„Birds of Paris: Das magische Pendel“ von Kathrin Tordasi ist der Auftakt zu einer neuen Kinderbuchreihe. Obwohl wir englischsprachige Titel (besonders für diese Altersklasse) nicht unbedingt mögen, sind ...
„Birds of Paris: Das magische Pendel“ von Kathrin Tordasi ist der Auftakt zu einer neuen Kinderbuchreihe. Obwohl wir englischsprachige Titel (besonders für diese Altersklasse) nicht unbedingt mögen, sind wir aufgrund des wirklich toll gestalteten Covers und des Klappentexts sofort neugierig auf dieses Buch geworden. Wir wurden nicht enttäuscht!
Man ist von Beginn an mitten in der Geschichte und im Geschehen.
Darum geht es im Buch:
Léa muss schon wieder umziehen, dieses Mal nach Paris. Zu gerne würde sie mal an einem Ort länger bleiben, um endlich Freunde finden zu können. Sie ist also nicht gerade begeistert von der neuen Stadt. Doch dann trifft sie im Garten von Notre-Dame ein geheimnisvolles Mädchen, das sich mit einem Vogel zu unterhalten scheint. Das ist Alex, und sie eröffnet Léa eine völlig neue Sicht auf Paris: Ein Paris, das voller Magie steckt – jedenfalls für alle, die die Gabe haben, sie sehen zu können.
Bei Alex und ihren Freunden, einer Bande von Straßenkindern, findet Léa zum ersten Mal echte Freunde. Doch es ist gefährlich für die Kinder, und als Alex auch noch entführt wird, muss Léa sich entscheiden, ob sie es wagt, mit ihren neuen Freunden in die magische Unterwelt von Paris einzutauchen. Können sie gemeinsam Alex retten?
Wir wollen hier nicht spoilern und anderen nicht die Lesefreude verderben.
Nur soviel: Das Buch ist sehr schön geschrieben, spannend und unterhaltsam. Hier werden auf besondere Weise die Themen Freundschaft und Zusammenhalt mit Magie und Spannung verbunden.
Dazu kommen noch die genialen Illustrationen von Heiko Hentschel, die ein weiteres Highlight dieses Buchs sind!
Das Buch war in einem Rutsch durchgelesen – und wir warten schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung (die ja zum Glück bald erscheint)! Ganz klare Leseempfehlung für Kinder!
Dieses Buch ist eine kleine Perle!
Erschienen im wunderbaren Kjona-Verlag, schreibt Linus Giese zwar auf "nur" 75 Seiten, aber der Inhalt ist sehr wertvoll und von starker Aussagekraft.
Das Buch, welches ...
Dieses Buch ist eine kleine Perle!
Erschienen im wunderbaren Kjona-Verlag, schreibt Linus Giese zwar auf "nur" 75 Seiten, aber der Inhalt ist sehr wertvoll und von starker Aussagekraft.
Das Buch, welches in Form eines Briefes geschrieben ist (das finde ich sehr schön und passend), behandelt hauptsächlich das Thema Selbstbestimmung. Und die Frage, warum wir selbst über unseren Namen und unser Geschlecht entscheiden können sollten.
Anhand seiner eigenen Lebensgeschichte erzählt Linus Giese hier sensibel und persönlich.
Aber es geht auch um Trans Menschen allgemein. Diese erleben leider alltägliche Diskriminierung, auch strukturell, auf dem Arbeitsmarkt, im Gesundheitswesen und durch das Transsexuellengesetz, das als verfassungswidrig eingestuft wurde.
Linus Giese entwirft ein Szenario, wie wir leben würden, wenn das Recht auf Selbstbestimmung für alle nicht nur ideell eingeräumt, sondern auch gesetzlich verankert würde.
Ich wünschte, dieses Buch würde von möglichst vielen, ja allen Menschen gelesen werden! Um sich besser in andere Menschen hineinzuversetzen und ihre Lebensentwürfe verstehen zu können.
Für mehr Toleranz, Offenheit und Menschlichkeit in unserer Gesellschaft!
Eine ganz klare Leseempfehlung von!
"Es ist unglaublich schmerzhaft in einer Gesellschaft aufzuwachsen, die nur zwei Räume kennt - nur zwei Kategorien, zwei Boxen -, ich möchte Raum für Menschen schaffen, die aus diesen beiden Kategorien herausfallen. Wir brauchen neue Räume."
"Wir leben in einer Welt, in der ein Großteil der Menschen davon ausgeht, dass sie selbst und ihre Kinder cis und heterosexuell sind, weil das so sein muss und schon immer so gewesen sei. Weil das normal sei. Umso wichtiger ist es dass wir an unterschiedlichen Stellen versuchen, diese "Normativität" infrage zu stellen und aufzubrechen."
"Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass Kinderbücher Norman verstärken und Vorstellungswelten begrenzen: wenn es in Büchern keine Feuerwehrfrauen, keine ÄrztInnen und dachdeckerin gibt, dann glauben Mädchen irgendwann, dass ihnen bestimmte Berufe einfach nicht zugänglich sind. Es ist schwer von etwas zu träumen, wenn du es nicht sehen kannst."
"Vielen weißen, heterosexuellen, gesunden cis Menschen fällt oft gar nicht auf, welche Geschichten in Büchern nicht erzählt werden. Es ist mühsam, immer wieder hinzuschauen und - auch die eigenen - Lücken und Leerstellen zu hinterfragen."
Dieses Buch ist eine kleine Perle!
Erschienen im wunderbaren Kjona-Verlag, schreibt Linus Giese zwar auf "nur" 75 Seiten, aber der Inhalt ist sehr wertvoll und von starker Aussagekraft.
Das Buch, welches ...
Dieses Buch ist eine kleine Perle!
Erschienen im wunderbaren Kjona-Verlag, schreibt Linus Giese zwar auf "nur" 75 Seiten, aber der Inhalt ist sehr wertvoll und von starker Aussagekraft.
Das Buch, welches in Form eines Briefes geschrieben ist (das finde ich sehr schön und passend), behandelt hauptsächlich das Thema Selbstbestimmung. Und die Frage, warum wir selbst über unseren Namen und unser Geschlecht entscheiden können sollten.
Anhand seiner eigenen Lebensgeschichte erzählt Linus Giese hier sensibel und persönlich.
Aber es geht auch um Trans Menschen allgemein. Diese erleben leider alltägliche Diskriminierung, auch strukturell, auf dem Arbeitsmarkt, im Gesundheitswesen und durch das Transsexuellengesetz, das als verfassungswidrig eingestuft wurde.
Linus Giese entwirft ein Szenario, wie wir leben würden, wenn das Recht auf Selbstbestimmung für alle nicht nur ideell eingeräumt, sondern auch gesetzlich verankert würde.
Ich wünschte, dieses Buch würde von möglichst vielen, ja allen Menschen gelesen werden! Um sich besser in andere Menschen hineinzuversetzen und ihre Lebensentwürfe verstehen zu können.
Für mehr Toleranz, Offenheit und Menschlichkeit in unserer Gesellschaft!
Eine ganz klare Leseempfehlung von!
"Es ist unglaublich schmerzhaft in einer Gesellschaft aufzuwachsen, die nur zwei Räume kennt - nur zwei Kategorien, zwei Boxen -, ich möchte Raum für Menschen schaffen, die aus diesen beiden Kategorien herausfallen. Wir brauchen neue Räume."
"Wir leben in einer Welt, in der ein Großteil der Menschen davon ausgeht, dass sie selbst und ihre Kinder cis und heterosexuell sind, weil das so sein muss und schon immer so gewesen sei. Weil das normal sei. Umso wichtiger ist es dass wir an unterschiedlichen Stellen versuchen, diese "Normativität" infrage zu stellen und aufzubrechen."
"Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass Kinderbücher Norman verstärken und Vorstellungswelten begrenzen: wenn es in Büchern keine Feuerwehrfrauen, keine ÄrztInnen und dachdeckerin gibt, dann glauben Mädchen irgendwann, dass ihnen bestimmte Berufe einfach nicht zugänglich sind. Es ist schwer von etwas zu träumen, wenn du es nicht sehen kannst."
"Vielen weißen, heterosexuellen, gesunden cis Menschen fällt oft gar nicht auf, welche Geschichten in Büchern nicht erzählt werden. Es ist mühsam, immer wieder hinzuschauen und - auch die eigenen - Lücken und Leerstellen zu hinterfragen."
Dieses Buch ist eine kleine Perle!
Erschienen im wunderbaren Kjona-Verlag, schreibt Linus Giese zwar auf "nur" 75 Seiten, aber der Inhalt ist sehr wertvoll und von starker Aussagekraft.
Das Buch, welches ...
Dieses Buch ist eine kleine Perle!
Erschienen im wunderbaren Kjona-Verlag, schreibt Linus Giese zwar auf "nur" 75 Seiten, aber der Inhalt ist sehr wertvoll und von starker Aussagekraft.
Das Buch, welches in Form eines Briefes geschrieben ist (das finde ich sehr schön und passend), behandelt hauptsächlich das Thema Selbstbestimmung. Und die Frage, warum wir selbst über unseren Namen und unser Geschlecht entscheiden können sollten.
Anhand seiner eigenen Lebensgeschichte erzählt Linus Giese hier sensibel und persönlich.
Aber es geht auch um Trans Menschen allgemein. Diese erleben leider alltägliche Diskriminierung, auch strukturell, auf dem Arbeitsmarkt, im Gesundheitswesen und durch das Transsexuellengesetz, das als verfassungswidrig eingestuft wurde.
Linus Giese entwirft ein Szenario, wie wir leben würden, wenn das Recht auf Selbstbestimmung für alle nicht nur ideell eingeräumt, sondern auch gesetzlich verankert würde.
Ich wünschte, dieses Buch würde von möglichst vielen, ja allen Menschen gelesen werden! Um sich besser in andere Menschen hineinzuversetzen und ihre Lebensentwürfe verstehen zu können.
Für mehr Toleranz, Offenheit und Menschlichkeit in unserer Gesellschaft!
Eine ganz klare Leseempfehlung von!
"Es ist unglaublich schmerzhaft in einer Gesellschaft aufzuwachsen, die nur zwei Räume kennt - nur zwei Kategorien, zwei Boxen -, ich möchte Raum für Menschen schaffen, die aus diesen beiden Kategorien herausfallen. Wir brauchen neue Räume."
"Wir leben in einer Welt, in der ein Großteil der Menschen davon ausgeht, dass sie selbst und ihre Kinder cis und heterosexuell sind, weil das so sein muss und schon immer so gewesen sei. Weil das normal sei. Umso wichtiger ist es dass wir an unterschiedlichen Stellen versuchen, diese "Normativität" infrage zu stellen und aufzubrechen."
"Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass Kinderbücher Norman verstärken und Vorstellungswelten begrenzen: wenn es in Büchern keine Feuerwehrfrauen, keine ÄrztInnen und dachdeckerin gibt, dann glauben Mädchen irgendwann, dass ihnen bestimmte Berufe einfach nicht zugänglich sind. Es ist schwer von etwas zu träumen, wenn du es nicht sehen kannst."
"Vielen weißen, heterosexuellen, gesunden cis Menschen fällt oft gar nicht auf, welche Geschichten in Büchern nicht erzählt werden. Es ist mühsam, immer wieder hinzuschauen und - auch die eigenen - Lücken und Leerstellen zu hinterfragen."
Einen sogenannten "Klassiker" zu beurteilen, ist nie ganz einfach. Man muss sich ein bisschen einlassen auf die damalige Zeit und deren Besonderheiten. Aber nachdem ich "Nach Mitternacht" von Irmgard Keun ...
Einen sogenannten "Klassiker" zu beurteilen, ist nie ganz einfach. Man muss sich ein bisschen einlassen auf die damalige Zeit und deren Besonderheiten. Aber nachdem ich "Nach Mitternacht" von Irmgard Keun sehr lesenswert fand, wollte ich nun ihr berühmtes Werk "Das kunstseidene Mädchen" lesen. Auch hier ist der Schreibstil einigermaßen gewöhnungsbedürftig, passt jetzt doch letztlich zum Buch und zu der Protagonistin sehr gut.
In diesem Buch geht es um die junge Doris. Sie arbeitet bei einem aufdringlichen Rechtsanwalt und erzählt von ihrem Leben, sie hat ihre ganz eigene Art zu sprechen und zu schreiben:
"Und ich denke, das ist gut ist, wenn ich alles beschreibe, weil ich ein ungewöhnlicher Mensch bin. Ich denke nicht an Tagebuch - das ist lächerlich für ein Mädchen von 18 und auch sonst auf der Höhe. Aber ich will schreiben wie im Film, denn so ist mein Leben und wird noch mehr so sein."
Doris ist es leid, täglich Briefe zu tippen, sie will ein Star werden, „ein Glanz“:
"Ich will eine werden. Ich will so ein Glanz werden, der oben ist."
"Ich werde ein Glanz, und was ich dann mache, ist richtig - nie mehr brauche ich mich in acht nehmen und nicht mehr meine Worte ausrechnen und meine Vorhabungen ausrechnen."
Sie flieht nach Berlin, was für sie die große weite Welt bedeutet. Sie hat kein Geld, keine Arbeit, aber jede Menge Träume. Sie stürzt sich ins Leben der Bars und Cafés und lässt sich auf Affären mit Männern ein, die Geld haben. Diese Affären sind meist nur von kurzer Dauer und mit der erträumten Karriere klappt es nicht wie erhofft ...
"Und er bot mir eine Wohnung und Geld - mir kam die Gelegenheit zu einem Glanz, und es ist leicht mit Alten, wenn man jung ist - sie tun, als könnte man was dafür, und als hätte man es geleistet. Und ich wollte, ich wollte."
"Liebe Mutter, du hast ein schönes Gesicht gehabt, du hast Augen, die gucken, wie sie Lust haben, du bist arm gewesen, wie ich arm bin, du hast mit Männern geschlafen, weil du sie mochtest, oder weil du Geld brauchtest - das tue ich auch. Wenn man mich schimpft, schimpft man dich... Ich hasse alle, ich hasse alle - schlag doch die Welt tot, Mutter, schlag doch die Welt tot."
Doris wirkt bisweilen vielleicht etwas naiv durch ihre Art zu reden, doch betrachtet man ihr Leben und wie sie sich durchgeschlagen hat im Berlin der 30er Jahre, war sie bewundernswert gewieft und klug auf ihre Art. Dazu noch sehr eigenständig und selbstbewusst. Viele ihrer Gedankengänge fand ich sehr reflektiert für so ein junges Mädchen.
"Ich bin ihr dankbar, und wir haben dieselbe Art und machen uns keine böse Luft. Wenn ich ihr Gesicht sehe, wenn es schläft, habe ich gute Gedanken um sie. Und darauf kommt es an, wie man zu einem steht, wenn er schläft und keinen Einfluss auf einen nimmt."
Das Buch ist nicht ganz einfach zu lesen, auch aufgrund des doch recht speziellen Schreibstils, der bestimmt nicht allen Leser*innen gefällt. Dass der Roman nicht in Kapitel, sondern lediglich in drei große Abschnitte eingeteilt ist, erschwert das Lesen ebenfalls ein wenig. Stellenweise fand ich das Buch auch etwas zu langatmig (manche Passagen), doch insgesamt ist es sprachlich und literarisch wirklich wert, es zu lesen. Irmgard Keun gilt zu Recht als eine der wichtigsten deutschsprachigen Autorinnen des 20. Jahrhunderts!
Auch das Nachwort, indem man viel über ihr Leben erfährt, fand ich überaus lesenswert.
"Ob man wohl ein Glanz werden kann, wenn man es nicht von Geburt ist?"
"Das ist so furchtbar viel, wenn einem einer gefällt - Liebe ist noch so ungeheuer viel mehr, dass es sie wohl gar nicht, vielleicht kaum gibt."
"Und da fragt er mich: wie siehst du aus? Das war mir ganz komisch, ich wollte mich selber sehen von außen und nicht wie ein Mann sonst mich beschreibt zu mir, was ja doch immer nur halb stimmt."
"Ich hatte in eine Materie zu dringen. Und habe mir eine Liste gemacht mit Fremdworten, daneben schrieb ich, was sie heißen, ich musste mir die Erklärungen manchmal selber suchen. Die Worte machen sich gut, wenn man sie anwendet."
"Ich mag ihn gar nicht so furchtbar, aber ich bin bei ihm, weil daß jeder Mensch ein Ofen ist für mein Herz, was Heimweh hat und nicht immer nach Hause, sondern nach was wmWirklichem zu Hause - das sind Gedanken in mir, die wälzen sich. Was mache ich wohl falsch mit meinem Leben?
Aber vielleicht verdiene es gar nicht es gar nicht anders."
"Vater Unser, mach mir noch mit einem Wunder eine feine Bildung - das übrige kann ich ja selbst machen mit Schminke."
"Ich glaube nicht eher, daß ich tot sein kann, als bis ich tot bin - und dann ist es zu spät und nichts mehr zu wollen - aber bis dahin ... da lebe ich eben."