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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2017

Überzeugender Auftakt einer spannenden Fantasy-Trilogie

Die Eherne Garde 1: Die schwarze Klaue
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Peter Hohmann legt mit diesem Buch einen überzeugenden Auftakt zu einer spannenden Fantasy-Trilogie vor und bewältigt den Spagat, zum einen eine spannende Geschichte zu erzählen und zum anderen einen interessanten ...

Peter Hohmann legt mit diesem Buch einen überzeugenden Auftakt zu einer spannenden Fantasy-Trilogie vor und bewältigt den Spagat, zum einen eine spannende Geschichte zu erzählen und zum anderen einen interessanten Hintergrund zu erschaffen, der auch über drei Bücher trägt und Lust am Weiterlesen weckt, insgesamt sehr gut.

Eine Dämonenseuche überzieht die Welt und wird zu einer immer größeren Bedrohung für Menschen, Elfen und Zwerge. Avi, die junge Hüterin, verfügt über die Gabe. diese Dämonen aufspüren zu können und nimmt den Kampf gegen die Bedrohung auf. Doch dann wird aus der Jägerin plötzlich eine Gejagte.
Auf ihrer Flucht stößt sie auf Lormak, der Mensch und Dämon in sich vereint. Die beiden werden Teil einer Schicksalsgemeinschaft, die ihr Leben gegen ein Dämonenheer verteidigen muss und zugleich nach einer Möglichkeit sucht, die Bedrohung einzudämmen. Doch wie weit kann man Lormak wirklich trauen ?

Das Buch überzeugt durch einen fesselnden Schreibstil und ist definitiv nichts für Zartbeseitete, da der Autor in seinen sehr bildhaften Beschreibungen wenig bis nichts auslässt und so eine durchgehend düstere Stimmung erzeugt, die aber an manchen Stellen durch die Figur des Zwergen Krax zumindestens ein wenig aufgelockert wird.
Die Figurenzeichnung der Haupt- und Nebencharaktere des Buches ist überzeugend geraten und lässt für die weiteren Bände noch einiges an Überraschungen erwarten.
Besonders der Charakter des Lormak ist hier äußerst gelungen, da die Zerrissenheit dieser Figur sehr gut rüberkommt und er im Buch viele unterschiedliche Facetten zeigen kann.
Avi fällt nach starkem Beginn dagegen im weiteren Verlauf des Buches ein wenig ab, verfügt aber über reichlich Potential, um in den weiteren Büchern noch stärkere Akzente zu setzen.

Gelungener Auftakt, der aber durchaus auch noch Steigerungsmöglichkeiten lässt.

Obwohl ich kein ausgesprochener Fan von Fantasyromanen bin, konnte mich das Buch überzeiugen, hier am Ball zu bleiben und auch die weiteren Bände der Trilogie zu lesen.

Veröffentlicht am 08.02.2017

Gelungene Mischung aus historischem Roman und Thriller

Die rote Löwin
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Als die Geschwister Rubina "Runja" und Waldemar im Jahre 1205 mit knapper Not den Überfall der Wengen auf die Burg von Gunzelin von Schwerin, bei dem auch die Eltern der beiden ums Leben kommen, überleben, ...

Als die Geschwister Rubina "Runja" und Waldemar im Jahre 1205 mit knapper Not den Überfall der Wengen auf die Burg von Gunzelin von Schwerin, bei dem auch die Eltern der beiden ums Leben kommen, überleben, machen sie sich auf den beschwerlichen Weg zu ihrem Onkel nach Magdeburg. Dort geraten sie mitten in die Intrige des Domdekans Laurenz von Magdeburg gegen seinen Widersacher Pirmin von Paris. Und schnell fällt Runja dabei eine Schlüsselrolle in diesem Konflikt zu.

Thomas Ziebula legt hier einen historischen Roman vor, den er mit den Stilmitteln eines Thrillers erzählt. Diese Mischung konnte mich auf ganzer Länge überzeugen und auch begeistern.

Das Buch besticht durch eine dichte Handlung, die das Tempo durchgehend hoch hält, eine gut konstruierte Story mit vielen überraschenden Wendungen und einen sehr bildhaften Schreibstil, der auch gerade in den drastischen Szenen wenig bis nichts ausspart.
Bei der Vielzahl der handelnden und gut charakterisierten Protagonisten muss man schon sehr aufmerksam lesen, um gerade zu Anfang nicht den Faden zu verlieren. Ein Personenregister und eine Zeittafel am Anfang des Buches, die auch Informationen zum historischen Hintergrund der Geschichte liefern, sind hier aber eine sehr gute Hilfe. Zusätzlich werden in einem Glossar am Ende noch die wichtigsten Begriffe, die im Rahmen der Geschichte verwendet werden, erklärt.

Kleiner Wermutstropfen ist, das der Klappentext des Buches leider viel zu viel vom Inhalt der Geschichte vorwegnimmt. Dies hätte man besser lösen können, mindert aber keinesfalls die Qualität des Buches.

Veröffentlicht am 06.02.2017

Gelungener Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, in deren Mittelpunkt eine dunkelhäutige Kommissarin steht

Das Ende aller Geheimnisse
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Heidi Kamemba tritt als erste dunkelhäutige Kommissarin ihren Dienst beim KK 12 der Düsseldorfer Kriminalpolzei an und wird direkt mit einem rätselhaften Mordfall konfrontiert. Auf einer Fichtenschonung ...

Heidi Kamemba tritt als erste dunkelhäutige Kommissarin ihren Dienst beim KK 12 der Düsseldorfer Kriminalpolzei an und wird direkt mit einem rätselhaften Mordfall konfrontiert. Auf einer Fichtenschonung wird die Leiche eines Mannes gefunden, der zunächst erschossen und anschließen verstümmelt und verbrannt wurde, um eine Identifizierung zu verhindern.
Doch auch ihre neuen Kollegen geben der jungen Kommissarin Rätsel auf. Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dem Tod ihres Vorgängers ? Hat er wirklich Selbstmord begangen ?
Als Heidi auch diesen Fragen auf den Grund gehen will, gerät sie schnell zwischen alle Fronten.

Stefan Keller legt hier einen insgesamt überzeugenden Serien-Auftakt mit einer symphatischen Kommissarin, von der man gerne mehr lesen würde, vor. Aber nicht nur die Hauptfigur, auch die Nebenfiguren werden gut charakterisiert und bieten einiges an Potential für weitere Fälle.
Daneben weiß das Buch auch durch seine gut konstruierte Geschichte, die mit einem äußerst aktuellen Thema und einigen überraschenden Wendungen aufwartet, und einem flotten und flüssigen Schreibstil zu überzeugen.
Mit hohem Tempo treibt der Autor die beiden Stränge konsequent auf eine insgesamt glaubwürdige und nachvollziehbare Auflösung zu, bei der aber nicht alle offenen Fragen abschließend geklärt werden können. Dies wird dann hoffentlich in einem weiteren Buch noch nachgeholt.

Veröffentlicht am 24.01.2017

Spannender Nachkriegsthriller vor historischem Hintergrund

Rattenlinien
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Der ehemalige Polizist Andreas Eckart hat den 2. Weltkrieg bei einem alten Freund in den USA verbracht, nachdem er schon vor Kriegsausbruch ins Visier der Gestapo geraten war und aus Deutschland fliehen ...

Der ehemalige Polizist Andreas Eckart hat den 2. Weltkrieg bei einem alten Freund in den USA verbracht, nachdem er schon vor Kriegsausbruch ins Visier der Gestapo geraten war und aus Deutschland fliehen musste. Im Dezember 1946 erhält er vom amerikanischen Nachrichtendienst CIC das Angebot, an einem Kommandounternehmen teilzunehmen, das Jagd auf flüchtige Kriegsverbrecher macht, die über die sogenannten Rattenlinien von Deutschland nach Italien gelangen, um von dort mit Schiffen ihre Flucht fortzusetzen. Als er erfährt, das dabei auch sein alter Kollege und Widersacher Gerhard Wagner, der "Schlächter von Baranawitschy", ins Visier genommen werden soll, wirft er alle Bedenken über Bord und schließt sich dem Kommando an.

Martin von Arndt liefert hier einen absolut überzeugenden Nachkriegsthriller ab, der vor einem historischen Hintergrund spielt und die Atmosphäre der damaligen Zeit auch sehr gut einfängt. Mit einer bildhaften Sprache, die das Kopfkino beim Lesen mächtig ankurbelt, und der äußerst gelungenen Charakterisierung der Protagonisten, die durchgehend ausgesprochen vielschichtig angelegt sind, entwickelt sich eine komplexe Geschichte, die mit jeder Seite eine immer größere Sogwirkung entwickelt.
Definitiv kein Buch für zwischendurch, hier muss man schon aufmerksam lesen, um den Überblick über das Geschehen mit seinen zahlreichen politischen Verwicklungen und Ränkelspielen im Hintergrund nicht zu verlieren.
Dennoch kann man das Buch auch problemlos ohne Kenntnisse aus dem ersten Buch mit Andreas Eckart lesen, da die erforderlichen Informationen zur Vergangeheit der Akteure gut in die Handlung eingeflochten werden, ohne den Lesefluß zu stören.

Der Begriff Rattenlinien und seine Bedeutung waren mir zwar schon vor der Lektüre des Buches bekannt, dennoch konnte das Buch auch mir noch einige neue Aspekte vermitteln, da es dem Autoren auf überzeugende Art und Weise gelingt, dem Thema neue Seiten abzugewinnen und die historischen Hintergründe gut auszuleuchten.

Gelungene Mischung aus Thriller und historischen Roman.

Veröffentlicht am 23.01.2017

Spannende Mörderjagd vor historischem Hintergrund

Der Vampir vom Niederrhein - Peter Kürten
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Der Fall Peter Kürten, dem Vampir von Düsseldorf, gehört zu den spektakulärsten Kriminalfällen des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Von Februar 1929 bis Mai 1930 hat er mehrere brutale Morde in der Stadt ...

Der Fall Peter Kürten, dem Vampir von Düsseldorf, gehört zu den spektakulärsten Kriminalfällen des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Von Februar 1929 bis Mai 1930 hat er mehrere brutale Morde in der Stadt am Rhein begangen und dabei die örtliche Polizei über lange Zeit nicht gut aussehen lassen.

In diesem Buch zeichnet die Autorin Susann Brennero die spannende Jagd auf den unheimlichen Mörder nach und stellt dabei den Journalisten Egon Kron in den Mittelpunkt der Geschichte. Das erste Opfer von Kürten war die Tochter seiner Vermieter, und so ist Kron vom ersten Tag an in die Suche nach dem Mörder eingebunden und bleibt auch bis zur Festnahme an dem Fall dran, geht dabei auch immer wieder weit über seine eigentliche Arbeit als Zeitungsreporter hinaus. Mehrmals bringt er sich in große Gefahr und setzt neben seiner Gesundheit auch sein Privatleben, insbesondere die Liebe zur Schauspielerin Marlene, aufs Spiel.

Neben einer spannenden Mörderjagd bietet das Buch zudem noch Interessante und tiefe Einblicke in das Deutschland der Jahre 1929 bis 1931 und zeigt eine Stadt und eine Bevölkerung, die immer noch unter den Folgen des 1. Weltkrieges leidet. Auch die Weltwirtschaftskrise und der damals bereits aufkommende Nationalsozialismus werden thematisiert und gut in die Handlung eingebunden.
Zudem wird auch die Angst der Düsseldorfer Bevölkerung vor dem unheimlichen Mörder gut eingefangen, so das sich ein überzeugendes und stimmiges Gesamtbild ergibt, das mich auf ganzer Linie überzeugt hat.

Wer Krimis mag, die vor historischem Hintergrund spielen und auf Tatsachen beruhen, wird hier bestens bedient.