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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2025

Anspruchsvoll und ambitioniert

Cosmix
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Das Cover täuscht ein wenig. Man erhält hier keineswegs eine seichte Kinderlektüre. Stattdessen setzt sich das Buch ernsthaft mit stark wissenschaftlichen Physikthemen auseinander, die hier aber kreativ ...

Das Cover täuscht ein wenig. Man erhält hier keineswegs eine seichte Kinderlektüre. Stattdessen setzt sich das Buch ernsthaft mit stark wissenschaftlichen Physikthemen auseinander, die hier aber kreativ in einem Comic verpackt wurden. Die Idee finde ich überaus reizvoll, teilweise amüsant und interessant, jedoch auch definitiv anspruchsvoll. Die einzelnen Kapitel lassen sich nicht einfach simpel runterlesen. Man muss sich konzentrieren, um wirklich alles zu verstehen. Und ich als Laie muss gestehen, dass ich tatsächlich nicht jedem Aspekt vollständig folgen konnte.

Die bildlichen Darstellungen finde ich überaus gelungen und sehr anschaulich. Die Charaktere wirken sympathisch und die Themen sind überaus faszinierend. Insgesamt war mir dieser Comic aber viel zu textlastig. Ich glaube, es wäre mir fast lieber gewesen, ich hätte die wissenschaftlichen Inhalte in einer „normalen“ Textform mit verschiedenen Illustrationen zur Ergänzung lesen können. Die Pseudo-Gespräche hingegen empfand ich an einigen Stellen als anstrengend. Natürlich wird aber das für manche auch gerade der Reiz an diesem Buch sein: Wissenschaft in Comicform.

Das Buch versucht, dem Ursprung unseres Seins auf die Spur zu kommen. Wie kam es zum Urknall? Wie entstanden Sterne und wir selbst? Die Vorstellung, dass wir als Sternenstaub teil dieses riesigen und faszinierenden Universums sind, zieht sich durch das ganze Buch. Einige Thesen des Buches hallen noch lange nach und regen zum Nachdenken an.

Insgesamt mochte ich das Buch und würde es allen empfehlen, die sich für naturwissenschaftliche Themen begeistern lassen und auch offen sind für andere Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Allerdings sollte man schon darauf gefasst sein, dass dieser Comic keineswegs auf populärwissenschaftliche Weise den Stoff weitergibt, sondern streckenweise sehr wissenschaftlich formuliert ist.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Witziges Tierabenteuer

3 Streuner und der sprechende Berg
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Ehrlich gesagt, habe ich erst beim Lesen festgestellt, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt. Jedoch hatte ich keine Probleme ins Geschehen zu finden. Die Ausgangssituation wurde gut erklärt, sodass ...

Ehrlich gesagt, habe ich erst beim Lesen festgestellt, dass es sich hier um eine Fortsetzung handelt. Jedoch hatte ich keine Probleme ins Geschehen zu finden. Die Ausgangssituation wurde gut erklärt, sodass man sich auch als Neuling sanft in die Geschichte hineingeführt fühlt. Und der Band war zudem so unterhaltsam, dass ich bereits darüber nachdenke, mir noch den Vorgänger zu holen.

Es handelt sich bei diesem Buch um eine überaus amüsante und kurzweilige Geschichte über drei Streuner und eine abenteuerlustige Schildkröte. In Joys Schule findet eine Wohlfühlwoche statt und King Kerl darf bzw. muss gezwungenermaßen mit. Doch warum sollte er ganz alleine auf Entdeckungsreise gehen und Spaß haben? Kurzerhand schummeln sich sowohl seine Freunde Big Ben und Flirty als auch die Landschildkröte Schildegard mit auf das Schulgelände. Und was hat es mit diesem Pepe und seinem Papageien auf sich?

Die Charaktere sind allesamt liebenswert und vielschichtig geschildert. Es gibt keinen Bösewicht und die Geschichte braucht auch keinen. Insbesondere die drei Pudeldamen, die gegen das Bravsein rebellieren, sorgen für Schwung. Aber auch deren Frauchen bekommt später im Buch noch deutlich mehr Tiefe, ebenso auch Pepe. Man könnte vielleicht zusammenfassen: In jedem steckt mehr, als es auf dem ersten Blick erscheint.

Ich kann diesen harmlosen Spaß für alle Kinder ab 8 Jahren zum Selberlesen empfehlen. Ich finde, er eignet sich aber auch für Schulanfänger zum Vorlesen. Wirklich empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Perfekter Einstieg für Kinder

KI und du
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Das Phänomen der Künstlichen Intelligenz scheint sich nicht mehr aufhalten zu lassen. Sowohl auf Arbeit, in der Schule als auch in unseren Alltag nimmt sie immer stärker Raum ein. Insofern bietet dieses ...

Das Phänomen der Künstlichen Intelligenz scheint sich nicht mehr aufhalten zu lassen. Sowohl auf Arbeit, in der Schule als auch in unseren Alltag nimmt sie immer stärker Raum ein. Insofern bietet dieses Buch einen gelungenen Einstieg in die Materie. Es zeigt die Möglichkeiten von KI auf, warnt aber auch vor (möglichen) Gefahren. Zwar könnte das Thema meiner Meinung fast noch etwas kritischer hinterfragt werden, aber Kinder ab zehn Jahren können hier ihre eigenen Erfahrungen von der Funktion und Wirkung einer KI machen.

In mehren Kapiteln wird nach und nach erklärt, was eine KI ist, wo sie uns begegnet, wie sie sich entwickelt hat und funktioniert. Aber auch Themen wie „Was darf KI“, „Mit KI sprechen“ oder „Gibt es künstliche Kreativität“ werden angesprochen. Die Ideen rund um KI werden in kindgerechter und verständlicher Sprache erklärt und in Videos und verschiedenen Übungen anschaulich gemacht. Über QR-Codes gelangt man zu Interviews, näheren Erläuterungen und verschiedenen KI-Spielen.

So gibt es etwa das Spiel „Quick, draw!“, bei dem man etwas zeichnet und die KI muss erkennen, was es darstellen soll. Bei einer anderen Version geht es darum, aus vier Bildern die KI-Kreation herauszufinden. Bei einem anderen bringt man der KI bei, was ein Fisch und was Müll ist. Diese Spiele sind nicht nur unterhaltsam, sondern vermitteln gleichzeitig, wie eine KI arbeitet.

Ich zumindest war begeistert von dem Buch und würde sehr gerne das ein oder andere davon mit meiner Klasse lesen und ausprobieren. Der Text gibt zudem einige Impulse, die zum Nachdenken und Philosophieren einladen. Durchaus empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Düster und tiefsinnig

Mika Mysteries - Der Ruf des Nachtraben
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Das Buch „Der Ruf des Nachtraben“ sowie seine Folgebände haben mich tief beeindruckt. Auf wenigen Seiten schafft es der Autor Johan Rundberg eine atmosphärisch dichte, kluge und spannende Krimigeschichte ...

Das Buch „Der Ruf des Nachtraben“ sowie seine Folgebände haben mich tief beeindruckt. Auf wenigen Seiten schafft es der Autor Johan Rundberg eine atmosphärisch dichte, kluge und spannende Krimigeschichte zu schreiben.

Mikas Leben im 19. Jahrhundert und ihre Suche nach ihrem Platz in der Welt ist mitfühlend und fesselnd geschrieben. Sie ist ein zwölfjähriges Mädchen, das im Waisenhaus lebt, und die ganze Härte von Armut, Hunger und harter Arbeit kennengelernt hat. Allerdings besitzt sie eine rasche Beobachtungs- und Auffassungsgabe, was auch dem Kommissar Valdemar Hoff nicht entgeht. In alter Sherlock Holmes-Manier steht sie ihm bei seiner Suche nach Mördern und Dieben zur Seite.

Mikas eigene Herkunft und auch der mysteriöse „Dunkle Engel“ bilden die Hintergrundgeschichte, die auch in den nächsten beiden Bänden fortgesetzt wird. Jeder Band ist jedoch in sich abgeschlossen. Die Kriminalfälle – hier geht es um einen Serienmörder, der angeblich vor einigen Jahren hingerichtet wurde – sind dabei stets durchdacht, beachten die historische Zeit und ziehen immer wieder lieb gewonnene Charaktere wie die etwas verrückte Thekla, die Waisenhausleitung Amelia, Mikas buckliger Freund Rufus und so weiter mit ein. Besonders die väterliche Beziehung zu Valdemar wird sehr tiefgreifend sowie emotional geschildert und langsam über die drei Bände aufgebaut.

Ich kann diese Reihe wirklich allen empfehlen, die sich für düstere Krimigeschichten interessieren. Tatsächlich finde ich das Alter von zehn Jahren etwas zu gering angesetzt, da einige Themen durchaus für so junge Kinder verstörend sein könnten. Ich denke, Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren gehören eher zur Zielgruppe. Mich jedenfalls hat die Reihe sehr beeindruckt und ich warte gespannt, wie es weitergeht. Aktuell sind vier Bände auf Schwedisch erschienen.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Haarsträubende Story im coolen Gewand

Aristide Ledoux – Meisterdieb wider Willen
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Die Idee des Buches hat mir auf Anhieb gefallen: Diese geniale Kombination von traditioneller Krimigeschichte und Comic. Eine wirklich tolle Mischung, die auch Lesemuffel bei der Stange hält, da die bläulich ...

Die Idee des Buches hat mir auf Anhieb gefallen: Diese geniale Kombination von traditioneller Krimigeschichte und Comic. Eine wirklich tolle Mischung, die auch Lesemuffel bei der Stange hält, da die bläulich gehaltenen Bildsequenzen wie eine wohltuende Pause wirken. Auch die Ausgangshandlung fand ich spannend.

Der Meisterdetektiv Aristide verliert bei einem missglückten Anschlag auf seine Person das Gedächtnis. Aber wie schützt man sich, wenn man nicht einmal weiß, wer man selbst ist oder dass jemand einem nach dem Leben trachtet. Die beiden anderen Hauptcharaktere mochte ich sogar noch mehr. Die toughe Leontine weiß sich zu behaupten und widersetzt sich den für Frauen vorgegebenen Beschränkungen der damaligen Zeit des 19. Jahrhunderts. Während sie und Aristide der gehobenen Klasse zuzuordnen sind, gehört ihr Freund Julien der unteren Schicht an.

Die ersten beiden Drittel der Geschichte sind wirklich interessant und kurzweilig erzählt. Die Protagonisten spielen gut zusammen, insbesondere die selbstbewusste Leontine macht großen Spaß. Allerdings sind mir beim Lesen einige Begriffe aufgefallen, die zwar sprachlich zu der damaligen Zeit passen, für Kinder ab 11 Jahren aber eine Herausforderung darstellen könnten. Ich denke, die wenigsten wissen was Guillotine, Droschke, Livree, Joppe, Harlekin, Landauer usw. bedeutet. Zudem kommen noch einige französische Namen wie Droibeaux hinzu.

Mein Hauptproblem mit dem Buch ist jedoch die völlig an den Haaren herbeigezogene Hintergrundgeschichte. Diese ist so abstrus, dass es regelrecht lächerlich ist. Leider ruiniert das für mich die gesamte Story. Es ergibt einfach keinen Sinn. Das Handeln der Figuren, die angebliche Vorgeschichte sind albern, unrealistisch und unglaubwürdig. Zumal die Geschichte offen endet. Ob es einen weiteren Band geben wird, ist mir bislang nicht bekannt.

Insgesamt mochte ich die optische Aufbereitung des Buches. Der Wechsel zwischen Lesetext und Comic sowie die bläuliche Gestaltung der Bilder war sehr modern, witzig und ansprechend. Die Auflösung der Handlung hat den Band jedoch für mich vollständig ruiniert. Zumal einige Jugendliche sicherlich Schwierigkeiten mit den altmodischen Begriffen haben könnten. Schade!

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