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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2025

Solider Serienstart

Dunkle Sühne
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Im Mittelpunkt der neuen Thriller-Serie von Karin Slaughter steht Emmy Clifton, Deputy in North Falls, einer Kleinstadt im Süden der Vereinigten Staaten. Und gleich ihr erster Fall hier wird für sie ...




Im Mittelpunkt der neuen Thriller-Serie von Karin Slaughter steht Emmy Clifton, Deputy in North Falls, einer Kleinstadt im Süden der Vereinigten Staaten. Und gleich ihr erster Fall hier wird für sie sowohl beruflich als auch privat zu ihrer bisher größten Herausforderung. Denn den Fall um zwei vermisste Mädchen, eine von ihnen ist die Tochter ihrer besten Freundin, aufzuklären, wird Emmy einiges abverlangen.

Der Leser wird ab der ersten Seite in einen spannenden und aufwühlenden Fall hineingezogen. Die vielschichtige Handlung um das Verschwinden junger Mädchen ist intensiv erzählt. Die Autorin baut eine erdrückende und beklemmende Atmosphäre auf - familiäre Spannungen, Misstrauen, Verrat, Vergebung und ein bis dahin friedliches nachbarschaftliches Miteinander, das langsam zu bröckeln beginnt, sind nur einige Eckpfeiler, die in diesem Fall aufgedeckt werden. Leider schafft es die Autorin nicht den Spannungsbogen auf einem konstant guten Level zu halten. Das liegt hauptsächlich daran, dass in diesem Serieneinsteiger die Darstellungen der Personen sowie der örtlichen Begebenheiten sehr detailliert beschrieben werden und dadurch Tempo und Spannung immer wieder absinken und es auch zu einigen Längen kommt. Das Ende ist dann noch einmal fesselnd. Die finalen Wendungen haben mich letztlich doch noch für manch weit schweifende Passage entschädigen können.

Fazit: „Dunkle Sühne“ ist ein routiniert geschriebener Thriller, der mich zwar nicht in allen Belangen überzeugen konnte, der aber Potential für weitere Fälle für Emmy Clifton bietet. Ein solider Thriller, den ich weiterempfehle und mit guten 3 von 5 Sternen bewerte.


Veröffentlicht am 10.08.2025

Einer für alle, Alle für Einen!

Die drei Musketiere
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Der junge Gascogner d'Artagnan will Musketier des Königs werden. Also macht er sich im Frankreich des Jahres 1625 auf den Weg nach Paris um seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Doch welche Abenteuer ...




Der junge Gascogner d'Artagnan will Musketier des Königs werden. Also macht er sich im Frankreich des Jahres 1625 auf den Weg nach Paris um seinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Doch welche Abenteuer ihn hier erwarten, damit hätte er nie und nimmer gerechnet. Mit seiner heißblütigen Art findet er in Athos, Porthos und Aramis zwar schnell Freunde, aber auch die Feinde wie Kardinal de Richelieu oder Mylady de Winter sowie die eleganten Damen bei Hofe sind nicht weit entfernt.

Auch wenn der Autor mit den historischen Fakten eher lax umgegangen ist, schmälert das aber das Lesevergnügen nicht. Der Schreib- und Erzählstil Alexandre Dumas' ist mitreißend, leidenschaftlich und intensiv. Es gelingt ihm durch den steten Wechsel von temporeichen und ruhigeren Passagen immer wieder die Spannung anzuheben und den Leser somit zum Weiterlesen zu animieren. Aber das eigentliche Plus des Romans sind seine Figuren. Es macht einfach Spaß sie bei ihren Aktionen zu begleiten, zumal auch der Humor in einigen Situationen nicht zu kurz kommt.

Fazit: Wer kennt ihn nicht den hier stets wiederkehrenden Leitspruch: "Einer für alle, Alle für einen!", der letztlich diesem Abenteuerroman seinen Stempel von Freundschaft, Treue und Heldenmut aufgedrückt hat und bis heute noch im Sprachgebrauch zu finden ist. Dieses abenteuerliche Meisterwerk kann ich absolut empfehlen und vergebe volle 5 Sterne.


Veröffentlicht am 10.08.2025

Gute Unterhaltung für Jung und Alt

Die Flüsse von London-Reihe III
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Die Glocke von Whitechapel: Um den Machenschaften des Gesichtslosen entgegentreten zu können müssen sich Peter und sein Mentor Thomas Nightingale auf ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel einstellen. ...



Die Glocke von Whitechapel: Um den Machenschaften des Gesichtslosen entgegentreten zu können müssen sich Peter und sein Mentor Thomas Nightingale auf ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel einstellen. Aber sie werden es nicht allein schaffen und so erbitten sie all die Unterstützung, die sie bekommen können, indem sie Hilfe aus allen Ecken und Enden herbeirufen, einschließlich der regulären Polizei, Geschichts- und Archäologieexperten und sogar Artus-Wissenschaftler.
Ich war diesmal angenehm überrascht, dass sowohl Nightingale als auch die Nebenfiguren mehr in die Action eingebunden waren. Gleichzeit war erkennbar, dass hier der stets so trockene, sardonische Humor Peters nicht so zum tragen kam. Aber das war wohl auch der ernsten Handlung geschuldet und zum Teil der Tatsache, dass Peter auf beruflicher wie privater Ebene eine „Reifeprüfung“ durchlaufen ist.
Ein paar offene Fäden gibt es ja immer noch, also warten wir es ab und lassen uns überraschen...

Ein weißer Schwan in Tabernacle Street: Peter befindet sich in einer sehr aufregenden Familiensituation, was sich ebenfalls auf seine Arbeitsweise auswirkt. In dieser neuen Folge dreht sich alles um künstliche Intelligenz. Um hinter dieses Geheimnis zu kommen muss Peter undercover ermitteln. Und wie nicht anders zu erwarten, ist wieder jede Menge Magie im Spiel. Und wer wenn nicht Peter Grant sollte es auch schaffen dem Problem zu Leibe zu rücken und es letztlich aus der Welt zu schaffen.
Aaronovitchs großartiges Urban-Fantasy-Setting und Magiekonstrukt steht wieder im Mittelpunkt. Nightingale ist genau so dabei wie die viele liebgewonnene Figuren wie z. B. die Flussgötter und -göttinnen. Mehr sage ich an dieser Stelle nicht, denn welche Lösung Peter bei seinem Einsatz findet, dass solltet ihr bitte selber lesen.
Dieses Buch liest sich wieder genauso flüssig wie die vorherigen, und macht dank der pfiffigen Story auch wieder viel Spaß.

Die Silberkammer in der Chancery Lane: Detective Constable Peter Grant von der Londoner Zauberpolizei untersucht diesmal eine Reihe von übernatürlichen Morden, die mit mittelalterlichen Verfolgungen und Reliquien in Verbindung stehen. Auch im neuesten Serienteil ist wieder alles dabei, was der kundige Leser stets aufs Neue lesen möchte. Das beginnt mit einer abgehobenen Story, sarkastischem Geplänkel, sprechenden Füchsen, altbekannten, liebgewonnenen Haupt- und Nebenfiguren sowie diesmal jede Menge Anspielungen auf Star Trek, den Herrn der Ringe, Dr. Who und Monty Python.
Auch der neue Teil ist wieder leichte Unterhaltung mit einem garantierten guten Ende. Allerdings gibt es für meinen Geschmack mittlerweile zu viele sich wiederholende Handlungsstränge und Dialoge. Alles in allem ist dieser Band aber wieder leicht und locker weg zu lesen und bietet den gewohnten Unterhaltungswert.


Veröffentlicht am 10.08.2025

Interessant, wendungsreich, mitreißend

Holmes & Moriarty
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George Reynolds, ein Schauspieler, bittet Holmes um Hilfe, kann er sich doch nicht erklären, warum jeden Abend das gleiche Publikum, allerdings stets in anderer Verkleidung, in seinen Vorstellungen ...




George Reynolds, ein Schauspieler, bittet Holmes um Hilfe, kann er sich doch nicht erklären, warum jeden Abend das gleiche Publikum, allerdings stets in anderer Verkleidung, in seinen Vorstellungen weilt. Beinahe zeitgleich wird Moriarty der Mord an einem Bandenführer zur Last gelegt. Ein Zufall...? Sowohl Holmes und sein Freund Watson als auch Moriarty und seine „rechte Hand“ Moran beschließen den beiden Angelegenheiten gemeinsam auf den Grund zu gehen. Doch können sie einander vertrauen? Ein Katz- und Maus-Spiel beginnt...

Der Autor lässt seine Geschichte nun von Watson und Moran erzählen. Dabei nimmt er den Leser auf eine abenteuerliche Jagd mit, die von London über Cambridge und Exeter bis in die Schweizer Alpen verläuft und die mit Gefahren und weiteren Verbrechen einhergeht, jedoch auch schockierende Wahrheiten ans Licht bringen wird. Die wendungsreiche Handlung ist dabei schön kniffelig, genau so, wie ein fesselndes Holmes-Abenteuer eben sein sollte. Die Beschreibungen des viktorianischen London oder des geheimnisumwitterten Berghotels in der Schweiz, sowie die Umgangsformen der Hauptprotagonisten passen zur Handlungszeit und sorgen damit für die richtige Stimmung.

Die wohl beiden bekanntesten Gegenspieler der Kriminalliteratur hier gemeinsam in Aktion zu erleben ist neu, spannend und mitreißend erzählt. Wie dieses Holmes-Abenteuer endet und letztlich alle Handlungsfäden hier verknüpft werden, ist es wert gelesen zu werden.


Veröffentlicht am 10.08.2025

Klassiker der amerikanischen Literatur

Gatsby / Der große Gatsby
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Auch ein Jahrhundert nach seiner Erstveröffentlichung hat „Der große Gatsby“ nichts von seinem Unterhaltungswert verloren.

Gatsby ist ein durch dubiose Geschäfte zum Millionär gewordener Lebemann, ...




Auch ein Jahrhundert nach seiner Erstveröffentlichung hat „Der große Gatsby“ nichts von seinem Unterhaltungswert verloren.

Gatsby ist ein durch dubiose Geschäfte zum Millionär gewordener Lebemann, der im New York der 1920er Jahre seinen Reichtum durch legendäre Parties zur Schau stellt. Niemand ahnt was wirklich hinter all den rauschenden Festen steckt. Der Autor schickt den Leser Seite um Seite auf die Suche nach der Antwort und man wartet dabei gespannt auf die große Auflösung. Das ist eigentlich auch schon das Spannendste an diesem Klassiker, denn die Handlung plätschert eher seicht dahin und hat aus meiner Sicht auch leider kein wirklich zufriedenstellendes Ende. Trotz allem lässt sich aber dieser Roman gut lesen und entführt einen in eine aufsehenerregende Epoche.

Fazit: „Der große Gatsby“ ist die Darstellung eines Mannes, der mittels ausschweifender Feste seine verlorene Liebe zurückerobern will und erkennen muss, dass man gerade das auf diese Weise nicht erkaufen kann. Es ist eine zeitlose Geschichte, die auch heute noch zu unterhalten vermag, und die ich hiermit gern empfehle.