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Veröffentlicht am 26.10.2017

Und wenn du denkst, es geht nicht mehr…

Verrat
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In sieben Erzählungen schildert die Autorin, zu welchen Dingen Menschen fähig sind. So wird hier leider gegenüber dem Partner/der Partnerin nicht immer die Wahrheit erzählt, manch einer führt ein Doppelleben, ...

In sieben Erzählungen schildert die Autorin, zu welchen Dingen Menschen fähig sind. So wird hier leider gegenüber dem Partner/der Partnerin nicht immer die Wahrheit erzählt, manch einer führt ein Doppelleben, so dass das Endergebnis dann eine gescheiterte Beziehung bzw. Ehe ist, ein beschädigtes, belastetes ja gar gestörtes Verhältnis zwischen zwei Menschen. Die Geschichten sind durchaus unterschiedlich, denn jeder geht mit einem großen Bruch anders um…

Verrat – der Buchtitel sagt schon ein bißchen was über den Inhalt des Buches aus. Doch manche der Geschichten entwickeln sich womöglich ganz anders, als man es je geahnt hätte.

Vom Schreibstil her hat mir das Buch gut gefallen, es ist gut und verständlich geschrieben, eine anspruchsvolle, aber absolut angenehme Art und Weise. Keine ewig langen Sätze, alles gut zu verstehen. Fachbegriffe oder Fremdwörter gibt es nicht großartig. Der Stil ist wirklich interessant – so wechselt die Autorin immer mal wieder von der Jetzt-Zeit in die Vergangenheit. Am Anfang war das ungewohnt, mit der Zeit habe ich mich aber daran gewöhnt. Spannend fand ich diese Art und Weise, es hat das Buch abwechslungsreich gemacht und man musste gut mitdenken. Finde ich echt toll.

Inhaltlich war das Buch harter Tobak. Es ist schon verrückt, wie sich manche Menschen geben und etwas vorgaukeln, wie sie andere Menschen gar manipulieren können. Ob Mann oder Frau – hier waren beide „gleich“, d.h. mal sind die Frauen die Betrogenen, manchmal aber täuschen auch sie etwas vor – ebenso umgekehrt.

Von den Geschichten mag ich inhaltlich gar nichts vorweg nehmen, nur soviel – es hat bei mir zu starkem Kopfschütteln und Seufzern geführt… Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wie Menschen so falsch sein können, ein falsches Spiel spielen.

Dennoch war es eine unterhaltsame Lektüre, die deutlich aufzeigt, wie hart das Leben sein kann. Die Geschichten sind nicht erfunden, sondern entsprechen der Wirklichkeit, natürlich sind manche Dinge abgeändert, dennoch fand ich gerade eine Geschichte diesbezüglich sehr heftig. Eben weil es auch Menschen trifft, die im Rampenlicht stehen – bzw. weil es gerade auch solche Menschen sind, die manipulieren und betrügen. Mich hat das Buch sehr gefesselt, ich mochte es kaum aus der Hand legen, wenn ich eine Geschichte zu lesen begonnen hatte. Entsprechend angenehm fand ich es, dass es sieben Geschichten waren – die man theoretisch mal „schnell“ gelesen hat – die dies aber inhaltlich nicht unbedingt zulassen.

Wenngleich es hier heftiger Stoff ist, hat mir das Buch „gefallen“, konnte mich überzeugen. Entsprechend gibt es von mir hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 19.10.2017

Wie der Frosch, der im Wasser bleibt, bis es kocht und der Frosch tot ist.

Brandmal
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Kuriose Fälle von spontaner Selbstentzündung bringen den Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke und den Geisterjäger John Sinclair zusammen. So ermittelt Benecke in Berlin im Fall einer möglichen Form von SHC ...

Kuriose Fälle von spontaner Selbstentzündung bringen den Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke und den Geisterjäger John Sinclair zusammen. So ermittelt Benecke in Berlin im Fall einer möglichen Form von SHC während John Sinclair im Hyde Park in London damit konfrontiert wird. Beide stoßen auf eine Spur, denn die Opfer haben wohl vorher alle Urlaub in Slowenien gemacht. Kurzerhand entschließend sie sich dazu, sich selbst auf den Weg dorthin zu machen.

Spannende Bücher lese ich immer wieder gerne, von John Sinclair, dem Geisterjäger hatte ich bis dato aber noch nichts gehört geschweige denn gelesen. Entsprechend gespannt war ich auf Brandmal. Das Buch, geschrieben von Florian Hilleberg und Mark Benecke ist wirklich unheimlich spannend geschrieben, dies mal direkt vorweg.

Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen, zu Beginn hatte ich den Eindruck, dass ich den Wechsel vom John-Sinclair-Erzähler zum Mark-Benecke-Erzähler „merke“. Schließlich habe ich schon einige Bücher von Mark Benecke gelesen, wenngleich diese natürlich keine Geschichte, sondern eben Realität sind.

Für mich war es eine gut zu lesende Lektüre, keine großartige Verwendung von Fremdwörtern oder Fachbegriffen, wenn doch, dann wurden diese meist direkt mit erklärt. Ansonsten auch keine großartig verschachtelten Sätze. Alles sehr unterhaltsam und gut geschrieben, dass man das Buch fast nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es war unheimlich spannend, die Kapitelwechsel waren oftmals dann, wenn es gerade super spannend war.

Gelegentlich war es mal für mich so, dass es eine gewisse Länge hatte – was aber der Erzählung geschuldet ist. Es soll ja keine Kurzgeschichte sein, das ist ja verständlich. Hier hätte ich mir manchmal vielleicht "Abkürzungen“ gewünscht. Ebenso ging es mir bei der Spannung. Es war ja wirklich ein super spannendes Buch, aber gelegentlich bin ich fast geplatzt vor Spannung…

Alles in allem hat mir das Buch unheimlich gut gefallen, die Geschichte war toll, mal was ganz anderes, die Wechsel in der Geschichte fand ich ebenso gut. Hier wird ja aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Amüsant war es für mich mit den Schilderungen von (?) bzw. über Mark Benecke, da ich ihn dank einiger Vorträge schon live erlebt und durchaus auch kennengelernt habe. (Falls er das jetzt selbst liest: Gasexplosion etc.) Das hat das Buch für mich sehr lebendig gemacht – da war es dann echt schwierig manchmal wieder zu überlegen, dass das ja alles „nur“ eine Geschichte ist.

Mir hat „Brandmal“ echt gut gefallen, ich denke ich werde aus der John-Sinclair-Reihe nochmal etwas lesen, denn es war ein unterhaltsames, unheimlich spannendes aber durchaus auch lustiges Buch. Lediglich waren es gelegentliche Längen, die ich empfunden habe, und ein extrem gespannter Spannungsbogen – was ich einfach nicht so ab kann.

Von mir gibt es hier 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Spannung
  • Thema
Veröffentlicht am 17.10.2017

Wir sangen es mit ganzer Seele, aber kein einziger Klang drang aus unserer Kehle.

Der Dichter der Familie
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Schon als Kind wird Édouard zum Dichter der Familie gekürt, sein erstes Gedicht rührt die Familie, sie ist begeistert von diesem talentierten Jungen. Folglich fällt es ihm schwer, wirklich wieder zu schreiben, ...

Schon als Kind wird Édouard zum Dichter der Familie gekürt, sein erstes Gedicht rührt die Familie, sie ist begeistert von diesem talentierten Jungen. Folglich fällt es ihm schwer, wirklich wieder zu schreiben, denn die Bewunderung und Liebe, die ihm dadurch entgegen gebracht wurde, sie fehlt fortan. So verläuft sein Leben nicht optimal, er scheitert, weil die Familie zerbricht, wird Werbetexter. Schafft er es doch irgendwann, die Worte zu finden, die ihn und seine Liebsten heilen können?

Vom Autoren hatte ich bereits „Die vier Jahreszeiten des Sommers“ gelesen, entsprechend war ich hier nun gespannt, wie dieses Buch so ist, sich die Geschichte entwickelt.

Auch in diesem Buch legt Grégoire Delacourt sehr viel Wert auf eine ausdrucksstarke, teilweise auch wieder poetische Sprache. Das Buch lässt sich angenehm lesen, es ist aber auf gar keinen Fall mal eben schnell gelesen. Ein anspruchsvolles Buch, das für mich gelegentlich verworren war, hinsichtlich mancher Schilderungen bzw. Erläuterungen/Erklärungen. Von den Worten her war es so, dass man merkt, dass es teilweise in den 70er und 80er Jahren spielt. So ist durch das Werbetexter-Dasein von Èdouard öfter mal die Rede von verschiedenen Firmen – die mir nicht unbedingt etwas gesagt haben. Ansonsten hatte ich hier das Gefühl, dass nicht unbedingt immer wieder französische Begriffe auftauchen. Orte natürlich, aber Begriffe nicht. In dieser Hinsicht war es also gut zu lesen.

Die Geschichte an und für sich ist generell dramatisch, das kann man nicht anders sagen. Sie hat mich durchaus gut unterhalten, hat aber oft auch auch zum Nachdenken angeregt bzw. war so anspruchsvoll geschrieben, dass man manche Passagen mehrfach lesen musste. Zwischendurch hat mir immer mal wieder der Zusammenhang gefehlt bzw. war es für mich einfach nicht interessant – oder vielleicht auch einfach gerade zu schwere Literatur. Es ist ja nicht so, dass es sich hier um ein durch und durch fröhliches, locker-leicht geschriebenes Buch handelt. Dementsprechend hat es länger gedauert, dieses Buch zu lesen, ich musste auch eine Pause einlegen, einfach weil es kurzzeitig nicht mehr interessant für mich war.

Ab dem letzten Drittel lief es wieder rund mit dem Buch und mir, es wurde wieder interessanter, es war spannend zu lesen, was sich hier wie weiter entwickelt – was sich in Sachen der Literatur und der Liebe tut.

Für mich war es erneut eine interessante Lektüre, eine durchaus sehr anspruchsvolle aber eben auch, ein schweres Stück. Es war nicht gänzlich mein Fall bzw. war mir teilweise einfach zu schwer bzw. nicht fesselnd genug.
Von mir gibt es für dieses Buch 3 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 13.10.2017

Vom Keuschheitsgürtel bis hin zur Liebesheirat

Sex Story
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Sexstory ist ein Buch der anderen Art. In Comicform wird hier die Geschichte der Sexualität seit Beginn der menschlichen Zivilisation geschildert – man erhält hier einen amüsanten aber auch informativen ...

Sexstory ist ein Buch der anderen Art. In Comicform wird hier die Geschichte der Sexualität seit Beginn der menschlichen Zivilisation geschildert – man erhält hier einen amüsanten aber auch informativen Einblick.

Sexstory – mal ein Buch der anderen Art, muss man ganz klar sagen. Das Buch ist im Comicstil gemacht und erklärt so die Geschichte der Sexualität – angefangen bei den Primaten bis hin ins moderene Zeitalter – mit Ausblick in die Zukunft. Das ganze ist durchaus sehr unterhaltsam gemacht, so ist alles wirklich gut verständlich, man hat keine schwer verständliche Sprache gewählt, sondern eine angenehme Sprache. (Also auch keine sehr einfache Sprache, eine schöne Sprache eben.)

Die Zeichnungen sind meiner Ansicht nach gut verständlich – und ja, sie sind nicht „verpixelt“, wie man das womöglich vom Fernsehen her kennt zu gewissen Uhrzeiten etc. Hier geht es ja um die Sexualität, so dass man auf den Zeichnungen durchaus Geschlechtsteile sieht, es geht ja schließlich auch darum. Dennoch ist es nicht so, dass „Sex sells“ hier generell so angenommen wird, so empfinde ich es so, dass man hier auch um das gesamte „Drumherum“ eingegangen ist, was eben damit verbunden ist. Angefangen von der Jungfräulichkeit, dem Keuschheitsgürtel bis hin zur Ehe, der Liebesheirat, aber auch dem Ehebruch.

Sehr interessant ist auch die Behandlung der verschiedenen Persönlichkeiten, so erfährt man ein bißchen was über Ludwig XV., Casanova oder auch Marquis de Sade. Ebenso spielt die Kirche hin und wieder eine Rolle., natürlich aber auch die Prostitution.

Es war mal eine Lektüre der anderen Art, eine kurzweilige Lektüre, informativ und lehrreich, aber eben auch amüsant. Mir hat das gut gefallen, ich kann das Buch nur empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 12.10.2017

Kinderfreie Singleküche.

Green Bonanza
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Ein Buch mit lauter Rezepten rund ums „grün“, denn „Alle grünen Dinge sind gut“ – so das Motto der Autorin Mia Frogner. Im Buch gibt es entsprechend über 60 leckere und rein pflanzliche Rezepte, ebenso ...

Ein Buch mit lauter Rezepten rund ums „grün“, denn „Alle grünen Dinge sind gut“ – so das Motto der Autorin Mia Frogner. Im Buch gibt es entsprechend über 60 leckere und rein pflanzliche Rezepte, ebenso Wissenswertes rund um die grünen Zutaten und auch Tipps und Tricks.

Kochen ist für mich etwas, was nicht nur notwendiges Übel ist, sondern auch Spaß macht. Ich koche gerne und probiere immer wieder gerne verschiedene Zutaten, Herstellungsarten und neue Rezepte aus. Nun also sollten es mal „nur grüne Zutaten“ sein, eine spannende Herausforderung.

Das Buch ist übersichtlich aufgebaut, man merkt durchaus sehr, wie man viel Wert auf Fotos gelegt hat. So erfährt man meist erst einmal etwas rund um das jeweilige Gemüse, kann aber auch immer wieder einige persönliche Geschichten der Autorin lesen. Hier erklärt sie ausführliche ihre jeweilige Verbindung zum Rezept. Das anschließende Rezept ist ganzseitig bebildert, auf der anderen Seite findet man seitlich die benötigten Zutaten, rechts daneben als Text die genauen Zubereitungshinweise.

An Rezepten findet man z.B. Rosenkohl aus der Pfanne mit Granatapfel, Sommerrollen mit Erdnusssosse, ein rotes Curry mit selbstgemachter Currypaste, Pizza mit Spinat und Artischocken, Granola mit Zimt Kokos und Pistazien sowie Buchweizenpfannkuchen mit Banane.

Für meinen Geschmack war es bei diesem Kochbuch einfach so, dass es mir immer mal wieder zuviele Zutaten waren – oder es einfach sehr simpel war. Da gabs für ein Rezept gleich vier Anleitungen bei der Zubereitung, weil man eben auch noch Soße, Dip und Topping oder so herstellen musste. Andernfalls war es dann ein Rezept über Tomaten, die bei 100 Grad im Ofen für vier-fünf Stunden vor sich hin herum liegen.

Desweiteren ist dieses Buch sehr bebildert, da man zwischendurch immer mal ein paar Fotos drin hat, die Leute bei der Zubereitung zeigen oder eben das verschiedene Gemüse. Eine schöne Aufmachung ist toll und nett, aber bei gut 200 Seiten eines Kochbuches hätte ich dann auch gerne mindestens mal 80 Rezepte, gerne noch ein paar gebündelte Tipps, Tricks und Hinweise, aber nicht ständig abgedruckte Bilder.

Ich bin ein wenig enttäuscht von diesem Kochbuch. Es enthält durchaus kreative Rezepte, keine Frage. Von den Zutaten her ist das meiste auch machbar, die Betonung auf dem „guten Salz“ und dem „guten Olivenöl“ finde ich übertrieben – das sollte ja doch auch jeder selbst für sich abwägen – und finanziell dann stemmen können. (Außerdem kauft man doch auch eher nur die „guten“ Zutaten…) Es waren durchaus gute Tipps im Buch enthalten, ich habe wieder ein wenig dazugelernt, kreative Anleitungen hinsichtlich neuer Rezepte erfahren.

Was mir aber nicht zusagt ist der zeitliche Aufwand teilweise, außerdem eben auch die für mich übertriebene Bebilderung.

Entsprechend vergebe ich hier 3 von 5 Sternen, bei einer Empfehlung bleibe ich unentschlossen – ich kann es weder überzeugend empfehlen noch entschlossen abraten.