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Veröffentlicht am 24.04.2025

Das Kaff ist ein Käfig … Debütroman von Eva Lugbauer

Und am Ende stehlen wir Zitronen
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"Das Kaff ist ein Käfig."

Die 25jährige Isa fühlt sich gefangen, gehemmt und viel zu brav. Ihr Leben im kleinen österreichischen Dorf mit dem braven Martin als Partner, ihr Job als Kindergärtnerin, alles ...

"Das Kaff ist ein Käfig."

Die 25jährige Isa fühlt sich gefangen, gehemmt und viel zu brav. Ihr Leben im kleinen österreichischen Dorf mit dem braven Martin als Partner, ihr Job als Kindergärtnerin, alles ist ihr langweilig. Als Zugezogene wird sie ständig beäugt (diese Beschreibungen des Dorflebens fand ich sehr authentisch und treffend!). Während Martin an Hausbau und Kinder denkt, würde sie gerne ausbrechen aus diesem Leben.

"Ich verblöde. So kommt mir das manchmal vor. Ich werde immer dümmer. Ich verblöde in diesem Bauernkaff. Ich habe das Gefühl, alles steht hier, alles steht still. Und ich sterbe irgendwann vor Langeweile."

Durch Zufall lernt sie Zora kennen, die nach dem Selbstmord ihrer Tante ein Haus im Dorf erbt. Zora ist ein schillernder Lichtblick in Isas Leben, die beiden Frauen freunden sich an. Und Isa fängt an, sich freier zu fühlen:

"Da fiel es mir auf. Meine Gedanken und meine Lippen waren im Gleichklang. Ich sagte, was ich mir dachte. Nicht wie bei Martin. Nicht wie bei meinen Eltern. Nicht wie bei meinen Freunden. Ich wollte schreien."

"Ich lachte. Ich schrie. Ich sprang. Ich spritzte. Ich fühlte mich frei. Ich hatte mich schon lange nicht so frei gefühlt. Ich glaube, ich hatte mich überhaupt noch nie zuvor so frei gefühlt."

Isa sieht zufällig Zoras längst verstorbener Nichte Lou fast zum Verwechseln ähnlich. So beginnt Isa, sich als Lou auszugeben, als Lou könnte sie doch vielleicht ein anderes Leben führen?

"Wer bin ich? Und könnte ich nicht auch eine andere sein? Wenn ich wirklich wollte, könnte ich dann eine andere sein?"

"Jetzt hatte ich die Unordnung gefunden, nach der ich gesucht hatte."

Und dann wird alles recht chaotisch in Isas Leben, in der Rolle der unbändigen Lou geht sie mit Zora nach Wien, erlebt ein Abenteuer nach dem anderen und ihr Drang nach Leben und Freiheit könnte in Erfüllung gehen … wenn nur nicht die Gedanken in ihrem Kopf immer noch wie Kugeln herumschwirren würden.

Ich bin dieses Jahr auf die Autorin Eva Lugbauer aufgeworden dank ihres großartigen Romans "Schwimmen im Glas", der mich wirklich unendlich begeistert hat und für den ich eine ausdrückliche Leseempfehlung aussprechen möchte!
Daher wollte ich nun auch ihren Debütroman "Und am Ende stehlen wir Zitronen" lesen. Dieser war schon durchaus lesenswert und hatte viele gute Momente und kluge Gedanken, kommt aber leider doch nicht an "Schwimmen im Glas heran".
Dennoch ist das Potential der Autorin deutlich erkennbar und ich hoffe sehr, bald noch mehr von ihr zu lesen. Ich vergebe 3,5 ⭐️

Noch eine meiner Lieblingsstellen:

"Ich hasse gestellte Fotos", sagte ich, "auf gestellten Fotos wird das Glück eingesperrt. Aber Glück muss fliegen. Glück kann nicht gestellt werden und auf einem Foto eingefangen. Glück kann man nur fühlen. Nur fühlen! Innen! Innen drinnen! Bei gestellten Fotos geht es doch nur ums Aussehen, nur ums Außen. Aber das ist nicht die Wahrheit, niemals. Die Wahrheit ist das Fühlen, das Innen. Gestellte Fotos zerstören jedes Fühlen. Sie zerstören alles, was wir haben. Sie zerstören jeden Augenblick."

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2025

Das Kaff ist ein Käfig … Debütroman von Eva Lugbauer

Und am Ende stehlen wir Zitronen
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"Das Kaff ist ein Käfig."

Die 25jährige Isa fühlt sich gefangen, gehemmt und viel zu brav. Ihr Leben im kleinen österreichischen Dorf mit dem braven Martin als Partner, ihr Job als Kindergärtnerin, alles ...

"Das Kaff ist ein Käfig."

Die 25jährige Isa fühlt sich gefangen, gehemmt und viel zu brav. Ihr Leben im kleinen österreichischen Dorf mit dem braven Martin als Partner, ihr Job als Kindergärtnerin, alles ist ihr langweilig. Als Zugezogene wird sie ständig beäugt (diese Beschreibungen des Dorflebens fand ich sehr authentisch und treffend!). Während Martin an Hausbau und Kinder denkt, würde sie gerne ausbrechen aus diesem Leben.

"Ich verblöde. So kommt mir das manchmal vor. Ich werde immer dümmer. Ich verblöde in diesem Bauernkaff. Ich habe das Gefühl, alles steht hier, alles steht still. Und ich sterbe irgendwann vor Langeweile."

Durch Zufall lernt sie Zora kennen, die nach dem Selbstmord ihrer Tante ein Haus im Dorf erbt. Zora ist ein schillernder Lichtblick in Isas Leben, die beiden Frauen freunden sich an. Und Isa fängt an, sich freier zu fühlen:

"Da fiel es mir auf. Meine Gedanken und meine Lippen waren im Gleichklang. Ich sagte, was ich mir dachte. Nicht wie bei Martin. Nicht wie bei meinen Eltern. Nicht wie bei meinen Freunden. Ich wollte schreien."

"Ich lachte. Ich schrie. Ich sprang. Ich spritzte. Ich fühlte mich frei. Ich hatte mich schon lange nicht so frei gefühlt. Ich glaube, ich hatte mich überhaupt noch nie zuvor so frei gefühlt."

Isa sieht zufällig Zoras längst verstorbener Nichte Lou fast zum Verwechseln ähnlich. So beginnt Isa, sich als Lou auszugeben, als Lou könnte sie doch vielleicht ein anderes Leben führen?

"Wer bin ich? Und könnte ich nicht auch eine andere sein? Wenn ich wirklich wollte, könnte ich dann eine andere sein?"

"Jetzt hatte ich die Unordnung gefunden, nach der ich gesucht hatte."

Und dann wird alles recht chaotisch in Isas Leben, in der Rolle der unbändigen Lou geht sie mit Zora nach Wien, erlebt ein Abenteuer nach dem anderen und ihr Drang nach Leben und Freiheit könnte in Erfüllung gehen … wenn nur nicht die Gedanken in ihrem Kopf immer noch wie Kugeln herumschwirren würden.

Ich bin dieses Jahr auf die Autorin Eva Lugbauer aufgeworden dank ihres großartigen Romans "Schwimmen im Glas", der mich wirklich unendlich begeistert hat und für den ich eine ausdrückliche Leseempfehlung aussprechen möchte!
Daher wollte ich nun auch ihren Debütroman "Und am Ende stehlen wir Zitronen" lesen. Dieser war schon durchaus lesenswert und hatte viele gute Momente und kluge Gedanken, kommt aber leider doch nicht an "Schwimmen im Glas heran".
Dennoch ist das Potential der Autorin deutlich erkennbar und ich hoffe sehr, bald noch mehr von ihr zu lesen. Ich vergebe 3,5 ⭐️

Noch eine meiner Lieblingsstellen:

"Ich hasse gestellte Fotos", sagte ich, "auf gestellten Fotos wird das Glück eingesperrt. Aber Glück muss fliegen. Glück kann nicht gestellt werden und auf einem Foto eingefangen. Glück kann man nur fühlen. Nur fühlen! Innen! Innen drinnen! Bei gestellten Fotos geht es doch nur ums Aussehen, nur ums Außen. Aber das ist nicht die Wahrheit, niemals. Die Wahrheit ist das Fühlen, das Innen. Gestellte Fotos zerstören jedes Fühlen. Sie zerstören alles, was wir haben. Sie zerstören jeden Augenblick."

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Für kleine und große Comic-Fans

Comics zeichnen leicht gemacht
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Mein Kind zeichnet und malt schon immer gerne, daher waren wir happy, als wir einen ganzen Stapel kerativer Bücher von Freunden erbten, deren Kinder inzwischen aus dem Alter heraus sind. Darunter war auch ...

Mein Kind zeichnet und malt schon immer gerne, daher waren wir happy, als wir einen ganzen Stapel kerativer Bücher von Freunden erbten, deren Kinder inzwischen aus dem Alter heraus sind. Darunter war auch dieses Buch und ich muss sagen, hier steckt jede Menge Kreativität drin.
Man lernt anhand sehr hilfreicher Anleitungen, wie man Comics gestalten kann, auch eine Anleitung für Mangas ist enthalten. Es gibt jede Menge gute Ideen und Tipps, so dass man viel Grundlagenwissen bekommt. Auch für Anfänger*innen geeignet. Meinem Kind gefällt das Buch sehr gut und es kann nun wieder fleißig weiter zeichnen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.04.2025

Feministisches Sachbuch für Kinder und Jugendliche

Entdecke über 200 starke Frauen
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Ich hatte das Buch „Entdecke über 200 starke Frauen - und wie sie die Welt verändert haben“ für meine Tochter gekauft, da ich es auch schon für Kinder und Jugendliche für ein wichtiges Thema halte. Unsere ...

Ich hatte das Buch „Entdecke über 200 starke Frauen - und wie sie die Welt verändert haben“ für meine Tochter gekauft, da ich es auch schon für Kinder und Jugendliche für ein wichtiges Thema halte. Unsere Kinder brauche mehr starke Frauen als Vorbilder!

Das Buch hat uns beide begeistert:
Es stellt inspirierende weibliche Persönlichkeiten aus den verschiedensten Bereichen vor, unter anderem aus Wissenschaft, Sport, Politik, Kunst und Kultur, Musikgeschichte under auch historische Persönlichkeiten wie Kleopatra und Elisabeth I.
Zu allen gibt es einen kurzen, aber informativen Text, dank dem man einen informativen Einblick in das Leben und die Errungenschaften dieser Frauen bekommt.
Schon das Cover des Buchs ist ein echtes Hightlight, und auch der Innenteil ist sehr schön farbigg illustriert, so dass es noch mehr Spaß macht, sich mit dem Buch zu beschäftigen.
Einziger Kritikpunkt ist, dass vor allem Frauen aus der westlichen Gesellschaft in das Buch aufgenommen wurden; hier hätte ich mir noch mehr Vielfalt gewünscht.
Ansonsten ist das Buch aber wirklich sehr schön uns lesenswert!
Eine ganz klare Empfehlung für alle Leser*innen ab ca. 10 Jahren, die sich für starke weibliche Persönlichkeiten interessieren

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Schön illustriertes und umfangreiches Musik-Wissen für Kinder

Musiklexikon für Kinder
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Das Buch „Musiklexikon für Kinder: Die Welt der Musik entdecken“ von Monika Heumann ist ein wunderschön gestaltetes Sachbuch für Kinder, ín dem ein umfangreiches Wissen über Musik, Musikbegriffe, Komponisten ...

Das Buch „Musiklexikon für Kinder: Die Welt der Musik entdecken“ von Monika Heumann ist ein wunderschön gestaltetes Sachbuch für Kinder, ín dem ein umfangreiches Wissen über Musik, Musikbegriffe, Komponisten und Instrumente auf kindgerechte Art vermittelt wird.
Auf 192 Seiten finden sich insgesamt 250 Artikel aus verschiedenen Bereichen (Pop, Jazz, Klassik) sowie Zahlreiche Notenbeispiele. Es gibt ein Stichwortverzeichnis, was sehr hilfreich ist.
Dank der mehr als 200 Abbildungen und fröhlichen Illustrationen wird es dabei aber sicher nicht langweilig, und so macht es doppelt Spaß: Unterhaltung und Lernen in einem finde ich immer gut, daher bekommt das Buch von mir eine klare Empfehlung für Kinder ab ca. 6-7 Jahren, aber auch größere Kinder haben sicher noch Freude daran, wenn sie sich für Musik interessieren.

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