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Veröffentlicht am 22.11.2024

Marlow

Marlow
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Berlin 1935: Gereon, der einen tödlichen Verkehrsunfall untersuchen soll stellt bei genauerem Auswerten fest, dass dies hier mehr als „nur“ ein Verkehrsunfall ist, die Hinweise deuten auf Mord hin. ...




Berlin 1935: Gereon, der einen tödlichen Verkehrsunfall untersuchen soll stellt bei genauerem Auswerten fest, dass dies hier mehr als „nur“ ein Verkehrsunfall ist, die Hinweise deuten auf Mord hin. Da dies aber nur er sehen will, ermittelt Gereon mal wieder eigenmächtig. Dabei trifft er auf einen alten Bekannten – Marlow – der irgendwie in diesen Fall verwickelt scheint, und auch Charly und deren Chef der Privatdetektei wissen mehr.

Da in diesem Serienteil alte Seilschaften und private Beziehungen im Vordergrund stehen würde ich empfehlen nicht mit diesem Band in die Serie einzusteigen. Es ist definitiv angenehmer bereits über bestehende Fakten Kenntnis zu haben, das erhöht das Lesevergnügen um einiges. Dass bei all den menschlichen Verflechtungen die Lösung des Falles nicht vergessen wird und auch wieder historische Personen Erwähnung finden machen auch diesen siebten Teil wieder zu einem Leseerlebnis.

Fazit: Das Buch ist eine rundum gelungene Zeitstudie mit Krimihandlung, die ich jedem Genre-Liebhaber absolut empfehlen kann.


Veröffentlicht am 22.11.2024

Berührend und gefühlvoll

Dem Sturm entgegen
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Enyas Leben ist seit ein paar Monaten außer Kontrolle geraten. Sie fühlt sich in ihrer Ehe gefangen, und ihr einst glücklicher und liebevoller Sohn verbringt die meiste Zeit in seinem Zimmer. Enya sucht ...




Enyas Leben ist seit ein paar Monaten außer Kontrolle geraten. Sie fühlt sich in ihrer Ehe gefangen, und ihr einst glücklicher und liebevoller Sohn verbringt die meiste Zeit in seinem Zimmer. Enya sucht Frieden und Ruhe in einem abgelegenes Dorf. Doch auch hier holen sie ihre Probleme und Dämonen ein. Erst als Enya begreift, dass eine Flucht keine Lösung ist, kann sie sich dem Sturm der in ihrem Inneren tobt entgegenstellen.

Dieser Roman hat einige schwierige Themen zum Inhalt wie dysfunktionale Familien, Verlust eines geliebten Menschen, Geheimnisse, Krankheiten und Aberglauben. Der Autorin gelingt es jedoch darüber eine berührende und intensive Geschichte zu erzählen, die flüssig zu lesen ist und sowohl tiefgründig ist als auch seine überraschenden Momente hat. Wer allerdings hier eine romantische Geschichte erwartet, der wird wohl enttäuscht werden.


Veröffentlicht am 22.11.2024

Familiengeheimnisse

Große Gefühle: Das Mädchen auf den Klippen - Helenas Geheimnis - Das Schmetterlingszimmer
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Das Mädchen auf den Klippen:
Die Roman entwirft wieder ein Geheimnis, welches sich erst offenbart als Vergangenheit mit Gegenwart verbunden wird. Dabei ist in der Vergangenheit Mary im Mittelpunkt und ...

Das Mädchen auf den Klippen:
Die Roman entwirft wieder ein Geheimnis, welches sich erst offenbart als Vergangenheit mit Gegenwart verbunden wird. Dabei ist in der Vergangenheit Mary im Mittelpunkt und in der Gegenwart ist vorwiegend Grania im Fokus der Geschichte. Die Autorin beschreibt sehr bildhaft und detailliert in beiden Zeitebenen die Schauplätze und die handelnden Personen, was dem Roman die nötige Lebendigkeit verleiht. Es war interessant und fesseln zu lesen, wie die beiden Familien miteinander verbunden sind und wie sich das Geschehen aus der Vergangenheit im Heute auswirkt. Der Schreib- und Erzählstil ist dabei leicht und flüssig zu lesen, und die Handlung steuert auf eine Finale hin, dass ich so nicht erahnt hatte. Nach dem Aufbau der Geschichte könnte man sagen schon wieder ein Familiengeheimnis-Roman, stimmt, aber die Story die hier erzählt wird ist wieder stimmig und fesselnd. Ein Buch mit einem guten Mix aus Schicksal, Trauer, Glück und Liebe, das angenehme Hörstunden garantiert.

Helenas Geheimnis:
Wie der Titel ja schon sagt, ist dies ein weiterer Geheimnis-Roman aus der Feder von Lucinda Riley. Was nun das Geheimnis von Helena ist, wer oder was darin verstrickt ist, ist unterhaltsam und durchaus fesselnd erzählt. Die wechselnden Erzählperspektiven, die gut gezeichneten Figuren aber vor allem die bildhaft beschriebene Insel Zypern und die Familienvilla bringen Lebendigkeit in die Erzählung. Und natürlich kommen auch hier Gefühle jeglicher Art nicht zu kurz. Fazit: Ein Geheimnis, das nicht offenbart werden soll, aber dann doch für Wirbel sorgt, ist der Inhalt des Romans der gut unterhält, der aber auch ein paar Längen hat. Aber alles in allem ein weiterer Roman den so nur Lucinda Riley zu erzählen vermag. Wer gern über dramatische Familienverwicklungen liest, dem empfehle ich gern dieses Buch.

Das Schmetterlingszimmer:
Posy Montague, Besitzerin eines großzügigen Anwesens in Suffolk, ist die Hauptfigur und damit Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte. Wie schon bei Lucinda Riley Romanen gewohnt, begleitet man Posy nun im Wechsel Vergangenheit/Gegenwart bei der eigenen Nabelschau und erfährt (fast) alles aus dem Leben des mittlerweile 70jährigen Familienoberhaupts. Und damit auch genug Potential für die mehr als 650 Seiten vorhanden ist kommen noch einige Figuren ins Spiel wie z. B. ihre einstmalige Jugendliebe, ihre Söhne mit Familie und so weiter. Die Autorin verbindet nun ihre Protagonisten mittels Schicksalhaftem, Geheimnisvollem, Tragödien, Gefühlen aber auch Gewalt, Krankheit und beruflicher Misserfolge. Ein großer Themenkatalog, der aus meiner Sicht die Geschichte nicht bereicherte, sondern eher oberflächlich machte. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen. Alles in allem ist dies eine Familiengeschichte, die durchaus ihre Momente hat, aber die nicht richtig auf den Punkt kommt. Eine Geschichte mit ein paar Abstrichen, die aber zu unterhalten vermag.


Veröffentlicht am 22.11.2024

Lunapark

Lunapark
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Berlin 1934: Als ein SA-Mann tot aufgefunden wird, wird Rath mit den Ermittlungen betraut. Anstelle eines politisch motivierten Mordes gehen Gereons Überlegungen in eine andere Richtung und führen ihn ...




Berlin 1934: Als ein SA-Mann tot aufgefunden wird, wird Rath mit den Ermittlungen betraut. Anstelle eines politisch motivierten Mordes gehen Gereons Überlegungen in eine andere Richtung und führen ihn mal wieder zu den Ringvereinen.

Die politische Lage spitzt sich immer weiter zu, was auch in der Krimi-Handlung sehr gut eingearbeitet ist. Man spürt den Zwiespalt der Protagonisten ob das was sie tun wirklich das Richtige ist. Auch Gereon ist nicht frei von Zweifeln und als dann auch noch Charly in Bedrängnis gerät muss Gereon handeln, auf eigene Faust.

Die Veränderungen von den Roaring Twenties zu einer Zeit des Gleichschritts fängt der Autor hier sehr gut ein. Auch wie Gereon Rath sich unangepasst anzupassen versucht und durch Köpfchen und Glück immer wieder misslichen Lagen entkommen kann gefällt mir. Also ich wurde auch hier wieder bestens unterhalten und möchte deshalb auch diesen Serienband weiterempfehlen.



Veröffentlicht am 22.11.2024

Spannender und komplexer HistoRoman

Märzgefallene
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Berlin 1933: Eine Serie von Morden an Veteranen aus dem ersten Weltkrieg beschäftigt diesmal Gereon Rath und seine Mitstreiter aus der Roten Burg. Ihre Ermittlungen werden zu allem Übel auch noch durch ...




Berlin 1933: Eine Serie von Morden an Veteranen aus dem ersten Weltkrieg beschäftigt diesmal Gereon Rath und seine Mitstreiter aus der Roten Burg. Ihre Ermittlungen werden zu allem Übel auch noch durch die neue politische Umwälzung, die mit dem Reichstagsbrand seinen Anfang nimmt, erschwert.

Volker Kutscher beschreibt hier sehr gut, was diese Umwälzung aus den Menschen und ihrem Miteinander plötzlich machte. Freunde werden zu Feinden, viele wollen keine Aufmerksamkeit auf sich lenken und schwimmen lieber mit der großen Masse mit. Dass unter diesen Bedingungen auch die Polizeiarbeit nur schwer nach Recht und Gesetz getan werden kann muss auch Gereon Rath feststellen. Dieser Zwiespalt ist sehr gut in die Krimihandlung eingebettet und macht die fiktive Geschichte authentisch.

Fazit: Ein weiterer spannender und komplexer HistoKrimi aus der Gereon-Rath-Reihe, der vor allem durch seine atmosphärische Erzählweise punktet.