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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2025

Spannender und überraschend vielschichtiger Roman ohne Schulmeisterei

Der Astronaut
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Nach "Der Marsianer" kehrt Andy Weir mit Der Astronaut eindrucksvoll zu dem zurück, was er schon im Marisaner gezeigt hat: Wissenschaftlich gut gemachte Science-Fiction, die aber trotzdem spannend und ...

Nach "Der Marsianer" kehrt Andy Weir mit Der Astronaut eindrucksvoll zu dem zurück, was er schon im Marisaner gezeigt hat: Wissenschaftlich gut gemachte Science-Fiction, die aber trotzdem spannend und unterhaltsam für den normal-sterblichen Leser ist.



Im Zentrum der Geschichte steht Ryland Grace, ein ehemaliger Biologielehrer, der allein auf einem Raumschiff aufwacht. Das Problem: Seine Erinnerung ist verloren. Zu Beginn weiß er nicht wo er ist und warum die Dinge sind wie sie sind. Im Laufe der Zeit entfaltet sich die Geschichte über Rückblenden (Erinnerungsfragmente) und Entdeckungen vor Ort sehr vielschichtig und macht großen Spaß zu lesen.



Sehr gut empfand ich wieder, wie doch eher komplexere wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich rüber gebracht wurden, aber eben komplett ohne jede Schulmeisterei. Die Erzählung ist durchgängig nahbar und der trockene Humor, zusammen mit der Persönlichkeit des Protagonisten machen einfach viel Spaß zu lesen.



Fazit:

Der Astronaut ist eine Geschichte über Mut, Opferbereitschaft und Kommunikation mit dem Unbekannten. Wer "Der Marsianer" mochte macht nichts falsch: Zugreifen. Pflichtlektüre

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.06.2025

Ein echter Geheimtipp für Fans klassischer, düsterer Fantasy.

Was im Schwarz gedeiht
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Im Zentrum stehen zwei Hauptfiguren: Ardis, eine junge Magierin am Beginn ihrer Laufbahn, und Garvan, ein Ritter, der das schwere Erbe seiner Familie schultern muss. Die Geschichte bietet alles, was man ...

Im Zentrum stehen zwei Hauptfiguren: Ardis, eine junge Magierin am Beginn ihrer Laufbahn, und Garvan, ein Ritter, der das schwere Erbe seiner Familie schultern muss. Die Geschichte bietet alles, was man sich von klassischer Fantasy wünscht: Magie, Klerus, Götter, Schwerter, Ehre, Intrigen – dazu eine große Lore, viele kleine Geschichten und natürlich eine stimmungsvolle Karte!

Schnell wird klar: Hier handelt es sich um seriöse Dark Fantasy – was angesichts der vielen leichten Titel da draußen angenehm ist. Und es warten spannende, kluge Ideen, die man am liebsten sofort ausplaudern würde (ich bemühe mich...).

Der Spannungsbogen ist exzellent. Wie in einem Strudel wird man beim Lesen immer weiter hineingezogen. Die Geschichte gibt einem stets gerade genug, um neugierig zu bleiben – und zack, liest man doch noch ein Kapitel mehr.

Die Welt ist High Fantasy, aber ohne übermäßige Fabelwesen. Der Fokus liegt auf Magie, Charakteren und einem übergeordneten Konflikt. Die Handlung setzt einige Hundert Jahre (?) nach den Klerikerkriegen an – einem zentralen Wendepunkt, der die politische Ordnung nachhaltig geprägt hat.

Konsequent bleibt die Magie elitär und vom Alltag der Menschen getrennt. Der Klerus wirkt verkrustet, die Politik korrupt – ein idealer Nährboden für Konflikte. Die großen Entwicklungen verweben sich mit zahlreichen kleineren Erzählungen, die nie überflüssig wirken. Jede Nebenhandlung trägt spürbar zur Welt oder zur Charakterentwicklung bei – keine Spur von Langatmigkeit.

Der Stil ist präzise und angenehm klar. Es gibt keine überladenen Schachtelsätze, dafür ein paar herrlich altmodische Begriffe, die für Charme sorgen. Insgesamt liest sich der Text sehr flüssig.

Die Figuren sind plastisch und glaubwürdig. Man spürt, wie viel Arbeit in ihre Ausarbeitung geflossen ist. Auch wenn nicht immer sofort alles verständlich ist, bleibt das Verhalten der Figuren stimmig. Ihre Entwicklung ist nachvollziehbar und mit emotionaler Tiefe gestaltet.

Fazit:
Ich habe die Geschichte genossen. Es ist klassische, teils düstere Dark Fantasy mit harten Momenten und echten Überraschungen. Originell, aber nicht abgehoben – ich habe mich schnell in Lythraia zuhause gefühlt.

Wo einordnen?
Schubladen sind schwierig, aber vielleicht so: Eine Mischung aus der Sprachsicherheit eines Patrick Rothfuss, dem düsteren Worldbuilding eines George R. R. Martin – und einem Hauch akademischer Tragik à la Club der toten Dichter. Klingt schräg? Vielleicht. Aber es funktioniert halt.

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