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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2024

Berührend und packend

Dem Sturm entgegen
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Enyas Leben ist seit ein paar Monaten außer Kontrolle geraten. Sie fühlt sich in ihrer Ehe gefangen, und ihr einst glücklicher und liebevoller Sohn verbringt die meiste Zeit in seinem Zimmer. Enya sucht ...




Enyas Leben ist seit ein paar Monaten außer Kontrolle geraten. Sie fühlt sich in ihrer Ehe gefangen, und ihr einst glücklicher und liebevoller Sohn verbringt die meiste Zeit in seinem Zimmer. Enya sucht Frieden und Ruhe in einem abgelegenes Dorf. Doch auch hier holen sie ihre Probleme und Dämonen ein. Erst als Enya begreift, dass eine Flucht keine Lösung ist, kann sie sich dem Sturm der in ihrem Inneren tobt entgegenstellen.

Dieser Roman hat einige schwierige Themen zum Inhalt wie dysfunktionale Familien, Verlust eines geliebten Menschen, Geheimnisse, Krankheiten und Aberglauben. Der Autorin gelingt es jedoch darüber eine berührende und intensive Geschichte zu erzählen, die flüssig zu lesen ist und sowohl tiefgründig ist als auch seine überraschenden Momente hat. Wer allerdings hier eine romantische Geschichte erwartet, der wird wohl enttäuscht werden.


Veröffentlicht am 21.11.2024

Sehr unterhaltsam

Die Sieben Schwestern-Saga (1-3)
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Die sieben Schwestern:
Mit „Die sieben Schwestern“ eröffnet Lucinda Riley ihre neue Serie über Schwestern, die alle aus unterschiedlichen Ländern adoptiert wurden und am Genfer See aufgewachsen sind. ...



Die sieben Schwestern:
Mit „Die sieben Schwestern“ eröffnet Lucinda Riley ihre neue Serie über Schwestern, die alle aus unterschiedlichen Ländern adoptiert wurden und am Genfer See aufgewachsen sind. Ihr Adoptivvater Pa Salt hat jeder Tochter als Erbe Hinweise zu ihrer Herkunft hinterlassen. Und so folgt man als Leser in diesem ersten Band Maia, deren Wurzeln sie nach Rio de Janeiro führen. Und so spielt auch ein Großteil der Geschichte dort. Sowohl die Hintergrundgeschichte der anderen Schwestern, die angedeutetund sicherlich ihre eigenen Geschichten bekommen werden, als auch die Suche Maia nach ihren Vorfahren ist stimmig erzählt und wurde nie langweilig. Zusätzlich hat die Autorin noch einige historische Fakten über Rio de Janeiro, die 1920 Jahre bis hin zum weltweiten Börsencrash als Abrundung der Familiengeschichte eingebaut. Die Charakterisierung der einzelnen Figuren empfand ich als lebensecht und sogar für spannende Momente ist gesorgt. Also ein wirklich gelungener Serienstart, der durch die Frage wie es den anderen Schwestern ergehen wird schon jetzt neugierig auf die anderen Bände macht.

Die Sturmschwester:
Entführte uns Lucinda Riley im ersten Band nach Rio de Janeiro, begleiten wir nun Ally auf Spurensuche nach ihren Wurzeln nach Norwegen. Die Grundstimmung dieses Romans ist anders, was auch zeigt, dass jeder Mensch anders ist. Ally liebt die Musik und das Meer, es steckt ihr gewissermaßen im Blut, und so verwundert es nicht, dass sie bei ihren Nachforschungen in die Welt des norwegischen Komponisten Edvard Grieg eintaucht und hier mehr über ihre Herkunft erfährt. „Die Sturmschwester“ ist ein spannendes, berührendes und sehr unterhaltsames Buch. Es hat mich, je weiter die Handlung vorankam immer mehr in seinen Bann ziehen können.

Die Schattenschwester:
Star, die mit CeCe immer eine Einheit gebildet hat, muss nun ihren eigenen Weg gehen, will auch sie mehr über ihre Herkunft erfahren. Star, und somit auch der Leser, werden von Lucinda Riley diesmal in ein englischen Herrenhaus entführt. Was dort auf Star wartet, hat die Autorin wieder wunderbar in Worte gefasst, so dass auch dieser 3. Band der Schwestern-Reihe wieder Spaß macht zu lesen. Sehr atmosphärisch wird zum Beispiel das Anwesen beschrieben und die Familie die Star hier kennenlernt ist facettenreich und wunderbar eigensinnig charakterisiert. Star ist ein ruhiger in sich gekehrter Mensch, und so ist es nicht verwunderlich, dass auch dieser Band eher ruhiger erzählt ist. Das heißt aber nicht, dass er von der Story her im Vergleich zu den Vorgängerbänden langweilig ist, bei weitem nicht, er hat nur einen ganz eigenen, anderen Charme, was eben richtig gut zu Stars Art passt.

Mir haben die ersten drei Bände der Schwestern Reihe super gefallen.



Veröffentlicht am 21.11.2024

Stimmungsvolle Romane

Die große Box: Das Orchideenhaus - Der Lavendelgarten - Die Mitternachtsrose
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Das Orchideenhaus:
Julia, die Hauptprotagonistin, kommt in den Besitz eines Tagebuchs, welche sie tief in die Geheimnisse ihrer Familien hineinversetzt. Die Geschichte führt dabei von Norfolk nach ...




Das Orchideenhaus:
Julia, die Hauptprotagonistin, kommt in den Besitz eines Tagebuchs, welche sie tief in die Geheimnisse ihrer Familien hineinversetzt. Die Geschichte führt dabei von Norfolk nach Bangkok und wieder zurück nach England. Dabei bedient sich die Autorin wieder der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart und lässt ihre Figuren zu Zeiten des 2. Weltkrieges und dem Heute agieren. Dabei haben sie viele dramatische Schicksalsschläge zu verarbeiten. Doch am Ende wird alles gut, lang gehütete Geheimnisse sind gelüftet und das Familienanwesen samt Orchideenhaus gesichert. Lucinda Riley hat eine einnehmende Art ihre Geschichten zu erzählen. Manchmal vielleicht ein bisschen zu weit schweifend, aber immer verständlich und leicht zu lesen. Die Protagonisten sind lebensecht dargestellt und die Schauplätze sind bildhaft geschildert. Alles in allem ist „Das Orchideenhaus“ ein wunderbarer Schmöker, der einen in andere Zeiten und Welten entführt und der neben dem Drama auch die richtige Portion Romantik parat hält.

Der Lavendelgarten:
Emilie kehrt nach einem Schicksalsschlag auf den Familiensitz in der Provence zurück und dort offenbart ihr die Gedichtsammlung ihrer Tante die Familiengeschichte. Rückschauen auf das Leben der Tante mit Vergleichen zu ihrem Leben, lassen Emilie hoffentlich die richtigen Entscheidungen für ihr weiteres Leben geben. Auch in „Der Lavendelgarten“ spielt die Autorin mit den Zeitebenen. Mit viel Herz, Liebe aber auch Intrigen und dunklen Familiengeheimnissen lässt sie ihre Protagonisten mit dem Schicksal hadern und nimmt den Leser wieder Seite für Seiten mit den Hauptfiguren leiden und lieben. Wer schon Bücher der Autorin kennt, weiß worauf er sich hier einlässt und wird auch wieder gut unterhalten. Anderen Lesern kann ich nur empfehlen riskiert einen Blick ins Buch...

Die Mitternachtsrose:
Schauplätze von „Die Mitternachtsrose“ sind England und Indien, zwei vollkommen unterschiedliche Kulturkreise, in denen die Hauptprotagonisten in einer traurig-romantischen Liebesgeschichte verbunden sind. Erzählt wird aus zwei Zeitebenen, die im Wechsel die Geschichte voranbringen und mich als Leser immer weiter an das Buch fesseln. Nicht nur die Figuren hat die Autorin gut charakterisiert auch die Beschreibungen der Lebensweisen und -umstände für die Protagonisten in Vergangenheit und Gegenwart machen den Roman lebendig. Vor allem die Abschnitte die von Indien erzählen sind sehr bildhaft und wunderschön in Szenen gesetzt. Wie sich die Geschichte um Anahita, Ari, Rebecca und all den anderen fügt, solltet ihr selbst erlesen. Fazit: „Die Mitternachtsrose“ ist ein wunderbar stimmungsvoller Roman, der mich in eine andere Welt entführt und mich gut unterhalten hat.


Veröffentlicht am 21.11.2024

Hat mir gefallen

Die verschwundene Schwester
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In diesem Band der Schwestern-Reihe gehen diesmal, anders als in den vorangegangenen Bänden, die Schwestern gemeinsam auf die Suche und zwar nach ihrer siebten Schwester. Dabei erfährt man ganz nebenbei, ...




In diesem Band der Schwestern-Reihe gehen diesmal, anders als in den vorangegangenen Bänden, die Schwestern gemeinsam auf die Suche und zwar nach ihrer siebten Schwester. Dabei erfährt man ganz nebenbei, wie es mit den Schwestern weitergegangen ist, was einen als Serienfan eigentlich immer sehr interessiert. Dazu wechselt die Perspektive natürlich immer zur Schwester, die gerade über sich erzählt. Das hätte nun kompliziert werden können, doch die Autorin versteht es den Leser nicht zu verwirren. Und trotz des Hin und Hers war die Reise auf den Spuren der verschwundenen Schwester ein mitreißende Geschichte, die mir sehr gut gefallen hat. Da noch immer nicht alle Fragen geklärt sind, wird es wohl auf einen weiteren und abschließenden Band hinauslaufen. Lassen wir uns also überraschen, ich hätte nichts dagegen. Bis dahin empfehle ich diesen Roman gern weiter und bewerte ihn mit 4 von 5 Sternen.


Veröffentlicht am 21.11.2024

Spannungsarme Detektivgeschichten

Die Cormoran-Strike-Reihe Band 1-3: - Der Ruf des Kuckucks / Der Seidenspinner / Die Ernte des Bösen (3in1-Bundle)
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„Der Ruf des Kuckucks“ ist der 1. Fall für Privatdetektiv Cormoran Strike aus der Feder von Robert Galbraith aka J. K. Rowlings. Supermodel Lula Landry ist tot und laut Polizeiermittlungen war es Selbstmord ...



„Der Ruf des Kuckucks“ ist der 1. Fall für Privatdetektiv Cormoran Strike aus der Feder von Robert Galbraith aka J. K. Rowlings. Supermodel Lula Landry ist tot und laut Polizeiermittlungen war es Selbstmord oder ein Unglücksfall. Doch ihr Stiefbruder will/kann das nicht glauben und beauftragt Cormoran Strike mit Nachforschungen. Der ist jedoch davon gar nicht angetan, ist er doch der festen Überzeugung nichts anderes als die Polizei zu Tage fördern zu können. Als der Auftraggeber jedoch dem momentan finanziell angeschlagenen Strike eine mehr als großzügige Bezahlung in Aussicht stellt, kann Cormoran nicht mehr ablehnen. Gemeinsam mit seiner neuen Mitarbeiterin Robin Ellacott beginnen sie den Fall noch einmal aufzurollen. Was sich anfangs wie ein Kriminalroman liest verebbt im weiteren eher zu einem Unterhaltungsroman. Viele ausufernde Dialoge die Cormoran mit Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen der Toten führt ziehen die Handlung auseinander und die Spannung sackt ab bzw. ist gar nicht vorhanden. Das Buch liest sich nicht schlecht, keine Frage, aber als Krimi hätte ich mir mehr Action und Spannung gewünscht. Das Knistern zwischen Cormoran und Robin jedoch hat die Autorin sehr schön beschrieben und diese Entwicklung weiter zu verfolgen wird sicherlich interessant werden. Die Auflösung des Falles konnte man letztlich so auch nicht selbst herauslesen, da leider erst im Finale die wichtigen Hinweise/Wendungen preisgegeben wurden. Fazit: Ein unterhaltsamer und lesenswerter Roman, dem allerdings die typischen Krimi-Elemente wie ein durchdachter Fall, Spannung und Tempo fehlen.

Der Seidenspinner:
Leonora Quine bittet Cormoran Strike ihren seit Tagen verschwunden Mann, den Autor Owen Quine, zu suchen. Da Cormoran momentan Zeit hat nimmt er den Auftrag an und stolpert prompt nach einigen Recherchen über die Leiche des Autors. Anders als im ersten Fall verläuft die Handlung hier geradliniger und somit nachvollziehbarer. Allerdings verfällt die Autorin auch hier wieder in ihre Fabulierkunst. Will man denn selbst auf den Täter/Täterin schließen, muss man sehr aufmerksam lesen, da es viele, sehr detaillierte Informationen zu Personen, Schauplätzen und Zeitpunkten gibt, die erst einmal in einen logischen Zusammenhang gebracht werden müssen. Nach einigem Hin und Her bei der Informationsbeschaffung wird die Auflösung präsentiert, die diesmal logischer und nachvollziehbar ist. Leider fehlen wieder Tempo und Spannung. Dafür bekommt die Romantik wieder Raum. Die Beziehung von Cormoran Strike und seiner Assistentin Robin Ellacott bekommt weiter Struktur. Die zunehmende knisternde Spannung ist dabei fast greifbar und man spürt wie beide bemüht sind professionelle Distanz zu waren. Hier geht im nächsten Buch bestimmt noch was? Ich bin gespannt, nicht nur auf den nächsten zu lösenden Fall, sondern auch wie es zwischen Cormoran und Robin weitergehen wird.

Die Ernte des Bösen:
Auch der Dritte Serienband ist wieder ein Roman mit Krimi-Anteil. Wobei dieser Anteil sich wieder nur auf die kriminalistische Ermittlungsarbeit von Cormoran Strike und Robin Ellacott bezieht, und nicht auf Spannung, Action und Tempo. Was diesmal jedoch anders ist, sind die Schauplätze. Nicht London, sondern die ländlichen Gegenden fernab von Glitzer und Glamour der Großstadt, ermitteln die beiden als den Ausgangspunkt für ihren neuesten Fall. Wie mittlerweile ja schon obligatorisch, gibt es wieder viele, sehr ausführliche Unterhaltungen und Beschreibungen, die den (Kriminal-)Roman unschön aufblähen. Das geht zu Lasten der sowieso schon kaum vorhandenen Spannung und verwirren teils mehr, da man dadurch der Handlung nur noch schwer folgen kann. Was aber wieder bestens gelungen ist, ist die Beschreibung der weiteren Entwicklung der beruflichen und persönlichen Beziehung zwischen Cormoran und Robin. Wie es hier weiter gehen wird ist für mich fast spannender als der zu bearbeitende Fall. Alles in allem ein Serienband, dessen Spannung in erster Linie durch die Beziehung der beiden Hauptcharaktere und nicht durch die (Krimi-)Handlung zum Tragen kommt. Wem das nicht zu wenig ist, bekommt hier einen Roman, der zu unterhalten vermag.