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Veröffentlicht am 05.03.2021

Auf den Spuren der Vergangenheit

Erinnerungen aus Glas
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Inhalt:
Niederlande 1942: Eliese und Josie waren beste Freundinnen, doch das Leben hat sie getrennte Wege geführt. Nun stehen sie sich plötzlich wieder gegenüber: Eliese arbeitet inzwischen als Registrierungskraft ...

Inhalt:
Niederlande 1942: Eliese und Josie waren beste Freundinnen, doch das Leben hat sie getrennte Wege geführt. Nun stehen sie sich plötzlich wieder gegenüber: Eliese arbeitet inzwischen als Registrierungskraft in der Hollandschen Schouwburg, einem Amsterdamer Theater, das zur Sammelstelle für Juden umfunktioniert worden ist, Josie im gegenüberliegenden Kinderheim. Gemeinsam schmieden sie einen waghalsigen Rettungsplan …
75 Jahre später: Ava Drake reist als Direktorin der gemeinnützigen Kingston-Stiftung nach Uganda. Dort will sie den Förderantrag von Landon West prüfen. Existieren seine Kaffeeplantage und das angeschlossene Kinderheim tatsächlich? Als sich unerwartet eine Verbindung zwischen der Familiengeschichte von Landon und ihrer eigenen auftut und Ava zu recherchieren beginnt, stößt sie in ein Wespennest aus Lügen, Betrug und Habgier. Und sie begegnet Landons Großmutter, einer zierlichen alten Dame mit einer unglaublichen Geschichte …

Meine Meinung:
Ein wirklich tolles Buch, welches einen von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Der Schreibstil ist so wunderschön gefühlvoll und bildlich, so das man sich sowohl in Avas, als auch in Josie und Elieses Geschichte versetzt fühlt. Die wechselnden Perspektiven bzw. Zeitebenen machen einen immer wieder neugierig, was dort weiter geschieht. Man kann das Buch einfach nicht aus den Händen legen. Toll ist auch die Themenauswahl in beiden Zeitepochen. In den Kriegsjahren ist die Angst der Juden und der Hass der Nazis sehr deutlich zu spüren, während man in der Gegenwart die Angst aber auch die Neugier für das zu Entdeckende spürt.
Ava gefällt mir als Charakter sehr gut. Sie gibt wirklich nie auf und lässt mit ihren Fragen nicht locker und deckt so die Geheimnisse der Vergangenheit auf. Aber auch Eliese und Josie gefallen mir sehr gut. Ihre warme Art, wie sie sich den Kindern annehmen wirklich toll.
Die Geschehnisse während des Krieges werden hier wirklich schonungslos und erschreckend offenbart. Da hat die Autorin wirklich gut recherchiert.
Allerdings hab ich auch einen kleinen Kritikpunkt. Da es doch sehr viele Personen gibt, verliert man Anfangs etwas den Überblick. Hier wäre ein Glossar sehr hilfreich gewesen.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2021

Die Reise ins Leben

Die Roseninsel
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Ein traumhaft schönes Cover. Ich liebe Rosen uns von daher ist mir das Cover sofort ins Auge gestochen.

Inhalt:


Buchhändlerin Emma reist nach London, um ihren verstorbenen Eltern noch einmal nahe ...


Ein traumhaft schönes Cover. Ich liebe Rosen uns von daher ist mir das Cover sofort ins Auge gestochen.

Inhalt:


Buchhändlerin Emma reist nach London, um ihren verstorbenen Eltern noch einmal nahe zu sein, denn diese hatten sich dort kennen- und lieben gelernt.
Schon am ersten Tag begegnet ihr die sympathische Witwe Ava. Die beiden Frauen freunden sich an, und Ava macht Emma das verlockende Angebot, in ihrem Anwesen auf der Roseninsel in Cornwall die Bibliothek auf den neuesten Stand zu bringen. Begeistert sagt Emma zu.
Völlig unerwartet trifft sie in dem Haus auf den Klippen auf Avas Sohn Ethan, der ihr gegenüber sehr abweisend ist. Dennoch fühlt Emma sich zu ihm hingezogen. Als sie herausfindet, was hinter Ethans kühler Fassade steckt, begreift sie, wie tief Liebe gehen kann – und steht plötzlich vor der größten Herausforderung ihres Lebens …

Meine Meinung:
Was für ein tolles Buch mit wunderbaren Charakteren. Die Protagonisten sind alle wirklich super sympathisch und man schließt sie bereits ab den ersten Seiten ins Herz. Gerade Emma wächst einem ans Herz und man leidet und liebt mit ihr mit. Mein absoluter Favorit war allerdings Hund Jimmy, der sich mit seinem Charme einfach in alle Herzen schleicht.
Die Geschichte selbst lässt einen nicht mehr los. Man fiebert regelrecht mit Emma und ihrer Geschichte mit, kommt aber manchmal auch zum Nachdenken über das eigene Leben.
Der Schreibstil ist so herzlich, so romantisch, so mitreisend und vor allem so wunderbar bildlich. Man hat gerade die Landschaft von Cornwall und das Anwesen so vor Augen, als würde man sich selbst dort befinden.
Besonders gefallen haben mir auch die Rückblicke in das Leben von Peggy und Hannes und in Emmas Kindheit. Man spürt auch da förmlich die innige Liebe der Familie untereinander.
Emma selbst ist eine wirklich tolle Frau, die trotz aller Schicksalsschläge den Kopf nicht hängen lässt und immer für andere da ist und auch vor einer neuen Herausforderung nicht zurückschreckt.
Ein Buch das zum Nach und Umdenken anregt. Denn gerade den letzte Satz des Buches, sollte man sich merken. „In vollen Zügen leben bedeutete, nicht an gestern oder morgen denken, sondern immer nur einen einzigen unwiederbringlichen Moment zu genießen. Jeden Tag neu…….“ Genauso ist es einfach, denn man weiß nie was heute, morgen oder in der nächsten Stunde passiert.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Toller Bildband

The Great Escape
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Inhalt:
Freiheit und Abenteuer – das versprach die Seefahrt schon immer. Wie kein anderes Berufsfeld bot sie die Chance, entlegene Regionen der Erde zu sehen und jenseits von alltäglicher Routine unvergleichliche ...

Inhalt:
Freiheit und Abenteuer – das versprach die Seefahrt schon immer. Wie kein anderes Berufsfeld bot sie die Chance, entlegene Regionen der Erde zu sehen und jenseits von alltäglicher Routine unvergleichliche Erfahrungen zu machen. Insbesondere in den 1950er-Jahren lockte sie junge Männer hinaus in die Ferne, weit weg von Deutschland, das nach den Bombennächten des Zweiten Weltkriegs vielerorts noch immer in Trümmern lag.
Als Zeugnis ihrer Weltläufigkeit brachten die Seeleute nicht nur allerlei ausgefallene Souvenirs mit nach Hause, sondern auch unzählige Fotografien. Erschwingliche Kleinbildkameras ermöglichten es, die bereisten Länder in Schnappschüssen und sorgfältig komponierten Bildern festzuhalten. Länder wie Japan, Ägypten und Brasilien faszinierten mit ihrer „Exotik“ genauso wie moderne Metropolen westlicher Industrienationen mit reißender Hochhausarchitektur, schnellen Autos und leichten Mädchen. Im Fokus standen aber nicht nur beeindruckende Naturschauspiele und pittoreske Sehenswürdigkeiten, sondern auch der von einer Vielzahl an Unannehmlichkeiten geprägte Alltag. Tropische Hitze und extreme Minusgrade, Piraterie und Schiffbruch, schlechte Ernährung und die Ansteckung mit Tropenkrankheiten waren mitunter nur einige der stets mitreisenden Gefahren.
Das Buch versammelt über 170 Aufnahmen der 1950er- bis 1970er-Jahre, die einen nie dagewesenen Einblick in einen faszinierenden und fast vergessenen Kosmos ermöglichen.

Meine Meinung:
Ich Habe das Buch meinem Mann zu Weihnachten geschenkt und was soll ich sagen, er war begeistert. Man erhält in diesem Buch sehr tolle Einblicke in die Welt der Seefahrt der 50er bis 70er Jahre. Gerade viele Bilder, die man von Berufsfotografen nie bekommen hätte, sieht man hier. Zwar ist die Qualität der Bilder nicht immer die Beste, aber das stört jetzt nicht wirklich. Interessant auch die Einblicke in die Hafenstädte und die Landgänge. Schade finde ich, meinen Mann hat es nicht gestört, das unter vielen Bildern kein kurzer Text zu Erläuterungen ist.
Insgesamt ein wirklich toller Bildband, der einen anderen Blick in das Leben der Seefahrer preisgibt.

Mein Fazit:
Klare Empfehlung, nicht nur für Seefahrtinteressierte. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Konnte mich nicht überzeugen

Kissing Chloe Brown (Brown Sisters 1)
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Inhalt:
Chloe Brown ist chronisch krank. Nachdem sie fast von einem Auto überfahren wurde, fasst sie den Entschluss, sich von ihren Beschwerden nicht mehr einschränken zu lassen. Sie will das Leben in ...

Inhalt:
Chloe Brown ist chronisch krank. Nachdem sie fast von einem Auto überfahren wurde, fasst sie den Entschluss, sich von ihren Beschwerden nicht mehr einschränken zu lassen. Sie will das Leben in vollen Zügen genießen – inklusive Kätzchen von Bäumen retten, unfreundlichen Nachbarn Kaffee in den Briefkasten schütten und auch mal eine unverbindliche Affäre anfangen. Doch Chloe merkt schnell, dass es nicht leicht ist, über den eigenen Schatten zu springen. Was sie braucht, ist ein Lehrer!
Red Morgan hat Tattoos, ein Motorrad und mehr Sexappeal als so mancher Hollywoodstar. Er ist außerdem Chloes neuer Nachbar und wäre die perfekte Unterstützung auf ihrer Mission. Doch nachdem Chloe Red für ihr Vorhaben gewonnen hat, erfährt sie mehr über ihn, als ihr lieb ist. Zum Beispiel, warum er etwas gegen ihre reiche Familie hat. Und was wirklich hinter seinem rauen Äußeren steckt …


Meine Meinung:
Leider konnte mich dieses Buch trotz der tollen Idee nicht überzeugen. Der Schreibstil ist zwar sehr flüssig, doch liest man ab einen gewissen Zeitpunkt einfach nur noch drüber weg.
Die Hauptakteure bleiben insgesamt zu blass. Man kommt ihnen nicht wirklich nahe und kann keine Verbindung zu ihnen herstellen. Das finde ich insgesamt sehr schade. Denn gerade Chloe hätte ich gerne besser kennen gelernt. Ihr Umgang mit ihrer Krankheit wird zwar aufgezeigt, doch die restlichen Probleme existieren irgendwie nicht. Und wenn doch, dann werden sie durch Sex in Luft aufgelöst. Gerade Red kommt mir hier zu weichgespült rüber. Aber es gibt natürlich solche Männer, die sich immer wieder ausnutzen lassen, Hauptsache der Sex stimmt.
Insgesamt konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen. Aber ich werde dem zweiten Band trotz allem eine zweite Chance geben.

Mein Fazit:
Leider zu farblos, leider nur 2 Sterne

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Tolle Homage an Jim Morrison

Ich und der Andere
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Inhalt:
Für den Weltstar Jim Morrison scheint alles zu Ende, bevor es richtig losgegangen ist. Zwar hat der gescheiterte Filmstudent zusammen mit Gleichgesinnten seine eigene Band, THE DOORS, gegründet, ...

Inhalt:
Für den Weltstar Jim Morrison scheint alles zu Ende, bevor es richtig losgegangen ist. Zwar hat der gescheiterte Filmstudent zusammen mit Gleichgesinnten seine eigene Band, THE DOORS, gegründet, aber ihre Karriere droht in schäbigen Vorstadtspelunken von Los Angeles zu versanden. Drogen, Alkohol und Sex sind eben leichter zu haben als die neue, authentische Musik, von der sie gemeinsam träumen. Eines Abends sitzt ein Typ im Publikum, der dort nicht hinpasst. Seine bloße Anwesenheit stört – und Jim verliert die Nerven. Von da an wird alles anders. Hinterher nennt Jim den Fremden Hölderlin, weil er ihn an eine Zeichnung dieses vor langer Zeit im Wahnsinn verstorbenen Dichters erinnert. Jim Morrison soll im Sommer 1971 in Paris gestorben sein. Angeblich in einer Badewanne ertrunken. Doch niemand, der ihn kannte, hat seine Leiche gesehen. Vielleicht liegt ein leerer Sarg in jenem Grab auf dem Friedhof Père Lachaise, auf das viele Menschen bis heute frische Blumen legen.

Meine Meinung:
Eine tolle Homage an Jim Morrison. Der Autor erzählt aus der Sicht von Jim Morrison selbst. Man erhält Einblicke in die Welt von Jim sowohl in seinen klaren als auch in seinen benebelten Zuständen. Teilweise wirklich sehr interessant, allerdings an manchen Stellen auch etwas überzogen. Aber das überzogene passt dann wieder zum Drogenrausch.
Interessant ist die Verbindung zu Hölderlin, der ja lange vor Jim Morrison lebte, den Jim allerdings als Inspiration nimmt. Nicht wirklich greifbar war der Fremde, den Morrison Hölderlin nennt.
Natürlich sind viele dieser Dinge wahrscheinlich nie passiert, doch ist die Vorstellung nicht ganz so abwegig und man kommt ins Grübeln.
Insgesamt schafft es der Autor, das man während des Lesens immer wieder darüber nachdenkt, war es jetzt so, oder nicht.
Ein wirklich gelungener Einblick in die „Fiction Jim Morrison“ und wer weiß, vielleicht ist ja einiges doch so geschehen.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne

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