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Veröffentlicht am 24.02.2025

Wichtiges Thema: Ein kluges Buch, das zum Nachdenken anregt

Sind Antisemitisten anwesend?
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Das Buch „Sind Antisemitisten anwesend?: Satiren, Geschichten und Cartoons gegen Judenhass“, herausgegeben von Lea Streisand, Heiko Werning und Michael Bittner behandelt ein sehr wichtiges Thema. Die Umsetzung ...

Das Buch „Sind Antisemitisten anwesend?: Satiren, Geschichten und Cartoons gegen Judenhass“, herausgegeben von Lea Streisand, Heiko Werning und Michael Bittner behandelt ein sehr wichtiges Thema. Die Umsetzung des Themas Antisemitismus ist hier mal recht interessant gestaltet, nämlich in Form von ca. 80 Satiren, Essays, Gedichte, Geschichten und Cartoons. Die Beiträge stammen von Lea Streisand (dank ihr wurde ich zugegebenermaßen überhaupt auf das Buch aufmerksam, da ich ein großer Fan von ihr bin!), Ahne, Katja Berlin, Bov Bjerg, Franz Dobler, Danny Dziuk, Hartmut El Kurdi, Alexander Estis, Flix, Katharina Greve, Thomas Gsella, Rattelschneck, André Herzberg, Dmitrij Kapitelman, Charles Lewinsky, Julia Mateus, Til Mette, Susanne M. Riedel, Stefanie Sargnagel, Dana von Suffrin, Peter Wawerzinek, Bodo Wartke, Ella Carina Werner und anderen.
Die Beiträge der Autor*innen sind natürlich ganz unterschiedlich – zugegeben, nicht alle haben mich auf die gleiche Weise angesprochen, aber das empfindet ja jeder anders. Viele Texte sind sehr persönlich und sehr berührend, oft auch erschütternd.
Auf jeden Fall ist das ein sehr kluges und (leider!) notwendiges Buch, das stark zum Nachdenken anregt. Von mir bekommt es eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2025

Wichtiges Thema: Ein kluges Buch, das zum Nachdenken anregt

Sind Antisemitisten anwesend?
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Das Buch „Sind Antisemitisten anwesend?: Satiren, Geschichten und Cartoons gegen Judenhass“, herausgegeben von Lea Streisand, Heiko Werning und Michael Bittner behandelt ein sehr wichtiges Thema. Die Umsetzung ...

Das Buch „Sind Antisemitisten anwesend?: Satiren, Geschichten und Cartoons gegen Judenhass“, herausgegeben von Lea Streisand, Heiko Werning und Michael Bittner behandelt ein sehr wichtiges Thema. Die Umsetzung des Themas Antisemitismus ist hier mal recht interessant gestaltet, nämlich in Form von ca. 80 Satiren, Essays, Gedichte, Geschichten und Cartoons. Die Beiträge stammen von Lea Streisand (dank ihr wurde ich zugegebenermaßen überhaupt auf das Buch aufmerksam, da ich ein großer Fan von ihr bin!), Ahne, Katja Berlin, Bov Bjerg, Franz Dobler, Danny Dziuk, Hartmut El Kurdi, Alexander Estis, Flix, Katharina Greve, Thomas Gsella, Rattelschneck, André Herzberg, Dmitrij Kapitelman, Charles Lewinsky, Julia Mateus, Til Mette, Susanne M. Riedel, Stefanie Sargnagel, Dana von Suffrin, Peter Wawerzinek, Bodo Wartke, Ella Carina Werner und anderen.
Die Beiträge der Autor*innen sind natürlich ganz unterschiedlich – zugegeben, nicht alle haben mich auf die gleiche Weise angesprochen, aber das empfindet ja jeder anders. Viele Texte sind sehr persönlich und sehr berührend, oft auch erschütternd.
Auf jeden Fall ist das ein sehr kluges und (leider!) notwendiges Buch, das stark zum Nachdenken anregt. Von mir bekommt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Witzige & kluge Graphic Novel zum Thema Patchwork-Familien

Der süßeste Bruder der Welt ‒ und andere Irrtümer
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„Der süßeste Bruder der Welt - und andere Irrtümer“ von Elin Lindell ist eine witzige Graphic Novel über eine besondere Patchwork-Familie. Es geht hier um Dani, die selbst durch eine Samenspende entstanden ...

„Der süßeste Bruder der Welt - und andere Irrtümer“ von Elin Lindell ist eine witzige Graphic Novel über eine besondere Patchwork-Familie. Es geht hier um Dani, die selbst durch eine Samenspende entstanden ist. Sie hätte unglaublich gerne ein Geschwisterchen. Doch ihre alleinstehende Mutter möchte das partout nicht. Aber als Dani heimlich in Mamas Dating-App herumschnüffelt, swiped sie bei einem peinlichen Typen versehentlich nach rechts! Kaum zu glauben, aber ihre Mutter verliebt sich tatsächlich und bringt mit dem neuen Mann auch gleich noch einen Bruder mit in die Familie. Der seltsame Typ entspricht so überhaupt nicht Danis Wunschvorstellung vom „süßen kleinen Brüderchen“. Also muss ein Plan B her ...

Ich hatte gar nicht erwartet, dass mir dieses Buch so gut gefallen würde. Dieser Comic-Roman ist nicht nur großartig illustriert, er ist witzig und unterhaltsam, hat aber auch wirklich Tiefgang und begegnet Kindern/Jugendlichen auf Augenhöhe.
Der Schreibstil von Elin Lindell ist sehr witzig und lebendig. Die Gestaltung des Buchs hat uns sehr gut gefallen, sehr witzige Illustrationen.

Das ist mal ein wirklich schönes und modernes Buch über Patchworkfamilien in der heutigen Zeit.
Ganz klare Leseempfehlung von uns!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2025

Opfer oder Überlebende: Aufwühlender, authentischer #metoo-Roman

Service
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Hm, noch ein weiterer #metoo-Roman, brauchen wir den wirklich?
Im Fall von Sarah Gilmartins Roman „Service“ sage ich eindeutig: JA, brauchen wir!
Die Thematik ist zwar an sich nicht neu, hier ist das Setting ...

Hm, noch ein weiterer #metoo-Roman, brauchen wir den wirklich?
Im Fall von Sarah Gilmartins Roman „Service“ sage ich eindeutig: JA, brauchen wir!
Die Thematik ist zwar an sich nicht neu, hier ist das Setting aber mal in der Nobel-Restaurant-Szene angesiedelt, zudem ist die Umsetzung mit den drei Erzählperspektiven wirklich sehr gelungen. Dass nicht nur das Opfer, sondern auch der Täter und dessen Ehefrau zu Wort kommen, sorgt hier für ein besonderes Lesevergnügen. Insbesondere die Sicht und Gedankengänge von Julie, der Ehefrau, fand ich sehr interessant.

Der Titel „Service“ mutet recht harmlos an und zu Beginn des Buchs wird man auch erstmal in die Welt der Sterne-Restaurants und die stressigen Tagesabläufe eingeführt. Diese Beschreibungen fand ich sehr authentisch und glaubwürdig, besonders was die Situation der Frauen im Service und das Klientel im Restaurant angeht:

"Die ganze Atmosphäre. Das Anspruchsdenken. Bloß weil sie reich sind, können sie uns, das Personal, behandeln, wie sie wollen."

Und dann geht es richtig los: Hannah wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, obwohl sie die Erinnerungen an ihre Zeit im Restaurant vor 10 Jahren lieber weiterhin verdrängen will. Sie möchte sich nicht mehr mit dem befassen, was damals passiert ist. Daher möchte sie nicht im Gerichtsverfahren gegen ihren früheren Chef Daniel aussagen. Dem berühmten Sternekoch werden sexuelle Übergriffe vorgeworfen, weswegen er gezwungen war, sein Restaurant zu schließen. Er kann das gar nicht fassen, da er selbst dem Vorfall, um den es bei der Anklage geht, kaum Bedeutung beimisst. Er sieht sich selbst als Opfer von Rufmord und einer ungerechtfertigten Anklage. Gleichzeitig muss sich seine Frau Julie neu sortieren, nicht nur die Belagerung durch die Presse setzen ihr zu, sondern auch die Frage, wie gut sie den Mann an ihrer Seite eigentlich wirklich kennt?

"Die Frage verfolgt mich überall hin: wie konnte ich nicht wissen, dass mein Mann mit anderen Frauen anwandelte? Und dahinter die Frage, die mir noch niemand gestellt hat: Wie konnte ich nicht wissen, dass mein Mann ein Triebtäter ist? Aus irgendeinem Grund habe ich darauf keine Antwort, lediglich den grausamen Gedanken, dass all die Jahre bedeutungslos waren, unsere Ehe eine Illusion."

Auf dem Weg bis zur Gerichtsverhandlung nimmt die Handlung ordentlich an Fahrt auf. Dabei gibt es immer wieder Rückblenden, die die Spannung ebenso aufrechterhalten.
Ich möchte hier nicht spoilern und sage daher nichts zum Ende der Geschichte - lest dieses Buch unbedingt selbst!
Wer „Prima facie“ von Suzie Miller mochte, dem wird sicher auch dieses Buch gefallen.
Für mich ist es auf jeden Fall ein echtes Highlight zu einem sehr wichtigen Thema!

"Dieser Sommer ruinierte tatsächlich mein letztes Studienjahr, aber nicht so, wie meine Eltern befürchtet hatten. Im September kehrte ich als anderer Mensch als Trinity College zurück, beschädigt und wachsam, konnte die Geschehnisse nicht hinter mir lassen und war zu verängstigt, um auf eine bessere Zukunft zu vertrauen. Tage, Wochen, Monate, die ich mit der Frage verschwendete, wieso es mir passiert war. Ich war wütend auf alles.
....
.... während meine eigentliche Frage lautete: könnt ihr mir helfen, nicht mehr kaputt zu sein?"

"Gelegentlich gelingt es einem, das Trauma auszublenden, doch die Nachwirkungen vergisst man nicht."

"Und danach, als sie sagte, man könne sich entscheiden, ob man Opfer oder Überlebende sein wolle, dachte ich: Schon, oder man kann sich entscheiden, beides zu sein."

„Auf einmal bin ich wutentbrannt, spüre denselben grenzenlosen Zorn wie nach jener Nacht: Ich war nicht diejenige, die das Problem verursacht hatte, musste es aber trotzdem beseitigen, da die Welt nie müde wird, Frauen mit Aufgaben zu überhäufen.“

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2025

Opfer oder Überlebende: Aufwühlender, authentischer #metoo-Roman

Service
0

Hm, noch ein weiterer #metoo-Roman, brauchen wir den wirklich?
Im Fall von Sarah Gilmartins Roman „Service“ sage ich eindeutig: JA, brauchen wir!
Die Thematik ist zwar an sich nicht neu, hier ist das Setting ...

Hm, noch ein weiterer #metoo-Roman, brauchen wir den wirklich?
Im Fall von Sarah Gilmartins Roman „Service“ sage ich eindeutig: JA, brauchen wir!
Die Thematik ist zwar an sich nicht neu, hier ist das Setting aber mal in der Nobel-Restaurant-Szene angesiedelt, zudem ist die Umsetzung mit den drei Erzählperspektiven wirklich sehr gelungen. Dass nicht nur das Opfer, sondern auch der Täter und dessen Ehefrau zu Wort kommen, sorgt hier für ein besonderes Lesevergnügen. Insbesondere die Sicht und Gedankengänge von Julie, der Ehefrau, fand ich sehr interessant.

Der Titel „Service“ mutet recht harmlos an und zu Beginn des Buchs wird man auch erstmal in die Welt der Sterne-Restaurants und die stressigen Tagesabläufe eingeführt. Diese Beschreibungen fand ich sehr authentisch und glaubwürdig, besonders was die Situation der Frauen im Service und das Klientel im Restaurant angeht:

"Die ganze Atmosphäre. Das Anspruchsdenken. Bloß weil sie reich sind, können sie uns, das Personal, behandeln, wie sie wollen."

Und dann geht es richtig los: Hannah wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, obwohl sie die Erinnerungen an ihre Zeit im Restaurant vor 10 Jahren lieber weiterhin verdrängen will. Sie möchte sich nicht mehr mit dem befassen, was damals passiert ist. Daher möchte sie nicht im Gerichtsverfahren gegen ihren früheren Chef Daniel aussagen. Dem berühmten Sternekoch werden sexuelle Übergriffe vorgeworfen, weswegen er gezwungen war, sein Restaurant zu schließen. Er kann das gar nicht fassen, da er selbst dem Vorfall, um den es bei der Anklage geht, kaum Bedeutung beimisst. Er sieht sich selbst als Opfer von Rufmord und einer ungerechtfertigten Anklage. Gleichzeitig muss sich seine Frau Julie neu sortieren, nicht nur die Belagerung durch die Presse setzen ihr zu, sondern auch die Frage, wie gut sie den Mann an ihrer Seite eigentlich wirklich kennt?

"Die Frage verfolgt mich überall hin: wie konnte ich nicht wissen, dass mein Mann mit anderen Frauen anwandelte? Und dahinter die Frage, die mir noch niemand gestellt hat: Wie konnte ich nicht wissen, dass mein Mann ein Triebtäter ist? Aus irgendeinem Grund habe ich darauf keine Antwort, lediglich den grausamen Gedanken, dass all die Jahre bedeutungslos waren, unsere Ehe eine Illusion."

Auf dem Weg bis zur Gerichtsverhandlung nimmt die Handlung ordentlich an Fahrt auf. Dabei gibt es immer wieder Rückblenden, die die Spannung ebenso aufrechterhalten.
Ich möchte hier nicht spoilern und sage daher nichts zum Ende der Geschichte - lest dieses Buch unbedingt selbst!
Wer „Prima facie“ von Suzie Miller mochte, dem wird sicher auch dieses Buch gefallen.
Für mich ist es auf jeden Fall ein echtes Highlight zu einem sehr wichtigen Thema!

"Dieser Sommer ruinierte tatsächlich mein letztes Studienjahr, aber nicht so, wie meine Eltern befürchtet hatten. Im September kehrte ich als anderer Mensch als Trinity College zurück, beschädigt und wachsam, konnte die Geschehnisse nicht hinter mir lassen und war zu verängstigt, um auf eine bessere Zukunft zu vertrauen. Tage, Wochen, Monate, die ich mit der Frage verschwendete, wieso es mir passiert war. Ich war wütend auf alles.
....
.... während meine eigentliche Frage lautete: könnt ihr mir helfen, nicht mehr kaputt zu sein?"

"Gelegentlich gelingt es einem, das Trauma auszublenden, doch die Nachwirkungen vergisst man nicht."

"Und danach, als sie sagte, man könne sich entscheiden, ob man Opfer oder Überlebende sein wolle, dachte ich: Schon, oder man kann sich entscheiden, beides zu sein."

„Auf einmal bin ich wutentbrannt, spüre denselben grenzenlosen Zorn wie nach jener Nacht: Ich war nicht diejenige, die das Problem verursacht hatte, musste es aber trotzdem beseitigen, da die Welt nie müde wird, Frauen mit Aufgaben zu überhäufen.“

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