürzt daherkommt.

Veröffentlicht am 10.11.2020

verschenktes Potenzial

Die Erben von Seydell - Das Gestüt
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Ich bin zwar keine Pferdeliebhaberin, doch habe ich mich über den Zuschlag zur Leserunde gefreut. Das Buch klang aufgrund des Klappentextes vielversprechend - eine Familiensaga über mehrere Epochen.

Die ...

Ich bin zwar keine Pferdeliebhaberin, doch habe ich mich über den Zuschlag zur Leserunde gefreut. Das Buch klang aufgrund des Klappentextes vielversprechend - eine Familiensaga über mehrere Epochen.

Die Aufmachung des Buches ist hübsch mit innenliegenden Karten des früheren Europas und des Gestüts. Wozu man sie allerdings braucht, erschließt sich mir nicht; das Buch lässt sich auch so problemlos lesen.

Dass es sich um ein erfahrenes Autorenduo handelt, merkt man am Schreibstil. Der grundsätzliche Aufbau wirkt durchdacht. Auch die Sätze lesen sich trotz der vielen eingewobenen Details recht flüssig.
Allerdings ist in die gesamte Story sehr viel Inhalt gepackt worden, sodass kein Handlungsstrang wirklich in die Tiefe geht. Vielleicht wären weniger "Baustellen" in dem Fall mehr gewesen.
Dann wäre es vielleicht auch möglich gewesen, die Personen weniger eindimensional anzulegen; so unterscheiden sie sich lediglich in Gut und Böse und erwecken in mir keine Gefühle.

Der Klappentext ist letztlich auch etwas irreführend. Das Thema um Elisabeths Erbschaft findet nur ein paar Seiten Aufmerksamkeit. Den Großteil der Handlung bestimmen die Dekaden um die Jahrhundertwende (zum Schluss auch mit deutlichen Zeitsprüngen) mit dem Zwist der beiden Brüder von Seydell.
In dieser Geschichte werden zudem recht viele Zufälle bemüht (Spoiler: Wette mit der Queen), manche Handlungen sind nicht wirklich nachvollziehbar, die dramatischen Geschehnisse wirken inszeniert und überspitzt. Wirklich fesseln kann mich der Plot damit nicht.

Meine anfängliche Freude hat sich im Verlauf des Lesens gelegt, und so bleibe ich doch etwas enttäuscht zurück.
Hinzu kommt, dass auch wenn es sich um eine Reihe handelt, schön gewesen wäre, wenigstens ein paar der Handlungsstränge beendet zu wissen. So hört das Buch jedoch mittendrin auf und lässt sich nicht eigenständig lesen. Als Leser hängt man quasi in der Luft; und will man die offenen Fragen alle geklärt wissen, muss man auf beide Fortsetzungen warten.