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Veröffentlicht am 04.01.2026

Keine Reihe, die ich weiterverfolgen werde

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
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Carissa Broadbent gehört für mich zu den besten Fantasyautorinnen und so war ich unglaublich gespannt auf den Auftakt ihrer neusten Reihe. Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen zu hoch waren, ich mir im ...

Carissa Broadbent gehört für mich zu den besten Fantasyautorinnen und so war ich unglaublich gespannt auf den Auftakt ihrer neusten Reihe. Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen zu hoch waren, ich mir im Vorfeld von der Story her etwas anderes vorgestellt hatte oder es daran lag, dass ich erst kurz zuvor den 4. Band ihrer großartigen Crowns of Nyaxia Reihe gelesen hatte, doch der Funke wollte einfach nicht überspringen.

Geschrieben ist auch dieses Buch bildgewaltig und detailreich, da gibt's absolut nichts zu meckern - dieser unverkennbare Schreibstil ist eine von Broadbents größten Stärken. Die Hauptcharaktere Tisaanah und Max sowie deren Zusammenspiel, bzw. die langsame Annäherung der beiden, gefiel mir sehr. Nicht nur die ehemalige Sklavin Tisaanah trägt tiefe seelische wie körperliche Narben, auch Max, dessen traumatische Vergangenheit erst gänzlich gegen Ende des Buches ans Licht kommt. Ich kann nicht sagen, dass die zwei mir unsympathisch waren oder sie nicht authentisch genug wirkten. Aber ich wurde die ganze Geschichte über schlichtweg nicht warm mit Max und Tisaanah.

Auch das Magiesytem wollte sich mir nicht so recht erschließen. Hier fehlte es meines Erachtens nach vor allem an Hintergrundwissen, da es insgesamt zu oberflächlich beschrieben wurde. Die Spannung kam ebenfalls viel zu kurz, was die Storyline zuweilen sehr langatmig wirken ließ. Wenn Spannung aufkam, war sie zwar überaus fesselnd und zog mich definitiv in den Bann, doch von solchen Momenten gab es leider viel zu wenige. Ich bin ehrlich, würde Carissa Broadbent nicht zu meinen liebsten Autorinnen zählen, hätte ich das Buch mit Sicherheit nach der Hälfte abgebrochen. In jedem Fall werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 29.12.2025

Schwache Fortsetzung

Rebel Witch. Der rote Nachtfalter, Band 2
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Da ich von "Heartless Hunter" so begeistert war und dieser Band mit einem überaus gemeinen Cliffhanger endete, konnte ich die Fortsetzung "Rebel Witch" kaum erwarten. Der Schreibstil von Autorin Kristen ...

Da ich von "Heartless Hunter" so begeistert war und dieser Band mit einem überaus gemeinen Cliffhanger endete, konnte ich die Fortsetzung "Rebel Witch" kaum erwarten. Der Schreibstil von Autorin Kristen Ciccarelli gefiel mir erneut wahnsinnig gut. Die relativ kurzen Kapitel lesen sich sehr flüssig und wechseln auch diesmal zwischen Runes und Gideons Sichtweise.

Die Grundidee der Story und das Magiesytem traf weiterhin meinen Geschmack. Zu Beginn geht es darüber hinaus richtig spannend zur Sache und sowohl Rune als auch Gideon müssen mehr als einmal um ihr Leben fürchten.

In der Mitte verlor sich die Geschichte leider irgendwie etwas. Mal waren mir die Handlungsstränge zu chaotisch, dann wieder zog sich die Storyline in die Länge. Und trotz vieler Wendungen wirkte das Ganze doch recht vorhersehbar, was mit der Zeit zunehmend die Spannung nahm.

Die Chemie zwischen Rune und Gideon ist in "Rebel Witch" eine gänzlich andere als im Auftakt der Dilogie. Zwar ist dies nur allzu verständlich, doch mein liebster Trope Enemies-to-Lovers konnte mich hier überhaupt nicht überzeugen, ganz im Gegenteil. Das ständige Hin und Her zwischen den beiden ist eigentlich nur eines: anstrengend.

Insbesondere Runes Verhalten war für mich oftmals überhaupt nicht nachvollziehbar. War sie in Band 1 noch unglaublich mutig, stark und selbstlos, kommt sie nun oftmals naiv und egoistisch daher. Gideon war letztlich der einzige Grund, das Buch zu Ende zu lesen, da ich ihn wahnsinnig gerne mochte.

Meiner Meinung nach hätte man aus der Geschichte weit mehr herausholen können. Für mich persönlich kommt "Rebel Witch" an den Vorgänger bei Weitem nicht heran.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Würdiger Abschluss für Mische & Asar

The Fallen and the Kiss of Dusk (Crowns of Nyaxia 4)
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Nach meinem persönlichen Highlight "The Songbird and the Heart of Stone" war ich unglaublich gespannt, wie es mit Mische und Asar weitergehen würde. Bereits nach wenigen Seiten hatte mich das Crowns of ...

Nach meinem persönlichen Highlight "The Songbird and the Heart of Stone" war ich unglaublich gespannt, wie es mit Mische und Asar weitergehen würde. Bereits nach wenigen Seiten hatte mich das Crowns of Nyaxia Universum wieder. Carissa Broadbents Wordbuilding ist schlichtweg der absolute Wahnsinn - die emotionale Tiefe, die hier mit Worten zum Ausdruck gebracht wird, hat mich ungemein gefesselt. Ich liebe ihren Erzählstil - er ist absolut einzigartig und berührt mich jedes Mal.

Die Fortsetzung von Asars und Misches Geschichte ist noch emotionaler und dramatischer als im vorherigen Band und so habe ich von Anfang bis Ende mit den beiden gelitten und mitgefiebert. Eine Liebesgeschichte, wie sie epischer kaum sein könnte. Ähnlich wie jene von Oraya und Raihn, mit denen es ein langersehntes Wiedersehen gibt, ebenso wie mit Orayas Vater Vincent.

Die einzelnen Charaktere, ihre Empfindungen und Handlungen, werden gewohnt detailliert beschrieben, was die Figuren ungemein authentisch und nahbar wirken lässt. Hierbei kommt insbesondere der Perspektivwechsel zwischen Mische und Asar wunderbar zur Geltung. Ich habe es einfach zu 100% gefühlt und hätte mir daher gewünscht, auch dieser Band würde sich zu einem Highlight entwickeln.

Leider hat der Mittelteil jedoch einige Längen und war nicht so mitreißend wie der Anfang und das Ende des Buches, was ich echt schade fand. Der Showdown war dann zum Glück aber äußerst packend und trieb meinen Puls beim Lesen ordentlich in die Höhe. Insgesamt ist "The Fallen and the Kiss of Dusk" meiner Meinung nach ein würdiger Abschluss für Mische und Asar, wenngleich mich dieser Band nicht ganz so sehr begeistern konnte wie der Vorgänger. Dennoch ganz große Liebe meinerseits für diese unglaublich tolle und epische Fantasy Reihe!

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Endlich ein neuer Ackerman-Band!

Im Labyrinth der Furcht
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Erinnert ihr euch noch an jenen Francis Ackerman jr. aus "Ich bin die Nacht"? Kein Buchcharakter hat meiner Meinung nach eine solch enorme Entwicklung durchlaufen wie er und alleine deshalb ist er für ...

Erinnert ihr euch noch an jenen Francis Ackerman jr. aus "Ich bin die Nacht"? Kein Buchcharakter hat meiner Meinung nach eine solch enorme Entwicklung durchlaufen wie er und alleine deshalb ist er für mich die aufregendste und faszinierendste Buchfigur aller Zeiten.

Im 2. Band der Hüter Reihe lernte ich einen ungewohnt ruhigen und nachdenklichen Ackerman kennen. Einen Ackerman, der sich womöglich zum ersten Mal in seinem Leben echte Sorgen macht ... um Nadia, die auf der Suche nach ihm ist sowie um seinen Bruder Marcus und seine anderen Weggefährten, deren Leben von dem unberechenbaren Hüter bedroht wird. Ich liebe wirklich alle Facetten von Ackerman, hätte mir aber dennoch ein kleines bisschen mehr von dem alten Francis gewünscht. Insgesamt empfand ich diesen Teil weit weniger brutal und blutig als die vorherigen Ethan Cross Thriller.

Was ich jedoch sehr mochte, die Storyline von "Im Labyrinth der Furcht" wechselt überwiegend zwischen Ackermans und Nadias Perspektive. Da Nadia Shirazi im Vorgänger kaum präsent war, freute ich mich riesig, dass sie nun wieder eine größere Rolle einnahm, zumal dieser parallele Handlungsstrang unheimlich spannend erzählt wurde. Darüber hinaus gibt es ein Wiedersehen mit Samuel Carter und Ackermans Hund Theodore. Die einzelnen Charaktere gehören mittlerweile quasi zur Familie und so fühlte sich auch dieses Buch einfach wie nach Hause kommen an.

Das Ende gibt einen kleinen Vorgeschmack darauf, wohin die Reise im 3. Band gehen wird, von dem ich mir wieder deutlich mehr Action und Brutalität erhoffe - oder in anderen Worten: einen Francis, der ab und zu den alten Ackerman raus lässt. Wenngleich dieser Teil etwas ruhiger ausfiel, hatte ich dennoch unheimlich viel Spaß beim Lesen und das Buch an einem Wochenende durchgesuchtet.

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Veröffentlicht am 21.11.2025

Starker Debüt-Thriller

Narbenwald #Thriller
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Nachdem ich bereits so viel Gutes über den Debüt-Thriller von Chris Dominik gehört hatte, konnte ich es kaum abwarten, mir selbst ein Bild zu machen. Und gleich so viel vorab, ich kann mich der Begeisterung ...

Nachdem ich bereits so viel Gutes über den Debüt-Thriller von Chris Dominik gehört hatte, konnte ich es kaum abwarten, mir selbst ein Bild zu machen. Und gleich so viel vorab, ich kann mich der Begeisterung nur anschließen! "Narbenwald" ist wahrlich ein starkes Debüt und der Auftakt einer äußerst vielversprechenden neuen Thriller-Reihe.

Der flüssige und mitreißende Schreibstil des Autors fällt direkt positiv auf, da ich augenblicklich in die Geschichte hineingezogen wurde, zumal die Story auch sofort spannend beginnt. Hinzu kommt, die grausamen Taten des Killers sind wahrlich nichts für schwache Nerven und sorgen für jede Menge brutale und blutige Szenen. Durch die verschiedenen Perspektiven hält sich der Spannungsbogen konstant oben, bis hin zum packenden Showdown. Die clever konstruierten Plottwists sowie das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Täter und Ermittlungsteam fand ich absolut fesselnd.

Apropos Ermittlungsteam. Neben den beiden Hauptcharakteren Marc Davids und Zoé Martin lernte ich ebenfalls die übrigen Teammitglieder kennen - insgesamt allesamt sympathische Figuren. Insbesondere Marc ist ein interessanter Protagonist, ohne zu viel zu verraten. Mit Zoé wurde ich leider nicht so richtig warm. Im Allgemeinen hat mir hinsichtlich der Charaktere noch etwas die Tiefe gefehlt. Daher bin ich umso gespannter auf die nächsten beiden Bände, die hoffentlich ebenfalls bald in Printform veröffentlicht werden - die E-Books "Narbensommer" und "Narbenkünstler" sind nämlich bereits erhältlich.

Ich habe hier definitiv eine neue Reihe für mich entdeckt und kann es kaum erwarten zu erfahren, mit welchem Fall Davids und Martin im Folgeband konfrontiert werden.

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