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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2021

Dem schweren Schicksal entkommen

Hurentochter - Die Distel von Glasgow
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Dieses Buch stellt den ersten Teil einer Trilogie dar.
Die Handlung spielt dabei im Schottland der Jahre 1876-1882 und widmet sich vorrangig dem Leben von Emily. Diese kommt in einem Bordell auf die Welt ...

Dieses Buch stellt den ersten Teil einer Trilogie dar.
Die Handlung spielt dabei im Schottland der Jahre 1876-1882 und widmet sich vorrangig dem Leben von Emily. Diese kommt in einem Bordell auf die Welt und wächst dort bis ins Jugendlichenalter auf. Doch sie weiß, was sie will: sich nicht zu prostituieren, sondern ein besseres Leben und Rache für den Mord an ihrer Mutter.
Mit viel eisernem Willen, Mut und Tapferkeit kämpft sie gegen ihren schwierigen Start ins Leben und die damaligen Konventionen an, die ihre Herkunft mit sich bringen und beweist dadurch die Widerstandsfähigkeit, die der schottischen Nationalblume Distel ebenso eigen sind.
Begleitet wird sie dabei von ihrer Freundin Christine, die ebenso genau weiß, was sie im Leben will, und ihrem Freund Liam. Bei diesem hingegen habe ich mich wiederholt gefragt, was Emily an ihm findet, da er ihr sich mehrfach wie ein Tölpel verhalten hat. Aber wo die Liebe halt hinfällt...
Durch die detaillierten bildreichen Schilderungen der Szenerie und der Lebensumstände fühlt man sich direkt nach Schottland versetzt und Emilys Leben fühlt sich sehr authentisch an. Man er- und durchlebt mit ihr eine Vielzahl von Emotionen.
Neben dem historischen Hintergrund, der gut recherchiert scheint und mit erklärenden Erläuterungen nach dem Epilog aufwartet, gibt es auch Fiktion in Form von Romantik und Krimi, die fließend ineinander verwoben sind. Dabei ist und bleibt die Geschichte von Beginn an spannend bis zum großen Finale, das dieses Buch zwar in sich abschließt, aber doch auch Raum für Fortsetzungen lässt.

Veröffentlicht am 01.11.2021

gehetztes Leben und Lesen

Zwischen Leben und Liebe
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Louisa hat in ihrem Alter bereits viel durchmachen müssen und trägt eine viel zu große Verantwortung für ihre eigenen Probleme und die ihrer Familie. Deshalb habe ich mich beim Lesen immer wieder gefragt, ...

Louisa hat in ihrem Alter bereits viel durchmachen müssen und trägt eine viel zu große Verantwortung für ihre eigenen Probleme und die ihrer Familie. Deshalb habe ich mich beim Lesen immer wieder gefragt, warum sie das alles mit sich machen lässt und die anderen nicht mehr mit einbezieht. Denn sie geht fast daran kaputt und hat wenig vom Leben.
Sie hetzt von einem Problem zum nächsten, sodass an vielen Stellen ein kurzes Innehalten wünschenswert gewesen wäre. Auch, um den Situationen mehr Tiefgang zu verleihen und Emotionen in mir auszulösen, denn im Kern ist die Geschichte äußerst traurig.
So wie die Autorin in flüssig zu lesendem Schreibstil ihre Protagonistin durch die Geschichte treibt, bleibt allerdings keine Zeit, ihr wirklich nahe zu kommen und mitzufühlen. So schnell wie das Leben um Louisa abläuft, so schnell ist das Buch leider auch wieder vergessen, obwohl es viele (eigentlich) bewegende Themen rund um Familie, Freundschaft, Liebe beinhaltet.

Veröffentlicht am 27.10.2021

Lässt nach gutem Anfang nach

Das Tal der Rosen
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Bücher, die sich um ein Familiengeheimnis ranken, spielen meist auf mehreren Zeitebenen. So auch dieses.
In der Gegenwart lässt sich Barbara begleiten, wie sie ihre kürzliche Trennung und den Tod ihrer ...

Bücher, die sich um ein Familiengeheimnis ranken, spielen meist auf mehreren Zeitebenen. So auch dieses.
In der Gegenwart lässt sich Barbara begleiten, wie sie ihre kürzliche Trennung und den Tod ihrer Großmutter verarbeiten will. Mit deren letzten Wunsch, sie an einem bestimmten Ort beizusetzen, vermutet Barbara ein altes Geheimnis und macht sich in einem malerischen Schweizer Dörfchen auf die Suche. Dass man ihr dort nicht wohlgesonnen ist, macht die Sache immer mysteriöser, ohne dass aber die Spannung ins Unermessliche steigt.
Da Barbara in der Herberge der einzige Gast ist, bekommt sie die besondere Aufmerksamkeit von Koch Conradin. Er ist ihr zudem behilflich, über die Trennung hinweg zu kommen und Licht ins Dunkel um ihre Großmutter zu bringen.
Hilfreich ist dafür auch die zweite Zeitebene aus den 1930ern und 1940ern. Dabei offenbaren sich durch Tagebucheinträge einer Adeline nach und nach die Zusammenhänge und ergeben ein Gesamtbild. Gerade dieses Schicksal ist schwer; doch trotz dieser Schwere lässt sich das Buch leicht und flüssig lesen.
Ich habe es auch beendet, da ich gehofft hatte, Adeline würde ein zweites Mal aus ihrer Situation ausbrechen und nicht in Missständen ausharren. Doch leider verhält sie sich zunehmend weniger nachvollziehbar wie andere Akteure auch. Wieso z. B. schaut auch Edgar tatenlos zu, wenn er doch mit den nötigen finanziellen Mitteln helfen könnte?
Wieso ist auch so wenig über Rosas Leben zu lesen? Schließlich ist sie doch einer der Aufhänger des Buches.
Daher werden es nur 2,5*.

Veröffentlicht am 27.10.2021

Schwer zu greifen.

Wild Card
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Das Buch dreht sich um vier Personen, die auf jeweils eigene Weise eine Verbindung zu 9/11 haben, wodurch sich auch das düstere Cover erklärt. Dass ein derartiges, einschneidendes Ereignis, eine sog. "Wild ...

Das Buch dreht sich um vier Personen, die auf jeweils eigene Weise eine Verbindung zu 9/11 haben, wodurch sich auch das düstere Cover erklärt. Dass ein derartiges, einschneidendes Ereignis, eine sog. "Wild Card", an keinem spurlos vorbeigeht und jeder anders damit umgeht, zeigt sich im Verlauf des Buches.
Allerdings ist es mir schwer gefallen, in das Buch einzutauchen und es bis zu Ende zu lesen. Das liegt einerseits an der bemüht schwermütigen Handlung, andererseits aber auch am Schreibstil, der teilweise ins Philosophische abdriftet oder bei der wörtlichen Rede die Satzzeichen einspart.
Zudem sind die Charaktere nicht greifbar, vielfach nur oberflächlich beleuchtet und schwirren nur zusammenhanglos im Buch umher. Das einzige Bindeglied scheint 9/11 zu sein.
Selbst mit viel Mühe, zwischen den Zeilen zu lesen, und die Denkanregungen zu finden, die sich um viele aktuelle Themen und das Weltgeschehen drehen (soll vielleicht Hauptzweck des Buches sein), konnte nicht klären, weshalb dann später als zweite "Wild Card" noch Corona im Buch auftauchen muss.
Mich konnte das Buch leider nicht abholen und mitnehmen. Daher nur 1,5*.

Veröffentlicht am 20.10.2021

Liebe liegt in der Luft

Ein bisschen Freiheit, bitte! (Verliebt in Eden Bay 7) (Chick-Lit;Liebesroman)
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Der Wiedererkennungseffekt der Reihe ist durch Titel- und Covergestaltung unzweifelhaft gegeben. Inzwischen gibt es schon den 7. Teil, der jedoch eigenständig von den Vorgängern gelesen werden kann.
Wenn ...

Der Wiedererkennungseffekt der Reihe ist durch Titel- und Covergestaltung unzweifelhaft gegeben. Inzwischen gibt es schon den 7. Teil, der jedoch eigenständig von den Vorgängern gelesen werden kann.
Wenn man andere Bände hingegen kennt, fühlt man sich schnell wieder heimisch in Eden Bay. Leider tauchen diesmal altbekannte Protagonisten nur sporadisch als Nebencharaktere auf.
Den Großteil bestimmen Allie und Carter, die jeweils eine Menge ernsthafter Probleme mit sich herumschleppen, die sich jedoch erst nach und nach offenbaren. Denn von Beginn an sind beide auf Konfrontation aus, was manchmal vielleicht zu viel des Guten ist, selbst für das altbekannte Grundthema "enemies to lovers".
Die Dialoge und Aktionen sind einerseits humorvoll und animieren zum Schmunzeln, gleichzeitig aber auch gefühlvoll, wenn es Richtung Happy End geht. Das kommt dann vergleichsweise schnell und hätte noch ein paar Seiten mehr vertragen können.
Dennoch ein schönes Buch, mit dem kurzweilige Unterhaltung garantiert ist.