Urban-Fantasy mit Biss
When the Moon touches my SoulWhen the Moon touches my Soul von Maria Winter entführt in ein düster-schillerndes Los Angeles, in dem Werwölfe, Vampire und andere Nachtwesen zwischen alten Fehden, brutalen Morden und geheimen Sehnsüchten ...
When the Moon touches my Soul von Maria Winter entführt in ein düster-schillerndes Los Angeles, in dem Werwölfe, Vampire und andere Nachtwesen zwischen alten Fehden, brutalen Morden und geheimen Sehnsüchten leben. Im Mittelpunkt steht Skylar, toughe Securitychefin mit Wolfsgenen und eisernem Willen, deren Welt ins Wanken gerät, als der geheimnisvolle Ryan ihren Weg kreuzt. Zwischen ihnen knistert es, doch ob das Knistern wirklich brennt, bleibt ein leises Rätsel.
Maria Winter erschafft eine atmosphärische Parallelwelt, die klassische Urban-Fantasy-Elemente bedient, aber durch liebevoll gezeichnete Nebenfiguren wie Eli, Alisha oder Mason frische Impulse erhält. Die Mischung aus Spannung, Gefahr und versteckten Gefühlen trägt die Handlung mühelos, auch wenn die Lovestory zwischen Skylar und Ryan eher wie ein Funke wirkt, der nie ganz zum Feuer wird. Die Chemie bleibt dezent, die Spannung dafür umso präsenter. Gerade Ryans dunkle Vergangenheit und Skylars innere Zerrissenheit sorgen für einige packende Momente. Wer hier eine leidenschaftliche Romanze sucht, wird vielleicht nicht voll abgeholt, dafür gibt es aber jede Menge Intrigen, geheimnisvolle Andeutungen und einen spannungsgeladenen Blick auf die Schattenseiten der Nachtwesen-Politik. Der Schreibstil ist dabei flüssig und eingängig, die Seiten fliegen dahin, während sich zwischen Licht und Schatten eine Geschichte entfaltet, die Lust auf mehr macht. Besonders das offene Ende weckt die Hoffnung, dass Skylar und Ryan in einem weiteren Band die Gelegenheit bekommen, ihre Geschichte zu vertiefen, vielleicht dann auch mit mehr Herz und weniger Zurückhaltung.
Ein gelungener instieg in eine Welt, in der der Mond über gebrochene Herzen wacht und düstere Geheimnisse in den Schatten lauern.