Keine Reihe, die ich weiterverfolgen werde
Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)Carissa Broadbent gehört für mich zu den besten Fantasyautorinnen und so war ich unglaublich gespannt auf den Auftakt ihrer neusten Reihe. Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen zu hoch waren, ich mir im ...
Carissa Broadbent gehört für mich zu den besten Fantasyautorinnen und so war ich unglaublich gespannt auf den Auftakt ihrer neusten Reihe. Ich weiß nicht, ob meine Erwartungen zu hoch waren, ich mir im Vorfeld von der Story her etwas anderes vorgestellt hatte oder es daran lag, dass ich erst kurz zuvor den 4. Band ihrer großartigen Crowns of Nyaxia Reihe gelesen hatte, doch der Funke wollte einfach nicht überspringen.
Geschrieben ist auch dieses Buch bildgewaltig und detailreich, da gibt's absolut nichts zu meckern - dieser unverkennbare Schreibstil ist eine von Broadbents größten Stärken. Die Hauptcharaktere Tisaanah und Max sowie deren Zusammenspiel, bzw. die langsame Annäherung der beiden, gefiel mir sehr. Nicht nur die ehemalige Sklavin Tisaanah trägt tiefe seelische wie körperliche Narben, auch Max, dessen traumatische Vergangenheit erst gänzlich gegen Ende des Buches ans Licht kommt. Ich kann nicht sagen, dass die zwei mir unsympathisch waren oder sie nicht authentisch genug wirkten. Aber ich wurde die ganze Geschichte über schlichtweg nicht warm mit Max und Tisaanah.
Auch das Magiesytem wollte sich mir nicht so recht erschließen. Hier fehlte es meines Erachtens nach vor allem an Hintergrundwissen, da es insgesamt zu oberflächlich beschrieben wurde. Die Spannung kam ebenfalls viel zu kurz, was die Storyline zuweilen sehr langatmig wirken ließ. Wenn Spannung aufkam, war sie zwar überaus fesselnd und zog mich definitiv in den Bann, doch von solchen Momenten gab es leider viel zu wenige. Ich bin ehrlich, würde Carissa Broadbent nicht zu meinen liebsten Autorinnen zählen, hätte ich das Buch mit Sicherheit nach der Hälfte abgebrochen. In jedem Fall werde ich die Reihe nicht weiterverfolgen.