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Veröffentlicht am 19.11.2020

Brandstifter

Tegernsee-Connection
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Das Cover des Buches hat schon den gewissen bayrischen Flair. Es deutet direkt auf einen Regionalkrimi hin und solche Bücher muss ich einfach in die Hand nehmen.

Inhalt:
Spezlwirtschaft, Intrigen und ...

Das Cover des Buches hat schon den gewissen bayrischen Flair. Es deutet direkt auf einen Regionalkrimi hin und solche Bücher muss ich einfach in die Hand nehmen.

Inhalt:
Spezlwirtschaft, Intrigen und Verbrechen bis zum Mord: Hinter der Fassade der feinen Gesellschaft am Tegernsee verbergen sich bisweilen finsterste menschliche Abgründe. Das erfährt auch Kommissar Markus Kling, als er es bei seinem ersten Fall mit einer Schmiergeldaffäre zu tun hat und ein Luxushotel bis auf die Grundmauern niederbrennt. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Feuerteufel, der seine Umgebung in Angst und Schrecken versetzt - erst recht, als er bei seinen Taten über Leichen geht.

Meine Meinung:
Ein Buch das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Ich konnte es einfach nicht auf die Seite legen. Der Schreibstil ist flüssig, interessant und spannend. Immer wieder tauchen neue Verdächtige auf, während der Feuerteufel weiterhin versucht sein Werk zu vollenden.
Ein Buch das außer ganz viel Lokalkolorid auch Intrigen, Machtspiele und Affären bietet.
Die einzelnen Charaktere sind ebenso wie die Schauplätze sehr detailliert und realistisch dargestellt.
Man hat vieles einfach bildlich vor Augen und fühlt sich so viel näher in der Geschichte. Wirklich toll. Markus Kling gefällt mir als Ermittler auch richtig gut. Man erfährt auch so einiges aus seinem Privatleben, das gefällt mir gut und macht ihn insgesamt noch authentischer.
Der Fall und die Auflösung dessen, sind ebenfalls sehr realistisch und nachvollziehbar.
Wirklich ein Buch, das mich vollumfänglich überzeugt hat. Ich freue mich auf weitere Fälle mit Markus Kling.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2020

Konnte mich nicht überzeugen

Das Leben ist ein wilder Garten
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Das Cover ist wirklich interessant und man fragt sich, bevor man das Buch gelesen hat, wer denn sie Frau auf dem Fahrrad sein wird. Es lädt einen förmlich zum Rätseln ein.

Inhalt:
Das beschauliche Leben ...

Das Cover ist wirklich interessant und man fragt sich, bevor man das Buch gelesen hat, wer denn sie Frau auf dem Fahrrad sein wird. Es lädt einen förmlich zum Rätseln ein.

Inhalt:
Das beschauliche Leben des Landschaftsgärtners Carlo gerät in Aufruhr. Seine Frau hat ihn verlassen, die Tochter studiert jetzt in London. Agon, sein Hilfsgärtner aus dem Kosovo, eine sensible Seele in einem massigen Körper, wird aus heiterem Himmel zusammengeschlagen. Und dann ist plötzlich Carlos demente Mutter verschwunden. Gemeinsam mit Agon macht er sich auf die Suche und entdeckt nicht nur die Natur und die Menschen um ihn herum neu, sondern kommt in einem Grandhotel am Berg der ungeahnt glamourösen Vergangenheit seiner Mutter während des Zweiten Weltkriegs auf die Spur …

Meine Meinung:
Es handelt sich um eine nette Geschichte, die mich aber im Großen und Ganzen nicht so wirklich überzeugen konnte. Die Idee ist wirklich toll, allerdings fehlt bei der Umsetzung der gewisse Tiefgang, den die Geschichte meiner Meinung nach verdient hätte. Sehr schön wäre es gewesen, wenn man mehr aus der Vergangenheit der Mutter erfahren hätte. So hat man immer nur einzelne Häppchen hingeworfen bekommen, aber nicht so wirklich etwas erfahren. Carlo hat mir ja anfangs wirklich gut gefallen, aber im Laufe des Buches fand ich sein Verhalten, gerade seiner Mutter gegenüber sehr fragwürdig. Es hatte den Anschein, das ihm jeglicher Bezug und jegliche Beziehung zur Mutter abhanden gekommen ist. Ich denke hier hätte man mehr daraus machen können.

Mein Fazit:
Nette Geschichte aber leider nicht mehr.

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Veröffentlicht am 13.11.2020

Zwischen zwei Welten

Die Sommer
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Das Cover des Buches wirkt sehr idyllisch. Es hat etwas von Romantik aber auch von einer gewissen Sehnsucht.

Inhalt:
Leyla ist die Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden… Das ergreifende ...

Das Cover des Buches wirkt sehr idyllisch. Es hat etwas von Romantik aber auch von einer gewissen Sehnsucht.

Inhalt:
Leyla ist die Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden… Das ergreifende Debüt der Gewinnerin des Publikumspreises des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs (2019) über das Dasein zwischen zwei Welten
Das Dorf liegt in Nordsyrien, nahe zur Türkei. Jeden Sommer verbringt Leyla dort. Sie riecht und schmeckt es. Sie kennt seine Geschichten. Sie weiß, wo die Koffer versteckt sind, wenn die Bewohner wieder fliehen müssen. Leyla ist Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden. Sie sitzt in ihrem Gymnasium bei München, und in allen Sommerferien auf dem Erdboden im jesidischen Dorf ihrer Großeltern. Im Internet sieht sie das von Assad vernichtete Aleppo, die Ermordung der Jesiden durch den IS, und gleich daneben die unbekümmerten Fotos ihrer deutschen Freunde. Leyla wird eine Entscheidung treffen müssen. Ronya Othmanns Debütroman ist voller Zärtlichkeit und Wut über eine zerrissene Welt.

Meine Meinung:
Hier ist der Autorin ein Buch gelungen, das noch sehr lange nachwirkt. Sehr realistisch und brutal ehrlich schildert sie die Geschehnisse rund um den syrischen Bürgerkrieg. Auch die Zerissenheit Leylas wird sehr gut dargestellt. Man leidet förmlich mit Leyla mit, wenn sie zwischen zwei Welten pendelt.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, interessant und wahnsinnig mitreisend. Man hat die Bilder der einzelnen Schauplätze förmlich vor Augen und kann die Zerstörung förmlich fühlen.
Leylas Vater ist in meinen Augen eine tragische Person, der sich aufgegeben zu haben scheint und nur vor dem Fernseher sitzt und dort die Ereignisse in Syrien verfolgt. Man hat einige Male das Gefühl, das er trotz seines langen Lebens in Deutschland, er nie richtig hier angekommen ist.
Insgesamt hat mich das Buch sehr aufgewühlt zurück gelassen.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung, sehr gute 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.11.2020

Äußerst gefühlvoll

Ein Sonntag mit Elena
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Das Cover ist optisch ein Eyecatcher. Es strahlt etwas von Geborgenheit aus.

Inhalt:
"Elena prostete ihm zu: 'Danke', sagte sie, 'Heute Morgen beim Aufwachen hatte ich den Kopf voller Schatten. Alle ...

Das Cover ist optisch ein Eyecatcher. Es strahlt etwas von Geborgenheit aus.

Inhalt:
"Elena prostete ihm zu: 'Danke', sagte sie, 'Heute Morgen beim Aufwachen hatte ich den Kopf voller Schatten. Alle haben Sie nicht verjagt, aber ein paar schon. Danke dafür, wirklich.'"
Einst reiste er als Ingenieur um die Welt und baute riesige Brücken. Nach dem Tod seiner Frau aber ist es still geworden in der Turiner Wohnung am Fluss. Sein Sohn lebt in Finnland, mit der jüngeren Tochter hat er keinen Kontakt, nur die älteste sieht er ab und zu mit ihrer Familie. An einem Sonntag kocht der ältere Mann ein traditionelles Mittagessen für sie. Doch sie sagt kurzfristig ab. Im Park lernt er Elena und ihren Sohn kennen und lädt sie spontan zum Essen zu sich ein. Diese zufällige Begegnung wird alle drei für immer verändern.
Eine Geschichte voller Zuversicht und Wärme, die ein stilles Glück in den Herzen zurücklässt.

Meine Meinung:
Ein Roman, der direkt ins Herz geht. Sehr gefühlvoll und realistisch wird das Leben eines Mannes dargestellt, der nach dem Tod seiner Frau wieder einen Neuanfang startet. Das ist aber noch nicht alles. Auch die Vergangenheit, das Familienleben vorher, wird sehr anschaulich hergestellt. Besonders interessant ist hierbei, das die Geschichte aus der Sicht seiner jüngsten Tochter beschrieben wird. So kann man auch die Gefühle und die Gründe für das Zerwürfnis zwischen Vater und Tochter nachvollziehen und erkennen.
Auch sehr schön erkennbar ist dann die Veränderung die im Vater vorgeht, als er Elena und ihren Sohn kennen lernt. Dadurch verändert er seine Sicht auf viele Dinge in der Vergangenheit und auch der Zukunft. Aber auch in Elena geht eine Wandlung vor. Auch das erkennt man sehr gut.
Ein Buch über Trennung, Veränderung, Trauer, Liebe, Freundschaft, Familie, einfach über das Leben. Dieses Buch wirkt noch sehr lange in einem nach.

Mein Fazit: Ganz klare Leseempfehlung. Volle 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 05.11.2020

Bilder die man nie vergisst

Und auf einmal diese Stille
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Das Cover des Buches deutet schon sehr deutlich auf das Thema hin. Die Bilder dieses Tages werden uns für immer in Erinnerung bleiben.

Inhalt:
Der 11. September 2001: Kein Tag hat sich stärker ins kollektive ...

Das Cover des Buches deutet schon sehr deutlich auf das Thema hin. Die Bilder dieses Tages werden uns für immer in Erinnerung bleiben.

Inhalt:
Der 11. September 2001: Kein Tag hat sich stärker ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Doch die Worte vieler, die den 11. September tatsächlich erlebt haben, wurden fast 20 Jahre lang nicht gehört. Garrett M. Graff hat diese Worte gefunden, er hat alle Dokumente, alle Interviews zusammengetragen, hat die Stimmen der Einsatzkräfte, der Zeugen, der Überlebenden versammelt und daraus eine überwältigende Erzählung kompiliert – vielstimmig, erfahrungsecht, im O-Ton.
Und auf einmal diese Stille ist das herzzerreißende Logbuch eines historischen Tages und ein monumentales Zeugnis von Hoffnung und Menschlichkeit in der Dunkelheit.

Meine Meinung:
Oh man was für ein Buch, das einen emotional einfach mitreist. Man hat die Bilder der schrecklichen Ereignisse des 11. Septembers wieder sehr bildlich und detailliert vor Augen. Man wird in die Ereignisse regelrecht rein katapultiert. Während des Lesens hat man immer wieder das Gefühl mitten in den Geschehnissen zu sein.
Besonders gefallen hat mir, das über jedem Kapitel der Ort und die Uhrzeit stand, so wusste man immer genau an welchem Ort der Geschehnisse man sich befindet.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, das der Autor wirklich sehr gut recherchiert hat und daraus eine Zusammenstellung erstellt hat, die ich bis jetzt so noch nicht entdeckt habe. Auch die Gefühle der einzelnen Personen kommen in den einzelnen Kapitel wirklich sehr gut rüber, man spürt förmlich deren Angst, die Trauer, die Machtlosigkeit und Ohnmacht.
Ein wirklich außergewöhnliches Buch über einen Tag, den keiner von uns je vergessen wird.

Mein Fazit:
Klare Leseempfehlung, volle 5 Sterne.

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