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Veröffentlicht am 01.11.2025

Mehr als ein Drachenbuch

Nelly Emberwing (1). Die verbotenen Wesen von Rustgate
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Mit „Nelly Emberwing“ beginnt eine spannende Trilogie, die in ein magisches, viktorianisch angehauchtes England mit leichten Steampunk-Elementen entführt. Die Geschichte überzeugt durch vielschichtige ...

Mit „Nelly Emberwing“ beginnt eine spannende Trilogie, die in ein magisches, viktorianisch angehauchtes England mit leichten Steampunk-Elementen entführt. Die Geschichte überzeugt durch vielschichtige Figuren, durchdachte Wendungen und eine mitreißende Atmosphäre. Aber auch ernsthafte Themen wie Rassismus, Ausgrenzung und Ausbeutung werden auf kindgerechte und kluge Weise in die Handlung eingebettet, sodass sowohl Kinder ab zehn Jahren als auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen.

Die abenteuerliche Fantasiegeschichte spielt in Rustgate, einer Stadt, die von einem magischen Riss durchzogen ist. Aus diesem Spalt drangen geheimnisvolle, magische Wesen, sogenannte Chimären. Die Bewohner von Rustgate verachten und fürchten sie, können sich aber auch einer gewissen Faszination nicht entziehen. Im Zentrum steht das 14-jährige Waisenkind Nelly, das bei einer wohlhabenden Familie als Dienstmädchen arbeitet. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände gerät ihr Leben völlig aus den Fugen und sie lernt mehr über Chimären, als sie es je für möglich gehalten hätte. Insbesondere als sie plötzlich für die Aufzucht eines kleinen, verspielten Drachens namens Camou verantwortlich ist.

Kira Gembri gelingt es, durchweg Spannung aufzubauen. Ihre überraschenden Wendungen sind stets logisch und in sich schlüssig. Besonders gefällt mir, dass sowohl die menschlichen als auch magischen Figuren vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet wurden. Fast alle Charaktere haben Ecken und Kanten. Das macht sie nahbar und realistisch. Ein echtes Highlight ist zudem der kleine Drache Camou, der mit seiner lebendigen und verspielten Art sofort alle Herzen im Sturm erobert.

Trotz der fantastischen Kulisse spart das Buch ernste Themen nicht aus. Es behandelt gesellschaftliche Missstände wie Fremdenfeindlichkeit, Tierquälerei und soziale Ungleichheit. Der Ton bleibt altersgerecht, sodass auch Kinder ab etwa zehn Jahren nicht überfordert werden, aber wichtige Denkanstöße erhalten. Obwohl die Handlung in sich abgeschlossen ist, endet das Buch mit einem Cliffhanger. Lust auf Band zwei ist also garantiert.

Bei „Nelly Emberwing“ handelt es sich um einen gelungenen Reihenauftakt mit Tiefgang, Herz und Fantasie, der Kinder und Erwachsene gleichermaßen überzeugt. Ein Jugendbuch, das unterhält, berührt und nachwirkt! Sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Wenn Freundschaft Flügel verleiht

Flapp lernt fliegen
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Dieses bezaubernde Bilderbuch vermittelt Kindern ab drei, vier Jahren, wie wichtig es ist, an sich selbst zu glauben. Mit Mut, Willensstärke und der Unterstützung guter Freunde kann man (fast) alles erreichen. ...

Dieses bezaubernde Bilderbuch vermittelt Kindern ab drei, vier Jahren, wie wichtig es ist, an sich selbst zu glauben. Mit Mut, Willensstärke und der Unterstützung guter Freunde kann man (fast) alles erreichen.

Im Mittelpunkt steht Flapp, der so gern fliegen würde. Doch durch seine Selbstzweifel steht er sich selbst so im Weg, dass letztlich alle seine Versuche scheitern. Zum Glück hat er eine kleine, glitzernde Motte zum Freund. Auch wenn Flapp nicht an sich glaubt, ermutigt sie ihn immer wieder aufs Neue und steht hinter ihm. Als eines Nachts ein starker Sturm aufzieht und die Motte in Gefahr bringt, muss Flapp plötzlich über sich hinauswachsen.

Die Geschichte überzeugt nicht nur durch ihre wertvolle Botschaft, sondern auch durch die sprachliche Gestaltung. In der Regel mag ich keine Verse, da die Sätze dadurch oft überkünstelt klingen. Hier aber wirken die Reime sehr natürlich und werden auch nicht mit aller Macht erzwungen. Zudem sind die Illustrationen sehr stimmungsvoll, kindgerecht und anschaulich.

Ich kann dieses rundum gelungene Bilderbuch über Selbstvertrauen, Freundschaft und innere Stärke nur empfehlen. Die Geschichte ist charmant erzählt, liebevoll illustriert und absolut empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Ein gelungenes Abenteuer im All

Leos wilde Abenteuer – Mond-Fieber
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Da wir die beiden Vorgänger, insbesondere Käfer-Chaos, sehr mochten, war klar, dass wir unbedingt auch die Fortsetzung lesen wollten. Das Buch „Mond-Fieber“ ist eine spannende und witzige Reise ins Weltall, ...

Da wir die beiden Vorgänger, insbesondere Käfer-Chaos, sehr mochten, war klar, dass wir unbedingt auch die Fortsetzung lesen wollten. Das Buch „Mond-Fieber“ ist eine spannende und witzige Reise ins Weltall, die mir und meinem Kind sehr gut gefallen hat.

Tante Agnethas verrückte Erfindungen versprechen stets aufregende Unterhaltung und auch ihre neueste enttäuscht nicht. Meine Tochter fand die Idee, ins Weltall zu reisen, überaus spannend und war erstaunt über all die Informationen, die sie über den Mond und die Schwerelosigkeit erfahren hat. Sie blieb trotz der Länge die ganze Zeit aufmerksam und wollte das Buch am nächsten Tag gleich noch einmal lesen.

Insbesondere der Humor und die wirklich liebenswerten Charaktere machen den Charme dieser großartigen Reihe aus. Es gab viele Momente, bei der wir herzlich lachen mussten. So sorgten zu Beispiel die Beschreibungen über die Hürden der Schwerelosigkeit oder die Gedächtnislücken des drolligen Roboters Albert für allgemeine Erheiterung. Es war auch schön, alte Bekannte wie Klemens oder Katinka wiederzusehen. Der Mond wird Kindern anschaulich nahegebracht und quasi nebenbei jede Menge Wissen vermittelt.

Die farbigen, kindgerechten Illustrationen passen perfekt zum Ton der Geschichte. Sie sind humorvoll, anschaulich und man findet sie auf jeder Doppelseite, sodass es auch kleineren Kindern leichtfällt, bei der Sache zu bleiben. Das Buch eignet sich aber nicht nur zum Vorlesen, sondern ist mit der größeren Fibelschrift und der einfachen Sprache auch sehr gut für Erstleser geeignet. Die Kapitel sind nicht sehr lang, weshalb Leseanfänger an geeigneten Stellen pausieren können und nicht überfordert werden.

Insgesamt kann ich dieses Buch sowie die ganze Reihe allen empfehlen, die sich für kurzweilige, spannende Abenteuerbücher mit liebenswerten Charakteren und witzigen Einfällen begeistern können.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Ein Kater sucht sein Zuhause

Der magische Kater Schnurrifluff (Bd. 1)
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Diese fluffige Wohlfühl-Geschichte rund um den kleinen tollpatschigen Kater mit den magischen Fähigkeiten ist so goldig, dass Kinder ab fünf Jahren ab der ersten Seite mit ihm mitfiebern und lachen. Zusammen ...

Diese fluffige Wohlfühl-Geschichte rund um den kleinen tollpatschigen Kater mit den magischen Fähigkeiten ist so goldig, dass Kinder ab fünf Jahren ab der ersten Seite mit ihm mitfiebern und lachen. Zusammen mit dem kleinen Kätzchen lernen sie, wie wichtig es ist, an sich selbst zu glauben und dass Veränderungen nicht immer etwas Schlechtes bedeuten müssen.

Der Kater Schnurrifluff landet eines Tages unverhofft in dem seltsamen Örtchen Woderpfefferwächst. Er weiß weder, wie er dorthin gelangt ist, noch, wie er von dort wieder wegkommt. Doch dann trifft er den frechen Vogel Papperlapapp und die hilfsbereite Schnecke Snelli. Zusammen zaubern sie aus der tristen Haltstelle, an der er und all die anderen von einer Rakete ausgesetzt wurden, zu einem richtigen Zuhause. Doch Schnurrifluff lässt nicht locker und möchte unbedingt zu seiner Hexe Zwiederwurz zurückkehren. Doch warum hat diese ihn überhaupt dorthin verwünscht, wo der Pfeffer wächst?

Nina Müller hat eine wirklich berührende und herzerwärmende Geschichte geschrieben, die mit ihrem Witz und ihrer Spannung sicher nicht nur Kindern, sondern auch den vorlesenden Erwachsenen gefällt. Der kleine Kater entwickelt während des Buches nicht nur seine magischen Fähigkeiten, er wird auch immer selbstbewusster und steht für sich und seine Freunde ein. Zudem befindet sich auf jeder Doppelseite mindestens eine kleine Illustration, manche erstrecken sich auch über die ganze Seite. Die Bilder wurden in farbenfrohen Pastelltönen gehalten und passen perfekt zum Inhalt.

„Schnurrifluff und das Wegwünsch-Gewusel“ ist eine zauberhafte, humorvolle und liebevoll illustrierte Geschichte über Freundschaft und Selbstvertrauen. Sie schenkt kleinen (und großen) Lesern nicht nur viele Schmunzelmomente, sondern auch eine schöne Botschaft. Manchmal führt uns das Leben dorthin, wo wir eigentlich nicht hinwollen – und genau dort wartet das größte Abenteuer.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Anspruchsvoll und ambitioniert

Cosmix
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Das Cover täuscht ein wenig. Man erhält hier keineswegs eine seichte Kinderlektüre. Stattdessen setzt sich das Buch ernsthaft mit stark wissenschaftlichen Physikthemen auseinander, die hier aber kreativ ...

Das Cover täuscht ein wenig. Man erhält hier keineswegs eine seichte Kinderlektüre. Stattdessen setzt sich das Buch ernsthaft mit stark wissenschaftlichen Physikthemen auseinander, die hier aber kreativ in einem Comic verpackt wurden. Die Idee finde ich überaus reizvoll, teilweise amüsant und interessant, jedoch auch definitiv anspruchsvoll. Die einzelnen Kapitel lassen sich nicht einfach simpel runterlesen. Man muss sich konzentrieren, um wirklich alles zu verstehen. Und ich als Laie muss gestehen, dass ich tatsächlich nicht jedem Aspekt vollständig folgen konnte.

Die bildlichen Darstellungen finde ich überaus gelungen und sehr anschaulich. Die Charaktere wirken sympathisch und die Themen sind überaus faszinierend. Insgesamt war mir dieser Comic aber viel zu textlastig. Ich glaube, es wäre mir fast lieber gewesen, ich hätte die wissenschaftlichen Inhalte in einer „normalen“ Textform mit verschiedenen Illustrationen zur Ergänzung lesen können. Die Pseudo-Gespräche hingegen empfand ich an einigen Stellen als anstrengend. Natürlich wird aber das für manche auch gerade der Reiz an diesem Buch sein: Wissenschaft in Comicform.

Das Buch versucht, dem Ursprung unseres Seins auf die Spur zu kommen. Wie kam es zum Urknall? Wie entstanden Sterne und wir selbst? Die Vorstellung, dass wir als Sternenstaub teil dieses riesigen und faszinierenden Universums sind, zieht sich durch das ganze Buch. Einige Thesen des Buches hallen noch lange nach und regen zum Nachdenken an.

Insgesamt mochte ich das Buch und würde es allen empfehlen, die sich für naturwissenschaftliche Themen begeistern lassen und auch offen sind für andere Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Allerdings sollte man schon darauf gefasst sein, dass dieser Comic keineswegs auf populärwissenschaftliche Weise den Stoff weitergibt, sondern streckenweise sehr wissenschaftlich formuliert ist.

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