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Veröffentlicht am 15.12.2024

Der bisher schwächste Wallander

Der Mann, der lächelte
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Nach seinem letzten Fall ist Wallander ausgebrannt und hält seine Depression mit Alkohol im Zaum. Als jedoch ein alter Freund in um Hilfe bittet sagt Wallander nach langem Zaudern zu und gerät prompt ...




Nach seinem letzten Fall ist Wallander ausgebrannt und hält seine Depression mit Alkohol im Zaum. Als jedoch ein alter Freund in um Hilfe bittet sagt Wallander nach langem Zaudern zu und gerät prompt in einen neuen Fall der ihn in die geheiligten Hallen der schwedischen Wirtschaftsbosse führt.

Wallander tritt hier allein, so scheint es zumindest, gegen die Wirtschaftselite des Landes an und zieht anfänglich immer wieder den kürzeren. Aber Mankell lässt seinen Wallander nicht lange im Regen stehen und so holt er auf, auch wenn das handlungstechnisch doch schon ziemlich zurechtgebastelt wirkt. Denn wie Wallander zu Einsichten und Ergebnissen kommt ist nicht richtig nachvollziehbar, sie „geschehen einfach“ und bringen zum Schluss dennoch den richtigen zur Strecke.

Fazit: Die typische Polizeiarbeit fehlte mir hier leider und das selbstgefällige Handeln Wallanders konnte mich diesmal nicht begeistern. Aus meiner Sicht leider der bisher schwächste Wallander-Krimi.


Veröffentlicht am 14.12.2024

Sehr unterhaltsam und fesselnd

Die Tochter der Drachenkrone
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Als Leser begleitet man in „Die Tochter der Drachenkrone“ Gwenllian, die Hauptfigur, über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahre vom Kind bis zur Ehefrau und Mutter. Diese Zeit um das Jahr 1200 in Wales ...




Als Leser begleitet man in „Die Tochter der Drachenkrone“ Gwenllian, die Hauptfigur, über einen Zeitraum von mehr als 20 Jahre vom Kind bis zur Ehefrau und Mutter. Diese Zeit um das Jahr 1200 in Wales ist eine kriegerische und wenig frauenfreundliche Zeit. Die Männer haben das Sagen, doch genau das will Gwenllian nicht einfach hinnehmen und kämpft für ihre Überzeugungen und ihr Land auch gegen ihre Familie.

Wie sich Gwenllian durch die mehr als 20 Jahre immer wieder beweisen muss, sie aber auch trotz aller Auseinandersetzungen die Liebe findet hat Sabrina Qunaj hier mitreißend und emotional erzählt. Sowohl das mittelalterliche Wales als auch die politischen Machenschaften und gesellschaftlichen Strukturen bilden den Rahmen für diese Geschichte. Mit viel Liebe zum Detail für den historischen Hintergrund versetzt die Autorin den Leser in eine längst vergangene Zeit, die hier nun noch einmal lebendig wird.

Allen Fans historischer Romane mit einer Prise Schlachtengetümmel aber auch einem romantischen Anteil kann ich diesen sehr unterhaltsamen und fesselnden Roman empfehlen.


Veröffentlicht am 14.12.2024

Zu konstruiert

Die weiße Löwin
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Den zu lösenden Mord an einer Immobilienmaklerin lässt Wallander diesmal in das große politische Weltgeschehen eintauchen. Von Schweden bis Südafrika erstrecken sich die Handlungsschauplätze und lassen ...




Den zu lösenden Mord an einer Immobilienmaklerin lässt Wallander diesmal in das große politische Weltgeschehen eintauchen. Von Schweden bis Südafrika erstrecken sich die Handlungsschauplätze und lassen Wallander ganz schön routieren.

In gewohnt leichtem und gut zu lesendem Schreib- und Erzählstil lässt der Autor seinen Kriminalkommissar Kurt Wallander hier zu seinem dritten Fall antreten. Bis knapp über die Hälfte des Buches hinweg ist es auch ein richtig guter Krimi mit einer überzeugenden Handlung und gut charakterisierten Figuren. Doch dann kommt mir Kommissar Zufall zu oft ins Spiel und hilft den Guten und versetzt den Bösen einen Tiefschlag nach dem anderen. Auch immer wiederkehrende Kritik an der schwedischen Gesellschaft ist mir für einen Krimi einfach zu viel gewesen. Das hätte der Autor eleganter lösen können, so wirkt das ganze letztlich irgendwie passend gemacht und schmälert so den Gesamteindruck. Alles in allem ein solider dritter Fall für Wallander und sein Team.


Veröffentlicht am 14.12.2024

Solider Krimi

Mörder ohne Gesicht
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Was haben ein altes, brutal gemeucheltes Bauernehepaar und ein brennendes Asylheim miteinander zu tun? Hängen die beiden Fälle wirklich zusammen? Viel Arbeit für Wallander, der beide Fälle klären muss.

Neben ...




Was haben ein altes, brutal gemeucheltes Bauernehepaar und ein brennendes Asylheim miteinander zu tun? Hängen die beiden Fälle wirklich zusammen? Viel Arbeit für Wallander, der beide Fälle klären muss.

Neben der Aufklärung des komplexen Falles lässt der Autor viel Gesellschaftskritik über das bestehende Asylsystem in diesen Wallander-Krimi einfließen und der Leser bekommt einiges über das schwierige Privatleben Wallanders zu lesen, was ihn dadurch allerdings menschlich und authentisch macht. Andere Figuren, egal ob weitere Haupt- oder Nebenfiguren bleiben jedoch eher blass im Verhältnis zur Figur Wallander. Da hätte ich mir noch mehr Tiefe wenigstens bei seinen direkten Mitarbeitern gewünscht. Die Ermittlungsarbeit wird leider von zu vielen Zufällen gestützt, die die Krimi-Handlung genau wie das plötzliche Ende, mit dem/den wie aus dem Nichts präsentierten Täter/n, schon arg konstruiert wirken lassen. Der Schreibstil ist indes angenehm, so dass sich das Buch sehr flüssig lesen lässt.

Wer über ein paar Ungereimtheiten hinweglesen kann, der bekommt hier einen soliden Wallander-Krimi.


Veröffentlicht am 14.12.2024

Toll gestaltete Ausgabe

Sherlock Holmes: Eine Studie in Scharlachrot
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Holmes und Watson treffen hier nun das erste mal aufeinander und beschließen eine Wohngemeinschaft zu bilden, in der Baker Street 221b. Immer wenn Holmes Aufträge durch die Polizei oder von Privatpersonen ...



Holmes und Watson treffen hier nun das erste mal aufeinander und beschließen eine Wohngemeinschaft zu bilden, in der Baker Street 221b. Immer wenn Holmes Aufträge durch die Polizei oder von Privatpersonen erhält, denen er nachgeht, wird in von nun an Dr. Watson begleiten. Ein Detektiv-Duo ist geboren und ermittelt gemeinsam im März 1881 zum rätselhaften Mord an Enoch J. Drebber der, vergiftet und mit dem in Blut getränkten deutschen Wort Rache an der Wand, in einem Haus gefunden wird.

Neben der Krimi-Handlung, die das viktorianische London wunderbar in die Handlung einbezieht, lernen der Leser auch die beiden Hauptfiguren Holmes und Watson etwas näher kennen.

Mit dieser Ausgabe als illustriertem Roman kann man Sherlock Holmes und Doktor Watson noch einmal ganz neu kennenlernen. Die Illustrationen sind wunderschön und setzen einzelne Passagen noch einmal hervorragend in Szenen.

Absolut genial!