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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2017

Auf ewig Dein

Auf ewig dein
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Time School ist eine neue Zeitreise Trilogie der sympathischen Autorin Eva Völler. Sie baut auf die Zeitenzauber Trilogie auf. Man muß diese allerdings nicht zwingend vorher gelesen haben, um in die Geschichte ...

Time School ist eine neue Zeitreise Trilogie der sympathischen Autorin Eva Völler. Sie baut auf die Zeitenzauber Trilogie auf. Man muß diese allerdings nicht zwingend vorher gelesen haben, um in die Geschichte zu kommen. Personen und wichtige Handlungen werden gut erklärt und auch kurze erklärende Rückblicke eingebaut.
Seit dem letzten Zeitenzauber Abenteuer sind ein paar Jahre vergangen und Anna und Sebastiano haben die Time School gegründet, natürlich in Venedig. Auch zwei Schüler lernen wir sofort kennen: Ole den Wikinger Häuptlingssohn und Fatima, die orientalische Schönheit und ehemalige Haremsdame. Alle vier befinden sich gerade bei einem Maskenball, der am Hofe von Heinrich VIII stattfindet. Sie versuchen ein Attentat zu verhindern und auch noch einen neuen Schüler mitzunehmen in ihre Akademie.
Natürlich klappt nicht alles so wie geplant und einige Abenteuer liegen noch vor ihnen.
Frau Völler hat hier eine schöne neue Idee umgesetzt, sodass wir uns noch ein wenig an Abenteuern mit Anna und Sebastiano und ihrer Crew erfreuen dürfen.
Leider gefielen mir zwischendurch die abrupten Enden der Zeitreisen und auch der viel zu schnelle Schluss nicht. Hat den eigentlich schönen Gesamteindruck etwas gemindert. Aber das Buch zu lesen hat Freude gemacht und ich freue mich schon auf die Nachfolgebände.
Ich bedanke mich beim Bastei Lübbe Verlag, der mir kostenlos und zeitnah ein Manuskript in einer Leserunde zur Verfügung gestellt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Handlung
Veröffentlicht am 12.07.2017

Eine tolle Reihe

Sieh nichts Böses (Ein Kommissar-Dühnfort-Krimi 8)
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Durch Zufall wird bei einer Prüfung der Leichenspürhunde von einem der Hunde eine wirkliche Leiche entdeckt. Es handelt sich bei dem Leichnam um eine junge Frau, die wohl bereits seit zwei Jahren dort ...

Durch Zufall wird bei einer Prüfung der Leichenspürhunde von einem der Hunde eine wirkliche Leiche entdeckt. Es handelt sich bei dem Leichnam um eine junge Frau, die wohl bereits seit zwei Jahren dort vergraben liegt. Wer ist die Tote? Warum gibt es keine Vermißtenanzeige? Was hat die kleine Affen-Skulptur zu bedeuten, die neben der Leiche lag?
Kommissar Konstantin 'Toni' Dühnfort gerade erst wieder im Dienst, nachdem er mit seiner schwangeren Gina auf Hochzeitsreise war, bekommt den Fall zugeteilt.
Die Ermittlungen kommen nur zögernd in Gang, da die Tote zuerst nicht zu identifizieren ist. Als die Identität sichergestellt ist, können sich die Ermittler nur wundern, mit welcher Gleichgültigkeit die Eltern der Toten die Todesnachricht aufnehmen. War einer von Ihnen der Täter?
Als noch eine junge Frau verschwindet, bei der sich die Lebensumstände sehr mit denen der Toten gleichen, werden auch die Mitarbeiter einer Schuldnerberatungsstelle näher in Betracht gezogen.
Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, sodass keine Langeweile beim Lesen aufkommt. Immer wieder nimmt der Krimi an Fahrt auf und immer wieder wechseln die Verdächtigen, ohne dass man den Eindruck hat, dies geschieht nur, um das Buch in die Länge zu ziehen und den Leser zu irritieren.
Zwischendurch kommt das Privatleben des Kommissars zwar etwas zu kurz, aber er kümmert sich trotzdem rührend um seine schwangere Frau. Auch als eine sehr, sehr schwierige Entscheidung ansteht, meistern sie es gemeinsam.
Das Buch ist spannend bis zum Schluß, der Täter ist nicht sofort zu erraten und dann gibt es noch eine, zumindest für mich, überraschende Wende zum Schluß.
Ich freue mich schon auf weitere Bände dieser Reihe.

Veröffentlicht am 15.06.2017

Wer ist der Totenengel?

Totenengel
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Totenengel ist nach Totenprediger der zweite Band einer Thriller Reihe geschrieben von Mark Roberts. Die Reihe spielt in Liverpool mit einer sympathischen Ermittlerin als Protagonistin: Eve Clay, glücklich ...

Totenengel ist nach Totenprediger der zweite Band einer Thriller Reihe geschrieben von Mark Roberts. Die Reihe spielt in Liverpool mit einer sympathischen Ermittlerin als Protagonistin: Eve Clay, glücklich verheiratet und Mutter eines Sohnes. Ihre Vergangenheit wird immer bruchstückhaft erwähnt, allerdings bleibt der größte Teil im Dunkeln, sodass man auf weitere Bände hoffen kann.
In einer Winternacht wird eine ältere Frau gefunden, die auf der Straße zusammengebrochen ist und verwirrt scheint. Sie sagt zu ihren Rettern den Satz : er ist abgeschlachtet worden. Während die Frau medizinisch versorgt wird, versucht Eve Clay mit Hilfe der Retter herauszubekommen wo die Frau wohnt. Als sie in das Haus kommt,  macht sie einen schrecklichen Fund. Der Vater der Frau, weit über 90 Jahre alt, wurde grausamst ermordet und die Leiche zur Schau gestellt. Warum wird ein hochbetagter, emiritierter Professor umgebracht, warum diese Zurschaustellung, warum wurde ein Bild von der Wand entfernt, wer ist die Person auf dem Foto neben dem Professor? Vielleicht finden sich Hinweise im Refugium, einem Heim für Menschen mit Handicap. Geleitet wird das Heim vom Ehepaar Miller, wobei er ein echtes Scheusal zu sein scheint.
Eve Clay und ihr Team ermitteln unter Hochdruck und haben es leider später mit noch mehr Toten zu tun.
Der Thriller wird in kurzen Kapiteln erzählt und nimmt immer wieder erneut an Fahrt auf. Er nimmt Wendungen, die nicht vorhersehbar, aber logisch erscheinen und das Ende überrascht dann doch.
Mir haben der Erzählstil, die kurzen Kapitel und die Haupthandlung sehr gut gefallen. Die religiösen, teils mysteriösen Einblendungen haben mich nur irritiert, auch wenn sie zum Schluss logisch sind. Auch die Vielzahl von Ermittlernamen, die nie richtig vorgestellt werden, haben mich irritiert. Aber dafür haben sie den Fall/die Fälle innerhalb eines Tages gelöst.
Mit den kleinen Abstrichen finde ich den Thriller als sehr spannend und gelungen. Band 1 liegt lesebereit hier.
Ich bedanke mich beim Bastei Lübbe Verlag, der mir ein Exemplar zeitnah und kostenlos für eine spannende Leserunde zur Verfügung gestellt hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 06.05.2017

Klasse

Die fremde Königin
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Schon gleich, wenn man das Buch mit dem wunderschön gestaltenen Cover in den Händen hält, meint man schon ein kleines Juwel in den Händen zu halten und möchte gleich mit dem Lesen der über 750 Seiten beginnen.
Rebecca ...

Schon gleich, wenn man das Buch mit dem wunderschön gestaltenen Cover in den Händen hält, meint man schon ein kleines Juwel in den Händen zu halten und möchte gleich mit dem Lesen der über 750 Seiten beginnen.
Rebecca Gablé hat schon einige historische Romane geschrieben. Unter anderem die fünfteilige Waringham Saga und hatte damit viel Erfolg und eine getreue Leserschaft.
Die fremde Königin handelt und spielt in Deutschland, kurz vor der ersten Jahrtausendwende. Die historischen Hauptfiguren sind Otto der Große und seine zweite Gemahlin Adelheid, eine italienische Königin. Durch sie ist die Idee zu diesem Roman entstanden. Frau Gablé hatte einen Bericht gelesen, über eine 20 jährige Königin, Witwe, Mutter einer Tochter und in Gefangenschaft. Aus dieser konnte diese sich befreien, indem sie sich durch den bröckeligen Boden grub. Daraufhin hat die Autorin viel recherchiert und die spannende historische Geschichte mit erfundenen Personen und Begebenheiten gemischt und zu diesem tollen Roman verarbeitet.
Adelheid befreit sich also aus ihrer Gefangenschaft und wird von Gaidemar, einem Panzerreiter von Otto, in Empfang genommen und sicher nach Canossa gebracht. Dort vermählt sie sich mit Otto, jetzt auch König von Italien, und begleitet ihn in dessen deutsche Heimat.
Sie führen eine gute Ehe, aus der auch Kinder hervorgehen. Nur die Welt drumherum ist nicht friedlich. So muß Otto sich Intrigen und Machtkämpfe von Henning, seinem Bruder, und Liudolf,seinem Sohn aus erster Ehe, gefallen lassen und abwähren. Zusätzlich Schlachten führen gegen die Slawen und Ungarn. Das Mittelalter war keine leichte Zeit. Weder für die Mächtigen, noch für die normale Bevölkerung.
Frau Gablé gelingt es wunderbar, dem Leser diese Zeit näher zu bringen, auch das Wesen von Otto dem Großen stellt sie bildlich dar. Milde gegenüber seiner Familie, Härte gegenüber seinen Feinden, teilweise auch Grausamkeit.
Aber alles verpackt in einem Roman, in dem von Gaidemar, dem Bastard berichtet wird. Seiner geheimen Liebe zur Königin, seiner unverrückbaren Treue dem König gegenüber, seiner Neugier darauf, seine Herkunft zu erfahren und seinem eigenen Liebesglück.
Wer wie ich, ein Schulgeschichtsmuffel ist, kann hier etwas für sein Geschichtswissen tun, in angenehmer Art und vielen schönen Lesestunden.
Ich bedanke mich beim Lübbe Verlag, der mir ein Exemplar zeitnah und kostenlos zur Verfügung gestellt hat.

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
  • Gefühle
  • Recherche
  • Schreibstil
Veröffentlicht am 09.04.2017

sehr spannend und amüsant

Die unbekannte Schwester
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Die unbekannte Schwester von Theresa Prammer ist der dritte Band einer Krimreihe um Carlotta Fiore, Tochter einer weltbekannten Opernsängerin. Das wohlgestaltete Cover des Kriminalromans weist schon darauf ...

Die unbekannte Schwester von Theresa Prammer ist der dritte Band einer Krimreihe um Carlotta Fiore, Tochter einer weltbekannten Opernsängerin. Das wohlgestaltete Cover des Kriminalromans weist schon darauf hin, dass dieser in Wien spielt.
Man muß die ersten beiden Bände nicht gelesen haben, um in die Handlung zu finden. Die Autorin flicht immer kleine Hinweise auf Handlungen und Begebenheiten ein, die in den beiden Bänden stattfanden, ohne dass es störend wirkt. Eher als kleine Erinnerung. Ich kann aber empfehlen, die Vorgängerbände auch zu lesen.
Carlotta und Konrad treten ihren Dienst bei der Kriminalpolizei an. Konrad wird nach 30 Jahren mit stehendem Applaus begrüßt, Carlotta wird mit einer blamablen YouTube Aufnahme begrüßt und gedemütigt. Und dann sollen die beiden auch noch Vorträge halten und vom aktiven Dienst ferngehalten werden.
Aber nicht mit Carlotta Fiore!! Als ein Journalist Selbstmord begeht, wittert sie gleich, dass es wohl kein Selbstmord ist. Dann findet sie in der Wohnung des Opfers Zettel mit kleinen Notizen. In Steno - keine Chance es zu entziffern. Nur ein altes Datum und ihren Namen kann sie lesen. Was hat das zu bedeuten?
Carlotta und Konrad ermitteln wieder undercover, an ihren Kollegen vorbei. Plötzlich verschwindet auch noch Henrietta. Warum?
Der erste Teil dieses Buches erzählt zuerst viel aus dem Leben rund um Konrad, Carlotta, Hannes, Konny, Henrietta und Anna und nimmt dann sehr schnell Fahrt auf. Ich konnte bei der spannenden Handlung das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Ich liebe diese Reihe und finde sie von Band zu Band schöner und spannender und freue mich auf weitere Abenteuer dieser unkonventionellen Progatonistin.
Ich bedanke mich bei Vorablesen und dem List Verlag, die mir das TB zeitnah und kostenlos zum Lesen zur Verfügung gestellt haben.