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Veröffentlicht am 12.08.2025

Schwarzer Humor und ein Wettlauf gegen die Zeit

Not Quite Dead Yet
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„Not Quite Dead Yet“ von Holly Jackson war mein erstes Buch der Autorin, aber garantiert nicht mein letztes, denn es war ein absolutes Highlight für mich.
Ich hatte schon viel Gutes über die Autorin und ...

„Not Quite Dead Yet“ von Holly Jackson war mein erstes Buch der Autorin, aber garantiert nicht mein letztes, denn es war ein absolutes Highlight für mich.
Ich hatte schon viel Gutes über die Autorin und genau dieses Buch gehört, also musste ich es unbedingt lesen. Das Cover hat mich zwar nicht sofort angesprochen, passt aber im Nachhinein perfekt zur Geschichte.

Worum geht’s?
Es ist Halloween. Die Menschen sind verkleidet, Süßigkeiten werden verteilt, die Nachbarn feiern gemeinsam. Was als fröhliches Fest beginnt, endet für Jet im absoluten Albtraum. Als sie nach der Feier nach Hause kommt, wird sie brutal mit einem Hammer niedergeschlagen. Im Krankenhaus geschieht fast ein Wunder. Sie überlebt. Doch dann die Schockdiagnose. In ihrem Kopf steckt ein Splitter, der bald ein Aneurysma auslösen wird. Jet bleiben nur wenige Tage, um ihren eigenen Mordfall aufzuklären.

Dieses Buch hat mich einfach umgehauen. Jet ist eine Figur, die man entweder sofort ins Herz schließt oder gar nicht leiden kann. Ich mochte sie unglaublich gern. Ihr schwarzer Humor im Umgang mit der Diagnose hat nicht nur mich, sondern auch ihr gesamtes Umfeld an den Rand des Wahnsinns gebracht. Gleichzeitig fand ich es bewundernswert, mit welcher Energie sie sich in die Ermittlungen gestürzt hat. Die Nebenfiguren waren ebenfalls stark gezeichnet. Einige wuchsen mir ans Herz, bei anderen war ich mir ständig sicher, dass sie die Täter sein müssen, nur um wieder an mir selbst zu zweifeln.

Holly Jackson hat hier einen Thriller geschrieben, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Spannung, Humor, Freundschaft, Familie, Geheimnisse. Alles ist drin, und alles ist perfekt aufeinander abgestimmt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe die ganze Zeit mitgerätselt.

Für mich ist es ganz klar ein absolutes Lese-Highlight, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Familie, Erinnerungen und Kultur

Onigiri
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Das Cover von „Onigiri“ finde ich unglaublich schön und minimalistisch und hat mich sofort dazu verleitet, das Buch unbedingt lesen zu wollen.

Aki erfährt recht spät vom Tod ihrer Großmutter. Da sie und ...

Das Cover von „Onigiri“ finde ich unglaublich schön und minimalistisch und hat mich sofort dazu verleitet, das Buch unbedingt lesen zu wollen.

Aki erfährt recht spät vom Tod ihrer Großmutter. Da sie und ihre japanischen Mutter in Deutschland leben, beschließt sie, dass sie noch ein letztes Mal gemeinsam nach Japan reisen. Denn Akis Mutter ist dement, und die Reise wird für beide zu etwas ganz Besonderem.

Die Geschichte ist im Kern eine berührende Mutter-Tochter-Erzählung, die viel über ihre gemeinsame Vergangenheit, aber auch über unausgesprochene Gefühle erzählt.
Die Kapitel tragen jeweils ein japanisches Wort als Überschrift, was ich sehr passend und schön fand.
Das Buch ist insgesamt recht kurz, und der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Dennoch wirkt die Erzählung manchmal etwas sprunghaft, wodurch ich nicht ganz so zügig vorangekommen bin, wie ich es bei der Seitenzahl erwartet hätte.

Insgesamt war „Onigiri“ für mich eine ruhige Geschichte, die von Familie, Erinnerungen und Kultur erzählt. Sie hat mich nicht durchgehend gepackt, aber sie hatte viele schöne Momente, die mir im Gedächtnis bleiben werden.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Spannung baut sich sehr langsam auf

Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein?
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Sloane Caraways Leben war noch nie sehr aufregend oder besonders. Schon als Kind fing sie deshalb an, Lügen zu erzählen, um es spannender wirken zu lassen. Und weil sie damit meistens gut durchkam, konnte ...

Sloane Caraways Leben war noch nie sehr aufregend oder besonders. Schon als Kind fing sie deshalb an, Lügen zu erzählen, um es spannender wirken zu lassen. Und weil sie damit meistens gut durchkam, konnte sie auch als Erwachsene nicht damit aufhören.

Eines Tages sieht sie in ihrer Mittagspause, wie die Tochter eines attraktiven Mannes, Jay Lockhart, auf eine Biene tritt. Sloane eilt hinzu, behauptet kurzerhand, Krankenschwester zu sein, und hilft, den Stachel zu entfernen. Aus Dankbarkeit möchte Jay sie seiner Frau Violet vorstellen. Die beiden Frauen verstehen sich sofort, werden schnell Freundinnen, und wie es der Zufall will, suchen die Lockharts gerade ein Kindermädchen für ihre Tochter Harper. Sloane ist begeistert und nimmt das Angebot an. Von nun an verbringt sie viel Zeit mit Harper und mit Violet und ist so fasziniert von ihr, dass sie beginnt, ihr immer ähnlicher zu werden. Erst mit derselben Haarfarbe, dann mit der Kleidung. Merkwürdigerweise scheint Violet das überhaupt nicht zu stören. Ist Sloane vielleicht nicht die Einzige, die nicht immer die Wahrheit sagt?

Der Klappentext hat mich hier deutlich mehr angesprochen als das Cover, bei dem ich mich lange gefragt habe, was es damit auf sich hat. Nach Beenden des Buches ergab es jedoch Sinn.

Die Geschichte wird zum größten Teil aus Sloanes Sicht erzählt, später auch aus der Perspektive von Violet und Jay. Der Anfang war etwas schleppend, und die Spannung baute sich nur langsam auf, aber ich fand Sloane sehr interessant und wollte unbedingt wissen, ob und wie sie mit ihren Lügen durchs Leben kommt. Es gibt einige Plottwists, die gut gesetzt waren, aber wer schon viele Thriller gelesen hat, wird hier vermutlich nicht allzu überrascht werden. Für mich ist es eher ein Roman mit Thrillerelementen als ein klassischer Thriller. Ruhig, unblutig und sehr nah an den Gedanken der Hauptfigur.

Für alle, die einen sanften Einstieg ins Thriller-Genre suchen oder lieber ruhigere Geschichten lesen, bei denen man trotzdem unbedingt wissen möchte, wie es ausgeht, ist „Eine falsche Lüge“ genau das Richtige.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Schweres Thema mit Humor

Wedding People (deutsche Ausgabe)
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Von „Wedding People“ hatte ich schon so viel Gutes gehört, dass ich es unbedingt lesen wollte. Auch das Cover fand ich richtig schön illustriert, sodass ich mich sehr auf die Geschichte gefreut habe.

Wir ...

Von „Wedding People“ hatte ich schon so viel Gutes gehört, dass ich es unbedingt lesen wollte. Auch das Cover fand ich richtig schön illustriert, sodass ich mich sehr auf die Geschichte gefreut habe.

Wir lernen Phoebe kennen, die in einem grünen Seidenkleid im luxuriösen "Cornwall Inn" eintrifft. Sie hat viel Geld für diesen Aufenthalt gezahlt, um sich noch ein letztes Mal etwas Gutes zu tun. Denn ihr geheimer Plan ist, sich mit den Medikamenten ihrer Katze das Leben zu nehmen. Was sie jedoch nicht ahnt: Im Hotel wird gerade eine opulente Hochzeitswoche gefeiert, und die Braut tut alles dafür, dass alles perfekt läuft und Phoebe ihr bloß nicht die Feierei verdirbt.

Obwohl das Thema der Geschichte sehr schwer ist, schafft es die Autorin, viel Humor hineinzubringen. Es tauchen viele verschiedene Figuren auf, alle sehr gut beschrieben, alle mit ihrer eigenen Geschichte und ihren Sorgen.

Mit dem Schreibstil musste ich erst warm werden, denn gerade am Anfang zog sich das Ganze ziemlich. Ichh habe gefühlt ewig an dem Buch gelesen, und zwischendurch ging mir dadurch etwas die Lust verloren. Es war kein schlechtes Buch, aber es konnte mich leider auch nicht richtig begeistern. Es war für mich einfach okay. Aber ich bin trotzdem froh, dass ich es gelesen habe.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Zum Schmunzeln schön

Miss Merkel: Mord in der Therapie
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Schon der vierte Teil rund um unsere Ermittlerin Miss Merkel und es wird einfach nicht langweilig!

Dieses Mal schlägt Ehemann Achim seiner Angela vor, eine Therapie zu machen. In Klein-Freudenstadt gibt ...

Schon der vierte Teil rund um unsere Ermittlerin Miss Merkel und es wird einfach nicht langweilig!

Dieses Mal schlägt Ehemann Achim seiner Angela vor, eine Therapie zu machen. In Klein-Freudenstadt gibt es jedoch nur einen Psychologen: Dr. Felix Fenstermacher. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als zu ihm zu gehen und findet sich prompt in einer Gruppentherapie wieder. Doch am nächsten Tag fliegt genau dieser Therapeut mitsamt seinem Hausboot in die Luft. Für Angela ist das natürlich ideal. Endlich darf sie wieder ermitteln!

Auch dieser Band hat mir wieder richtig viel Spaß gemacht. Es gab viele Stellen, bei denen ich einfach schmunzeln musste. Der Schreibstil ist gewohnt angenehm und flott, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Es wird mit Angela und ihren „Nebentätigkeiten“ einfach nie langweilig und ich freue mich jetzt schon auf weitere Fälle mit ihr.

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